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Zetel

Friebo 48/2017

So lange wie möglich selbstständig leben

Der gemeindeeigene Besuchsdienst für alleinstehende Senioren stellt sich vor

Zetel.

Es sind die kleinen

Bedürfnisse und Wünsche, wie

beispielsweise nach einem offe-

nen Ohr, einer helfenden Hand

oder gemeinsam verbrachter

Zeit, die das Alltagsleben mit-

prägen. Allesamt Bedürfnisse,

die bis weit ins hohe Alter be-

stehen bleiben und für Senioren

mitunter an Bedeutung zuneh-

men. Doch was ist, wenn die

Kinder weit vom eigenen Wohn-

ort entfernt leben, der Partner

vor kurzem gestorben oder der

Freundeskreis selbst pflegebe-

dürftig geworden ist?

An dieser Stelle setzt seit

mehr als 25 Jahren der Be-

suchsdienst der Gemeinde

Zetel an. Das Grundkonzept des

Angebotes ist zunächst relativ

einfach: Ausgebildete Ehren-

amtler kümmern sich einmal die

Woche für ein paar Stunden um

alleinstehende Senioren. Dahin-

ter steckt allerdings eine Menge

Arbeit: Vorbereitungsseminare,

Weiterbildungen, Erste-Hilfe-

Kurse speziell für Ältere und

Dienstbesprechungen sind der

notwendige Grundstock des

Besuchsdienst-Teams.

Koordiniert wird das Ange-

bot von Birgit Kant, Gerlinde

Erfurth und Joann Hagen. „Das

ist eine sehr anspruchsvolle,

ehrenamtliche Arbeit. Das hat

nichts mit dem Bild der lieben

Oma zu tun, die auf Besucher

mit selbstgebackenen Keksen

wartet“, fasst Joann Hagen von

der Informations-, Anlauf- und

Vermittlungsstelle zusammen.

Dem stimmen auch Birgit Kant

und Gerlinde Erfurth zu, die die

Besuchergruppen am Nachmit-

tag und Abend leiten. „Es ist viel

Feingefühl nötig“, sagt Gerlinde

Erfurth. Die Bedürfnisse der Be-

suchten sind unterschiedlich,

„deshalb entscheiden Besucher

und die Besuchten gemeinsam,

was sie unternehmen möch-

ten“, betont Birgit Kant. Das

kann vom gemeinsamen Spiel

bis hin zum Spaziergang oder

der Begleitung zum Arztbesuch

reichen. Was den Senioren An-

erkennung, Wertschätzung und

Zuwendung gibt, ist auch als

Entlastung für Angehörige ge-

dacht: „Die können sich darauf

verlassen, dass sich in der Zeit

jemand um die Älteren kümmert

und diese in Sicherheit sind.“

Grenzenlos ist die Hilfe des

Besuchsdienstes jedoch nicht.

„Wir putzen nicht die Fen-

ster“, sagt Gerlinde Erfurth.

Die Selbstständigkeit der Men-

schen soll gewahrt bleiben –

und das bedingt Respekt auf

beiden Seiten. „Wir sind Gast im

Haus. Wir können bei den Se-

nioren nicht einfach große Ver-

änderungen vornehmen, weil

wir der Meinung sind, es würde

ihnen helfen“, bringt es Gerlinde

Erfurth auf den Punkt.

Große Wichtigkeit kommt den

Dienstbesprechungen zu. Dort

geht es darum, was sich anders

machen lässt und wie mit Pro-

blemen umgegangen wird. Die

Teilnahme daran ist Bedingung

für die ehrenamtlichen Kräf-

te. „Wenn wir uns diese Arbeit

auflegen, nehmen wir sie ernst.

Wichtig ist, dass man als Mit-

glied im Team verlässlich ist,

an Seminaren teilnimmt und die

Besuche nicht ständig absagt“,

sagt Birgit Kant. Seminare und

Weiterbildungen vermitteln für

die Besucher zudem notwen-

diges Hintergrundwissen, etwa

im Umgang mit Demenzkran-

ken.

Für ihren Besuchsdienst ist

die Gemeinde Zetel 2012 mit

dem Bürgerengagement-Preis

„Unbezahlbar und freiwillig“

vom damaligen Ministerpräsi-

denten David McAllister ausge-

zeichnet worden. Für das Team

noch heute ein Ansporn für die

künftige Arbeit. „Es geht darum

die älteren Menschen möglichst

lange in ihrem Zuhause zu be-

halten“, erklärt Gerlinde Erfurth.

Im Vergleich zum Stand vor

20 Jahren habe sich einiges

zum Positiven verändert: „Die

Menschen waren früher häu-

figer einsam, heute besteht zu

Kindern und Verwandschaft

dank der modernen Technik oft

Kontakt.“ Auch weiterführende

Hilfsangebote und die ärztliche

Versorgung seien heute besser

aufgestellt als damals.

Die Arbeit für den Besuchs-

dienst wird, nicht zuletzt auf-

grund des demografischen

Wandels, in den nächsten Jah-

ren nicht weniger – in einem

Punkt sind sich jedoch die Drei

einig: es ist eine Betätigung, die

beiden Seiten zugute kommt

und einen reichen Erkenntnis-

gewinn bietet – sowohl für die

Besucher, als auch für die Be-

suchten.

Wer Interesse hat, als Eh-

renamtlicher den Besuchs-

dienst der Gemeinde Zetel zu

unterstützen oder selbst be-

sucht werden möchte, kann

sich an Joann Hagen unter

04453/935262 wenden.

Birgit Kant (Leiterin Nachmittagsgruppe), Gerlinde Erfurth (Lei-

terin Abendgruppe) und Joann Hagen von der Informations-,

Anlauf- und Vermittlungsstelle (v. l.) bilden das Kernteam des

Besuchsdienstes der Gemeinde Zetel.

Foto: Thorsten Soltau

Ökumenischer Gottesdienst

Am 1. Advent zum Sterntalermarkt im Hankenhof

Zetel.

Mit dem 1. Advent be-

ginnt das neue Kirchenjahr – die

erste Kerze am Adventskranz

wird entzündet.

„Wir stimmen uns gemeinsam

auf das bevorstehende Weih-

nachtsfest ein, singen Advents-

lieder und hören auf Worte, die

die Jahrhunderte überdauert

haben und die heute noch Worte

der Hoffnung sind. Die biblischen

Texte jedes Adventssonntags,

vor allem die Prophetenworte

berichten davon, auf wen wir

warten, wer zu uns Menschen

kommen wird. ‚Siehe, dein König

kommt zu dir; ein Gerechter und

ein Helfer‘, heißt es im Buch des

Propheten Sacharja (9,9).“ Dies

ist der Wochenspruch für die

erste Adventswoche.

Unter diesem Motto soll auch

der ökumenische Gottesdienst

am

Sonntag, 3. Dezember

, um

10 Uhr mit Pastorin Sabine Indorf

und Pastoralreferentin Hildegard

Hünnekens stehen, welcher im

Hankenhof stattfindet und mit

dem der Sterntalermarkt be-

ginnt. Musikalisch wird er vom

Posaunenchor Zetel-Neuenburg

begleitet.

Zetel.

Am

Samstag, 6. Ja-

nuar 2018

, können Interessier-

te wieder Preisskat im MGH in

Zetel spielen. Beginn ist um

13.30 Uhr.

Das Startgeld beträgt 10

Euro. Anmeldungen bis zum

30. Dezember, im MGH unter

v

04453/4839089 oder bei Rolf

Janßen unter

v

04453/1786.

Preisskat im MGH

Friesische Wehde.

Die näch-

ste kostenlose Rentenberatung

mit dem Versichertenberater

der Deutschen Rentenversi-

cherung Bund, Dieter Tschöpe,

findet am

Dienstag, 5. De-

zember

, im Rathaus Bockhorn

(Zimmer 15) und am

Mittwoch,

6. Dezember

, im Rathaus Zetel

(Nebengebäude Stolle Haus, 1.

Tür rechts), statt. Neben allge-

meinen Rentenauskünften wer-

den auch Kontenklärungs- und

Rentenanträge aufgenommen.

Zur Rentenberatung sollten

die Rentenpapiere, Stamm-

buch, Lehrnachweis und Per-

sonalausweis mitgebracht wer-

den. Bei der Annahme eines

Rentenantrages ist auch die

Vorlage der Krankenversiche-

rungschipkarte, die Bankverbin-

dung (IBAN/BIC) und die Steuer-

Ident-Nummer erforderlich.

Um Wartezeiten zu verkürzen

wird um telefonische Anmel-

dung unter

04453/2700 ge-

beten.

Preisskat im MGH

www.friebo.de