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16. Dezember 2017

Varel

13

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Dünge-Sperrfrist: Wohin mit der Gülle?

Anhaltende Nässe hat Ausbringung erschwert – Lagerkapazitäten auf den Höfen erschöpft

Friesland.

Es hat viel geregnet

in den vergangenen Monaten,

sehr viel, und das hat den Land-

wirten in der Region schwer zu

schaffen gemacht. So fand die

Ernte vielfach mit Verzögerung

und dann unter erschwerten Be-

dingungen statt, weil die Felder

zunehmend unter Wasser stan-

den. Und dann wurde auch das

Ausbringen von organischen

Düngemitteln

problematisch:

die Güllefässer mussten häufig

in den Depots bleiben, weil der

Boden auf Acker- wie Grünland-

flächen einfach zu nass war.

Jetzt greift ferner die Güllever-

ordnung, die das Ausfahren von

Gülle, Jauche oder Gärresten in

der Zeit vom 1. November bis

zum 31. Januar grundsätzlich

untersagt. Die dreimonatige

Sperrfrist kann in Niedersach-

sen zwar um bis zu einen Monat

nach hinten verschoben oder

auch vorgezogen werden. Das

muss allerdings bis zum 31. Ok-

tober beantragt worden sein.

In der Konsequenz sind die

Lagerkapazitäten für die flüs-

sigen Stoffe auf vielen Höfen

weitgehend erschöpft, wie Hart-

mut Seetzen, Vorsitzender des

Kreislandvolkverbandes Fries-

land, bestätigt: „Die letzte Dün-

gung hat bei vielen im August

stattgefunden, seither sind 800

Millimeter Wasser gefallen. Das

allein bringt in einem norma-

len Behälter einen zusätzlichen

Pegel von 80 Zentimetern. Zu-

dem sind hier und da die Rinder

schon einige Wochen früher in

den Stall geholt worden.“ Ins-

gesamt habe sich dieses Jahr

zunehmend „katastrophal für

die Landwirtschaft entwickelt“,

bilanziert Seetzen: „Die an-

haltenden Niederschläge sind

schon sagenhaft außergewöhn-

lich, das macht das Wirtschaf-

ten auf Acker wie Grünland sehr

schwierig.“

Wohin sollen die Bauern nun

mit der angesammelten Gülle:

„Noch reichen die Lagerkapa-

zitäten, aber es ist abzusehen,

dass sie bei vielen Betrieben vor

Ablauf der Sperrfrist erschöpft

sein werden“, betont Hartmut

Seetzen.

Die untere Wasserbehörde

des Landkreises Friesland hat

deshalb jetzt darauf hingewie-

sen, dass sich Landwirte ab

sofort bei der Behörde melden

können, wenn zu erwarten ist,

dass die Speicherbehälter für

Gülle und Co. frühzeitig gefüllt

sind und Alternativen zur Aus-

bringung nicht zu realisieren

sind. Das könnten etwa die Ab-

gabe an aufnahmebereite Be-

triebe oder eine Güllebörse, die

Einlagerung von Teilmengen bei

benachbarten Betrieben oder

auch die Reaktivierung von un-

genutzten, aber noch betriebs-

bereiten Lagerbehältern sein.

Erst wenn diese Alternativen

sich als nicht durchführbar er-

weisen, seien andere Maßnah-

men zu prüfen. Zur Vermeidung

eines Havariefalles, also des

Überlaufens oder gar Berstens

eines Lagerbehälters, bittet der

Landkreises Friesland die Land-

wirte um rechtzeitige Meldung,

damit gemeinsam erforderliche

Lösungen erarbeitet werden

können. Das könne, so Kreis-

landwirt Seetzen, etwa die Ein-

richtung eines provisorischen

Folienbeckens, einer sogenann-

ten Lagune, sein, oder die Nut-

zung geeigneter Kellerräume in

leer stehenden Gebäuden. In

Schleswig-Holstein gebe es, an-

ders als bislang in Niedersach-

sen, einen Erlass, der Maßnah-

men für den nun eingetretenen

Fall konkret benennt.

„Wir stehen in einem kon-

struktiven und pragmatischen

Dialog mit den Behörden, sagt

Hartmut Seetzen. Der Land-

kreises Friesland appelliert an

die Landwirte, sich rechtzeitig

zu melden, damit rechtzeitig

konkrete, individuelle Lösungen

gefunden werden können. Es

gelte vor allem, Schäden für die

Umwelt wie die Einleitung grö-

ßerer Mengen ins Grundwasser,

in ein Oberflächengewässer

oder in die Kanalisation, zu ver-

meiden. Wenn durch die Untere

Wasserbehörde eine außeror-

dentliche Maßnahme zugelas-

sen wird, geschehe dies auf

Grundlage spezialgesetzlicher

Gefahrenabwehrregelungen,

heißt es weiter.

Weitere Informationen gibt

es unter

www.friesland.de/gu-

ellehavarie, dort finden Land-

wirte auch das Formular für die

Meldung an die Untere Was-

serbehörde. Bei Fragen stehen

die Mitarbeiter beim Landkreis

ferner unter

04461/919-5020

oder via E-Mail: umwelt@fries-

land.de

zur Verfügung.

(tz)

Das Ausbringen von Gülle und Jauche ist im Winter für drei

Monate untersagt. Weil schon der Herbst überaus nass war,

sind auf den Betrieben die Lagerkapazitäten inzwischen weit-

gehend erschöpft.

Beispielfoto:

pixabay.com