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23. September 2017

Varel

11

Marita Nowak

Yogalehrerin

Lachyoga,

Entspannungstechniken,

Autogenes Training und Yoga

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Tel.: 04451 / 96 87 83

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il: 0160 / 976 26 31

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E-Mail:

Info@yogaundlachen.de

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Nach den Herbst-

ferien, bietet Marita Nowak zwei

Yogakurse im „Freiraum“ in Varel,

Brunsdamm 19a, Varel-Obenstro-

he,

Yoga – Auszeit vom Alltag

(do., 18 bis 19.30 Uhr) und

Yoga

– Entspannt in den Abend

(do.

19.45 bis 20.45 Uhr), an. Beide Kur-

se beginnen am 19. Oktober und

gehen über 8 Termine.

Vermittelt werden Grundlagen

des Hatha Yoga. Atmung und

Bewegung sollen in Einklang ge-

bracht werden und durch Acht-

samkeit Ruhe und Harmonie ent-

stehen. Die Kurse sind für Teilneh-

merInnen mit und ohne Vorkennt-

nisse geeignet.

Anmeldung erbeten unter

04451/968783 oder info@yogau-

ndlachen.de

.

Großer Aufwand für kleine Blühstreifen

Antrag des NABU für mehr Vielfalt an Wegerandstreifen findet keine Mehrheit – Testfeld in Kaserne

Varel.

Für mehr Blühstreifen

und „wilde Ecken“ im Vareler

Stadtgebiet setzt sich die Orts-

gruppe des Naturschutzbundes

NABU seit geraumer Zeit ein. In

diesem Zusammenhang hatte

Martin Heinze, NABU-Spre-

cher in Varel, bereits vor rund

einem Jahr einen Antrag an die

Stadt gerichtet mit dem Ziel,

auf stadteigenen Flächen am

Rande von landwirtschaftlichen

Äckern und Feldern wieder ver-

stärkt Blühstreifen anzulegen,

um Nahrung und Lebensraum

insbesondere für Insekten zu

schaffen.

In dem Antrag heißt es, es

gebe eine Reihe von Flächen-

stücken, die zwar städtischer

Grund und Boden, im Laufe

der Zeit aber in private, meist

landwirtschaftliche

Nutzung

übergegangen seien. Diese Flä-

chen gelte es „zurückzuholen“

um hier dem Rückgang der Ar-

tenvielfalt im Zuge einer immer

weiter intensivierten Landwirt-

schaft zu begegnen.

Jörg Kreikenbohm, Fachbe-

reichsleiter Planung und Bau,

informierte nun im Ratsaus-

schuss für Bauen und Liegen-

schaften über das Ergebnis ent-

sprechender Untersuchungen:

In der Tat sei davon auszugehen,

dass an verschiedenen Straßen

und Wegen die landwirtschaft-

lichen Flächen über die eigent-

lichen Grundstücke hinaus auch

auf städtische Randstreifen

ausgedehnt wurden. Schwierig

sei es aber zumeist, den ex-

akten Verlauf der Grundstücks-

grenzen zu ermitteln – eine

amtliche Grenzfeststellung sei

mit erheblichem Aufwand und

entsprechenden Kosten ver-

bunden. Als Grundlage für die

Ermittlungen wurden unter an-

derem Luftaufnahmen genutzt,

außerdem wurden „Peilungen“

von benachbarten Grundstü-

cken vorgenommen. „Es gibt

solche Grenzverletzungen, aber

sie sind eben nicht exakt zu

beziffern“, fasste Jörg Kreiken-

bohm zusammen, insgesamt

sei er bei den Erhebungen in 16

Fällen auf eine Flächensumme

von etwa 2.000 Quadratmeter

gekommen.

Die Pflege solcher Randstrei-

fen an Straßen und Wegen ob-

liegt grundsätzlich der Stadt.

Nicht selten übernehmen aber

Landwirte diese in ihre Obhut:

sei es, dass sie die Streifen –

mal sind es vermutete 50 Zen-

timeter, in Extremfällen aber

auch vier Meter – in landwirt-

schaftliche Flächen einbezogen

haben oder sich um regelmäßi-

ge Mahd des Grüns kümmern.

Beides jedoch sei im Sinne

des NABU-Antrages aber nicht

gewünscht, so Jörg Kreiken-

bohm: „Eine unordentliche, wil-

de Fläche ist im Sinne des Na-

turhaushaltes viel wertvoller.“

Mit einigen der Anliegern sei

bereits Einvernehmen erzielt

worden, die Randstreifen künf-

tig stärker zu berücksichtigen

und von einer Bewirtschaftung

abzusehen. Einige hätten sich

sogar bereit erklärt, auf eigene

Kosten Blühstreifen am Rande

der Felder anzulegen – das sei

nur zu begrüßen.

Denn die Stadt könne das

gar nicht leisten, erklärte Jörg

Kreikenbohm: „das würde den

Stadtbetrieb erheblich strapa-

zieren, denn mit einmal Saatgut

streuen ist das nicht getan, sol-

che Blumenstreifen erfordern

recht intensive Pflege.“ Der

ökologische Nutzen sei zudem

auf den überwiegend recht klei-

nen Flächen überschaubar.

In einigen Fällen, etwa am

Wullenbergsweg in Altjührden,

könnten hingegen vorhandene

Baumreihen erweitert werden.

Die Pflanzung von Obstbäu-

men sei unter Umständen gar

förderfähig, wie Kreikenbohm

erläuterte. Hier gab es aber im

Ausschuss bedenken: „Wenn

auf den Flächen jahrelang ge-

spritzt worden ist, womöglich

mit Glyphosat, möchte ich dort

keine Äpfel ernten“, gab Alexan-

der Westerman zu bedenken.

Auch sonst wurden vor allem

Bedenken geäußert: Bernd Re-

deker kritisierte, dass für diese

Bestandsaufnahme viel Zeit

„verplempert“ worden sei, ohne

ein greifbares Ergebnis. Sabine

Kundy (Zukunft Varel) erklär-

te, es würde kein schönes Bild

geben, wenn auf den Wegen

künftig matschige Äpfel herum-

liegen würden.

Jörg Kreikenbohm betonte

hingegen, dass es grundsätz-

lich durchaus wünschenswert

sei, wieder mehr wilde Flächen

zu schaffen um die Biodiversität

zu stärken. Auf dem einstigen

Kasernengelände stehen dafür

möglicherweise auch größere

Flächen zur Verfügung, „dort

könnten wir auch eine Blühwie-

se anlegen, um Erfahrungen zu

sammeln.“ Das stieß im Aus-

schuss durchaus auf Zustim-

mung. Walter Langer (Grüne)

betonte, dass mit dem Antrag

eine wichtige Debatte angesto-

ßen worden ist, „was möglich

und sinnvoll ist, sollte auch um-

gesetzt werden“. Die Politik vor

Ort müsse sich angesichts des

nachgewiesenen Rückgangs in

der Artenvielfalt weiter ernsthaft

mit dem Thema befassen.

Dennoch gab es für den

konkreten NABU-Antrag keine

Mehrheit, da dieser auch die

exakte Einmessung der ge-

nannten Flächen vorsah. Ein zu

hoher Aufwand bei zu geringem

Nutzen, so die überwiegende

Meinung im Ausschuss.

Nun soll aber auch versucht

werden, verstärkt Grundstücks-

eigentümer dafür zu begei-

stern, Blühstreifen und wild

wuchernde Ecken zu schaffen.

Anregungen dazu gibt es unter

anderem in einem Infoblatt (Blü-

hende Raine“ des NLWKN, das

auf Nachfrage unter anderem

im städtischen Bauamt, Rat-

haus II in Langendamm, erhält-

lich ist.

(tz)

Mehr Nahrung und Lebens-

raum für Insekten und Kriech-

tiere: Dieses Ziel wird mit der

Forderung nach mehr Blüh-

streifen an Wald- und Feld­

rändern verfolgt.

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