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Varel

Friebo 48/2017

Feuerwehr übernimmt den Unterricht

Brandschutzerziehung durch Freiwillige Feuerwehr Obenstrohe an der Grundschule Büppel

Büppel.

Wie verhalte ich

mich bei einem Brand in der

Wohnung? Was muss ich bei

einem Notruf beachten? Wie

genau gehen die Feuerwehr-

leute bei einem Brand vor?

Antworten auf diese und viele

weitere Fragen rund um die Ar-

beit der Freiwilligen Feuerwehr

bekamen die Kinder der drit-

ten und vierten Klassen an der

Grundschule Büppel in der letz-

ten Woche.

Schulklassenbetreuerin Lin-

da Zerner war zusammen mit

Gruppenführer Tobias Hibben

und Dietmar Theesen von der

Altersabteilung der Ortswehr

Obenstrohe an zwei Tagen

an der Schule zu Gast, um ei-

nen anschaulichen Beitrag zur

Brandschutzerziehung zu lei-

sten.

Der Themenkomplex Feuer-

wehr, Notruf und Brandschutz

ist Bestandteil des Sachkunde-

unterrichts, und die drei ehren-

amtlichen Helfer der Feuerwehr

Obenstrohe widmeten sich in

drei Arbeitsgruppen jeweils

verschiedenen

Schwerpunk-

ten. Dietmar Theesen erläuterte

den Schülerinnen und Schü-

lern, worauf es bei einem Notruf

ankommt und dass man keine

Scheu haben müsse – „unter

112 bekommt ihr immer Hilfe,

wenn ihr sie dringend benö-

tigt“, so Theesen. Er ging dabei

auch auf den Unterschied zwi-

schen dem „echten Notruf“ und

dem ärztlichen Bereitschafts-

dienst ein. „Wichtig ist in dem

Zusammenhang, den Kindern

die Angst vorm Telefonieren zu

nehmen“, erläuterte Theesen,

bei einem Feuer komme es auf

jede Minute an.

Linda Zerner vermittelte den

Kindern, was genau bei einem

Brand geschieht, wie schnell

sich ein Feuer ausbreitet, wel-

che Temperaturen innerhalb

kürzester Zeit in geschlossenen

Räumen entstehen und wie es

zu einer Rauchgasvergiftung

kommen kann. Dazu wurde

ein eindrucksvoller Schulungs-

film gezeigt. Auch wurde den

Grundschülern der Unterschied

zwischen der Berufsfeuerwehr

(wie sie zumeist in Kinderbü-

chern dargestellt werden) und

den Freiwilligen Feuerwehren

erläutert.

Nicht minder beeindruckend

waren die Infos, die Tobias

Hibben draußen am Lösch-

gruppenfahrzeug zu bieten

hatte. Er zeigte den Kindern die

Ausrüstung des LF 10 und de-

monstrierte, wie bei der Brand-

bekämpfung unter Atemschutz

vorgegangen wird. Die Kinder

staunten nicht schlecht, als sie

erfuhren, dass die Feuerwehr-

leute es mit Temperaturen von

mehr als 800 Grad zu tun haben

und dass die Atemluft in den

Sauerstoffgeräten nur für etwa

20 bis 30 Minuten reicht.

Das Konzept für die Brand-

schutzschulungen durch die

Betreuer der Feuerwehr Oben-

strohe sei noch im Aufbau, er-

läuterte Dietmar Theesen, „dazu

werden wir demnächst noch

weitere Fortbildungen besu-

chen.“ Die Feuerwehr möchte

die Zusammenarbeit mit den

Schulen künftig fortsetzen und

ausbauen – nicht zuletzt ist das

auch ein Stück Nachwuchsar-

beit: In Obenstrohe wie in Varel

gibt es Jugendfeuerwehren, in

denen Kinder und Jugendliche

ab 10 Jahren mitmachen kön-

nen. Mädchen und Jungen, die

Interesse haben, sind jeder-

zeit herzlich willkommen – die

Jugendfeuerwehr Obenstrohe

trifft sich immer montags ab

17.30 Uhr im Feuerwehrhaus

Obenstrohe. Weitere Infos auch

unter www.feuerwehrobenstro-

he.de.

(tz)

Helm, dicke Schutzkleidung und bis zu 30 Kilo Ausrüstung:

Gruppenführer Tobias Hibben führte den Mädchen und Jun-

gen das Atemschutzgerät vor und erläuterte, wie die Einsatz-

kräfte bei einem Feuer vorgehen.

Foto: Michael Tietz

Varel.

Der Rahmenplan zur

Entwicklung der früheren Fries-

land-Kaserne wird aktualisiert.

Der Planungsausschuss billigte

am Dienstag die Fortschreibung

des Städtebaulichen Konzeptes

für das einst 34 Hektar große

Gelände. Im Wesentlichen wird

dabei die Planung den bereits

beschlossenen und vollzo-

genen Umnutzungen von Teil­

flächen angepasst, zudem sind

Überlegungen zu den (wenigen)

noch freien Flächen angestellt,

die sich im Eigentum der Stadt

Varel befinden.

So könnte auf dem etwa 5.500

Quadratmeter großen Gelände

zwischen dem Kreis-Dienstlei-

stungszentrum und dem ge-

planten Wohnbaugebiet eine

Grünfläche geschaffen werden,

die, möglicherweise aufgewer-

tet durch Gehölze oder einzelne

Bäume, eine Art Grüngürtel zwi-

schen der öffentlich-gewerb-

lichen Fläche im Westen und

der Wohnbebauung im Osten

des Geländes darstellen.

Im Zentrum der entwickelten

Fläche befindet sich zudem

nach wie vor der befestigte As-

phaltplatz, einst Hubschrauber-

landeplatz. Märkte, Konzerte,

Feste, Zirkus – auch war bereits

vorgeschlagen worden, im Win-

ter eine Eislauffläche zu schaf-

fen. Grundsätzlich, so heißt es

im Rahmenplan, biete sich die

Nutzung der Freifläche für Ver-

anstaltungen an, da Parkplätze

am

Kreisdienstleistungszen-

trum zur Verfügung stehen und

die Verkehrsanbindung sehr

gut sei. Auf Nachfrage betonte

Stadtplaner Olaf Freitag, dass

aber eine solche Nutzung nicht

mehr in diesem Winter möglich

sei. Ohnehin gilt: Die Umsetzung

der noch offenen Nutzungsbau-

steine ist nicht abschließend

konkret, es handelt sich nur um

Überlegungen.

Insbesondere

der Komplex Veranstaltungsflä-

che oder gar Kulturzentrum hän-

ge von vielen Faktoren ab.

(tz)

Letzte Flächen in Kaserne sollen der Allgemeinheit dienen

Abb.: Stadt Varel