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16. September 2017

Varel

17

Zweiradfachgeschäft Hegeler

Wir verkaufen nicht nur –

wir reparieren auch!

Gaststr. 17 ∙ 26316 Varel ∙ 04451-4710

Grüner Stadtgarten statt grauem Betonklotz?

Abriss des alten Postkomplexes vorgeschlagen: Bisher kein Konzept für Nachnutzung, Förderung läuft aus

Varel.

Das Schicksal des

früheren Postgebäudes an der

B 437 scheint besiegelt – die

Stadtverwaltung empfiehlt den

Abriss des klobigen Gebäu-

des, das seit dem Auszug der

Hauptpost in den Neubau am

Cityparkplatz nahezu vollstän-

dig leer steht.

Nachdem jahrelang nach

Strategien für eine gewerbliche

Nachnutzung des Bauwerks

und/oder des Grundstücks ge-

sucht worden war, läuft nun

die Zeit ab: Das Gebäude liegt

im Stadtsanierungsgebiet, der

Abriss ist somit förderfähig, die

Stadt muss nur etwa ein Drittel

der Kosten von geschätzt etwa

200.000 Euro tragen.

Im Rahmen der Stadtsanie-

rung hatte die Stadt das große,

L-förmige Gebäude vor einigen

Jahren gekauft, der Kauf war

ebenfalls mit Sanierungsmit-

teln zu zwei Dritteln von Bund

und Land gefördert worden. Die

Stadt wollte so die Hoheit darü-

ber bekommen, was hier künf-

tig geschehen soll: Von einem

neuen „Tor zur Innenstadt“

war immer wieder gesprochen

worden, Handelsmarken mit

Magnetfunktion sollten sich

hier niederlassen. Geworden

ist daraus nichts, so soll das

gut 4.000 Quadratmeter große

Grundstück im kommenden

Jahr zunächst einfach eingeeb-

net werden, wenn auch der Zu-

stellstützpunkt der Post in den

Neubau im Logistikport umge-

zogen ist.

Im Ratsausschuss für Bauen

und Liegenschaften wies Fach-

bereichsleiter Jörg Kreiken-

bohm am Montag darauf hin,

dass am Standort ein Boden-

richtwert von 250 Euro je Qua-

dratmeter gelte, und das könnte

für die Stadt einen Pferdefuß mit

sich bringen: Nach Abschluss

der Stadtsanierung würde auch

die Stadt als Eigentümer des

Objekts zu einem sogenannten

Wertausgleich herangezogen.

Ein kompliziertes Verfahren – im

Ergebnis könnte das die Stadt

etwa 670.000 Euro kosten, sie

müsste dann den seinerzeit

durch Fördermittel gedeckten

Anteil der einstigen Kaufsumme

erstatten.

Ein solcher Wertausgleich

erfolgt aber nicht, wenn das

Areal künftig als sogenannte

Gemeinbedarfsfläche genutzt

wird, etwa als Parkplatz oder

öffentliche Grünfläche. Und

genau dieser Vorschlag lag

dem Ausschuss nun vor: „Vor

dem Hintergrund der schlecht

nutzbaren Gebäude wird emp-

fohlen, diese abzubrechen und

über

Nachnutzungsmöglich-

keiten zum Beispiel als öffent-

liche Parkplatzfläche, im Rah-

men eines Bebauungsplanes

zu entscheiden.“ Der Erhalt der

Gebäude ohne Perspektive, ob

und wie sie künftig genutzt wer-

den könnten, sei für die Stadt

mit einem erheblichen Risiko

verbunden, so Jörg Kreiken-

bohm.

Im Ausschuss zierte man sich

zunächst vor einer klaren Emp-

fehlung: Heinz-Peter Boyken

(Zukunft Varel) wies darauf hin,

dass nach seiner Kenntnis ein

Wertausgleich nicht erforder-

lich sei. Cornelia Papen (SPD)

forderte schließlich, das Thema

noch einmal zur Beratung in die

Fraktionen zu geben. „Ich sehe

da viele offene Fragen. Die Zu-

kunft des Gebäudes beschäftigt

auch viele Vareler.“

Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner wies darauf hin, dass

die vorhandenen Gebäude kei-

ne Zukunft hätten: „Die Investiti-

on ist zu hoch, die entsprechend

notwendigen Erlöse sind in Varel

nicht zu erzielen.“ Jörg Kreiken-

bohm ergänzte, dass bis Jah-

resende ein Auftrag zum Abriss

vergeben sein müsste, um die

Zuschüsse zu sichern. Am 23.

Oktober soll das Thema wie-

der auf die Tagesordnung, der

Verwaltungsausschuss könnte

dann eine Ausschreibung be-

schließen.

Schon in der Einwohnerfra-

gestunde zu Beginn der Sitzung

gab Norbert Ahlers, Mitglied

der Gruppe „KunstRaum“, den

Politikern einen Appell mit auf

den Weg: Die Schaffung wei-

terer Parkplätze könne nicht im

Interesse der Stadt sein, damit

würde ein „vernachlässigter

Hinterhof“ geschaffen. Wün-

schenswert wäre vielmehr eine

Begrünung, die Schaffung eines

kleines Stadtgartens, eine kre-

ative Gestaltung – das stadtei-

gene Grundstück in allerbester

Lage könnte so ein neues Aus-

hängeschild werden. „Die Ent-

scheidung obliegt letztlich dem

Stadtrat, die Planung ist ja noch

nicht abgeschlossen“, erklärte

der Bürgermeister daraufhin,

„wir sind gut beraten, uns damit

intensiv zu beschäftigen.“

(tz)

Das alte Postgebäude an der B 437 soll abgerissen werden. Was auf dem Grundstück dann

aber geschehen soll, ist noch unklar.

Foto: M. Tietz

Varel.

Der Vareler Stadtrat

tagt am kommenden

Mittwoch,

20. September,

um 19 Uhr im

Rathaus. Auf der Tagesordnung

stehen unter anderem Beschlüs-

se zu Bebauungsplänen für den

neuen Parkplatz am Kindergar-

ten Dangastermoor sowie zu ei-

ner Änderung im Gewerbegebiet

Winkelsheide. Ferner geht es um

die Annahme von Sachspenden

und um die Vorschläge zur Er-

höhung verschiedener Tarife

im Nordseebad Dangast (wir

berichteten). Auch über die Än-

derung des Durchführungsver-

trages zur geplanten Erweite-

rung der Friesenhörn-Nordsee-

Klinik in Dangast soll entschie-

den werden. Die Modifizierung

ist nötig wegen einer Änderung

in der Architektur der drei ge-

planten

Appartementhäuser.

Wie immer wird es zu Beginn

der Sitzung auch eine Einwoh-

nerfragestunde geben.

(tz)

Stadtratssitzung am Mittwoch Wahlcafé in der Grundschule

Varel.

Am

Sontag, 24. Sep-

tember

, dem Tag der Bundes-

tagswahl, veranstaltet der För-

derverein der Georg Ruseler

Grundschule Obenstrohe von

10.30 Uhr bis 15.30 Uhr ein

Wahlcafé in den Räumen der

Grundschule, Plaggenkrugstra-

ße 31 in Obenstrohe. Nach der

Stimmabgabe haben die Wähler

die Möglichkeit, in gemütlicher

Atmosphäre Kaffee und Kuchen

zu genießen. Es kann auch Ku-

chen mitgenommen werden.

Der Erlös der Aktion kommt

den Kindern der Grundschule

zugute.

Ein weiteres Wahl-Café ist

auch für die Landtagswahl am

15. Oktober geplant.

(ak)

www.facebook.com/frieslaenderbote