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Gemeinde geht mit Anwohnern in Vorgespräche

Umwelt- und Planungsausschuss: Zahlreiche Fragen zum Gewerbegebiet Roßfelde Nord

Zetel.

Die jüngste Sitzung

des Umwelt- und Planungsaus-

schusses der Gemeinde Zetel

fiel erwartungsgemäß emoti-

onal aus. Das lag vor allem an

Tagesordnungspunkt 7, der Auf-

stellung des Bebauungsplans

Nr. 122 für das Gewerbegebiet

Roßfelde Nord. Zahlreiche An-

wohner um das Gebiet herum

nahmen an der Sitzung teil – und

stellten zahlreiche Fragen an

Bürgermeister Heiner Lauxter-

mann und die Verwaltung.

„Es gibt keinen Wertverlust,

so lange wir uns an Recht und

Gesetz halten“, lautete eine der

Antworten, die Heiner Lauxter-

mann an dem Abend gab. Ande-

ren Anwohnern ging es um die

Gesamtbelastung, die das neue

Gewerbegebiet mit sich bringe.

Die Lärmpegel seien entspre-

chend der gesetzlichen Vorga-

ben einzuhalten, erläuterte der

Bürgermeister. Gleichzeitig ver-

wies er auf den frühen Stand der

Planungen: „Welche Betriebe

sich dort ansiedeln, muss noch

festgestellt werden.“ Der Auf-

stellung des Bebauungsplans

folgte der Ausschuss bei einer

Gegenstimme von Bernd Jans-

sen (Grüne).

Die direkt an das Gewerbe-

gebiet angrenzenden Nach-

barn seien zu Vorgesprächen

eingeladen worden, berichtete

der Erste Gemeinderat Bernd

Hoinke. Eine große Zustimmung

gebe es nicht, die Gemeinde

habe jedoch einige Anregungen

und Wünsche entgegengenom-

men. Um zwischen den Betrie-

ben und Wohnhäusern eine Di-

stanzzone zu schaffen, könnte

eine rückwärtige Bebauung

ermöglicht werden. Ein drei Me-

ter hoher Lärmschutzwall kön-

ne als weitere Abgrenzung und

Sichtschutz dienen. Die Bela-

stung durch den Verkehr auf der

Blauhander Straße könne durch

eine neue Decke sowie eine

Geschwindigkeitsbegrenzung

auf 60 Stundenkilometer ab-

gemildert werden. Für etwaige

Lichtemissionen sei eine Fest-

legung der Lichthöhen denkbar.

Bezüglich des geplanten

zweigeschossigen

Neubaus

„Wohnpark Friesische Wehde“

an der Hauptstraße in Zetel

gab Thomas Weinert vom Pla-

nungsbüro Weinert einen Zwi-

schenstand ab. Er hatte im

Vorfeld eingebrachte Bedenken

der Anwohner geprüft. Bezüg-

lich der Dichte des Gebäudes

ging Weinert nicht von einer

„aufdrängenden Wirkung“ aus.

Solange die Firsthöhe von 9,50

Metern beibehalten und die Ab-

stände zu den angrenzenden

Nachbarn eingehalten würden,

sei davon auszugehen, dass

sich der Neubau harmonisch in

das Ortsbild einfüge. Was die

Einsehbarkeit bei einem zwei-

geschossigen Gebäude ange-

he, „obliegt es den Anwohnern,

durch Hecken die Privatsphäre

sicherzustellen“, so der Planer.

Bernd Janssen (Grüne) setzte

den Erläuterungen eine Stel-

lungnahme des Niedersäch-

sischen Landesamtes für Denk-

malpflege entgegen. Gegen den

Neubau sei grundsätzlich nichts

einzuwenden, schreibt das Lan-

desamt, bei der Hauptstraße

handele es sich jedoch „um eine

Achse, die in besonderer Wei-

se Zetel präge“, wies Janssen

hin. Entsprechend käme dort

einer gestalterischen Leitidee

eine wichtige Rolle zu. Thomas

Weinert entgegnete, der Be-

reich sei stark überformt, die

historische Bausubstanz teil-

weise verdeckt: „Es gibt einige

Bausünden.“ Eine Bauvorschrift

für eine Leitidee an der ge-

planten Stelle sei nicht vernünf-

tig zu rechtfertigen.

Janssen erneuerte den Vor-

wurf, es würde sich bei dem

Neubau um eine Gefälligkeits-

planung handeln. Das ließ Tho-

mas Weinert nicht gelten: „Nur

weil es Interesse an einem

Grundstück gibt, sind wir noch

nicht bei einer Gefälligkeitspla-

nung.“ Mit der Änderung des

Bebauungsplans gingen für

mehrere Grundstückseigentü-

mer die gleichen Rechte einher.

Der Ausschuss befürwortete die

Änderung des Bebauungsplans,

Bernd Janssen stimmte als Ein-

ziger dagegen.

Ein weiteres Thema im Aus-

schuss war das Runde Moor.

Dort soll eine Tageseinrichtung

des Arbeiter-Samariter-Bundes

(ASB) entstehen, Interesse zeigt

auch das Diakonische Werk als

mögliche Erweiterungsfläche für

das St.-Martins-Heim. Sollten

beide Träger die Grünflächen

unter sich aufteilen, bedeutet

dies unter Umständen, dass

das Areal nicht mehr öffentlich

zu nutzen ist. Die Grünen brach-

ten zudem einen Antrag ein, die

Flächen im Nordosten nicht zu

bebauen. „Das gesamte Grün

in private Hand zu legen finde

ich nicht gut“, erklärte Bernd

Pauluschke (SPD). „Das Runde

Moor geht als Grünod verloren,

wenn das Areal an die Diako-

nie abgegeben wird“, betonte

Bernd Janssen (Grüne). Jan

Szengel (CDU) hielt dagegen,

dass die Diakonie das Areal

offen halte. „Ich sehe kein Pro-

blem in dem Verkauf.“ In der Sa-

che gebe es zuviele ungeklärte

Fragen, warf Bernd Pauluschke

ein und empfahl, mit der The-

matik in die Fraktionen zur wei-

teren Beratung zu gehen. Dem

schloss sich der Ausschuss ein-

stimmig an.

Diplom-Ingenieur Lutz Winter

stellte zudem die wichtigsten

Änderungen des Bebauungs-

plans vor: Die mittige Wasser-

fläche soll größer ausfallen und

im Gemeindebesitz bleiben. Ein

Grünstreifen um die Fläche soll

die Gewässerpflege ermögli-

chen. Die Gebäudehöhe soll auf

maximal 9,50 Meter festgelegt

werden. Eine neue Verkehrs-

führung sowie zusätzliche Stell-

plätze sollen entzerren, zudem

ist ein neuer Wendehammer an

anderer Stelle erforderlich.

(ts)

16. Dezember 2017

Zetel

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Feuerzangenbowle im „Zeli“

Zetel.

Das Zeteler Lichtspiel-

haus „Zeli“ veranstaltet eine ad-

ventliche Vorführung des Heinz

Rühmann-Klassikers „Die Feu-

erzangenbowle“ am

Samstag,

16. Dezember,

um 20 Uhr sowie

am

Sonntag, 17. Dezember,

je-

weils um 17.30 und 20 Uhr. Als

besonderes nostalgisches High-

light wird der Film in 35 mm vor-

geführt. Der Eintritt beträgt 5,50

Euro. Am 16. Dezember über-

nimmt, stilecht ausgestattet mit

Zylinder, Frack und Wunderker-

zen, Christoph Groß den Aus-

schank der Feuerzangenbowle.

Stilecht wird am Abend des 16. Dezember die Feuerzangen-

bowle von Christoph Groß ausgeschenkt.

Foto: Zeli

Weihnachtsgrillen

Bohlenberge.

Schon traditi-

onell ist das romantische Weih-

nachtsgrillen mit Lagerfeuer

bei der Grillhütte am Schul-

museum – in diesem Jahr am

Samstag, 23. Dezember,

ab

18 Uhr.

In Kooperation mit dem Bus-

unternehmen Ehlers wird erst-

mals ein kostenloser Bustrans-

fer angeboten. Um 17.45 Uhr

geht die Fahrt ab Dörpsplatz in

Neuenburg los mit Haltepunkt

ZOB Zetel um 17.55 Uhr und

nachfolgend am Getränke-

markt in Bohlenberge.

Die Rückfahrt ist um 20.30

Uhr vorgesehen.

Foto: Veranstalter