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Varel

Friebo 36/2017

Neun Bewerber für Mandat im Wahlkreis 26

Bundestagswahl am 24. September – 200 Helfer und fast 20.000 Wahlberechtigte in Varel

Varel.

In zwei Wochen, am 24.

September, finden die Wahlen

zum 19. Deutschen Bundestag

statt, drei Wochen später, am

15. Oktober, wird außerdem in

Niedersachsen ein neuer Land-

tag gewählt.

Das bedeutet viel Arbeit für

die Mitarbeiter in den Wahl-

ämtern und die ehrenamtlichen

Wahlhelfer, die für den Dienst

in den Wahllokalen und für die

Auszählung rekrutiert werden

müssen. „Das sind durchaus

anstrengende Wochen jetzt,

aber wir haben das im Griff“,

erklärt Gerriet Ostendorf, der

im Vareler Rathaus für Vorbe-

reitung und Ablauf von Wahl-

gängen zuständig ist. Rund

200 Wahlhelfer werden allein

in Varel im Einsatz sein, knapp

19.750 Wahlberechtigte sind für

die Bundestagswahl im Stadt-

gebiet registriert.

Inzwischen müssen die ent-

sprechenden Wahlbenachrich-

tigungskarten zugestellt sein.

Wer am Wahlsonntag keine Zeit

oder Lust hat, sich zwischen

8 und 18 Uhr auf den Weg ins

Wahllokal zu machen, kann die

Abstimmung auch schon vorher

erledigen. Bis zum 22. Septem-

ber 2017 werden im Rathaus

der Stadt Varel an der Windal-

lee (1. Etage, Zimmer 121) bei

Bedarf und gegen Vorlage der

Wahlbenachrichtigungskarte

die Briefwahlunterlagen an die

Wahlberechtigten ausgegeben.

Die Stimmabgabe und die Er-

ledigung der sonstigen Forma-

litäten kann dann sofort direkt

vor Ort abgewickelt werden,

ebenso können die Unterlagen

aber auch zuhause ausgefüllt

und dann an die Stadt geschickt

werden. Ferner besteht auch für

die Bürgerinnen und Bürger der

Stadt Varel die Möglichkeit, die

Briefwahlunterlagen kostenlos

via Internet unter

www.varel.de

zu beantragen.

Wie schon bei den letzten

Wahlen ist auch bei dieser Bun-

destagswahl die Nachfrage

nach der Briefwahl hoch: Bis

einschließlich Mittwoch hat-

ten allein in Varel bereits mehr

als 1.800 Wahlberechtigte ihre

Stimmen abgegeben.

Auf dem Stimmzettel für die

Bundestagswahl finden die

Wähler wie immer zwei Spalten,

in denen sie jeweils ein Kreuz

machen können: Links die Erst-

stimme für die sogenannten

Direktkandidaten, daneben in

blau ist die Zweitstimme für eine

Partei gefragt. In Niedersach-

sen sind insgesamt 18 Parteien

und Wählergruppen mit einer

Landesliste angetreten, neun

davon haben im Wahlkreis 26,

der die Landkreise Friesland

und Wittmund sowie die Stadt

Wilhelmshaven umfasst, auch

einen Direktkandidaten aufge-

stellt.

Um die Erststimme bewerben

sich im Wahlkreis 26 in dieser

Reihenfolge auf dem Stimmzettel:

Hans-Werner Kammer (CDU),

Bau-

kaufmann und MdB aus Zetel

Siemtje Möller (SPD),

Lehrerin aus

Varel

Alexander von Fintel (Bündnis 90/

Die Grünen),

Marketingberater

aus Wilhelmshaven

Dr. Holger Onken (Die Linke),

Wis-

senschaftlicher Mitarbeiter

aus Oldenburg

Hendrik Theemann (FDP),

Soldat

aus Jever

Achim Postert (AFD),

Diplominge-

nieur aus Esens,

Udo Striess-Grubbert (Freie Wäh-

ler),

Projektleiter aus Wil-

helmshaven

Conrad von Pentz (Marxistisch-Le-

ninistische Partei Deutschlands

MLPD),

Werkzeugmacher aus

Wilhelmshaven

Andreas Tönjes (Die PARTEI),

Poli-

tiker aus Wilhelmshaven

Bei der letzten Bundes-

tagswahl im September 2013

lag die Wahlbeteiligung in der

Stadt Varel bei knapp 73,3 Pro-

zent und damit leicht über dem

bundesweiten Wert von 71,5

Prozent.

Apropos bundesweit: Ins-

gesamt sind in Deutschland

knapp 62 Millionen Wahlbe-

rechtigte registriert, insgesamt

bewerben sich 4.828 Kandi-

daten um einen Sitz im Bun-

destag. Der Anteil der Frauen

liegt laut Bundeswahlleiter bei

insgesamt 29,0 Prozent, deut-

lich höher ist er aber bei den

Grünen (51,5 Prozent), bei der

Linken (51 Prozent) und auch

bei der SPD (40,8 Prozent). Die

Sozialdemokraten stellen mit

475 Personen bundesweit auch

die meisten Kandidaten.

Der jüngste Bewerber bei

der Bundestagswahl 2017 ist

18 Jahre alt und kandidiert in

einem Wahlkreis in Branden-

burg. Die mit 89 Jahren älte-

ste Bewerberin kandidiert für

eine Landesliste in Bayern. Das

Durchschnittsalter aller Bewer-

ber liegt bei knapp 47 Jahren.

Vielfältige Informationen rund

um die Wahl am 24. September

gibt es unter www.bundeswahl-

leiter.de

(tz)

Infos online zu den Bundestags-

Direktkandidaten im Wahlkreis 26:

www.hans-werner-kammer.de www.siemtje-moeller.de www.alex-von-fintel.de www.dielinke-friesland.de/wahlen www.hendrik-theemann.de www.afd-friwhvwtm.de www.fw-wilhelmshaven.de www.int-liste.de/kandidaten www.die-partei-whv.de

Stadt soll Bauplätze mit Erbbaurecht schaffen

Antrag der Fraktion Zukunft Varel: Jungen Familien Aufbau von Wohneigentum erleichtern

Varel.

Neuen, günstigen

Wohnraum zu schaffen, insbe-

sondere für Familien – einen

Antrag mit diesem Ziel hat jetzt

die Fraktion Zukunft Varel an

Rat und Verwaltung der Stadt

Varel gerichtet. Die Stadt soll

nach Möglichkeit Bauplätze

auch wieder per Erbbaurecht

zur Verfügung stellen, fordert

der Fraktionsvorsitzende Karl-

Heinz Funke.

„Alle reden vomsozialenWoh-

nungsbau, gemeint ist damit in

erster Linie der Mietwohnungs-

bau, um preisgünstig Mietwoh-

nungen bereitzustellen. Ob

dieses Ziel auch erreicht wird,

sei dahingestellt“, führt Funke

aus. Genauso wichtig, wenn

nicht wichtiger sei es, vor allem

für junge Familien preisgünstig

Bauplätze anbieten zu können,

damit Eigentum geschaffen

werden kann. „Wir möchten da-

her, dass die Stadt Varel – wie in

früheren Jahren – Grundstücke

im Erbbaurecht zur Verfügung

stellt“, fasst der Fraktionsvor-

sitzende zusammen. Das heißt,

die Stadt erwirbt eine entspre-

chende Fläche, überplant und

erschließt diese und vergibt

die Bauplätze schließlich mit

Erbbaurecht. Über ein solches

Erbbaurecht wird Bauwilligen

die Möglichkeit gegeben, ein

Vorhaben in Angriff zu nehmen,

ohne auch noch das Risiko der

Grundstücksfinanzierung tra-

gen zu müssen.

„Der Stadt Varel entstehen

damit keine Kosten und junge

Familien haben die Möglichkeit,

in vergleichsweise jungen Jah-

ren Wohneigentum zu erwer-

ben“, heißt es in der Begrün-

dung zum Antrag von Zukunft

Varel. Die zuständigen Aus-

schüsse sollen den Vorschlag

demnächst beraten.

Die Schaffung von Wohnraum

war auch Thema in der jüngs-

ten Sitzung des Planungsaus-

schusses: Grundstückseigentü-

mer haben eine innerstädtische

Nachverdichtung durch Hinter-

bebauung an der Haferkamp-

straße beantragt, die von eini-

gen Nachbarn im Quartier al-

lerdings kritisch gesehen wird.

Einer davon erkundigte sich im

Ausschuss, ob es denn in der

Stadt Varel eigentlich eine Er-

fassung von leer stehenden Ge-

bäuden und damit ungenutzten

potenziellen Wohnflächen gebe.

Ferner erkundigte sich der Fra-

gesteller danach, ob es eine

Analyse zum Wohnraum- und

Bauplatzbedarf in der näheren

Zukunft in Varel gebe. Beides

wurde durch den ersten Stadt-

rat Dirk Heise verneint. Mari-

sa Eckberg vom Fachbereich

Klimaschutz und Regionalpla-

nung beim Landkreis Friesland

konnte dazu hingegen berich-

ten, dass die Kreisverwaltung

derzeit an einer solche Analyse

arbeite. Erste Ergebnisse dazu

sollen in einigen Wochen vorlie-

gen.

(tz)