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Varel

Friebo 46/2017

„Den Alltag so angenehm wie möglich machen“

Uniper übergibt Sachspende an Wohngruppe des Waisenstift Varel

Varel.

„In unserer Wohngrup-

pe haben wir sehr viele verschie-

dene Sprachen. Aus diesem

Grund wollen wir ein Freizeit-

angebot anbieten, welches aus

sprachfreien Aktivitäten besteht,

um somit eine Gruppendynamik

zu erschaffen“, erzählt die päda-

gogische Leiterin der Wohngrup-

pe Lis Fidrich.

Durch eine Sachspende der

Uniper Kraftwerke GmbH aus

Wilhelmshaven im Wert von

1.500 Euro wird dieses Angebot

nun erweitert. Zur Spende zäh-

len unter anderem pädagogische

Spiele, Fuß- und Volleybälle, ein

Trikotsatz, ein Badmintonfeld so-

wie Schläger und Bälle.

„Mit unserer Spende wollen wir

den Jugendlichen den Alltag so

angenehm wie möglich machen

und ihnen somit die Integration

erleichtern“, berichtet Ausbilder

Michael Ciura von Uniper.

In der Wohngruppe „Olden-

burger Straße“ des Waisenstifts

Varel, bei der es sich um eine

Wohngruppe für unbegleitete,

minderjährige Flüchtlinge han-

delt, wohnen derzeit 17 Jugend-

liche, im Alter zwischen 15 und

18 Jahren, die aus Afghanistan,

Syrien, Somalia und Albanien

stammen. Während die Jün-

geren derzeit die Oberschule

Varel besuchen, gehen die äl-

teren bereits auf die BBS Varel.

Ansonsten engagieren sich die

Jugendlichen ehrenamtlich und

in Vereinen.

Die Kooperation zwischen

dem Waisenstift Varel und Uni-

per geht allerdings noch über

die Sachspende hinaus: Bereits

seit eineinhalb Jahren gibt es

eine sehr enge Zusammenarbeit.

Der Kontakt wurde damals von

Waisenstift-Mitarbeiterin Anja

Schaup hergestellt. „Zu Ostern

2016 haben wir mit den Bewoh-

nern der Wohngruppe das Kraft-

werk besichtigt. Anschließend

haben vier Jugendliche wäh-

rend der Osterferien ein freiwil-

liges Praktikum absolviert“, so

Schaup.

Einer von ihnen war Yonus Ra-

himi. Bereits seit fast zwei Jah-

ren lebt der gebürtige Afghane

in Deutschland. Nach dem frei-

willigen Praktikum absolvierte

er ein Jahrespraktikum, bevor

er im Sommer als erster Ge-

flüchteter eine Ausbildung zum

Industriemechaniker bei Uniper

begonnen hat: „Yonus hat zu-

nächst ein Langzeitpraktikum

absolviert. Nach der Ausbildung

hat er eine 12-monatige Über-

nahmegarantie. Aber auch an-

schließend sind seine Chancen

gut, übernommen zu werden.

Rund 32 Prozent unserer Azu-

bis verbleiben im Unternehmen.

Ob ein Azubi übernommen wird,

richtet sich immer danach, wie

der Bedarf ist. Sollten die Azubis

in der Standortwahl flexibel sein,

ist die Übernahmewahrschein-

lichkeit sogar noch höher. An-

sonsten wollen wir natürlich den

Jugendlichen auch in Zukunft

Praktika ermöglichen und zwar

in Bereichen, die die Jugend-

lichen interessieren, auch wenn

wir dort keine Ausbildung anbie-

ten. Ein Beispiel dafür wäre die

Arbeit im Lager“, erläutert Aus-

bilder Michael Ciura.

Ein Praktikum als Lagerist ab-

solviert gerade der 17-jährige

Mohamad. Vor drei Jahren kam

er aus Syrien nach Deutschland

und wohnt seit eineinhalb Jahren

in der Wohngruppe.

Bis Yonus seine Ausbildung

anfangen konnte, mussten aller-

dings viele Probleme gelöst wer-

den, etwa was Arbeitserlaubnis

und Sozialversicherung betraf.

„Ein Problem hat das nächste

verursacht.

Glücklicherweise

konnten wir alle Probleme lösen

und wissen nun für die Zukunft,

an welche Stellen wir uns wen-

den müssen“, so Ciura.

Lis Fidrich, Teamleiterin Svit-

lana Bitner und Anja Schaup

zeigen sich derweil begeistert

von seiner Entwicklung: „Yo-

nus zeigt wirklich sehr großes

Engagement. Er ist jeden Tag

morgens schon um fünf Uhr auf-

gestanden, nach Wilhelmshaven

gependelt und abends nach der

Arbeit setzt er sich sofort an den

Schreibtisch.

Mit diesem Verhalten ebnet er

nicht nur anderen Jugendlichen

denWeg, sondern hat darüber hi-

naus noch eine Vorbildfunktion.“

Unterstützt wurde Yonus zudem

über ein Jahr lang von Michael

Strohschein. „Herr Strohschein

hat ihm Nachhilfe in Deutsch,

Mathe, Computerarbeit sowie

Allgemeinwissen gegeben. Dafür

möchten wir uns nochmals ganz

herzlich bedanken, denn dies hat

ihm wirklich sehr geholfen.“ Und

auch Yonus freut sich über die

Unterstützung:

„Ich möchte mich ganz herz-

lich beim Waisenstift und bei

Uniper für die Unterstützung be-

danken. Sie haben mir in allen

Lebenslagen geholfen und ich

konnte immer zu ihnen kommen,

wenn ich Probleme hatte.“

(pf)

Durch eine Spende von Uniper bekommen die Bewohner

der Wohngruppe Oldenburger Straße des Waisenstifts Varel

neue Freizeitartikel. Mit ihnen freuen sich: Anja Schaup, Lis

Fidrich, Svitlana Bitner, Silvia Janßen, Silvia Grisard und Mi-

chael Ciura.

Foto: Pascal Fianke

Weihnachtsaktion für Kinder

Spende: Heinen Freezing ruft zu Bewerbungen auf

Varel.

Das Unternehmen Hei-

nen Freezing aus Varel möchte

auch in diesem Jahr eine Spen-

de für Projekte vergeben, die

mit und für Kinder durchgeführt

werden oder die es Kindern er-

möglichen, ihre Ideen zu entwi-

ckeln und umzusetzen.

Wie schon in den vergange-

nen Jahren können sich dafür

nun Initiativen, Gruppen, För-

dervereine und Institutionen mit

einer kurzen Beschreibung ihres

jeweiligen Vorhabens bewer-

ben. Dabei spielt es keine Rolle,

ob es sich um sportliche, künst-

lerische oder spielerische Tätig-

keiten handelt, Heinen Freezing

freut sich auf Bewerbungen aus

allen Bereichen. Diese sollten

bis zum 3. Dezember 2017

eingereicht werden an: Heinen

Freezing, Manuela Wieting,

Achternstraße 1–17, 26316 Varel

oder per E-Mail an: manuela.

wieting@heinen.biz

. Beigefügt

werden soll nach Möglichkeit

eine kurze Beschreibung des

Projekts oder des Vorhabens,

für das die Spende eingesetzt

werden soll.

Im vergangenen Jahr hat-

te der Katholische Kindergar-

ten St. Maria im Hilgenholt die

Spende des Vareler Unterneh-

mens für die Anschaffung neuer

Krippenwagen für Ausflüge ein-

gesetzt.

(fb)

Zusammenarbeit im Einzelhandel

Informationsabend für interessierte Bürger

Varel.

Zu einem Informati-

onsabend mit anschließendem

Austausch lädt die Stabsstelle

Wirtschaftsförderung und Stadt-

marketing der Stadt Varel ein. „In

Zeiten der zunehmenden Kon-

kurrenz nicht nur auf regionaler

Ebene sondern auch weltweit,

ist eine einheitliche Darstellung

und intensive Zusammenar-

beit der Einzelhändler vor Ort

wichtiger denn je“, so Dr. Meike

Knop, Leiterin der Stabsstelle.

Aus diesem Anlass lädt sie ge-

meinsam mit Insa Jung und Miri-

am Küpker vom Stadtmarketing

zu einem informativen Abend am

Mittwoch, 22. November

, um

19 Uhr in den großen Saal des

Kreisdienstleistungszentrums

(Karl-Nieraad-Straße 1) ein. Zum

Auftakt wird Professor Dr. Kull,

an der Jade Hochschule tätig als

Professor für Marketing, Handel

und eBusiness, einleitend zum

Thema „Zusammenarbeit im

Einzelhandel“ referieren. Im An-

schluss sollen dann auf Varel be-

zogene Fragestellungen disku-

tiert und ausgetauscht werden,

hierzu wünschen sich die Veran-

stalter eine rege Beteiligung.

Interessierte Bürger sind

herzlich eingeladen, aufgrund

begrenzter Kapazitäten ist eine

Anmeldung (unter warnken@

varel.de

oder

04451/126-273)

notwendig.