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23. Dezember 2017

Zetel

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„Gewimmel“ für zukünftige Kranbauer

Manitowoc spendet Wimmelbücher an Kitas in Friesland

Zetel/Wilhelmshaven.

„Seid

ihr mit dem Kran gekommen?“,

fragt ein Junge aus der „Ra-

bengruppe“ des evangelischen

Kindergartens „Regenbogen-

fisch“ Zetel die drei Männer

des Kranbauers Manitowoc aus

Wilhelmshaven. „Leider nicht,

aber wir können euch zeigen,

wie so ein Kran bei uns gebaut

wird“, antwortet Personaldirek-

tor Markus Seebeck und stellt

sich und seine beiden Kollegen

ganz locker als „Markus, Frank

und Siggi“ vor.

Mehr als einhundert Arbeits-

schritte und viele Menschen

sind notwendig, um einen Kran

zu bauen. Das zeigt das Wim-

melbuch „Kranfabrik an der

Küste“, das der Kranbauer in

Zusammenarbeit mit dem J.-

P.-Bachem-Verlag erstellt hat.

Auf vielen bunten Seiten gibt

es detailreiche Einblicke in die

Produktion der Riesenmaschi-

nen, die weltweiten Einsatz

finden. Nicht nur kleine Men-

schen haben einen Riesenspaß

beim Suchen und Entdecken

von Personen, Kranteilen oder

Arbeitssituationen. Die Kinder

machten sich auch sofort fleißig

daran, die kleine Möwe Fefe zu

suchen. Schneller als die Er-

wachsenen hatten sie Fefe ge-

funden.

Rund 100 der Wimmelbücher

im Wert von 1.495 Euro spen-

dete Manitowoc an Kitas in Wil-

helmshaven, Friesland und Ost-

friesland. Teilweise finanziert

wurde der Druck von insgesamt

3000 Exemplaren durch die

„Wir für andere“-Betriebsver-

einbarung, bei der alle Mitar-

beiter auf die Cent-Beträge ih-

rer Gehälter verzichten und der

Spendenbetrag vom Arbeitge-

ber verdoppelt wird. Neben der

Spende an die Kitas ging ein Teil

der Auflage kostenlos an Mitar-

beiter. Wer Interesse hat, kann

das Buch demnächst auch im

Buchhandel erwerben.

(sb)

Ganz vertieft: Über die Spende der Wimmelbücher freuten

sich die Kinder des evangelischen Kindergartens Regenbo-

genfisch aus Zetel.

Foto: Svea Bücker

Neue Delfi-Kurse

Zetel.

Bei zwei neuen Kursen

nach dem Delfi-Konzept im neu-

en Jahr für Babys imAlter ab zwei

Monaten werden die wachsen-

den Fähigkeiten der Kinder auf

spielerische Weise gefördert.

Unter der Leitung der Ergothe-

rapeutin und Delfi-Leiterin Grit

Arnold gibt es Bewegungs- und

Wahrnehmungsanregungen,

Halte- und Tragegriffe sowie Fin-

ger- und Berührungsspiele und

Lieder. Der erste Kurs beginnt

am

Dienstag, 9. Januar,

um 9

Uhr, ein zweiter startet am sel-

ben Tag um 10.45 Uhr, jeweils im

evangelischen Gemeindehaus

im Corporalskamp 2 in Zetel.

Information und Anmeldung bei

der Ev. Familien-Bildungsstätte

Friesland-Wilhelmshaven unter

04421/32016 oder www.efb-

friwhv.de.

Die Ruhe nach dem Sturm im Zeli

Mit „Tulpenfieber“ und „Lion – Der lange Weg nach Hause“ startet das neue Jahr

Zetel.

Der Dezember hatte es

für die Macher des Zeli in sich:

Fast 20 Vorstellungen – teils öf-

fentlich, teils privat galt es zu

bewältigen. Das Highlight waren

dabei sicherlich die drei Vorfüh-

rungen der Feuerzangenbowle,

die ganz authentisch mit den al-

ten Projektoren auf 35 Millimeter

gezeigt wurden. „Alle drei Vor-

stellungen waren gut besucht“,

sagt Lutz Bohemann, 1. Vor-

sitzender des Vereins. „Im An-

schluss an den Film musste dann

besonders unser Vorführer Al-

joscha Raschke den zahlreichen

Interessierten Rede und Antwort

stehen. Viele wollten mehr über

die alte Vorführtechnik wissen.“

Da waren sie bei Raschke an

der richtigen Adresse: Der erst

17-jährige Zeteler ist ein echter

Kenner der alten Technik und hat

maßgeblich dazu beigetragen,

dass das Zeli diese besonderen

Veranstaltungen überhaupt um-

setzen konnte. Und so gab der

Schüler des hiesigen Gymnasi-

ums den Zuschauern bereits vor

dem Film einen informativen Ein-

blick in die alte Technik und die

umfassenden Vorbereitungen.

„Seit mehreren Monaten berei-

ten wir diese Vorstellung vor,

denn damit die Maschinen heu-

te so laufen können, musste viel

getan werden“, erklärte Raschke

sichtlich stolz. „Wir haben die

Projektoren nicht nur intensiv

gereinigt, um eine so alte Ar-

chivkopie überhaupt spielen zu

können. Die Tonabtastung war

auch beschädigt, was mir meh-

rere Wochen den Kopf zerbrach.

Der Fehler wurde schließlich

gefunden und nach stundenlan-

ger Arbeit kamen wieder klare

Geräusche aus den Boxen. Sie

sehen schon, mit „Play“ drü-

cken und Film läuft, konnte man

früher nichts bewegen.“ Wie gut

Raschke und die anderen gear-

beitet hatten, sahen und hörten

die Zuschauer anschließend: Die

Vorstellungen liefen ohne irgend-

welche Probleme – Grund genug

für Raschke, gleich ein bisschen

in die Zukunft zu blicken: „Nach-

dem wir so viel Arbeit investiert

haben, müssen wir wohl auch in

Zukunft den einen oder anderen

Film auf 35 Millimeter zeigen.“

Nach der Weihnachtspause

geht es allerdings erst einmal

digital weiter: Im Januar hat das

Zeli zwei Filme imProgramm. Los

geht es am

Freitag, 12. Januar

,

und

Montag, 15. Januar

. Jeweils

ab 20 Uhr läuft „Tulpenfieber“,

ein starbesetztes Liebesdrama

mit Christoph Waltz, das im 17.

Jahrhundert des heutigen Hol-

lands spielt. Ganz Amsterdam ist

damals besessen von einer bo-

tanischen Sensation: der Tulpe.

Die Spekulanten bieten horrende

Summen für Exemplare, die sie

noch nie zu Gesicht bekommen

haben. In diesen hitzigen Zeiten

verliebt sich der junge, mittellose

Porträtmaler Jan (Dane DeHaan)

in Sophia (Alicia Vikander), die

schöne Frau seines reichen Auf-

traggebers (Christoph Waltz). Als

die geheime Affäre aufzufliegen

droht, schmieden die Beiden ei-

nen riskanten Plan. Alles hängt

von einem kühnen Geschäft an

der Tulpenbörse ab … Der Ein-

tritt beträgt 5,50 Euro, FSK 6.

Zwei Wochen später, am

Frei-

tag, 26. Januar

, und

Montag,

29. Januar

, läuft jeweils ab 20

Uhr „Lion – Der lange Weg nach

Hause“. Dieser außergewöhn-

liche Film erzählt die Geschichte

des indischen Jungen Saroo. Sie

beginnt damit, dass er auf dem

Bahnhof einer indischen Klein-

stadt nach Münzen und Essens-

resten sucht. Vor Erschöpfung

schläft er schließlich in einem

haltenden Zug ein und findet

sich nach einer traumatischen

Zugfahrt am anderen Ende des

Kontinents in Kalkutta wieder.

Auf sich allein gestellt irrt er

wochenlang durch die gefähr-

lichen Straßen der Stadt, bis er

in einem Waisenhaus landet, wo

er von Sue (Nicole Kidman) und

John Brierley (David Wenham)

adoptiert wird, die ihm ein lie-

bevolles Zuhause in Australien

schenken. Viele Jahre später lebt

Saroo in Melbourne, ist beruflich

erfolgreich und wohnt mit seiner

Freundin Lucy (Rooney Mara)

zusammen. Er könnte rundum

glücklich sein, doch die Frage

nach seiner Herkunft lässt ihn

nicht los. Nacht für Nacht fährt

er mit Google Earth auf seinem

Laptop das Zugnetz Indiens ab,

zoomt auf hunderte von Bahn-

höfen und sucht nach Hinweisen

auf seinen früheren Wohnort und

seine leibliche Familie. Er hat die

Hoffnung schon fast aufgege-

ben, als das Unglaubliche pas-

siert und er im Internet auf ein

Dorf stößt, das seiner Erinnerung

entspricht … Der Eintritt beträgt

5,50 Euro. FSK 12.

Weitere Informationen zum

Programm sowie zu allen son-

stigen Veranstaltungen des Zeli

finden sich im Internet unter

http://www.zeli-zetel.de

und in

der kostenlosen Zeli-App.

Geschlossen...

...bleibt das Zeteler Kaffee-

haus vom 22. Dezember bis zum

2. Januar 2018.