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14. Oktober 2017

Gesundheit und Soziales

25

Prüftag

für BlutdruckmeSSgeräte

am dienStag 17.10.2017

gefäSSalter-

meSSung:

vom 16.10. -

20.10.2017

Hier finden Sie Hilfe

Rheuma-Liga

Varel-Friesi­

sche

Wehde:

Sprechzeiten

Mo. 16–18 Uhr; Mi. 10–12

Uhr, Drostenstraße 11 in Varel,

04451/951201

Sozialverband Deutschland

,

Beratung in allen Fragen des So-

zialrechts

04451/3130

Sozialverband VdK Ortsver-

band Bockhorn:

Beratung für

sozialrechtliche Angelegenhei-

ten; jed. 1. Di. im Monat, 8.30–

9.30 Uhr im Hotel Hornbüssel,

Bockhorn

Sozialverband VdK Ortsver-

band Zetel-Neuenburg:

Bera-

tung jed. 1. Di. im Monat in der

Alten Schule Marschstr., 10.30

bis 11.15 Uhr

Sozialverband VdK Ortsver-

band Jade:

Beratung jed. 3. Mi.

im Monat im Gemeindehaus Ja-

derberg, 8.30 bis 9 Uhr

Caritas:

Schwangerschaftsbera-

tung in Varel, Hebammenpraxis

im Marienstift am St. Johannes-

Hospital Varel, freitags 9–12 Uhr

pro

familia-Beratungsstelle

WHV: Schwangerschaftsbera­

tung, Paar- und Einzelberatung,

Sozialberatung

04421/25080

in Varel: jed. Freitag, 9–12 Uhr,

mittwochs 14–16 Uhr, „Börse” in

Varel, Drostenstraße 11

Ev. Beratungsstelle

für Ehe-,

Familien-

&

Lebensfragen,

Schwangeren- & Schwanger-

schaftskonfliktberatung:

Ter-

mine nach Absprache unter

04421/73717; offene Sprechstun-

de: Do. 16–17 Uhr, Gemeinde-

haus der Schlosskirche in Varel

Hospizbewegung Varel:

Wind-

allee 15 in Varel; mo. 9 bis 12 Uhr,

do. 15 bis 18 Uhr u. nach Verein-

barung

04451/804733

Palliativnetz Am Jadebusen

e.V.:

zuständig für Varel/Frie-

sische Wehde/Jade, 24-Std.-Er-

reichbarkeit,

04451/9189363

Infos zu den Gruppen der KISS:

04451/914646 (SHG-Kontakt-

stelle)

Beratungsstellen

Diakonisches Werk Friesland

,

Allgemeine Sozialbera-

tung

04451/5312

Insolvenz- und Schuldnerbera­

tung Friesland

04456/948850

Vareler Tafel – Lebensmittel

für Bedürftige:

Oldenburger

Straße 30, mittwochs, Info-

04451/966212

Lebensmittel für Bedürftige

beim Langen Tisch

: Bahnweg in

Jaderberg, freitags 11.30 bis 14

Uhr; ab 11 Uhr Kaffeetafel; Fahr-

radwerkstatt 12 bis 13 Uhr; Stö-

berstübchen 11 bis 13 Uhr (und

dienstags 15 bis 17 Uhr)

Das letzte Tabu – „Abschied leben lernen“

Vortragsabend mit Dr. Annelie Keil und Dr. Henning Scherf

Varel.

„Alle die hier sind, ha-

ben dieses Tabu schon aus der

Nische geholt“, sagte Gudrun

Günterberg von der Hospizbe-

wegung Varel bei der Einfüh-

rung zu dem Vortragsabend am

Montagabend im Lothar-Meyer-

Gymnasium mit Dr. Annelie Keil

und Dr. Henning Scherf. Und

weiter: „Wir begleiten Menschen

auf ihrem Weg, gehen ein Stück

gemeinsam und halten dabei

Sorgen, Nöte und Ängste aus.“

Die beiden Referenten haben

sich sehr der Unterstützung der

Hospizarbeit verschrieben und

dafür finden sie auch deutliche

Worte: „Es ist klug, sich mit der

Endlichkeit des Lebens vertraut

zu machen und deshalb enga-

gieren wir uns auch sehr gerne

für die Hospizarbeit.“

Die Frage sei doch, „...was

trägt uns in der Situation des

Abschiedes“. Es sei eine Hilfe,

wenn man dann Menschen um

sich habe, die einen nicht allei-

ne lassen: „Wir müssen das Ab-

schied leben lernen.“

Die beiden Referenten hat-

ten natürlich kein Patentrezept,

wie man der Abschiedsphase

begegnen solle. Sie machten

aber auch deutlich, dass das

Begleiten in dieser Situation

ein Geben und ein Nehmen sei:

„Nie sind uns Menschen so nah,

wie in den letzten Stunden des

Lebens.“ Es gehe auch darum,

dem Sterben einen angst- und

schmerzfreien Raum zu geben.

Ehrenamtliches Engagement

bewerten beide auch sehr hoch

– und sie leben es auch selbst.

Henning Scherf: „Wir müssen

das Ehrenamt, das gesellschaft-

liche Engagement und ganz be-

sonders die Hospizarbeit stär-

ken. So lange Menschen dafür

Einsatz zeigen, sind wir eine

humane Gesellschaft, die die

Menschen trägt und nicht allei-

ne lässt. Ich lebe weil ich andere

erreiche und von ihnen etwas

zurück bekomme. Gemeinsam

ist vieles möglich.“

Annelie Keil und Henning

Scherf lasen abwechselnd Pas-

sagen aus ihrem Buch „Das

letzte Tabu“ – über das Sterben

reden und den Abschied leben

lernen. „Sterben ist eine Form

von Lebensarbeit – und das ist

nicht so leicht“, schmunzelte

Annelie Keil.

Eine Passage des Buches be-

schäftigt sich mit dem Thema

Demenz: „Es gibt Menschen

die auch aus Demenz noch et-

was machen, Erkrankte wollen

teilhaben und was einen in ei-

ner solchen Situation trägt sind

Menschen, die einen nicht allein

lassen“, weiß Henning Scherf.

Die Autoren sprachen auch

über die Trauerarbeit und davon,

dass es dabei nichts zu richten,

sondern nur zu verstehen gebe:

„Trauer ist auch ein Lebensge-

fühl und es geht darum in der

Wahrheit behütet und begleitet

zu sein.“

Sie nahmen Stellung zur Situ-

ation Geflüchteter und forderten

eindringlich, die Hilfeschreie

aus dem Mittelmeer wahrzu-

nehmen. Henning Scherf be-

richtete einfühlsam von seinen

Begegnungen mit Flüchtlings-

kindern in der Schule oder beim

Schwimmunterricht: „Es erfüllt

mich, wenn ich spüre, dass sie

mir ihr Vertrauen schenken.“

Der Abend bewegte die etwa

130 Zuhörer und war trotz des

ernsten Themas von viel Hei-

terkeit geprägt, die durch das

lebhafte und fröhliche Vortragen

von Annelie Keil und Henning

Scherf möglich wurde.

Organisiert hatte die Gleich-

stellungsbeauftragte der Stadt

Varel Brigitte Kückens die Ver-

anstaltung gemeinsam mit Ak-

tiven der Hospizbewegung. Der

Erlös aus den Eintrittsgeldern

von 600 Euro ging als Spende

an die Hospizbewegung Varel

e.V.

(ak)

Fröhliche Gesichter schon bei der Begrüßung (v.l.): Der stell-

vertretende Bürgermeister Raimund Recksiedler, Dr. Anne-

lie Keil, Brigitte Kückens, Dr. Henning Scherf und Gudrun

Günterberg.

Foto: Anke Kück