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30. September 2017

Varel

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Neue Uhr für die Schule an der Osterstraße

Schulkinder, Lehrer und Nachbarn freuen sich, dass die Ansicht des Gebäudes wieder komplett ist

Varel.

Vor etwa zwei Jahren

gab die alte Uhr an der Fassade

des historischen Gebäudes an

der Osterstraße 9 den sprich-

wörtlichen Geist auf. Nach dem

Versuch, die große Uhr zu repa-

rieren, entschied man sich letzt-

endlich für die Anschaffung ei-

ner neuen Uhr. Gar nicht so ein-

fach für die Zuständigen, denn

die Uhr brauchte schließlich die

richtige Größe und sollte op-

tisch der alten Uhr ähneln, denn

das dafür vorgesehene Fenster

musste gefüllt und die altertüm-

liche Ansicht des Gebäudes er-

halten bleiben. Schließlich wur-

de die Schule bereits im Jahr

1877 errichtet und eine Uhr mit

modernem Ziffernblatt würde

gewiss nicht zum neugotischen

Bauwerk passen – also musste

eine Sonderanfertigung her. Der

Bau der Uhr inklusive Einbau hat

etwa 1.000 Euro gekostet und

es war ein langer Weg bis die-

se funktionstüchtig am richtigen

Platz zu sehen war.

Am Donnerstag, 14. Septem-

ber, fand eine kleine Einweihung

der neuen Uhr statt. Die Schüler

und Lehrer versammelten sich

dazu im Hof. Schulleiterin Na-

nette Beier-Poerschke berich-

tete, dass auch die neue Uhr

zunächst nicht funktionierte, da

der Zeigers zu schwer für den

kleinen Motor war und so zeigte

die Uhr immer die selbe Zeit an.

Also mussten die Handwerker

nochmal ran, um die Uhr funkti-

onstüchtig zu machen. Nanette

Beier-Poerschke bedankte sich

außerdem bei Bürgermeister

Gerd-Christian Wagner, als Ver-

treter des Schulträgers, dass die

Schule nun endlich eine neue

Uhr bekommen hat.

Wagner merkte an, dass viele

Anwohner der Schule und Bür-

ger Varels die Uhr am Turm der

Grundschule vermisst hätten.

Zusätzlich lobte er auch die Ar-

beit der Lehrer und Pädagogen,

die sich an diesem Morgen defi-

nitv in den fröhlichen Gesichtern

der Kinder widerspiegelte.

Die Grundschule an der Oster-

straße hat derzeit 140 Schüler,

die während der Zeit an dieser

Schule auch lernen, wie man

eine analoge Uhr liest. Die neue

Uhr im Turm leistet also nicht

nur ihren Dienst für Anwohner,

Passanten und Lehrer, sondern

unterstützt ganz nebenbei die

Kleinen beim Lernen – auf dem

Schulhof in der Pause.

(jw)

Da oben ist sie: Die Kinder

freuten sich gemeinsam mit

Schulleiterin Nanette Beier-

Poerschke und Bürgermei-

ster Gerd-Christian Wagner

über die neue Schuluhr.

Foto: Jana Wehner

Friesland.

Der Landkreis

Friesland bekommt 2,4 Millio-

nen Euro Förderzuschuss aus

dem Landesprogramm für den

Breitbandausbau. Mit diesen

Mitteln können die Ausbaupro-

jekte in Friesland für schnelleres

Internet demnächst weiter zü-

gig umgesetzt werden.

Wirtschaftsminister Olaf Lies

erklärte dazu bei der Übergabe

des Förderbescheides: „Unser

gemeinsames Ziel ist der flä-

chendeckende Glasfaseraus-

bau. Es ist uns hier in Friesland

gelungen, mit einem klugen

Modell eine Hochleistungsver-

sorgung für weitere 2.760 Haus-

halte, darunter 78 Unternehmen,

zu sichern. Bis zu 100 Mbit/s

sind im ländlichen Raum noch

keine

Selbstverständlichkeit,

aber gute Internetverbindungen

sind heutzutage ein Grundbe-

dürfnis. Landkreis und Land

sehen sich daher in der Verant-

wortung die Infrastruktur auch

dort zu stellen wo die Anbieter

dies aus Wirtschaftlichkeitser-

wägungen versäumt haben.“

Die neuen Leitungen werden

an die Oldenburger EWE TEL

GmbH verpachtet, die sich in

einer Ausschreibung durchge-

setzt hat. Mindestens 60 Pro-

zent der Anschlüsse im Projekt-

gebiet sind mit mindestens 100

Mbit/s zu versorgen, 85 Prozent

mit mindestens 50 Mbit/s. Mit

dem Ausbau soll im Herbst 2018

begonnen werden.

„Die geplante Breitbandinfra-

struktur ist entscheidend für die

zukünftige Entwicklung unserer

Region und die Umsetzung des

Ausbaus bzw. die dafür erfor-

derlichen Planungen haben in

Friesland bereits begonnen.

Der Förderbescheid des Landes

Niedersachsen ist ein weiterer,

wichtiger Baustein im Finan-

zierungsmodell“, sagte Landrat

Sven Ambrosy.

Die niedersächsischen Land-

kreise haben zwischenzeitlich

flächendeckend das Thema

Breitband aufgegriffen und För-

deranträge beim Bund und/oder

Land gestellt. Aus dem Bundes-

förderprogramm wurden bisher

für Niedersachsen rund 286 Mil-

lionen Euro an Investitionsförde-

rung bewilligt. Aus der Landes-

förderung sind noch einmal rund

105 Millionen Euro beantragt

und zum Teil bewilligt. Insge-

samt steht so ein Zuschussvolu-

men von rund 400 Millionen Euro

für kommunale Breitbandpro-

jekte zur Verfügung. Das durch

die aktuellen Förderprojekte an-

gestoßene Investitionsvolumen

beträgt damit schon jetzt etwa

eine Milliarde Euro.

Minister Lies abschließend:

„Der Breitbandausbau im Land

wurde von mir mit hohem Tem-

po vorangetrieben. Die Erfolge

sind bereits heute messbar.

2013 waren gerade mal 43 Pro-

zent aller Gebäude im Land mit

50 Mbit/s versorgt. Ende 2016

waren es bereits 75 Prozent und

Ende 2017 rechnen wir mit 85

Prozent. Unsere Zielmarke ist,

dass bis spätestens 2020 alle

Haushalte in Niedersachsen

mit 50 Mbit/s versorgt sein wer-

den. Allerdings kann dies nur

ein Zwischenziel sein, denn die

Entwicklung des Bandbreiten-

bedarfs schreitet weiter voran.

Im Hinblick auf die stetig stei-

genden Anforderungen an die

Datenmengen und um die künf-

tigen Bedarfe zu decken, muss

das Ziel primär die Investition

in Glasfasernetze sein, auch als

Voraussetzung für den Rollout

des neuen Mobilfunkstandards

5G. Deshalb muss sich die För-

derung in den Jahren ab 2019

auf den reinen Glasfaserausbau

fokussieren.“

(fb)

2,4 Millionen für Glasfaserausbau in Friesland

Breitbandversorgung für schnelles Internet – Ausbauvergabe an EWE