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2. September 2017

Neuenburg

35

Jürn Müller wählt Hans-Werner Kammer,

Du auch?

Gemeindeverband

Zetel-Neuenburg

Eine Kümmerin für die ganze Region

Neuenburg.

„Es war eine gute

Zeit!“ Nicht alle, die aus einem

politischen Amt ausscheiden,

können das sagen, denn viele

gehen ja nicht freiwillig. Ganz

anders Karin Evers-Meyer. Die

SPD-Bundestagsabgeordnete

verlässt nach 27 Jahren in ver-

schiedenen Ämtern – davon acht

Jahre als Landrätin in Friesland,

vier Jahre im Landtag in Hanno-

ver, vier Jahre Beauftragte der

Bundesregierung für die Belange

behinderter Menschen und 15

Jahre als Mitglied des Deutschen

Bundestages – die politische

Bühne. Eine große Bühne gab es

auch zum Abschied.

Am Freitagabend wurde die

67-Jährige im großen Kreis ihrer

Familie, Freunde und politischen

Weggefährten im Zeteler Licht-

spielhaus gebührend verab-

schiedet, mit einer wunderschö-

nen Fünfziger-Jahre-Revue der

Niederdeutsche Bühne Neuen-

burg und mit vielen, zumeist sehr

persönlichen Reden, in denen

ihre politische und ehrenamtliche

Arbeit, aber auch ihre mensch-

liche Wärme und Nähe wieder

und wieder gewürdigt wurden.

Neben den drei SPD-Kreis-

vorsitzenden ihres Wahlkreises,

Elfriede Ralle aus Varel, Holger

Ansmann aus Wilhelmshaven

und Roswita Mandel aus Witt-

mund, sprachen ihre langjäh-

rigen engsten Mitarbeiter Dr.

Alexander Quegwer aus Berlin

und Jochen Beekhuis aus dem

Wahlkreisbüro in Jever. Noch viel

mehr Weggefährten kamen in

einem von der Rundfunkjournali-

stin Carola Schede produzierten

Abschiedsfilm über Karin Evers-

Meyers letzte Dienstreise ins Par-

lament zu Wort, bevor Landrat

Sven Ambrosy und Wirtschafts-

minister Olaf Lies sprachen. Lies

sagte, Karin Evers-Meyer habe

Friesland geprägt, aber nie nur

Friesland im Blick gehabt, son-

dern die ganze Region und auch

wichtige nationale und internati-

onale Themen, die sie mit Nach-

druck verfolgt habe. Er nannte

den Kampf um das Airbus-Werk

in Varel, um die Bundeswehr-

standorte in Wilhelmshaven,

Upjever und Wittmund, ihren Ein-

satz für die Belange behinderter

Menschen, die in der Initiative für

eine UN-Behindertenrechtskon-

vention gipfelten. Evers-Meyer

habe sie selbst in New York mit

ausgehandelt und zum Erfolg

geführt. „Wir sind richtig stolz auf

Dich, Karin“, sagte Lies.

Sven Ambrosy würdigte Evers-

Meyer als Vorreiterin, denn sie

sei die erste Frau als Landrätin

in Niedersachsen gewesen, und

als „Kümmerin“, die sich immer

um ihren Landkreis und um die

Menschen in ihrem Wahlkreis

gekümmert habe. „Sie hat die

Leute in schwierigen Phasen

zusammengebracht. Ihr guter

Draht nach Hannover und Ber-

lin war ein Segen“, so Ambro-

sy. Evers-Meyer betonte in ihrer

Dankesrede, die Region müsse

langsam begreifen, „dass wir nur

zusammen stark sind und dass

die ostfriesische Halbinsel eine

Region ist. Wir dürfen uns nicht

gegenseitig Konkurrenz machen,

sondern müssen reden, reden,

reden.“

Als stellvertretende Vorsit-

zende des Deutschen Roten

Kreuzes, Landesverband Olden-

burg, will sie sich weiter enga-

gieren. Vorrangig aber soll nun

ihre Familie etwas mehr von ihr

haben.

(hbu)

Unter Freundinnen: Karin Evers-Meyer (Mitte) mit den Rock ’n’ Roll-Damen aus der Fünfzi-

ger-Jahre-Revue „Wi sünd woller wer“ der Niederdeutschen Bühne Neuenburg, in der sie vor

Jahren sehr aktiv war.

Foto: Helmut Burlager

SPD-Kreisverbände verabschieden die langjährige Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer

Gewinner erhalten Kunstpreise

Neuenburg.

Über wertvolle

Kunstpreise durften sich am

Mittwochabend zahlreiche Teil-

nehmer der Verlosungsaktion

anlässlich der „Offene Ateliers“-

Route in Neuenburg freuen.

An der Galerie Streithorst

überreichte Wolfgang Andrée,

Vorsitzender des Kunstvereins

„Bahner“, gemeinsam mit Or-

ganisatoren und einigen betei-

ligten Künstlern verschiedene

Preise an die Gewinner. Zuvor

waren diese aus rund 70 ausge-

füllten Teilnehmerkarten ausge-

lost worden.

Über je eines von neun künst-

lerischen Unikaten freuten sich

Ulrike Matull (Varel), Elke Rüter

(Bockhorn), Heike Gerdes (Neu-

enburg), Dieter Blauth (Bock-

horn), Arne Wilken (Schortens),

Bärbel Engler-Hepke (Wilhelms-

haven), Heike Hasselder (Brake),

Werner Albers (Zetel) und Jutta

Welp (Bockhorn).

(ts)

Die Gewinner der Atelierrouten-Verlosung mit den Organisa-

toren des Kunstvereins „Bahner“.

Foto: Thorsten Soltau

Irenes Reise durch Leben und Tod

Theater thematisiert Sterbebegleitung

Neuenburg.

Laut der Tibe-

tischen Medizin-Philosophie

stellt der Tod kein Ende dar,

sondern einen Übergang im

Kreislauf von Leben, Tod und

Leben.

Eine Laienspielgruppe von

ausgebildeten Sterbebeglei-

tern der „Schule für Tibetische

Heilkunst“ in Jade führt unter

der Leitung von Dr. phil. STM

Ute Hofmann-Hanf-Dressler

das Stück auf, das Irenes töd-

liche Erkrankung, ihren Tod und

ihre Gratwanderung im Zwi-

schenzustand des Bewusst-

seins bis zu einer neuen Ver-

körperung verdeutlicht. Dabei

erfährt Irene eine stetige Ster-

bebegleitung, die weit über den

Tod hinaus reicht.

Das Drehbuch des Stückes

hält sich dabei an die Vorgaben

des Tibetischen Totenbuchs.

Am

Samstag, 9. Septem-

ber,

um 18 Uhr wird das The-

aterstück „Irenes Reise durch

Leben und Tod“ im Nieder-

deutschen Theater Neuenburg

(Urwaldstraße 37) aufgeführt.

Der Eintrittpreis beträgt sieben

Euro und mit Ermäßigung fünf

Euro.