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21. Oktober 2017

Varel

21

Karl Schiller

Varel, Lange Straße 5

Telefon 0 44 51 / 58 07

Bestattungen

Sarglager

Überführungen

seit 1969

Fundamente für Riesen-Batterien genehmigt

Hybridspeicher beim Umspannwerk in Varel sollen 2018 ans Netz gehen – Infotermin am 1. November

Varel.

Der Energieversorger

EWE und die Partnerkonzerne

aus Japan machen Ernst mit

dem Batteriespeicher-Projekt

beim Umspannwerk in Varel:

Stadtplaner Olaf Freitag infor-

mierte am Dienstag im Pla-

nungsausschuss mitteilte, hat

die EWE einen Bauantrag für

die Betonfundamente auf dem

Grundstück nördlich des EWE-

Betriebsgeländes an der Olden-

burger Straße gestellt.

„Bei der beantragten Bauge-

nehmigung geht es zunächst

ausschließlich um die Funda-

mente, nicht um die gesamte

geplante Anlage“, betonte

Freitag: Die Investoren wollen

demnach noch vor dem Win-

ter die Betonarbeiten in Angriff

nehmen, um nicht durch eine

mögliche lange Frostperiode

im kommenden Frühjahr in zeit-

liche Verdrückung zu geraten.

„Das Verfahren für die vorge-

sehenen Anlagen folgt später“,

so Olaf Freitag. Die nunmehr

beantragte Baugenehmigung

bereite daher keinerlei Sorgen

und werde erteilt.

Bekanntlich will ein japa-

nisches Konsortium in Koopera-

tion mit der EWE in Varel einen

sogenannten Hybridgroßspei-

cher errichten, insgesamt hat

das Vorhaben ein Volumen von

gut 24 Millionen Euro. Im März

hatten die EWE und die japa-

nischen Unternehmen Hitachi

Chemical, Hitachi Power So-

lutions und NGK Insulators im

Rahmen der Cebit in Hannover

die Verträge unterzeichnet.

Die Investition von 24 Mil-

lionen Euro wird komplett

von der „New Energy and

Industrial Technology De-

velopment Organization“

(NEDO), einer Verwaltungs-

behörde des japanischen

Wirtschaftsministeriums,

übernommen.

Aufgebaut werden sollen

fünf große Lithium-Ionen-

Batterien mit einer Leistung

von 7,5 Megawatt sowie

eine aus fünf Modulen be-

stehende Natrium-Schwe-

fel-Batterie (NAS) mit einer

Leistung von 4 Megawatt

und einer Kapazität von 20

Megawattstunden. Dabei

wird die Lithium-Ionen-

Batterie für die schnelle Be- und

Entladung eingesetzt, während

die Natrium-Schwefel-Batterie

eine sehr große Kapazität be-

reitstellt, die jedoch im Ver-

gleich deutlich langsamer rea-

giert. Beide Batterien werden

in Containern errichtet und über

separate Wechselrichter an eine

Schaltanlage des 20 kV-Netzes

angeschlossen. Auch für diese

Anlagenbauteile werden neue

Fundamente benötigt. Insge-

samt wird eine Fläche von rund

4.000 Quadratmetern direkt am

Umspannwerk neu bebaut.

Der in dieser Kombination

aus Lithium-Ionen und Natrium-

Schwefel-Batterien einmalige

Stromspeicher kann bei Bedarf

bis zu 11,5 Megawatt Leistung

ins Stromnetz abgeben oder

aufnehmen, mit bis zu 22,5 Me-

gawattstunden vermag er den

Jahresstrombedarf von sieben

Privathaushalten zu speichern.

Aufgabe der Riesenbatterie

soll es sein, Schwankungen

im Stromnetz auszugleichen,

die schon jetzt im Laufe eines

Tages entstehen und die mit

Fortschreiten der Energiewende

weiter zunehmen werden.

Im vierten Quartal 2018 soll

die Anlage den Betrieb aufneh-

men. Nach einer dreijährigen

Demonstrationsphase mit den

japanischen Partnern, in der der

Nachweis der Funktionsfähigkeit

des

Hybridspeicherkonzepts

erbracht werden soll, wird die

EWE die Anlage übernehmen

und nach rein wirtschaftlichen

Gesichtspunkten weiterbetrei-

ben. EWE bringt nach eige-

nen Angaben rund drei Milli-

onen Euro in das Projekt ein.

Anfang März 2018 sollen

nach heutigem Stand der

Projektplanung die ersten

Container für die Batterie-

module aufgestellt werden,

sofern bis dahin der Bauan-

trag vollständig genehmigt

ist. Denn, darauf wies Olaf

Freitag am Dienstag aus-

drücklich hin, mit der in Rede

stehenden Genehmigung ist

nur das Gießen der Beton-

fundamente gestattet. Ob

und mit welchen Auflagen

der Aufbau der Batterien ge-

nehmigt wird, ist noch offen.

Dieses Verfahren läuft indes

auch bereits: In den ver-

gangenen Monaten wurden die

technischen Details des Spei-

chers und Konkretisierung der

Bauplanung ausgearbeitet. Es

wurden mehrere externe Gut-

achten erstellt, um alle notwen-

digen Maßnahmen für Brand-,

Lärm- und Gewässerschutz zu

berücksichtigen und zu treffen,

damit in einem Störfall keine Ri-

siken für Mensch und Umwelt zu

befürchten sind, teilte ein EWE-

Sprecher mit.

Am

Mittwoch, 1. Novem-

ber,

wird es eine öffentliche

Informationsveranstaltung zum

geplanten Hybridgroßspeicher

geben, die Veranstaltung be-

ginnt um 19 Uhr im Sitzungs-

saal des Rathauses Varel.

(tz)

So sieht ein NAS-Batteriespeicher-

Stapel mit vier Stahlcontainern aus,

von dem fünf in Varel aufgebaut wer-

den sollen.

Grafik: EWE/NGK Insulators

Langzeitfortbildung für Erzieherinnen beginnt

Integrative Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen

Wilhelmshaven.

Kinderta-

geseinrichtungen, die Kinder

mit und ohne Beeinträchtigun-

gen gemeinsam begleiten und

betreuen, müssen nachweisen,

dass sie über entsprechend

qualifiziertes Personal verfü-

gen. Dazu haben Einrichtungen

unter anderem die Möglichkeit,

Fachkräfte in einer heilpädago-

gischen Fortbildung über einen

Zeitraum von 12 Monaten für die

Arbeit in inklusiven Gruppen zu

qualifizieren.

In Wilhelmshaven und Fries-

land bietet die Evangelische Fa-

milien-Bildungsstätte (EFB) die

vom niedersächsischen Kultus-

ministerium zertifizierte Lang-

zeit-Fortbildung gemeinsam mit

der Wilhelmshavener Kinderhilfe

gGmbH ab November zum zwei-

ten Mal an. „Bereits 2014 konn-

ten wir 18 Teilnehmerinnen er-

folgreich durch die Fortbildung

und die abschließende Prüfung

begleiten. Mit der WiKi haben

wir für diese Fortbildung einen

Partner, der in der praktischen

Arbeit in diesem Themenfeld

sehr professionell und erfahren

ist. Dadurch können wir für die

Teilnehmer durchgängig in al-

len Themenfeldern einen sehr

engen Praxisbezug herstellen.

Das Curriculum für die Qualifi-

zierung wurde durch das Land

Niedersachsen zudem überar-

beitet, sodass wir den Teilneh-

mern und den entsendenden

Einrichtungen eine aktuelle und

sehr fundierte Qualifizierung

anbieten können.“ sagt Carola

Wedel von der EFB.

Rund 300 Unterrichtsstunden

verteilt auf Wochenenden und

Abende müssen die Teilnehmer

berufsbegleitend absolvieren

um am Ende, nach erfolgreicher

schriftlicher und mündlicher

Prüfung, ihre heilpädagogische

Zusatzqualifikation durch das

Niedersächsische Kultusmini-

sterium anerkannt zu bekom-

men.

Anmeldungen für die 20 Teil-

nehmerplätze sind ab sofort

über die EFB möglich. Entweder

telefonisch

v

04421/32016 oder

per Mail an wedel@efb-friwhv.

de. Weitere Informationen unter

www.efb-friwhv.de