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28. Oktober 2017

Varel

13

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Ein Waldspaziergang durch die Jahreszeiten

Klaas H. Diddens referiert beim Vareler Heimatverein

Varel.

Ein kleines Jubiläum

fand kürzlich im Lothar-Meyer-

Gymnasium statt. Bereits zum

zehnten Mal hatte der Heimat-

verein den Rheiderländer Klaas

H. Diddens eingeladen, die zahl-

reichen Gäste mit seinen beein-

druckenden Naturfotos und hu-

morvollen Erzählart zu erfreuen.

Ein herrlicher Buchenwald im

sonnigen Maigrün schmückte

die Leinwand, weckte Erwar-

tungen auf das Kommende.

Der Referent und ehemalige

Landwirt Diddens stellte jedoch

zunächst fest, dass Wald und

Ostfriesland schon durch die

vielen Moore gar nicht so recht

zusammen passen, der Kreis

Leer gar die waldärmste Regi-

on Deutschlands ist. Jedoch

finden sich zwischen Nordsee

und Weserbergland genügend

Waldflächen, in denen der lei-

denschaftliche Hobby-Fotograf

seine Passion ausleben kann.

Ein verschneiter Winterwald

aus dem Jahre 2010 verströmt

tiefen Frieden. Frost und Schnee

haben den roten Weißdornbee-

ren Häubchen aufgesetzt, die

im Gegenlicht der aufgehenden

Sonne filigran schimmern. Und

doch herrscht Leben in dieser

scheinbaren Unberührtheit. Ein

Rotkehlchen sitzt aufgeplustert

auf einem Ast, die Wacholder-

drossel macht sich auf Futter-

suche. Dompfaff und Buchfink

versuchen sich vor den wach-

samen Augen eines Sperbers

zu verbergen. Ein Eichhörnchen

hat längst gelernt, wie es an die

Reichtümer im Futterhäuschen

gelangt. Der Bussard zerrt ge-

nüsslich an seinem erbeuteten

Hasen – de een sien Dod is de

anner sien Brot –.

Der

Frühlingswald

am

Schweineberg bei Hameln

verzaubert mit Millionen von

Märzbechern.

Buschwind-

röschen breiten ganze Tep-

piche aus, zwischen denen der

Grünspecht Jagd auf Ameisen

macht. In einem Waldgebiet bei

Melle sind die Wildschweine so

an Menschen gewöhnt, dass die

Frischlinge aus nächster Nähe,

selbst beim Stillen, beobachtet

werden können. Der Nelken-

sporn überflutet bei Iburg die

Waldlichtung mit seiner dunkel-

roten bis weißen Blütenpracht.

Das gefällt auch den Stachel-

schweinen. Ein balzender Fasan

unterstreicht die Farbfülle.

In den Auwäldern leuchten

gelbe

Sumpfdotterblumen,

die sich in den Tautropfen des

Schachtelhalm spiegeln. Der

sehr seltene Feuersalamander

sucht ein sonniges Plätzchen,

Weinbergschnecken laben sich

am frischen Grün. An einem Bu-

chenstamm fing Diddens das

zarte Licht- und Schattenspiel

der Sonne ein. Gleichzeitig dient

dieser Stamm neun Schwarz-

spechtpaaren als Unterkunft.

Sozialer Wohnungsbau in der

Tierwelt! Und wer hätte denn

gedacht, dass ein Buntspecht

bis zu 80 m weit zu hören ist?

Auf einer Waldlichtung bei

Holzminden kündigt sich der

Sommer mit tausenden Frauen-

schuhblüten an. Wohl 150.000

Samenkörner stecken in einer

Blüte des gefleckten Knaben-

krautes, deren Wunderwerk nur

durch Makroaufnahmen sicht-

bar wird.

Der weiß-gelbe Margeriten-

teppichn lädt Käfer ein zur Pol-

lensuche. Nicht mehr lange, und

die schwarz-grüne Raupe im

Hornklee verwandelt sich in ei-

nen Blutströpfchen-Falter. Über

den stillen Waldsee, in dem sich

der Sommerhimmel spiegelt,

macht der Eisvogel Jagd auf

Nahrung.

Besonders beeindruckte ein

junges Rehkitz, das zwar hilf-

los, aber gut getarnt im schüt-

zenden Gehölz liegt. Es hat in

den ersten Lebenstagen noch

keinen Eigengeruch und kann

deshalb von Feinden nicht ge-

wittert werden.

Eine weitere sehr seltene

Aufnahme gelang Diddens mit

einem besetzten Bussardhorst.

Drei Jungvögel schreien hoch

im Baumgeäst nach Futter.

Um eine Waldeidechse aus

nächster Nähe zu bestaunen,

sollte man sich ihnen ganz lang-

sam und ruhig nähern. Schiller-

falter, Kaisermantel und Distel-

falter runden das sommerliche

Waldbild ab.

Der Herbst ist die Zeit der

Pilze, die sich besonders in

einem naturbelassenen Wald

finden lassen. Neben dem be-

kannten Stinkmorchel, Knollen-

blätter- und Fliegenpilz, zeigte

Diddens mit der Aufnahme

eines Schmetterlingspilzes an

einer Buche, dessen Inneres mit

einem leuchtenden Blau begeis-

tert, eine weitere Besonderheit.

Auf einer Wiese finden sich

hunderte von Kreuzspinnen-

netze. Die Tautropfen an den

Radnetzen zeigen sich nur bei

aufgehender Sonne so deutlich.

Eine Makroaufnahme der Spin-

ne selbst gibt des Geheimnis

der acht Augen preis.

Mit der Aufnahme einer mit

Tau besetzten Fruchtfliege, de-

ren zerbrechliches Flügelwun-

derwerk nur im morgendlichen

Gegenlicht verdeutlicht werden

kann, ließ Diddens diesen ver-

zaubernden Spaziergang durch

die Wälder in den Jahreszeiten

ausklingen.

Die Anwesenden bedankten

sich mit enthusiastischem Ap-

plaus und dem Wunsch auf bal-

diges Wiederkommen des Vor-

tragenden.

(Lieselotte Meyer)

Erkennen Sie in diesem „Exo-

ten“ den Maikäfer?

Ohne besondere Fototechnik

wäre diese Schönheit kaum

zu erkennen.

Besonderer Sonntagsgottesdienst

Am 29. Oktober in Varel

Varel.

Der Monat Oktober

gehört in diesem Jahr zu den

wenigen Monaten, die uns fünf

Sonntage bescheren.

Darum hat der Liturgieaus-

schuss der katholischen Pfarr-

gemeinde überlegt, den Got-

tesdienst an diesem

Sonntag,

29. Oktober

, zu einer außer-

gewöhnlichen Zeit anzusetzen

und in besonderer Weise zu

gestalten.

Beginn wird um 11 Uhr in der

St. Bonifatiuskirche sein.

Die musikalische Gestaltung

hat die Jugendband um Orga-

nist Sören Suhr übernommen.

Die Lieder und Gebete wollen

in besonderer Weise Familie,

Kinder und Jugendliche an-

sprechen. Natürlich ist aber die

ganze Gemeinde herzlich einge-

laden und Gäste sind ebenfalls

willkommen.