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9. September 2017

Varel

17

Gerhard Rieken ∙ Tischlermeister

Wiefelsteder Straße 188 ∙ 26316 Varel

Tel.: 0 44 56 / 94 83 20 ∙ Mobil: 01 72 / 1 80 86 05

Möbel- und Innenausbau

Haustüren und Fenster

Neu- und Reparaturverglasung

Energieberatung

In Dangast wird 2018 (fast) alles teurer

Ausschuss stimmt für Erhöhung von Quellbadtarifen und Kurbeitrag – Ergebnis 2016 verbessert

Varel.

Ein überwiegend hei-

terer, zeitweise hochsommer-

lich warmer September vor nun-

mehr einem Jahr hat der Saison

2016 in Dangast letztlich noch

einmal reichlich Schub gege-

ben, was die Umsätze im Tou-

rismusbetrieb betrifft. So kann

der Jahresabschluss 2016 für

den städtischen Eigenbetrieb

Nordseebad Dangast nunmehr

sogar mit einem gegenüber der

Planung zu Jahresbeginn leicht

verbesserten Jahresabschluss

aufwarten.

„Juli und August waren schon

im letzten Jahr eine Enttäu-

schung, aber der September

hat es herausgerissen“, fasste

Kurdirektor Johann Taddigs am

Montag im Betriebsausschuss

des Stadtrats zusammen. „An

einigen Tagen hatten wir noch 30

Grad und waren bei den Strand-

körben ausverkauft.“ Letztlich

gilt es nunmehr einen Jahresver-

lust in Höhe von knapp 739.000

Euro zu bilanzieren, bei Aufstel-

lung des Wirtschaftsplans war

ein Defizit von rund 826.000

Euro angenommen worden –

eine Verbesserung um gut

87.000 Euro oder 10,6 Prozent.

Sowohl der Campingplatz als

auch das Quellbad brachten

mehr Erlöse als zunächst kalku-

liert, größter Umsatzbringer war

der Campingplatz mit knapp

über 500.000 Euro, gefolgt vom

Quellbad mit 484.000 Euro und

der Kurtaxe, die mit 389.000

Euro allerdings leicht hinter den

Erwartungen zurückblieb. Immer

(ge)wichtiger werden auf der

Einnahmeseite auch die Park-

platzgebühren, die mit 226.000

Euro den prophezeiten Ansatz

um fast 35 Prozent übertroffen

haben. Der Kurdirektor wies

darauf hin, dass ein Parkplatz

insbesondere beim Vergleich

Erlöse–Kosten

unschlagbar

sei: „Aus ökonomischer Sicht

sollten wir uns darauf beschrän-

ken, Parkplätze zu betreiben“,

scherzte Taddigs. Sorgenkind

bei den Erträgen bleibt weiter-

hin der Saunabetrieb, mit 67.000

Euro blieben die Einnahmen hier

im vergangenen Jahr um rund 21

Prozent hinter den Erwartungen.

Insgesamt war aber mit Erlö-

sen von fast 2,17 Millionen Euro

ein Plus von 5,9 Prozent gegen-

über dem Wirtschaftsplan zu

verzeichnen. Zugleich stiegen

die Gesamtkosten um 1,2 Pro-

zent auf 2,9 Millionen Euro, allein

bei den Personalkosten gab es

einen Anstieg um 3,7 Prozent in

2016 auf insgesamt 1,54 Millio-

nen Euro.

Die Personalkosten sind nach

Auskunft von Johann Taddigs

in den vergangenen fünf Jah-

ren auch wegen Änderungen

der Tarifverträge um insgesamt

mehr als 17 Prozent gestiegen,

nicht zuletzt darauf gelte es zu

reagieren: So hatte der Aus-

schuss nun über den Vorschlag

der Kurverwaltung zu befinden,

die Tarife in Dangast durch die

Bank zu erhöhen. Dieser Vor-

schlag war bereits in der letzten

Sitzung im Juni diskutiert, eine

Entscheidung aber vertagt wor-

den.

Angehoben wird somit – ent-

sprechende Bestätigung durch

den Stadtrat vorausgesetzt –

zum 1.1.2018 der Kurbeitrag von

derzeit 2 Euro auf 2,20 Euro (Er-

wachsene pro Tag, Zone 1).

Auch ein Besuch im Quellbad

wird teurer: der Grundtarif (3,5

Stunden) für Erwachsene kostet

künftig 7,30 statt bisher 6,50

Euro, eine Familien-Tageskarte

statt bisher 16 künftig 17,75

Euro. Angehoben werden ferner

die Parkgebühren: Zwei Stun-

den parken am Hafen kostet

dann 2,80 statt 2,50 Euro, ein

Tagesticket auf dem Quellbad-

parkplatz kostet künftig 6,60

statt bisher 6 Euro.

Im Durchschnitt werden die

Preise mit dem Vorschlag um

rund zehn Prozent angehoben,

wenngleich es bei einzelnen Po-

sitionen „Ausreißer nach oben

wie unten“ gebe, das sei dann

sinnvollen Aufrundungen ge-

schuldet. Um die Erhöhungen

hatte es bereits Debatten ge-

geben, Bernd Redeker (CDU)

mahnte hier zu Besonnenheit:

„Prozentzahlen klingen immer

wuchtig, wir sollten nicht über-

sehen, dass es hier zumeist um

Centbeträge geht.“

Alexander Westerman (partei-

los, Gruppe G6) erklärte, dass

die Gruppe den Vorschlag mit-

tragen könne, als kleinen Kom-

promiss sei man mit dem Kurdi-

rektor übereingekommen, beim

Kurzbadetarif (90 Minuten) ei-

nen etwas größeren Kulanzzeit-

raum insbesondere für Familien

zu schaffen.

Auf Widerstand stieß der Vor-

schlag hingegen bei Zukunft

Varel: Leo Klubescheidt erklärte,

eine Erhöhung um zehn Prozent

und mehr sei „unanständig“ und

es bleibe das „Geschmäckle ei-

ner Abzocke“. Gerade finanziell

schwächeren Gästen sei das

nicht zuzumuten. Bürgermeister

Gerd-Christian Wagner betonte,

dass die Stadt mit dem Quell-

bad eine gute Leistung erbringe,

für die sie faire Preise verlange,

auch künftig: „nicht zuletzt muss

die Stadt hier auch unternehme-

risch herangehen.“

Axel Neugebauer (ZV) skiz-

zierte das Risiko, dass bei stei-

genden Preisen gerade Fami-

lien künftig im Zweifel auf einen

Besuch im Quellbad verzichten

könnten: Da der Bäderbetrieb

ohnehin ein Zuschussgeschäft

bleibe, sollte die öffentliche

Hand als Betreiber doch lieber

einen anderen Weg beschreiten,

so Neugebauer: „Warum nicht

mal die Preise senken, vielleicht

bekommen wir dann mehr Be-

sucher nach Dangast und ha-

ben am Ende genauso viel Geld

in der Kasse.“

Einen Moment lang sah es

so aus, als könne man sich im

Ausschuss durchaus für diese

Anregung erwärmen, dann aber

erging mit deutlicher Mehrheit

der Beschluss zur Billigung des

Verwaltungsvorschlages.

So wird das Parken in Dan-

gast, die Nutzung von Cam-

pingplatz und Strandkörben, der

Kurbeitrag und ein Besuch im

Quellbad im kommenden Jahr

teurer. Bürgermeister Wagner

wies noch darauf hin, dass man

in Dangast zuvor sieben Jahre

preisstabil geblieben sei, Micha-

el Ramke erklärte als Vertreter

der Beschäftigten im Eigenbe-

trieb, dass man die vorgestellte

Preisanpassung ebenfalls für

nachvollziehbar und angemes-

sen halte.

(tz)

Destination Dangast: Strandkörbe, Parkplatz, Quellbad, Cam-

ping und Kurbeitrag werden im kommenden Jahr im Schnitt

um zehn Prozent teurer. Nur die Saunatarife bleiben stabil.

Ehemaligentreffen in Dangast

Varel.

Am

Sonntag, 24. Sep-

tember

, findet ein Treffen der

ehemaligen Schüler der Schule

in Dangast statt. Treffpunkt ist

der Hafen von Dangast. Um 15

Uhr sticht dann die „Etta von

Dangast“ in See und fährt zum

Arngaster Leuchtturm und zum

Jade Weser Port. Auf dem Schiff

gibt es Kaffee und Kurhaus Rha-

barberkuchenmit Sahne. Umca.

18 Uhr ist der Ausflug beendet.

Nach einem anschließenden

Spaziergang durch Dangast,

bei dem mancher überrascht

sein dürfte, wie viel sich im Ort

verändert hat, findet ein Treffen

im neuen „Weltnaturerbeportal“

Lokal „Heewen“ bei Claudia

Schneck zum Klönen statt. Das

Organisationskommitee hofft

auf eine rege Beteiligung.