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Varel

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„Es war eine Liebe auf den zweiten Blick“

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zum Amtswechsel, zur A 20 und zum Vorhaben in Friedrichsfeld

Varel.

Im Gespräch mit dem

Friebo schilderte der frischge-

backene Umweltminister Olaf

Lies seine ersten Eindrücke

aus der neuen Regierungsver-

antwortung. Ganz verleugnen

konnte er dabei seine Begeiste-

rung für das Thema Wirtschaft

nicht – aber er zeigte auch, dass

diese Begeisterung durchaus

auch auf das Thema Umwelt

überzugreifen beginnt: Das In-

terview führte Anke Kück.

Wie wird aus einem Wirt-

schaftsminister ein Umwelt-

minister?

„Politisch war das relativ ein-

fach. Ich hab ja selbst in den Ko-

alitionsgesprächen den Bereich

Wirtschaft verhandelt und am

Ende hat sich ergeben, dass die

CDU dieses Ressort überneh-

men möchte. Ich habe mich lan-

ge dagegen gewehrt und auch

gekämpft. Aber am Ende ist das

dann eine politische Entschei-

dung.

Emotional ist das schon

schwieriger, man hängt an sei-

nem Amt, an der Aufgabe und

den Themen. Aber es ist zu-

gleich auch eine neue super

spannende Aufgabe, die min-

destens genauso wichtig für

Niedersachsen und die Region

ist, wie die Wirtschaft. Natürlich

war es eine Liebe auf den zwei-

ten Blick, aber wenn die letzten

Tränen vergossen sind, kommt

auch die Begeisterung für das

Neue. Inzwischen freue ich mich

ehrlich auf diese Arbeit und es

macht auch richtig Spaß – zumal

das Umweltministerium eines

der größten aller Ministerien ist.“

Wo liegen denn die großen

Unterschiede zwischen bei-

den Ministerien?

„Viele haben mir ja auch un-

terstellt, dass ich die Umwelt

überhaupt nicht im Blick habe,

weil ich Wirtschaftsminister war.

Wenn man hier aufgewachsen

ist, weiß man was Umwelt und

Natur bedeutet. Mein Schwer-

punkt als Wirtschaftsminister

war es, wirtschaftliche Ansied-

lungen zu ermöglichen, der

Schwerpunkt des Umweltmini-

sters ist es die Rahmenbedin-

gungen dafür festzulegen. Nach

zehn Jahren Wirtschaftspolitik

im Landtag ist das natürlich

auch eine Chance den Blick

noch einmal zu weiten.“

Was sind die aktuell wich-

tigsten Themen?

„Zum Beispiel geht es um die

Ausweisung der Natura 2000

Gebiete – wo kann investiert

oder nicht investiert werden. Ein

elementares Beispiel ist dabei

der JadeWeserPort, die zwei-

te Ausbaustufe und die damit

verbundene Umweltverträglich-

keitsprüfung.

Aber –unddas ist sehrwichtig–

die Sichtweise des Umweltmi-

nisters ist eine ganz andere als

die des Wirtschaftsministers.

Wir leben ja nicht nur dafür, dass

wir Arbeit haben, sondern eine

intakte Umwelt spielt eine sehr,

sehr wichtige Rolle. Da ist der

Blickwinkel jetzt schon ein ganz

anderer.“

Das ist eine interessante

Aussage – wie sieht denn der

Umweltminister die A 20?

„Die Autobahn bleibt für mich

in der Bedeutung genauso wich-

tig wie bisher und das gilt auch

für den Hafen. In der Vergangen-

heit hatte ich oft einen Konflikt:

Ich wollte Wirtschaftsprojekte

umsetzen, aber auf der Umwelt-

seite gab es Vorbehalte dagegen

und natürlich auch den Versuch,

diese Projekte zu verhindern.

Jetzt sehe ich die Chance,

aus der Umsetzung notwendiger

Projekte auch einen Mehrwert

und mehr Qualität für den Natur-

schutz zu entwickeln.“

Wie beurteilt der Umweltmi-

nister das Thema Friedrichs-

feld? Ist es vernünftig, Bäume

und Sträucher abzuholzen

um aus einem bestehenden

Biotop ein anderes Biotop zu

machen?

„Das ist mehr als ärgerlich.

Friedrichsfeld ist einfach ein

Idyll und der Bürger fragt sich

zu Recht, warum es uns nicht

gelingt, die Kompensation und

Wiedervernässung in anderen

Gegenden – möglicherweise

etwas weiter entfernt – zu rea-

lisieren und damit genauso viel

für den Artenschutz zu tun.

Es hat sich dort ein tolles Ge-

biet entwickelt, aber das reicht

leider nicht als Kompensation für

die A 20 aus. Und so ist es eigent-

lich verrückt, dieses bestehende

Biotop umzumodeln um den ge-

setzlichen Ansprüchen genüge

zu tun. Aber so sind nun ein-

mal die rechtlichen Vorgaben –

das hat sich ja niemand ausge-

dacht.

Wir müssen uns aber wirklich

fragen, ob wir mit diesen rechtli-

chen Grundlagen immer auf dem

richtigen Weg sind. Warum fin-

den wir keine klugen Lösungen,

die beiden Ansprüchen genü-

gen: Dem Bau von Infrastruktur

und der Schaffung von Natur-

schutzflächen. Leider ist das für

Friedrichsfeld möglicherweise

schon zu spät, aber die Situa-

tion dort macht mich sehr sehr

nachdenklich.“

Ist es dann vielleicht doch

noch möglich hier etwas zu

verändern?

„Ich weiß nicht wie groß die

Chancen dafür sind. Aus dem

Wirtschaftsministerium gab es

immer die Rückmeldung: Es gibt

keine Chance. Dennoch liegt

das Thema gerade auf der The-

menliste, die ich mir vom Haus

vorlegen lasse. Es gibt manch-

mal doch andere Wege und

kluge Lösungen, so dass man

sich über Kompensation dann

auch freuen kann.“

>> Zu weiteren Themen-

bereichen wie der Schaffung

von bezahlbarem Wohnraum,

Glyphosat, Windenergie oder

der Energiewende nimmt der

Minister für Umwelt, Energie,

Bauen und Klimaschutz in der

nächsten Ausgabe des Frie-

bos Stellung.

Minister Olaf Lies am Wahl-

abend im Oktober 2017. Die

Koalitionsverhandlungen in

Niedersachsen liefen deutlich

zügiger ab als im Bund.

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