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Varel

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„Sie haben meine großen Respekt!“

Kirche will Zahlungen einfrieren – Soziales Engagement der Ehrenamtlichen wird im Ausschuss gewürdigt

Varel.

Um Themen wie Feri-

enbetreuung, Integrationslotsen

oder Altenbesuchsdienst ging es

am Montag im Ausschuss für Ju-

gend, Familien und Soziales.

Wenig erfreulich war ein Antrag

des Diakonischen Werkes, die

Zuschüsse für die evangelischen

Kindergärten „einzufrieren“. Die-

se Entscheidung sei allerdings,

so Geschäftsführer Jörg Peters,

eine Vorgabe der evangelischen

Kirche.

Es geht dabei darum die Zu-

schüsse seitens der Kirche auch

bei erhöhten Kosten für die Zu-

kunft zu begrenzen. Hergen Ei-

lers (CDU): „Ich bedaure, dass

die Landeskirche nicht bereit

ist künftige Kostensteigerungen

mitzutragen, aber ich sehe keine

andere Möglichkeit, als diesem

Antrag zuzustimmen.“ Han-

nelore Schneider (SPD) fiel die

Zustimmung ebenfalls schwer:

„andere Kommunen haben auch

schon kirchliche Kindergärten

übernommen.“ Walter Langer

(Grüne) wies darauf hin, dass

man in Varel schon immer groß-

en Wert darauf gelegt habe, die

KiTa-Angebote auf eine breite

Basis zu stellen und Jörg Peters

betonte: „Immerhin bringen wir

als Diakonisches Werk 207.000

Euro Zuschuss pro Jahr für die

Kindergärten mit.“

Die Ausschussmitglieder hat-

ten letztlich kaum eine Wahl und

stimmten dem Antrag ohne Ge-

genstimmen zu.

Für die Stadt bedeutet diese

Regelung, dass künftige Ko-

stensteigerungen – zum Beispiel

durch tarifliche Änderungen oder

höhere Raumkosten – voll zu La-

sten des Haushaltes gehen.

Weitere Themen:

Im vergangenen Jahr nahmen

395 Bürger am

Tag der älteren

Generation

teil. Hannelore

Schneider hatte durch das Pro-

gramm geführt. Die Kosten be-

trugen insgesamt 3.726 Euro und

es herrschte Einigkeit, diese Ver-

anstaltung auch in 2018 zu wie-

derholen. Als Termin sind der 26.

und 27. April 2018 vorgesehen.

Für Menschen mit geringem

Einkommen gibt die Stadt Varel

einen

Berechtigungsausweis

aus. In 2016 erhielten diesen 725

Erwachsene und 433 Kinder. Das

waren 360 Personen mehr als im

Vorjahr und ist sicherlich auch

durch die Flüchtlingssituation

begründet Der Berechtigungs-

schein beinhaltet Freikarten für

die Vareler Bäder, Lesekarten

für die Bibliothek, Theaterkar-

ten oder auch Gutscheine für

vergünstigte Bahnkarten. Insge-

samt sind im vergangenen Jahr

dafür Kosten in Höhe von 10481

Euro entstanden.

Dr. Susanne Engstler (CDU)

regte an, das Angebot attraktiver

und adressatengerechter zu ge-

stalten. Im Ausschuss stimmte

man ihrem Vorschlag zu, dass

Antragsteller künftig wählen kön-

nen ob die Vergünstigungen den

Schwerpunkt auf Bahnfahrten,

mehr Theater- oder Schwimm-

badbesuche legen.

Ein großes Lob ging an den

Altenbesuchsdienst.

Fachbe-

reichsleiter Wilfried Albers: „Ak-

tuell werden 32 Senioren von

29 Ehrenamtlichen betreut. Es

ist ein sehr wichtiges Angebot,

das durch Horst-Dieter Willms

fachkundig begleitet wird.“ Her-

gen Eilers (CDU): „Das ist genau

die Seniorenarbeit, die wir lei-

sten wollen. Wir stehen voll da-

hinter“, und Dominik Helms von

der SPD ergänzte: „Mein Dank

geht an die Ehrenamtlichen, sie

haben meinen großen Respekt.“

Dem stimmten alle Ausschuss-

mitglieder zu. Die Kosten für

den Besuchsdienst in Höhe von

10.000 Euro sollen auch 2018 im

Haushalt eingeplant werden.

Ein ebensolcher Dank ging

an das Projekt

Integrationslot-

sen.

Aktuell leben in Varel 561

Asylbewerber. Wilfried Albers:

„Ohne die Arbeit der Integrati-

onslotsen wären wir hier längst

nicht so gut aufgestellt. Aktuell

gibt es zwar keine weiteren Zu-

weisungen, aber eine Betreuung

der Menschen ist weiter drin-

gend notwendig.“ Dem pflichte-

ten die Ausschussmitglieder bei.

Auch hier wurden Mittel in Höhe

von 5.000 Euro bereitgestellt.

Mehr Angebote für Jugendli-

che wünschte sich Joschi Bek-

tas von Zukunft Varel: „Ich wür-

de mich gerne für einen Treff-

punkt oder eine Disko für junge

Menschen zwischen 18 und 30

Jahren in Varel einsetzen.“ Be-

denken kamen dazu gerade von

den jüngeren Ausschussmitglie-

dern. Dominik Helms: „Die Ju-

gendlichen sagen manchmal sie

brauchen ein Angebot, aber sie

nutzen es dann nicht. Ich fände

es gut, wenn die Nachteule (ein

Diskobus) wieder eingesetzt

würde.“ Dem stimmten auch Dr.

Susanne Engstler und Christin

Waegner zu: „Das wäre eine gute

Sache. Eventuell könnte man

auch mit hiesigen Anbietern wie

der Scheune oder dem Victoria

etwas für diese Altersgruppe an-

bieten.“

Die

Arbeitslosen Initiative

Wilhelmshaven/Friesland

be-

treut auch Menschen aus Varel.

Daher wurde wie in den Vorjah-

ren ein Zuschussantrag in Höhe

von 2.000 gestellt. Die Aus-

schussmehrheit bewilligte ledig-

lich 500 Euro – wie in den beiden

Vorjahren. Alexander Westerman

stellte den Antrag diesen Betrag

auf 1.000 Euro festzulegen, fand

dafür aber keine Mehrheit.

Weiter bewilligt wurde die

Unterstützung der

Ferienfrei-

zeit:

Im vergangenen Jahr gab

es Dank der Unterstützung von

vielen Vereinen und Institutionen

120 Aktionen. Brigitte Kückens:

„Das ist eine deutliche Steige-

rung“ und Dr. Susanne Engstler

(CDU) lobte: „Das ist eine super

Sache!“

Auch das Betreuungsangebot

in den Ferien (Ostern, Sommer

und Herbst) wird immer mehr an-

genommen. Alle 105 Kinder, die

ein Angebot suchten, konnten

teilnehmen. „Dafür stehen Erzie-

her und Sozialarbeiter zur Verfü-

gung“, erklärte Heiko Eilers von

der Verwaltung. Eine Betreuung

– vormittags von 7.30 bis 13.30

Uhr) kostet 60 Euro pro Woche.

(ak)

Zahnpflege für Kinder

Vareler Tafel erhält Spende vom Sozialen Kaufhaus

Varel.

„Wir haben uns über-

legt, was wir den Kindern Gutes

tun können. Am Tag der Zahn-

gesundheit ist uns dann die

passende Idee gekommen“,

erzählt Helga Dobberstein vom

Sozialen Kaufhaus in Varel.

Nun hat das Soziale Kauf-

haus Varel der Vareler Tafel

300 Zahnbürsten und 300 Pa-

ckungen Zahngel übergeben.

Finanziert wurden die Zahnpfle-

geprodukte aus den Einnahmen

des Sozialen Kaufhaus. „Uns

war wichtig, dass wir etwas an

Menschen weitergeben, die

noch weniger haben als wir“, so

Dobberstein. Bei der Vareler Ta-

fel stößt die Spende auf große

Begeisterung:

„Wir haben uns sehr über

diese großzügige Spende vom

Sozialen Kaufhaus gefreut, das

uns in der Vergangenheit schon

sehr häufig mit Spenden un-

terstützt hat. Gerade an Zahn-

pflegeprodukten wird ja leider

häufig gespart, deswegen sind

wir jetzt sehr froh, diese an die

Kinder verteilen zu können“,

berichtet Carola Putzer von der

Vareler Tafel.

(pf)

Über die gespendeten Zahnpflegeprodukte freuen sich: Ca-

rola Putzer, Christian Dobberstein, Erika Wendt, Heide Grütz-

macher und Helga Dobberstein.

Foto: Pascal Fianke