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Varel

Friebo 50/2017

Wasserpreis bleibt stabil – und unterschiedlich

OOWV und EWE haben kalkuliert: Für das städtische Wasserwerk zeichnen sich rote Zahlen ab

Varel.

Der Wasserpreis in

Varel wird im kommenden Jahr

konstant bleiben. Das gilt so-

wohl für das engere Stadtge-

biet, das von der EWE aus dem

Vareler Wasserwerk versorgt

wird, als auch für Varel-Land

und das übrige Friesland – hier

liefert der OOWV Trinkwasser

aus dem Werk Sandelermöns.

Erhalten bleibt damit auch die

Preisdifferenz beim Wasser-

preis zwischen der Stadt und

der Landgemeinde.

Der Oldenburgisch-Ostfrie-

sische Wasserverband hat

mitgeteilt, dass die Entgelte

für Trinkwasser und Abwasser

im nächsten Jahr im gesam-

ten Versorgungsgebiet stabil

bleiben, und das im 26. Jahr in

Folge. Der Wasserpreis beträgt

beim OOWV 90 Cent je Kubik-

meter – ein im bundesweiten

Vergleich niedriger Preis, wie

der Verband betont.

Etwas teurer ist das Wasser

in der Stadt Varel: 1,17 Euro sind

hier für jeweils tausend Liter zu

zahlen. Und der Preis könnte

unter Umständen in den kom-

menden Jahren noch steigen.

Denn das Vareler Wasserwerk

ist als vergleichsweise kleine

Einheit damit konfrontiert, dass

es bei stagnierender Abgabe-

menge zunehmend schwierig

wird, die gewünschten Ergeb-

nisse zu erwirtschaften.

Schon im Frühjahr hatten

Varels Erster Stadtrat Dirk

Heise als Betriebsleiter darauf

hingewiesen, dass die Politik

sich in absehbarer Zeit mit der

Gestaltung des Wasserpreises

befassen sollte. Das städtische

Wasserwerk wird bereits seit

den 1950er Jahren von der EWE

betrieben, dafür hat das Unter-

nehmen eine sogenannte Kon-

zessionsabgabe an die Stadt zu

zahlen – sofern ein bestimmter

Mindestgewinn zu Buche steht.

In der Praxis kann die EWE an-

gesichts steigender Kosten bei

seit Jahren weitgehend gleich-

bleibenden Umsatzerlösen die-

sen Mindestgewinn nicht mehr

erzielen, die Stadt geht künftig

wohl weitgehend leer aus. Das

liegt nicht zuletzt daran, dass

die EWE nicht nach eigenem

Ermessen einen Wasserpreis

festlegen kann, sondern dieser

vom Stadtrat vorgegeben wird

und somit politischem Willen

unterliegt.

Erfreulich: Für das Jahr 2016,

das nun bilanziert wurde, konn-

te dank höherer Umsatzerlöse

sowie Einsparungen bei Mate-

rialaufwand und Zinsen neben

dem Jahresgewinn von gut

36.000 Euro auch eine Konzes-

sionsabgabe von knapp 49.000

Euro an die Stadt Varel abge-

führt werden.

Dennoch ist bei leicht rück-

läufigem Wasserverkauf damit

zu rechnen, dass die Schere

zwischen Erlösen und Aufwand

künftig weiter auseinanderge-

hen wird. Für das kommende

Jahr ist nun eine Abgabemen-

ge von 687.000 Kubikmetern

eingeplant. Eine Konzessions-

abgabe wird wohl weder in die-

sem noch im nächsten Jahr zu

erwarten sein. Grundsätzlich

ist der Wasserverbrauch so-

wohl bei Privathaushalten als

auch bei Industrie und Gewer-

be seit Jahren leicht rückläufig.

Das Vareler Wasserwerk sei

grundsätzlich gut aufgestellt

und stets nachhaltig bewirt-

schaftet worden, hatte Dirk

Heise im Betriebsausschuss

stets betont, Untersuchungen

hatten dem Vareler Wasser eine

gute Qualität bescheinigt. Was

die Erlöslage betrifft, sei nicht

zwingend eine Erhöhung des

Wasserpreises geboten: Die

Politik könnte auch entschei-

den, dauerhaft auf die Konzes-

sionsabgabe zu verzichten oder

aktiv zusätzliche Abnehmer

für das Vareler Wasser zu wer-

ben. Diese Möglichkeit betonte

bei der jüngsten Sitzung auch

Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner: Man müsse bei der

Bilanzbetrachtung die perspek-

tivischen Möglichkeiten des

Wasserwerkes in den Vorder-

grund rücken. Vor dem Hinter-

grund der zunehmenden Bela-

stung des Trinkwassers in vie-

len Regionen Niedersachsens

hätten die Wasserrechte des

Vareler Wasserwerks einen ho-

hen Wert. Wagner prophezeite,

dass die großen Versorger künf-

tig in erheblichem Umfang in die

Wasseraufbereitung werden in-

vestieren müssen, um die Was-

serqualität aufrecht zu erhalten,

was zwangsläufig Preissteige-

rungen nach sich ziehen werde.

Im Laufe der Zeit würden sich

die jetzigen Preisunterschiede

wohl relativieren.

(tz)

Wer Trinkwasser vom städ-

tischen Wasserwerk bezieht,

muss dafür knapp zwölf Cent

je 100 Liter bezahlen, in Varel-

Land kostet dieselbe Menge

beim OOWV neun Cent.

Hospizkalender 2018 – Vareler Stimmungen

Varel.

Eine schöne Geschenk-

idee ist der Kalender „Vareler

Stimmungen 2018“. Der Preis

beträgt 15 Euro und fünf Euro

davon gehen an die Hospizbe-

wegung Varel e.V. und unterstüt-

zen so die wichtige Arbeit für

Schwerstkranke und Trauernde.

Der Kalender wird von Anke

Kück, die auch sämtliche Bilder

aufgenommen hat, in Zusam-

menarbeit mit der Hospizbewe-

gung Varel e.V. und der HJH Stif-

tung (Hans-Joachim Hoffmann

Stiftung) herausgegeben.

Als Fotomotive wurden An-

sichten aus Varel, Dangast,

vom Vareler Hafen und der Re-

gion ausgewählt. Sie vermitteln,

welch schöne An- und Ausblicke

unsere Region dem aufmerk-

samen Betrachter im Wandel der

Jahreszeiten bietet. Passende

Sprüche ergänzen jedes Mo-

natsblatt und regen zum kurzen

Innehalten ein. Der Kalender eig-

net sich ausgezeichnet als Ge-

schenk für Varel-Liebhaber und

solche, die es werden möchten.

Wer noch ein Exemplar für

sich oder seine Lieben er-

werben möchte, sollte sich

beeilen. Einige wenige Rest-

exemplare sind noch in den

nachstehenden Verkaufsstel-

len zu bekommen:

Hospizbewegung Varel, Vare-

ler Adventsmarkt, Kurverwal-

tung Dangast, Jade-Apotheke

Langendamm,

Lebenssinne

Zentrum und Feine Weinkiste in

Obenstrohe, Fitnessstudio Vita-

lis und Friesländer Bote. Weitere

Infos unter

04451/804733,

www.hospiz-varel.de

oder bei

anke.kueck@ewetel.net

.

(ak)

Das Kalenderblatt vom Dezember 2018 zeigt die Krabbenpu-

lerin in der weihnachtlichen Innenstadt. Der dazugehörige

Spruch lautet: Was Du suchst, ist nicht auf den Gipfeln der

Berge, nicht in den Tiefen der Meere, nicht in den Straßen der

Städte: es ist in Deinem Herzen. (Verfasser unbekannt)

Die besondere Geschenkidee: Ansichten aus Varel – Je Kalender gehen fünf Euro an die Hospizbewegung