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23. Dezember 2017

Varel

21

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Frohe Weihnachten!

27.-29.12. geöffnet!

Umweltminister Lies im Gespräch mit dem Friebo

Städtische Wohnungen in Varel fördern und sanieren: „Wir haben erhebliche Mittel zur Verfügung“

Varel.

In der letzten Ausgabe

des Friebo haben wir Umwelt-

minister Olaf Lies zum Amts-

wechsel befragt. Im zweiten Teil

unseres Gesprächs geht es um

konkrete Themen der Region,

aber auch um die Energiewen-

den oder das Pestizidmittel Gly-

phosat. Das Gespräch führte

Anke Kück.

Ihr Ministerium hat auch

den Titel „Bauen“? Gerade

Varel hat eine große Anzahl

eigener Wohnungen und Häu-

ser. Kann der neue Umwelt-

minister dabei helfen, dass

diese in einen besseren Zu-

stand versetzt werden und

trotzdem bezahlbar bleiben?

„Das Thema Bauen ist ja neu

im Umweltministerium angesie-

delt, vorher gehörte es zum So-

zialministerium. Eines unserer

Kernziele ist es bezahlbaren,

barrierefreien und energieeffi-

zienten Wohnraum zu schaffen.

Wir haben in diesem Bereich,

und ganz besonders im sozia-

len Wohnungsbau, erhebliche

Mittel zur Verfügung. Ich bin

sehr zuversichtlich, dass wir

hier schon zeitnah etwas für die

Region ermöglichen und erste

Projekte anschieben können.

Es laufen bereits eine Reihe von

Gesprächen.“

Hier noch einige Fragen

zu weiteren Themen die den

Menschen hier auf der Seele

liegen.

Wer kümmert sich denn nun

um die Bahnhofsbrücke?

„Weiterhin ich, ich pflege die

Kontakte mit der Bahn weiter.

Aktuell sind wir auf einem guten

Weg, weil die Bahn signalisiert

hat, dass sie einen Teil der zu-

sätzlichen Kosten anerkennt. Ich

hoffe, dass es nun voran geht.

Aber das ist schon ein Thema,

das einem jeden Tag neue Ma-

genschmerzen bereitet.“

Wie sehen Sie den weiteren

Einsatz von Glyphosat?

„Ja, das geht natürlich gar

nicht. Die Sorge um Gesund-

heitsschäden ist nicht endgül-

tig ausgeräumt und da haben

wir eine Vorsorgeverpflichtung.

Man hätte den Einsatz von Gly-

phosat verbieten müssen, jetzt

gilt es, die Zeit der Anwendung

zu verkürzen.

Was wir an Artensterben er-

leben, ist schlimm. Das scha-

det nicht nur Umwelt und Natur,

sondern auch der Landwirt-

schaft.

Ich glaube übrigens, dass die

Bereitschaft der Landwirte hier

mitzuwirken vorhanden ist, aber

sie brauchen natürlich auch al-

ternative Lösungen. Die muss

man nun gemeinsam finden.

Dazu hatte ich kürzlich ein gutes

Gespräch mit der Landwirt-

schaftsministerin.

Außerdem

habe ich die Landwirte gerade

hier vor Ort so kennengelernt,

dass sie nicht einfach sagen „...

das geht nicht“, sondern dass

sie bereit sind, gemeinsam an

Lösungen zu arbeiten.“

Wie stehen Sie zum weite-

ren Ausbau der Windenergie?

„Ich bin ja auch Energiemini-

ster. Erneuerbare Energien sind

ein wichtiger Standortfaktor und

wir sollten beim Ausbau mutig,

aber mit Rücksicht weiter voran-

schreiten.

Es muss gelingen, den Men-

schen auch die positiven Wir-

kungen zu vermitteln. Es wird ja

nicht nur die Landschaft verän-

dert, sondern es werden auch

neue Arbeitsplätze geschaffen.

Den OffShore Ausbau sollten

wir mit großem Nachdruck vo-

ranbringen, weitere Windener-

gieanlagen an Land sollten dort

entstehen, wo es mit ausrei-

chender Rücksicht möglich ist.

Aber ich möchte auch deut-

lich machen: Einfach zu sagen

wir bauen keine Anlagen mehr,

das geht auch nicht: Ich schaue

lieber auf Windräder als auf

Kernkraftwerke. Irgendwo muss

die Energie ja schließlich her-

kommen. Kohle will auch keiner

mehr, alle sind immer gegen al-

les, aber wofür sie sind das sagt

keiner. So einfach funktioniert

die Welt nicht.“

Wie schätzen Sie die Be-

deutung

des

Projektes

ENERA ein?

„Wenn es uns gelingt die

Modellregion ENERA nicht nur

deutschland- und europaweit,

sondern sogar weltweit zum

Erfolg zu bringen, ist das eine

Riesenchance. Mit diesem

Projekt kann es gelingen, die

zweite Stufe der Energiewende

zu vollziehen. Dass außerdem

ein Speicher hier direkt in Varel

entstehen soll ist doch großar-

tig. Man wird den Fokus ganz

stark auf unsere Region zu set-

zen. Daraus müssen wir einen

Standortvorteil für Unterneh-

men zu machen.“

Wie kann der Elektromo-

bilität mehr Power gegeben

werden?

„Das funktioniert nur mit er-

neuerbaren Energien – sonst

könnte ich lieber mit einem Ben-

ziner oder Diesel fahren. Dafür

muss aber auch die Produkti-

on aus erneuerbaren Energien

kommen. Wir hier im Nordwe-

sten sind eine Modellregion. Es

geht nicht nur umdie Erzeugung,

sondern auch um den Verbrauch

von erneuerbaren Energien, um

deren Einsatz bei der Mobilität,

der Wärmeerzeugung und die

industrielle Anwendung. Wir

müssen einfach breiter denken,

mir ist die Debatte manchmal zu

klein gedacht.“

ENERA

Dieses Projekt arbeitet an

der Realisierung des nächsten

großen Schrittes der Energie-

wende in einem vielfältigen

Partnernetzwerk aus Akteuren

der Energiewirtschaft. Durch

technologische Weiterentwick-

lung, Vernetzung auf Basis neu-

er Marktmechanismen und einer

vollständigen Digitalisierung soll

der Nordwesten als Modellre-

gion ein stabiles und volkswirt-

schaftlich optimiertes Energie-

system schaffen. In Varel soll

in diesem Zusammenhang ein

großes

Batteriespeicherwerk

entstehen.

Olaf Lies, Niedersächsischer

Minister für Umwelt, Energie,

Bauen und Klimaschutz.

Foto: Anke Kück

„Mein Schuh tut gut!“

Schuhsammelaktion auch in Varel

Varel.

Fast jeder hat zu Hause

Schuhe, die nicht mehr getragen

werden. Jetzt ist der richtige Zeit-

punkt, diese Schuhe zu spenden

und damit etwas Gutes zu tun.

Denn die Kolpingsfamilie Varel

hat den diesjährigen Kolping-

Gedenktag zum Anlass genom-

men, sich an der bundesweiten

Schuhsammelaktion zugunsten

der Internationalen Adolph-Kol-

ping-Stiftung zu beteiligen. Ge-

brauchte, gut erhaltene Schuhe

können dafür bis Ende Januar

2018 tagsüber in der Bonifatius-

kirche, Bürgermeister-Heiden-

reich-Str. 4, abgegeben werden.

Nach Abschluss der bundes-

weiten Aktion werden die ge-

sammelten Schuhe von der Kol-

ping Recycling GmbH sortiert

und vermarktet. Der gesamte

Erlös kommt dann der Internati-

onalen Adolph-Kolping-Stiftung

zugute. Ziel der Stiftung ist es,

Berufsbildungszentren, Jugend-

austausch und internationale

Begegnungen,

Sozialprojekte

und religiöse Bildung zu fördern.

Im vergangenen Jahr wurden

erstmals unter dem Motto „Mein

Schuh tut gut!“ 238.940 Paare

Schuhe gesammelt. Nähere In-

formationen finden Interessen-

ten im Internet unter www.kol-

ping.de/meinschuhtutgut.