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Zetel.

ImWeberhof in Zetel star-

tete vor drei Wochen das Projekt

„Umgang mit dem Tablet in der

Demenzwohngemeinschaft“ mit

großem Erfolg. Die Bewohner lie-

ßen sich mit Begeisterung auf die

unterschiedlichen Möglichkeiten

der Beschäftigung, mit einem für

sie vollkommen neuen Medium,

ein. „Das Tablet bietet ein umfang-

reiches Repertoire an unterstüt-

zenden Beschäftigungsangebo-

ten: Unter anderem ein variables

Memory, es werden Geschichten

vorgelesen oder Lieder der ver-

gangenen Zeiten animieren zum

Mitsingen und zaubern so schnell

ein Lächeln auf die Lippen unserer

Senioren“, erklärt Silvia Peno von

der Einrichtungsleitung.

Das digitale Aquarium und so-

genannte Traumreisen eröffnen in-

mobilen Bewohnern wundervolle

Entspannungsmöglichkeiten und

bereiten neue Wege in der pallia-

tiven Begleitung. Da dieses Projekt

von den Mitarbeitern mit Begeis-

terung eingeführt und gelebt wur-

de und auch von den Angehöri-

gen positiv aufgenommen wurde,

bleibt das Tablet nun ein fester

Bestandteil im Bereich der Betreu-

ungsangebote im Weberhof.

42

Zetel

Friebo 46/2017

Eröffnungsrede sorgt für Irritation

Zeteler Grüne fordern öffentliche Entschuldigung von Bürgermeister Heiner Lauxtermann

Zetel.

Die Eröffnungsrede

von Bürgermeister Heiner Laux-

termann anlässlich des 333.

Zeteler Marktes hat für scharfe

Kritik seitens von Bürgern und

Politik gesorgt. In einem Offenen

Brief fordert die Zeteler Frakti-

on Bündnis 90/Die Grünen den

Bürgermeister auf, sich bei der

Schulleiterin der IGS Zetel, Hei-

ke Neumann, öffentlich zu ent-

schuldigen.

„In Ihrer Eröffnungsrede haben

Sie auch in Namen des Rates der

Gemeinde Zetel unter anderem

Personen des öffentlichen Le-

bens in Zetel namentlich genannt

und begrüßt. Darunter auch die

Schulleiterin der IGS Zetel, Hei-

ke Neumann. Diese brachten

Sie in Ihrer Rede sodann in Ver-

bindung mit der Bürgerinitiative

Roßfelde und benannten sie als

den Kopf der Initiative, wobei Sie

im Weiteren deren Protest gegen

die Lichtemission der Spedition

Tönjes ins Lächerliche rückten“,

heißt es in der Pressemitteilung.

Bemerkungen solcher Art

seien „absolut inakzeptabel“.

„Sie zielten darauf ab, insbeson-

dere Heike Neumann, aber auch

die Initiative, ins Lächerliche zu

ziehen. Die Ausführungen sind

für Heike Neumann und alle en-

gagierten Bürger, nicht nur in der

angesprochenen Initiative, deut-

lich ehrverletzend“, kritisieren

die Grünen. Die Fraktion Bündnis

90/Die Grünen in Zetel distanzie-

re sich von den Äußerungen: „Wir

erwarten von Ihnen

(Bürgermei-

ster Heiner Lauxtermann, Anm. d.

Red.)

, dass Sie Ihre Äußerungen

zurücknehmen und sich öffent-

lich gegenüber Frau Neumann

entschuldigen.“

Auch die Bürgerinitiative „Ge-

werbegebiet Roßfelde“ hat sich

in einer Stellungnahme geäu-

ßert. „Wir finden es ungeheuer-

lich, dass Bürgermeister Heiner

Lauxtermann die Begrüßungsre-

de zum Anlass genommen hat,

ein Mitglied unserer Bürgeri-

nitiative und damit auch unser

Anliegen in der Öffentlichkeit

lächerlich zu machen. Unsere

Initiative ist ernsthaft begründet

und dringend notwendig, um die

Nachbarrechte im Zusammen-

hang mit dem Gewerbegebiet

Roßfelde zu wahren“, schreibt

Angelika Börchers im Namen der

Initiative.

Dass der Bürgermeister in

einem laufenden Genehmi-

gungsverfahren öffentlich Partei

für die Firma Spedition Tönjes

ergreife und damit mangelnde

Neutralität für alle zu erkennen

gebe, bestärke die Initiative in

ihrem Anliegen, heißt es wei-

ter. „Wir haben seine Worte als

Drohgebärde gegenüber allen

Bürgern, die Zivilcourage zeigen

und sich gegen Vorhaben in der

Gemeinde, die nur dem Wohl ei-

niger wenige und nicht demWohl

des Bürgers dienen, verstanden.

Auch wenn es Herrn Lauxter-

mann nicht gefällt, wir werden

uns nicht einschüchtern lassen,

weiterhin von unserem Bürger-

recht Gebrauch machen und uns

gegen Unrecht und Missstände

in der Gemeinde Zetel wehren“,

schließt das Schreiben der Bür-

gerinitiative „Gewerbegebiet Ro-

ßfelde“.

„Ich bin erstaunt über die Hu-

morlosigkeit und nehme das so

zur Kenntnis“, erklärte Bürger-

meister Heiner Lauxtermann auf

Nachfrage. „Kleine Spitzen“ ge-

hörten zur Eröffnungsrede dazu,

so der Bürgermeister. Das er

Heike Neumann als Kopf der In-

itiative bezeichnet habe, nehme

er jedoch zurück.

„Am Sonntag bist du tot“

Schwarze Komödie am 23. November im Zeli

Zetel.

Die evangelische Aka-

demie Oldenburg setzt mit dem

Film „Am Sonntag bist Du tot“

am

Donnerstag, 23. Novem-

ber,

die neue Filmreihe unter

dem Titel „Bewegte Bilder vom

Glauben“ fort. Mit dieser Reihe

im Zeteler Lichtspielhaus Zeli

lädt die evangelische Akademie

um 20 Uhr ein zum Gespräch

über Filme, die Religion, Glaube

und fremde wie eigene Traditi-

onen neu erzählen. Die Evan-

gelische Akademie Oldenburg

freut sich, so Leiterin Brigitte

Gläser, „mit dem Zeli eine Perle

der regionalen Kulturarbeit ent-

deckt zu haben.“

Mit „Am Sonntag bist Du tot“

von John Michael McDonagh

wird im Zeli eine moderne Passi-

onsgeschichte erzählt. Der Film

beschreibt die letzten Tage des

irischen Priesters James Lavel-

le (Brendan Gleeson). Bei einem

Beichtgespräch wird Lavelle an-

gekündigt, dass er am kommen-

den Sonntag sterben müsse – als

Opfer für all die Jahre des Miss-

brauchs, die der Täter in seiner

Kindheit durch einen inzwischen

schon verstorbenen Geistlichen

hat erfahren müssen. Lavelle

stellt sich dieser Begegnung,

ohne dabei die Herausforde-

rungen seines Priesteramtes zu

missachten. Er wendet sich den

Konflikten seiner eigensinnigen

Dorfgemeinde wie die seiner ei-

genen Vergangenheit zu, sucht

in Ordnung zu bringen, was

noch nach Sinn verlangt und

hofft, dass letztlich doch dieser

bittere Kelch an ihm vorbeiginge.

Ein Film, der die christliche Bot-

schaft im lakonischen Ton iri-

scher Küstenbewohner zusam-

menfasst: „Ich finde, Vergebung

wird schwer unterschätzt.“

Ein weiterer Termin dieser

Filmreihe in diesem Jahr ist am

7. Dezember mit dem Dokumen-

tarfilm „Im Himmel, unter der

Erde“ (D 2011) von Britta Wauer.

Vortrag und Essen

Zetel.

Am

Freitag, 15. De-

zember

, hält Herr Völker, Rechts-

anwalt und Notar, ab 17.30 Uhr

beim Bürgerverein Bohlenberge

einen interessanten Vortrag über

die so wichtigen Themen „Testa-

ment, Betreuungs- und Patien-

tenverfügung“ in der Röker-Deel,

Horster Straße 40. Anschließend

findet das traditionelle Schnitze-

lessen mit umfangreichen Bei-

lagen bei vorweihnachtlicher

Stimmung statt. Der Abend ko-

stet für Mitglieder 18 Euro, für

Nichtmitglieder, die wie immer

herzlich willkommen sind, 20

Euro. Getränke zahlt jeder für

sich. Verbindliche Anmeldungen

nehmen bis zum 30. November

Bärbel Kramer,

04453/1496

oder Fritz Schimmelpenning,

04453/4763 entgegen.

Verkehrsumleitung

Zetel.

Die Kiesgrube Boh-

lenbergerfeld beginnt mit der

Erschließung der neuen Kies-

gruben an der Kielstraat, teilt

die Gemeinde Zetel mit. Die

Einmündung Kielstraat auf die B

437 wird vom

26. November

bis

zum

11. Dezember

deshalb voll

gesperrt. Der Verkehr wird über

die Betonstraße und Wehdestra-

ße (K 102) zur B 437 umgeleitet.

Auch mit Demenz mit der Zeit gehen

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