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16. Dezember 2017

Varel

29

Karl Schiller

Varel, Lange Straße 5

Telefon 0 44 51 / 58 07

Bestattungen

Sarglager

Überführungen

seit 1969

Neue Gastronomie in der Neumühlenstraße

Baumarkt an der Rodenkirchener Straße – Planungsgruppe „Verkehrsführung“

Varel.

Die erste Hürde ist

genommen: Der Planungsaus-

schuss stimmte am Dienstag

für den Einstieg ins Änderungs-

verfahren zum Bebauungsplan

für den ehemaligen Aldimarkt in

Streek.

Seit knapp einem Jahr steht

der Markt an der Rodenkirchener

Straße leer – hier könnte im kom-

menden Sommer ein weiterer

Baumarkt einziehen. Zugleich

soll der im Gebäude ansäs-

sige Getränkemarkt vergrößert

werden. Die beabsichtigte Um-

nutzung und Erweiterung des

dortigen Getränkemarktes um

rund 150 Quadratmeter und die

Schaffung einer Außenverkaufs-

fläche von 125 Quadratmetern

(für den Baumarkt) ganz am Ende

des heutigen Parkplatzes wurde

nun auf den Weg gebracht.

Fortschrittliche

Verkehrsführung

Befürwortet wurde auch die

Einrichtung einer Planungsgrup-

pe zum Thema „Perspektiven

einer fortschrittlichen Verkehrs-

führung in der Stadt Varel“. Hier

geht es insbesondere um die

Begleitung der Planung für eine

mögliche

Umgehungsstraße.

Grundlage dafür war ein Antrag

von Norbert Ahlers. Er machte

Vorschläge zur Besetzung des

Gremiums: Danach sollte es

aus vier Vertretern der Bürger-

schaft (Naturschutz, Landwirt-

schaft, Kunst, Einzelhandel),

zwei Vertretern der Stadtver-

waltung (Stadtmarketing und

Wirtschaftsförderung),

zwei

Ratsmitgliedern und einem Mo-

derator gebildet werden.

Norbert Ahlers hatte in seinem

Antrag weitere Details erläutert:

„In dem Fall der gedachten Um-

gehungsstraße geht es beim

Bürgerdialog sowohl um Aufklä-

rung als auch um das Erfassen

eines Stimmungsbildes. Be-

grüßt die Bevölkerung das Bau-

vorhaben oder steht sie dem

skeptisch gegenüber? Allen

Beteiligten muss bewusst sein,

dass der Verkehr in 20 Jahren

anders organisiert sein wird als

gegenwärtig. Dieser Entwick-

lung muss Rechnung getragen

werden.“

Grundsätzlich wurde die Ein-

richtung eines solchen Gremi-

ums von allen Ausschussmit-

gliedern begrüßt.

Olaf Freitag von der Verwal-

tung machte noch einmal deut-

lich, dass die Realisierung der

Umgehungsstraße allein auf

Grund fehlender Planungsres-

sourcen bei der Landesbehör-

de für Straßenbau und Verkehr

in Aurich wohl noch etliche Jah-

re in Anspruch nehmen werde

– das zumindest war ihm vom

dortigen Leiter Frank Buchholz

mitgeteilt

worden.Verworfen

wurde inzwischen die Möglich-

keit einen Tunnel statt einer Um-

gehungsstraße zu realisieren.

Buchholz hatte mitgeteilt, dass

dies „...sehr, sehr unwahrschein-

lich ist. Sowohl technische als

auch finanzielle Gründe spre-

chen eindeutig dagegen.“

Ein Anbau ans „Emma“

Zustimmung gab es im Aus-

schuss für die Pläne, in der Neu-

mühlenstraße 9 ein neues Objekt

zu erstellen. Thomas Hinsche

von der Gastroprojekt GmbH

aus Oldenburg stellte das Vorha-

ben in Gegenwart der Investoren

Georg Böske und Sefedin Selimi

vor. Es geht dabei darum, ein

Ganztags-Gastronomieangebot

zu entwickeln.

Bestandteile dafür sind das

„Hotel Friesenhof“, die bereits

eröffnete „Marktlücke“ (ab sofort

samstags bereits ab 10 Uhr ge-

öffnet) und das aktuell komplett

entkernte „Emma“. Alles wird

durch einen Lichthof verbunden

sein und um eine ausreichende

Größenordnung zu erreichen,

ist ein Neubau ge-plant, der mit

dem „Emma“ verbunden ist. Die-

ser soll auf dem derzeit freien

Grundstück direkt nebenan re-

alisiert werden. Vorgesehen ist

ein Satteldach-Bau, der etwas

zurückversetzt von der Straße

liegt. Hier können Außenplätze

unter Markisen auf einem Holz-

deck geschaffen werden. Innen

ist der Blick offen bis direkt un-

ter das Dach, eine Kaminanlage

geplant und ein (behindertenge-

rechter) Zugang zum ehemaligen

„Emma“. Es wird eine separate

Küche und unterschiedlichste

Möglichkeiten für Gesellschaf-

ten, zum Beispiel für Familien-

oder Gruppenfeiern geben.

Die Baumaßnahmen sollen

Mitte Januar beginnen und das

neue Lokal bereits zum Sommer

2018 fertiggestellt sein. Sefedin

Selimi: „Wir wollen ein Angebot

schaffen, bei dem sich Jung und

Alt treffen können. Dieser Be-

reich und die besondere Lage

boten sich dafür förmlich an.“

Die Pläne waren bei der ersten

Vorstellung noch eher kritisch

beurteilt worden, da das neue

Objekt einen erheblichen Kon-

trast zu den historischen Nach-

bargebäuden bilden würde.

Mit den neuerlichen detail-

lierten Erläuterungen überzeugte

der Planer die Ausschussmit-

glieder offenbar: Malte Kramer

(SPD): „Man kann sich das noch

nicht so ganz genau vorstellen,

aber es gibt keinen Grund, das

abzulehnen.“ Und Dr. Susanne

Engstler (CDU) ergänzte: „Mich

überzeugt insbesondere das

Angebot der Außengastrono-

mie.“ (

ak

)

So soll der geplante Neubau in der Neumühlenstraße aussehen.

Entwurf: Gastroprojekt Thomas Hinsche GmbH Oldenburg

Lesung: „Plattdütsch leevt“

Geschenkidee: Theaterkarten der NDB Varel

Varel.

Am vergangenen

Samstag fand die erste Lesung

der Niederdeutschen Bühne

Varel in Zusammenarbeit mit

dem Heimatmuseum unter dem

Motto „Plattdütsch leevt – ok in

de Wiehnachtstied“ statt.

Die Veranstaltung war gut be-

sucht, alle Gäste waren von den

Beiträgen der Lesenden sehr

angetan und haben mit Unter-

stützung der Musiker des Shan-

ty Chors aus Varel begeistert

Weihnachtslieder gesungen.

Eine ganz besondere Über-

raschung bereitete eine junge

Besuchern, Viola aus Heu-

bült, allen Gästen. Die Zehn-

jährige trug ganz spontan

und in hervorragendem Platt-

deutsch, auswendig ein Ge-

dicht vor und erntete dafür be-

geisterten Applaus.

Am

16. Dezember, ab 17.00

Uhr,

findet im Heimatmuseum

nun die zweite Lesung statt. Der

Eintritt ist frei, Spenden werden

gerne entgegengenommen.

Und hier noch ein Tipp für

kurzentschlossene

„Weih-

nachtsgeschenkesucher“: Bei

Tabula Magica in Varel können

Gutscheine für die Theaterauf-

führungen der Niederdeutschen

Bühne erworben werden. Die

Proben für das nächste Stück

„Lüttstadtrevier“ laufen bereits

auf Hochtouren und so kann

man sich und seinen Lieben

ganz einfach „Zeit“ und einen

schönen gemeinsamen Abend

schenken.

(ak)