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30

Neuenburg

Friebo 47/2017

Ein Rückzugsort im dichten Fichtenwald

Erinnerungen an Opa Hibbelers „Räuber

s Ruh“

Ruttelerfeld/Spolsen.

Was

hat es mit dem verfallenen und

überwucherten Fragment von

„Räuber’s Ruh“ an der friesisch-

ostfriesischen Grenze auf sich?

Nach dem Aufruf an unsere Le-

ser in der

Friebo

-Ausgabe 39

sind weitere Informationen in der

Redaktion

zusammengekom-

men, die das Werk von Diedrich

Hibbeler, landläufig Opa Hibbe-

ler genannt, ein wenig näher be-

leuchten.

Das heute aufgelichtete Wald-

stück in Spolsen war vor dem Be-

ginn der Arbeit an „Räuber’s Ruh“

ein von Fichten stark zugewach-

senes Areal. Im hinteren Teil be-

fand sich eine einfache Waldhüt-

te mit einem kleinen Küchenab-

teil. Das Verdichten des Waldes

hatte Opa Hibbeler zusätzlich mit

Anpflanzungen unterstützt, um

das Waldgrundstück für den Fall,

dass ein weiterer Weltkrieg eine

Flucht nötig gemacht hätte, als

Versteck nutzen zu können.

Um

an

„Räuber’s Ruh“

zu

arbeiten,

erwarb Opa

Hibbeler

ein

Grundstück am

Kochs Damm,

sein Wohnhaus

in der Zeteler

Straße in Neu-

enburg behielt

er. An dem zu-

rückgelegenen

Grundstück am

Kochs Damm nahm er kleinere

Verzierungen vor – so ist auf der

rechts abgebildeten Fotografie

am unteren rechten Bildrand ein

Pilz aus Holz und Metalldeckeln

zu erkennen. Die Deckel wur-

den dem Aussehen von Flie-

genpilzen nachempfunden und

entsprechend bemalt. Zu dem

Haus am Kochs Damm gehörte

neben einer Veranda außerdem

ein kleiner Garten. Mit der spä-

teren Nachnutzung des Areals

verschwanden die Verzierungen.

„Räuber’s Ruh“ erfuhr zumindest

in der ersten Zeit nach dem Tod

Opa Hibbelers noch neue Farb-

anstriche, ehe Witte-

rung und Vandalismus

es in den derzeitigen

Zustand versetzte.

Friebo

-Leserin Ka-

rina Büntemeier hat

ihr Kindheitserlebnis

mit „Räuber’s Ruh“

für den Friebo aufge-

schrieben: „Es stand

dort ein Schild ,Burg

Räuber’s Ruh‘, wir ha-

ben es immer ,Ponde-

rosa‘ genannt. Wir er-

innern uns alle

(die Geschwister,

Anm. d. Red.)

noch genau an

Opa Hibbeler, der irgendwie im-

mer gleich uralt wirkte. Als Kind

habe ich mich ein wenig vor ihm

gefürchtet.

Das Waldstück hatte natür-

lich eine große Anziehungskraft

auf uns Kinder. Einmal wollte ich

mir mit einer Freundin das ganze

mal näher ansehen. Doch als wir

gerade ein Bein über den Zaun

gesetzt hatten, blickte uns schon

eine schaurige Puppe entgegen

und wir rannten schnell weg.

Wir haben es später noch ein-

mal probiert und wieder hat uns

die Angst gepackt, denn als wir

von hinten an das Grundstück

wollten, muss wohl jemand an-

deres auch diese Idee gehabt

haben und wir erschreckten uns

gegenseitig.

An Umrisse von einem alten

Auto, das man von weitem sehen

konnte, kann ich mich noch erin-

nern, aber wir haben es ja nie ge-

schafft, dort rein zu kommen. Der

Zeitungsausschnitt ist, soweit ich

mich erinnere, in der ,Von Woche

zu Woche‘ erschienen. Ich weiß

noch, dass wir uns damals da-

rüber amüsiert haben, dass aus

,Räuber’s Ruh‘ nun ,Räuber-

schuh‘ gemacht wurde.“

(ts)

Eine „Räuber’s Ruh“-Aufnahme von

1987.

Links:

Zeitungsausriss aus „Von

Woche zu Woche“

.

Repro: Karina Büntemeier

Oben:

Das Haus am Kochs Damm (Aufnahme von 1988).

Bild im

Text:

„Opa Hibbeler sagt Auf Wiedersehen“, Öl und Zeichnung

auf Stoff (unbekannter Maler).

Repro: Thorsten Soltau

Neuenburg.

Die Mitglieder-

versammlung des CDU-Ge-

meindeverbandes Zetel/Neu-

enburg findet am

Donnerstag,

30. November,

19 Uhr, im „Neu-

enburger Hof“ statt. In diesem

Jahr stehen die Wahlen zum

Vorstand auf der Tagesordnung.

Es wird um rege Beteiligung ge-

beten.

6. „After Wörk im Dörp“

am 30. November am Neuenburger Senfpott

Neuenburg.

Mit dem „After

Wörk im Dörp“ am

Donnerstag,

30. November,

besteht zum

letzten Mal in diesem Jahr die

Gelegenheit zum gemütlichen

Beisammensein am Neuen-

burger Senfpott. Ab 18.00 Uhr

kann hier nochmal bei Feuer und

Kerzenschein in geselliger Run-

de Live-Musik und Musik vom

Plattenteller gelauscht werden.

Heiße und kalte Getränke sowie

leckeres Essen runden die Ver-

anstaltung ab.

Foto: C. Groß

CDU-Mitgliederversammlung

Astederfeld.

Die Weihnachts-

feier der Dorfgemeinschaft As-

tederfeld-Collstede am

Sonn-

tag, 3. Dezember,

findet ab

14.30 Uhr im Café am Königssee

statt. Bei Kaffee und Kuchen soll

das Jahr 2017 Revue passieren.

Gestartet wird mit einer kleinen

Überraschung für die Kinder.

Die Kosten pro Person 10 Euro,

Kinder sind frei. Telefonische

Anmeldung wird bis zum 26. No-

vember bei Ulf Lange unter

04452/216 erbeten.

Weihnachtsfeier