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28. Oktober 2017

Varel

15

28. + 29. Okt. ‚ 17

10 - 18 Uhr

Oldenburgische Volkszeitung / Friesländer Bote (Varel

Der Wiefelsteder

1splt./50mm

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Emil-Heeder-Str. 22

26316 Varel

Gewerbegebiet Winkelsheide - Tel. 04451/957110

Montag - Freitag

9-12 u. 15-17.30 Uhr

www.gerdes24.de

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Ing.-Büro

Gerdes

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Im Notfall richtig handeln

Förderkreis spendet St. Johannes-Hospital 10.000 Euro teure Reanimations-Puppe

Varel.

„Es ist ein Junge!“ 165

cm groß und etwas über 13 Kilo

schwer ist er der ganze Stolz

seiner neuen Familie. Der För-

derkreis Vareler Krankenhaus

St. Johannes-Hospital (SJH)

überreichte dem Chefarzt der

Anästhesiologie, Andreas Pie-

per, eine rund 10.000 Euro teure

Reanimations-Trainings-Puppe.

Ob beim Shopping, bei einer

Party oder auf einem Fußball-

platz: Überall kann es passie-

ren, dass ein Mensch plötzlich

bewusstlos zusammenbricht.

Dieses Schicksal ereilt nicht

ausschließlich ältere Personen,

auch jüngere Leute können be-

troffen sein. Dann entscheiden

Sekunden über Leben und Tod.

Nur wenn unverzüglich reani-

miert wird, kann der Bewusst-

lose den Herzkreislaufstillstand

überleben. Experten gehen al-

lerdings davon aus, dass nur

jeder 20. Mensch durch den

beherzten Einsatz der Erst-

helfer gerettet wird. Oft trauen

diese sich die Wiederbelebung

nicht zu, wissen nicht, wie es

geht oder beginnen einfach

zu spät mit der Reanimation.

Rund 150.000 Todesopfer durch

plötzlichen Herztod gib–- mehr

als die Hälfte der Fälle im hei-

mischen Umfeld.

Damit in einer derart kri-

tischen und unvorhersehbaren

Krisensituation jeder Handgriff

sitzt, müssen derartige Sze-

narien immer wieder trainiert

werden. Jetzt überreichte der

erste Vorsitzende des Förder-

kreises Vareler Krankenhaus

St. Johannes-Hospital, Gerhard

Lambertus, eine rund 10.000

Euro teure Reanimations-Puppe

an den Chefarzt der Anästhesio-

logie, Andreas Pieper. Die häu-

figen Schulungen hatten an dem

20 Jahre alten Vorgängermodell

Spuren hinterlassen, so dass es

nicht mehr einsetzbar war. Künf-

tig wird die neue hochmoderne

Puppe für interne und externe

Fortbildungen genutzt. „Das

Reanimations-Training gehört

für alle Mitarbeiter der Friesland-

Kliniken zu den Pflichtveranstal-

tungen, die über das interne

Bildungszentrum

organisiert

werden. Regelmäßig muss die-

se Schulung wieder aufgefrischt

werden“, weiß Birgit Töben, Lei-

terin des Pflegemanagements

des SJH.

„Regelmäßige Fortbildungen

sind für eine hohe Patientensi-

cherheit extrem wichtig. Darin

verknüpfen wir Erfahrungen aus

dem Rettungsdienst mit denen

aus dem Krankenhausalltag.

Gleichzeitig aktualisieren die

Teilnehmer ihr Wissen über die

aktuellen Leitlinien, den Hand-

lungsempfehlungen der Notfall-

medizin“, erklärt Andreas Pieper.

Der neue lebensgroße „künst-

liche Patient“ mit seiner moder-

nen technischen Ausstattung

bietet realistische Trainings-

möglichkeiten der Ersten Hilfe

bei Erwachsenen. Verschiedene

Herzfrequenzen und Herzer-

krankungen lassen sich gezielt

programmieren und Notfall-

situationen simulieren. Herz-

druckmassage, Beatmung und

der Einsatz eines Defibrillators

können intensiv und realitäts-

nah geübt werden. Selbst die

elektrischen Aktivitäten eines

Herzmuskels lassen sich im EKG

darstellen. Fehler sind direkt zu

erkennen. So ist die richtige

Beutel-Masken-Beatmung nur

möglich, wenn der Kopf korrekt

überstreckt ist. Nur dann öffnen

sich die Luftwege.

Ein

Computerprogramm

zeichnet jede Aktion auf. Die

Handlungen von bis zu vier Teil-

nehmern können gleichzeitig

beobachtet werden. Anschlie-

ßend erfolgt eine Auswertung

des Trainings durch einen erfah-

renen Kursleiter. Am Ende kann

genau nachvollzogen werden

wie effektiv die Herzmassage

war. Ob schnell genug und tief

genug komprimiert wurde. „Wir

können direkt sehen, wie gut die

Wiederbelebungsmaßnahmen

durchgeführt wurden und ob

noch Übungsbedarf besteht“,

erklärt Pieper. Die Ergebnisse

der Auswertung werden in einer

Nachbesprechung, dem soge-

nannten Debriefing, mit dem

Übungsleiter analysiert.

Geschäftsführer Frank Ger-

meroth bedankte sich bei Ger-

hard Lambertus für die großzü-

gige Spende. „Die Anschaffung

dieser speziellen Puppe ist teu-

er. Daher freuen wir uns in Zeiten

knapper Kassen besonders über

diese Unterstützung. Sie hilft

uns sehr bei der Ausbildung un-

serer Fachkräfte.“

Der Förderkreis mit seinen

rund 450 Mitgliedern hat es

sich zu Aufgabe gemacht, die

Attraktivität des Vareler Kran-

kenhauses zu steigern. Seit

1993 unterstützt er durch Mit-

gliedsbeiträge und Spenden die

Finanzierung verschiedenster

Projekte. Diese reichen von der

Kinderspielecke über Bilder für

die Krankenhausflure bis hin zu

Nulldruckmatratzen oder Endo-

skopiegeräten.

(eb)

Wie sich die simulierten Werte von Herzfrequenz, Blutdruck

oder Körpertemperatur der Reanimationspuppe auf ein

Smartphone übertragen lassen, demonstrierte Dr. Andre-

as Pieper (li.) den beeindruckten Beteiligten Christian Bath,

Marco Grünjes (beide Intensivpfleger der SJH), Gerhard

Lambertus, Frank Germeroth und Birgit Töben (v. links).

„Fit ab 50“ sucht neue Mitglieder

Varel.

Die Gymnastikgruppe

„Fit ab 50 mit Gymnastik und

Tanz“ vom TuS Obenstrohe

sucht neue Teilnehmer.

Die Möglichkeiten zur Bewe-

gung für Menschen in der zwei-

ten Lebenshälfte sind vielfältig.

Die rhythmische Bewegung zu

Musik, ob auf der Fläche als

Tanz oder Agilando, einer Mi-

schung aus Gymnastik und

Tanz, Übungen an der Stange

oder auch im Sitzen, fördert alle

Sinne und stärkt Kreislauf, Mus-

keln und Geschmeidigkeit.

Meditativer Tanz ist Entspan-

nung und Bewegung zugleich.

Ein Mix daraus ist Inhalt der

Übungsstunden. Der Schwer-

punkt richtet sich nach der Kon-

dition der Teilnehmer/innen.

Auch die Geselligkeit kommt

durch gelegentliches gemein-

sames Essen gehen oder Kaffee

trinken nicht zu kurz.

Die Übungszeiten sind mitt-

wochs von 16 bis 17 Uhr imSpie-

gelsaal in der BBS Varel. Weitere

Infos gibt es bei Übungsleiterin

Elvira Born,

v

04451/960706.

Laternenumzug

Büppel.

Am

Montag, 6. No-

vember,

findet der Laternen-

umzug der Dorfgemeinschaft

Büppel statt. Treffpunkt ist der

Büppeler Krug um 18.15 Uhr.

Von dort aus führt der Umzug

über die Bürgermeister-Os-

terloh-Straße ins Wohngebiet

Astrid-Lindgren-Ring. Im An-

schluss geht es auf gleichem

Weg zurück zum Büppeler Krug.

Dort erwarten die Kinder heiße

Würstchen, Amerikaner und Ge-

tränke. Auch für die Erwachse-

nen steht für kleines Entgelt eine

heiße Stärkung bereit. Die Dorf-

gemeinschaft Büppel dankt der

Bäckerei Kappen und der Flei-

scherei Kuhlmann für Spenden.