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23. Dezember 2017

Wesermarsch

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Jugendtreff soll plötzlich das Vierfache kosten

Aktuelle Berechnungen sehen Invest von bis zu 211.000 Euro – Konkrete Planung vereinbart

Jaderberg.

Ob und wann ein

neuer Jugendtreff in Jaderberg

eröffnet werden kann, bleibt

weiter offen: Zwar war erst un­

längst entschieden worden,

für das kommende Jahr wie­

der Mittel für den Betrieb eines

Jugendtreffs in Höhe von zu­

nächst 12.000 Euro im Haushalt

bereitzustellen – schließlich hat

der Grundsatzbeschluss, einen

Jugendtreff zu etablieren, nach

wie vor Gültigkeit. Der CVJM

Wesermarsch hatte sich bereits

als Betreiber der Jugendeinrich­

tung empfohlen.

Doch es gibt ein Raumpro­

blem: Nachdem andere Opti­

onen nach kurzer Prüfung wie­

der vom Tisch sind, läuft die

Planung wieder darauf hinaus,

den Jugendtreff im gemeinde­

eigenen Haus an der Tiergar­

tenstraße unterzubringen, in

dem bis vor einigen Monaten die

Sozialstation ansässig war.

Dort muss aber zunächst um­

gebaut und renoviert werden,

das war stets unstrittig. Nun

gibt es aber Zoff um die Frage,

in welchem Umfang. Es hatte

bereits eine überschlägige Kal­

kulation gegeben, danach war

von etwa 54.000 Euro für kleine­

re Umbauten und Renovierung

ausgegangen worden. Jetzt war,

um eine aussagekräftige Vorla­

ge für den Bau- und Planungs­

ausschuss zu bekommen, noch

einmal eine Bestandsaufnahme

gemacht worden. Und die hat

es in sich: Es sei mit Baukosten

von bis zu 211.000 Euro zu rech­

nen, je nachdem, ob der Einbau

eines Fahrstuhles und/oder ei­

ner zusätzlichen Außentreppe

notwendig sein wird. Selbst

ohne Lift, der den barrierefrei­

en Zugang zum Obergeschoss

ermöglichen würde, kommt die

Berechnung eines Architekten

auf einen Investitonsbedarf

von etwa 153.000 Euro, davon

entfallen allein 50.000 Euro auf

Nebenkosten wie Statik und

Bauanträge. Eine Außentreppe

als zweiter Fluchtweg wird mit

51.000 Euro angesetzt. Ob ein

Fahrstuhl erforderlich ist, wird

erst im Baugenehmigungsver­

fahren abschließend geklärt.

Knut Brammer (CDU) erklärte

umgehend, dass diese Summe

von der Gemeinde nicht zu lei­

sten sei, zumal ein Jugendtreff

auch „Folgekosten“ nach sich

ziehen werde.

Michael Rettberg (SPD) war

wütend angesichts der kurzfri­

stig erstellten Arbeitsvorlage:

„Warum ist der Ansatz für die

bauliche Herstellung plötzlich

um das Dreifache gestiegen?

Und warum bekommen wir das

erst zwei Tage vor der Sitzung

übersandt?“ Rettberg äußerte

den Verdacht, dass mit der neu­

en Kalkulation „eine ganz be­

stimmte Wirkung“ erzielt werden

solle, „und das scheint ja auch

zu klappen, wie wir eben gehört

haben.“ Den Ansatz von rund

15.000 Euro für den Umbau der

Sanitärräume im Erdgeschoss

etwa könne man abziehen, denn

das komme auch dem Famili­

enservicebüro zu Gute, das im

Erdgeschoss des Gebäudes

vergrößerte Räume erhalten

soll. Rettberg erklärte, es han­

dele sich seiner Auffassung

nach „nicht um seriöse Zahlen“

und verlangte, das Thema zur

weiteren Beratung erneut in die

Fraktionen zu geben.

Knut Brammer hingegen legte

nach und erklärte, aus seiner

Sicht gebe es keinen Grund, ein

Jugendzentrum in Jaderberg zu

eröffnen, es sei gar nicht genug

Bedarf vorhanden. „Das kostet

viel Geld, das könnten wir bes­

ser den Vereinen zur Verfügung

stellen.“

Sowohl Michael Rettberg als

auch Ulrich van Triel (Grüne) be­

tonten daraufhin, dass die Dis­

kussion um das „Ob“ schon vor

Jahren abgeschlossen worden

sei – eben mit dem Beschluss, in

Jaderberg als größtem Ort der

Gemeinde ein offenes Angebot

für Jugendliche zu schaffen.

Michael Rettberg wies darauf

hin, dass für die Sanierung

des Daches auf dem Gebäude

Tiergartenstraße 52 just 86.000

Euro investiert würden, die Ge­

meinde habe also ein Interesse

an der Nutzung des Gebäudes.

Die ursprüngliche Summe von

54.000 Euro müsse doch einen

Ursprung haben – damit solle

zunächst weitergeplant werden.

Jörg Schröder (UWG) erklär­

te, dass der nun vorliegende

Kostenrahmen zu hoch sei. Ein

Jugendtreff ja, aber nicht um

jeden Preis, so die Botschaft.

Michael Rettberg schlug vor,

den ursprünglichen Ansatz von

54.000 Euro in den Haushalt zu

stellen, zur Not mit einem Sperr­

vermerk, bis Klarheit herrsche,

was am Ende notwendig ist.

Ulrich van Triel warf dazu ein,

dass zumindest Geld verfügbar

sein müsse, um eine konkrete

Planung voranzubringen. So ei­

nigte sich der Ausschuss mehr­

heitlich – bei Gegenstimme von

der CDU – auf den Vorschlag,

20.000 Euro für bauliche Maß­

nahmen (oder zunächst vielmehr

deren Planung) im kommenden

Jahr bereitzustellen.

(tz)

Das Obergeschoss im Haus Tiergartenstraße 52 steht leer,

hier könnte ein Jugendtreff eingerichtet werden. Dafür sind

aber offenbar einige Um- und Anbauten erforderlich.

Weihnachten in der Trinitatiskirche

Jade.

In der Trinitatiskirche

in Jade werden die Vorkon­

firmanden unter Leitung von

Elisabeth Terhaag an diesem

Sonntag, 24. Dezember,

um

15 Uhr in der Christvesper ein

Krippenspiel aufführen. Um 17

Uhr beginnt dann die nächste

Christvesper, bevor der Heilige

Abend zu Ende gehen wird mit

der Christmette um 23 Uhr. Vier

Ensemblemitglieder der Happy

German Bagpipers unter Lei­

tung von Falk Paulat sowie Mar­

lies Renz an der Orgel werden

diesen Gottesdienst musika­

lisch mitgestalten. Am Dienstag,

26. Dezember, versammelt sich

die Gemeinde um 18 Uhr zum

Abendmahlsgottesdienst. Gä­

ste sind dabei wie immer herz­

lich willkommen.

Kinder jetzt anmelden

für das Kindergartenjahr 2018/2019 ab August

Jade.

Eltern, die für ihr Kind

im Kindergartenjahr 2018/2019,

also ab August 2018, einen Be­

treuungsplatz in Anspruch neh­

men möchten, werden jetzt von

der Gemeindeverwaltung gebe­

ten, die

Anmeldung spätes-

tens bis zum 31. Januar 2018

vorzunehmen.

Es können für die Kindergär­

ten alle Kinder angemeldet wer­

den, die bis zum 1. August 2018

das dritte Lebensjahr vollendet

haben. Eine begrenzte Anzahl

an Plätzen steht darüber hinaus

zur Verfügung für Kinder ab dem

vollendeten zweiten Lebensjahr.

Die Anmeldung kann bei den

Leiterinnen der jeweiligen Kin­

dertagesstätte erfolgen:

• Evangelischer Kindergarten

Jaderberg, Kastanienallee 2

• Kommunaler Kindergarten Ja­

derberg, Tiergartenstraße 50

• Kommunaler Kindergarten

Mentzhausen, Schulhelmer

18 a

• Kommunaler Kindergarten

Schweiburg, Kirchenstr. 67

Die Anmeldung für die Inte­

grationsgruppen im Kommu­

nalen Kindergarten Mentzhau­

sen oder in der Evangelischen

Kindertagesstätte

Jaderberg

sollte baldmöglichst vorgenom­

men werden, ebenso wie die

Anmeldung für die Betreuung

von Schulkindern (6 bis 10 Jah­

re) in allen vorgenannten Kinder­

tagesstätten.

Alle Erziehungsberechtigten,

die ab dem 1. August 2018 einen

Krippenplatz in Anspruch neh­

men möchten, werden gebeten,

die

Anmeldung ebenfalls bis

spätestens 31. Januar

vorzu­

nehmen. Es können Kinder ab

dem dritten Lebensmonat auf­

genommen werden.

Anmeldungen hierfür nimmt

die Kinderkrippe „Kleiner Stern“

e.V. in Jaderberg, Tiergartenstr.

50, entgegen.

Für Rückfragen und weitere

Auskünfte stehen die Kinderta­

gesstätten oder Frau Decker-

Kowal im Rathaus in Jade unter

04454/899-32 zur Verfügung.