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25. November 2017

Zetel/Neuenburg

33

„Bader-Ehnert-Kommando“

kommt ins Vereenshuus

Neuenburg.

Vor zwanzig

Jahren traten Kristian Bader und

Michael Ehnert das erste Mal in

Neuenburg auf. Nun sind sie

wieder als Bader-Ehnert-Kom-

mando mit „Der Weihnachts-

hasser“ in Neuenburg zu sehen.

Die (sehr frei) nach Charles

Dickens erzählte Geschichte

vom herzlosen Großunterneh-

mer, der erst einige kräftige

Tritte in den Hintern braucht, um

zu verstehen, was die Stunde

geschlagen hat, hat über Jahre

und Jahrzehnte nichts von ih-

rer Wirkung verloren – und vor

allem nichts von ihrer Gültig-

keit. Dass Bader und Ehnert ihre

Version jedes Jahr aktualisieren

und mit neuesten Aspekten aus

Wirtschaft und Politik spicken,

macht den „Weihnachtshasser“

jedes Jahr aufs Neue zu einem

Aha-Erlebnis der besonderen

Art.

Eintrittskarten für die Vorstel-

lung am

Sonntag, 10. Dezem-

ber,

um 20 Uhr im Neeborger

Vereenshuus, Urwaldstraße 37

in Neuenburg, können bei Hein-

rich Meyer unter

04453/3668

oder Fritz Schimmelpenning un-

ter

04453/4763 bestellt wer-

den.

Foto: Agentur

Zeteler Schüler sammeln

für Kriegsgräberfürsorge

Zetel.

Ab Montag sind die

Schüler der vier 10. Klassen der

IGS Friesland-Süd in den Stra-

ßenzügen der Gemeinde un-

terwegs, um Spenden für den

Volksbund Deutsche Kriegs-

gräberfürsorge zu sammeln.

Der Erlös aus den freiwilligen

Spenden kommt der Arbeit des

Volksbundes zugute.

„Krieg ist ein Thema, das

nicht vergangen ist. Um am

Frieden zu arbeiten, ist die Aus-

einandersetzung damit wichtig“,

fasste IGS-Schulleiterin Heike

Neumann im Vorfeld der Aktion

zusammen.

„Was ihr macht, ist ein guter

Dienst für die Allgemeinheit und

verdient höchste Anerkennung“,

lobte Heiner Lauxtermann als

Vorsitzender des Volksbundes

das Engagement der rund 60

teilnehmenden Schüler, „ihr

werdet an den Türen bereits er-

wartet.“

(ts)

Sind in den nächsten Wochen mit Sammelbüchsen unterwegs:

die 10. Klassen der IGS Friesland-Süd.

Foto: Thorsten Soltau

Neuenburg.

Das Figurenthe-

ater Hein präsentiert am

Diens-

tag, 28. November,

um 15 Uhr

im Vereenshuus Neuenburg

das Stück „Pettersson kriegt

Weihnachtsbesuch“. Zum In-

halt: Ausgerechnet am Tag vor

Weihnachten hat sich der alte

Pettersson den Fuß verstaucht.

Findus sieht schwarz für das

Weihnachtsfest: Es gibt keinen

Baum, und die Vorratskammer

ist wie leer gefegt. Aber zum

Glück ist Pettersson ja ein geni-

aler Erfinder…

Vorbestellungen werden un-

ter

0163/2168722 entgegen-

genommen.

Nikolausfeier für Kinder

Neuenburgerfeld.

Am

Mitt-

woch, 6. Dezember,

besucht

der Nikolaus von 16 bis 17 Uhr

die Kinder der Dorfgemein-

schaft Neuenburgerfeld im Al-

ten Torfschuppen.

Kinder bis 12 Jahren und de-

ren Begleiter sind dazu herzlich

eingeladen. Um 15.30 Uhr wird

bei warmen Getränken und

weihnachtlichem Gebäck ge-

meinsam auf den Nikolaus ge-

wartet.

Anmeldungen nimmt Familie

Willms unter

04452/441 ent-

gegen. Anmeldeschluss ist der

28. November.

Findus kommt auf die Bühne

Krippe stellt neues Rahmenkonzept auf

Zetel.

Die pädagogischen Auf-

gaben in Krippen und Kindergär-

ten werden immer komplexer, die

Anforderungen an die Erzieher

immer höher. Die Erwartungs-

haltung der Eltern hat sich in den

letzten Jahrzehnten kontinuier-

lich verändert, die Ansprüche

sind gestiegen. Das wurde jetzt

deutlich in einem Vortrag von

Birte Marschalk, Leiterin der Kin-

derkrippe Emkenburg im Zeteler

Sozialausschuss.

Entsprechend stehen früh-

kindliche Bildungseinrichtungen

vor der Aufgabe, ihre Rahmen-

konzepte stetig an die aktuellen

Entwicklungen anzupassen. In

den vergangenen anderthalb

Jahren hat auch die Krippe Em-

kenburg ihr pädagogisches Rah-

menkonzept überarbeitet. Birte

Marschalk zeigte auf, wie zuneh-

mend schwierig sich der Spagat

zwischen der doch eigentlich

als Kernaufgabe zu sehenden

Kinderbetreuung und den viel-

fältigen administrativen Aufga-

ben gestaltet. Die Krippe Em-

kenburg setzt seit 20 Jahren auf

ein offenes Konzept, welches die

Förderung von Fähig- und Fertig-

keiten der Kinder als Individuum

in den Mittelpunkt stellt. Es geht

um das Erreichen von Kernkom-

petenzen, über die Jahre ist der

soziale Bereich mehr und mehr

in den Fokus gerückt. Denn viel-

fach haben sich die Rahmenbe-

dingungen in den Familien stark

verändert. Die Erzieher stünden

inzwischen oft vor der Aufgabe,

Basiskompetenzen vermitteln zu

müssen. „Wir haben viele Ganz-

tagskinder, einige kommen zu

uns, ohne zuhause gefrühstückt

zu haben. Da geht es um die

Vermittlung einer gesunden Ess-

kultur“, machte Birte Marschalk

deutlich. Die Zeit reiche in den

Familien oftmals schlichtweg

nicht für ein gemeinsames Es-

sen. Bei einigen Kindern verlaufe

die morgendliche Mahlzeit daher

„zwischen Tür und Angel“.

„Es gibt Schwierigkeiten im

sprachlichen und sozialen Be-

reich“, berichtete Birte Mar-

schalk. Das lasse sich zum Teil

auf die heutigen Medien zurück-

führen. Die Veränderungen in den

Familien seien tiefgreifend. Es

gebe mehr Alleinerziehende, bei

denen auch die nahen Verwand-

ten berufstätig sind und entspre-

chend nicht entlasten können,

sowie Familien mit zwei voll be-

rufstätigen Eltern. „Die Kinder

sollen heute aber auch mehr lei-

sten“, stellte Birte Marschalk fest.

Auch die Zahl sogenannter Heli-

koptereltern nehme zu: „Die El-

tern denken heute zu viel, es ist zu

wenig Herz und Bauch dabei und

zu viel Kopf.“ Bei vielen Familien

gehe es auch darum, als Einrich-

tung Hilfestellung zu geben. Ent-

sprechend setzt die Krippe auf

eine intensive Zusammenarbeit

mit den Eltern. „Bei vielen Eltern

herrscht große Verunsicherung“,

weiß die Krippenleiterin. Entspre-

chend greife man auf eine enge

Zusammenarbeit mit Behörden

wie Landkreis, der Informations-,

Anlauf- und Vermittlungsstelle

der Gemeinde Zetel, Ärzte und

Frühförderstellen zurück.

Steigende Herausforderungen

gebe es auch im Hintergrund

der Einrichtungen: „Entwick-

lungsschritte zu dokumentieren

bindet viel Zeit.“ Dazu komme

die Ausbildung von Erziehern.

„Es ist schwierig, Nachwuchs zu

bekommen. Wir haben viele Vor-

stellungsgespräche, aber es sind

oft keine Fachleute dabei. Das ist

ein großes Problem“, beklagte

die Krippenleiterin.

(ts)