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25. November 2017

Bockhorn

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Wenn der Gehweg für Ärger sorgt

Anwohner in der Mühlenstraße moniert Endarbeiten nach Kabelverlegung der Telekom

Bockhorn.

Die technischen

Anforderungen steigen, der Be-

darf an schnellem Internet steigt

mit – entsprechend reagieren

Teledienstanbieter und rüsten in

den Gemeinden die Leitungen

nach. In der Bockhorner Müh-

lenstraße hat die Telekom von

Oktober bis Dezember 2015

neue Leitungen verlegt. Dafür

wurde der Gehweg geöffnet, um

die Kabel im Erdreich unterzu-

bringen – eine Routine.

Thomas Siefjediers als An-

wohner der Mühlenstraße ist da-

gegen alles andere als glücklich

über die Art und Weise, wie die

Verlegearbeiten abgeschlossen

wurden. Er hat die Arbeiten am

Gehweg mit der Kamera doku-

mentiert. „Man hat beispiels-

weise die Schotterbettung nicht

wieder eingesetzt. Die fehlt, und

damit fehlt auch die Frostschutz-

schicht“, kritisiert Thomas Sief-

jediers. Außerdem vermeide die

Schicht etwaige Versackungen

der Pflasterungen.

Auf dem Gehweg in Höhe des

Verteilerkastens wird dies deut-

lich: einige Steine sind abge-

sackt und bilden für Fußgänger

mögliche Stolperfallen, die Kant-

steine sind nicht gerade. Das der

Gehweg sich wölbt, wird deut-

lich, wenn man die Wasserwaa-

ge anlegt. „Aus fachlicher Sicht

muss man die Steine nochmal

herausnehmen und neu einset-

zen“, sagt Thomas Siefjediers.

Ihn ärgert, dass er die Gemeinde

bereits mehrfach auf die Mängel

aufmerksam gemacht hat – „es

jedoch zwei Jahre dauert, bis

man Gehör findet.“ Von einem

punktuellen Aufnehmen der

Steine hält der technische Mit-

arbeiter in der Straßenmeisterei

nicht viel: „Das ist Makulatur.“

Während der Bauphase habe

man zweimal nachbessern

lassen, erklärt Bürgermeister

Andreas Meinen auf Nachfra-

ge. Beim dritten Mal sei die

Abnahme gemeinsam mit dem

Bauamtsleiter, der Technische

Bau Dienstleistungen GmbH

Friedeburg, dem Bauhofleiter

und der Telekom erfolgt. Die

Telekom müsse allerdings fünf

Jahre nach der letzten Abnah-

me nacherfüllen, wenn Schä-

den auftreten sollten, verweist

der Bürgermeister auf die Ge-

währleistungspflicht des Tele-

dienstanbieters.

Weil sich seit der Abnahme

des Gehwegs nichts mehr getan

hat, hat sich Thomas Siefjediers

in einer Kommunalaufsichts-

beschwerde an den Landkreis

Friesland gewandt. Die Kommu-

nalaufsicht des Landkreises be-

stätigt in einem Schreiben, dass

bei einer persönlichen Bege-

hung der Mühlenstraße im April

2017 keine Mängel erkennbar

waren.

Für Anwohner Thomas Siefje-

diers nicht nachvollziehbar. „Es

geht mir nicht darum, die Arbeit

der Gemeinde schlecht zu ma-

chen“, betont er. Angesichts der

Tatsache, dass die Anwohner 80

Prozent der Herstellungskosten

des Gehweg-Neubaus getragen

haben, verstehe er nicht, wieso

„dieser nicht wieder vernünftig

in Stand gesetzt wird. Der wie-

derhergestellte vorige Zustand

wendet auch weitere Kosten

von der Gemeinde ab.“ Tho-

mas Siefjediers hofft nun, dass

sich die Gemeinde nochmals

der Problematik annimmt. „Das

Gesprächsangebot meinerseits

steht noch“, betont er, „letztlich

ist der Gehweg, auch was die

Verkehrssicherung angeht, für

uns eine gute Sache.“

(ts)

Oben:

Die Wasserwaage zeigt, dass der Gehweg in der Müh-

lenstraße stellenweise nicht plan liegt.

Rechts:

Die Kantsteine

vor dem Verteilerkasten sind verschoben, zum Teil ist das

Pflaster wie am oberen Bildausschnitt versackt – für Fußgän-

ger mögliche Stolperfallen.

Fotos: Thorsten Soltau

Laternenumzug in Bockhornerfeld

Bockhornerfeld.

Am

Freitag,

24. November,

lädt die Dorfge-

meinschaft Bockhornerfeld zum

wohl letzten Laternenumzug in

der Friesischen Wehde ein. Los

geht es um 19 Uhr am Dorfge-

meinschaftshaus. Der Weg führt

über die Dorfstraße bis zum ehe-

maligen Schuhhaus Meyer und

wieder zurück.

Da es zu diesem Zeitpunkt

bereits dunkel ist, würden sich

die Organisatoren und Kinder

sehr freuen, wenn die Anwoh-

ner dieser Strecke ihre Grund-

stücke mit Lichterketten, La-

ternen o.ä. erstrahlen lassen.

Begleitet wird der Laternen-

umzug vom Spielmannszug der

Freiwilligen Feuerwehr Zetel/

Neuenburg. Die Absicherung

übernehmen die Kameraden der

Freiwilligen Feuerwehr Grab-

stede.

Zum Abschluss ist ein ge-

mütliches Beisammensein mit

Stockbrot, Bratwurst und Ge-

tränken auf dem Dorfplatz vorge-

sehen. Überraschungen für die

Kinder sind ebenfalls geplant.

Steht ein Hirsch im Garten

Diesen herbstlichen Schnappschuss eines weißen Hirsches

hat Familie Möhlmann aus Bockhorn an die Friebo-Redaktion

geschickt – aufgenommen vom Wohnzimmerfenster aus.

Foto: Janka Möhlmann

www.friebo.de