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28. Oktober 2017

Varel

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Gespenster-Blinkis für mehr als 800 Kinder

Spende des Unternehmens Pollmann und Renken an Kitas in Jaderberg und Varel

Varel.

An diesem Wochenen-

de werden die Uhren wieder um-

gestellt, die dunkle Jahreszeit ist

da. So lautet das Motto in diesen

Tagen wieder „Sehen und ge-

sehen werden“, gerade an den

Schulen und Kindergärten.

Viele Kinder aus Kitas in Varel

und Jaderberg sind nun mit neu-

en Gespenster-Reflektoren aus-

gerüstet: Gerd Bitterling, Leiter

der Oldenburger Niederlassung

des Unternehmens Pollmann &

Renken, hat in der letzten Wo-

che einige hundert dieser „Blin-

kis“ an die Kindergärten überge-

ben. So war er unter anderem zu

Besuch beim Kindergarten „St.

Martin“ in Dangastermoor und

überreichte 100 Exemplare an

Leiterin Imke Viebach. „Gerade

jetzt zur Zeit der Laternenum-

züge sind die kleinen reflektie-

renden Geister sehr beliebt bei

den Kindern“, wusste Bitterling

zu berichten. Insgesamt wurden

mehr als 850 Blinkis an mehre-

re Kitas in Varel und Jaderberg

verteilt. „Wir haben die Einrich-

tungen angeschrieben und wer

Interesse hatte, konnte den Be-

darf bei uns anmelden.“

Auch stellvertretend für die

Kolleginnen der anderen Ein-

richtungen dankte Imke Vie-

bach für die Sachspende, die

einen Beitrag zur Sicherheit der

Kinder in der Dunkelheit leiste.

Zum Fototermin versammelten

sich einige Kinder dann auf dem

neuen Spielboot im Garten des

Kindergartens – die Anschaf-

fung des Holzbootes war durch

das Engagement von Eltern und

Sponsoren möglich geworden,

im September konnte es endlich

aufgebaut werden. „Auch dafür

danken wir recht herzlich“, be-

tonte Imke Viebach im Namen

ihrer Kolleginnen und der insge-

samt 122 Kinder, die derzeit in

Dangastermoor betreut werden.

Nach der Erweiterung um einen

Krippen-Anbau gibt es im „St.

Martin“ jetzt sieben Gruppen,

darunter zwei Krippen- und eine

Ganztagsgruppe.

(tz)

Blinkis an Bord: Stolz präsen-

tieren Kinder des Kindergar-

tens St. Martin in Dangaster-

moor ihre neuen Reflektoren,

die Gerd Bitterling von der

Firma Pollmann & Renken

an Kitaleiterin Imke Viebach

überreicht hatte. An mehrere

Kindergärten in Varel und Ja-

derberg hat das Unternehmen

einige hundert Blinkis verteilt.

Foto: M. Tietz

Hospizbewegung: Den Tagen mehr Leben geben

Koordinatorinnenteam wurde verstärkt – Begleitung auf dem letzten Lebensweg

Varel.

Die Vareler Hospizbe-

wegung engagiert sich seit über

16 Jahren dafür, Menschen und

deren Angehörige auf ihrem

letzten Lebensweg zu begleiten.

Erster Ansprechpartner sind

dabei in der Regel die Koordi-

natorinnen in der Windallee 15

– gerne auch telefonisch unter

04451/804733.

Von Beginn an ist Annemarie

Büppelmann in dem gemeinnüt-

zigen Verein engagiert. Nach-

dem nun die langjährige Koordi-

natorin Karin Tiel im September

ihren wohlverdienten Ruhestand

angetreten hat, wurde das Team

verstärkt.

Bereits seit März ist Christi-

ne Nörenberg Mitarbeiterin der

Hospizbewegung Varel e.V., Mo-

nika Spiegelberg begann ihre

Tätigkeit im August. Sie erklärt:

„Wir besuchen Menschen dort,

wo sie Zuhause sind, das kann

die eigene Wohnung sein, aber

auch ein Pflegeheim oder das

Krankenhaus.“

Und Christine Nörenberg er-

gänzt: „Dort stellen wir uns die

Frage ‚Wer bist Du?‘ und ver-

suchen, den Menschen ganz

individuell in seiner Gesamtheit

wahrzunehmen.“ Ziel sei es ein

persönliches, vertrauensvolles

Hilfs- und Unterstützungspa-

ket zu schaffen. Unterstützt

werden die Koordinatorinnen

dabei ganz intensiv durch das

Palliativnetz am Jadebusen, das

ebenfalls sein Zuhause in der

Windallee 15 hat. Es deckt den

pflegerisch- medizinischen Teil

der Versorgung ab.

„Wir schnüren schließlich ein

Netzwerk aus Pflegediensten,

Ärzten, Essen auf Rädern, Le-

bensmittelbringdiensten

und

vielen anderen Angeboten.

All dies ist kostenlos und

selbstverständlich unterliegen

wir alle der Schweigepflicht“, so

die Koordinatorinnen.

Diese ausgebildeten Ehren-

amtlichen begleiten dann den

sterbenden Menschen und/oder

seine Angehörigen. Die Beglei-

tung sieht ganz unterschiedlich

aus: Mal sind es Gespräche,

gemeinsames Singen oder

auch Vorlesen, manchmal sind

Spaziergänge möglich oder es

können noch Wünsche erfüllt

werden und manchmal reicht es

einfach nur da zu sein.

Im nächsten Jahr wird wieder

ein Fortbildungskurs angeboten

um weitere Ehrenamtliche für

diese wertvolle und erfüllende

Arbeit zu gewinnen. Informatio-

nen dazu gibt es im Hospizbüro.

Annemarie

Büppelmann

macht deutlich: „Den Sinn un-

serer Arbeit sehen wir nicht

darin, dem Leben mehr Tage,

sondern den Tagen mehr Leben

zu geben.“ Ziel sei es dabei, so

lange als möglich im vertrauten

Zuhause bleiben zu können.

Wenn es der Gesundheitszu-

stand nicht mehr zulässt oder

die Angehörigen überfordert

sind, besteht die Möglichkeit

in ein Hospiz aufgenommen

zu werden, hier seine letzten

Lebenstage unter einer ganz

besonderen Betreuung zu ver-

bringen und nach Möglichkeit

der ganzen Familie einen guten

Abschied zu ermöglichen.

In dem neuen Haus der Hos-

piz- und Palliativarbeit „Am

Jadebusen“ werden sich alle

die genannten Angebote unter

einem Dach präsentieren: Die

ambulante Versorgung durch

die Hospizbewegung und das

Palliativnetz am Jadebusen und

das stationäre Hospiz am Wat-

tenmeer.

(ak)

Von Beginn an begleitet Annemarie Büppelmann (rechts) die

Arbeit der Vareler Hospizbewegung e.V.. Nach dem Ausschei-

den in den wohlverdienten Ruhestand von Karin Tiel, verstär-

ken nun Monika Spiegelberg (Mitte) und Christine Nörenberg

(links) das engagierte Team.

Foto: Hospizbewegung