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30. Dezember 2017

Wesermarsch

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Tausend Euro für Weißen Ring Wesermarsch

Ute Neumann sammelte zum Praxisjubiläum Spenden für Opfer von Gewlat

Jade.

Im November feierte

Ute Neumann ihr zehnjähriges

Praxis-Bestehen. Über 300 Gä-

ste kamen, um zu gratulieren. Es

gab viel Zeit und Gelegenheit für

gute Gespräche, Erinnerungen

und auch Emotionen – und

ganz nebenbei kamen so an die

1.000 Euro an Spenden für den

Weißen Ring zusammen. „Es

waren überall Spendendosen

aufgestellt und bei all der posi-

tiven Stimmung waren die Gäste

ebenfalls in Geberlaune“, so Ute

Neumann in freudiger Erinne-

rung an die Feier.

Ute Neumann ist selbst Mit-

glied des „Arbeitskreises ge-

gen sexuelle Gewalt an Mäd-

chen und Jungen im Landkreis

Wesermarsch“ und übergab

strahlend am 15. Dezember ei-

nen Spendenscheck in Höhe

von stattlichen 1.000 Euro an

Knut Matthiesen von der We-

sermarsch-Außenstelle

des

Weißen Rings in Brake. Der Lei-

ter der Außensstelle bedankte

sich von Herzen und freute sich

sehr über die Unterstützung der

Fachärztin für Innere und Pallia-

tivmedizin.

Der Weiße Ring wurde 1976

als Gemeinnütziger Verein zur

Unterstützung von Kriminali-

tätsopfern und zur Verhütung

von Straftaten gegründet. Mit

etwa 3.000 ehrenamtlichen Mit-

arbeitern – davon 300 in Nie-

dersachsen – verteilt er sich auf

44 Außenstellen mit Bundesge-

schäftsstelle in Mainz. Zudem

hat der Verein knapp 50.000

Mitglieder, davon etwa 4.750 in

Niedersachsen und 45 in der

Außenstelle Wesermarsch. Hier

ist nach Angaben des Außen-

stellenleiters Knut Matthiesen

noch „Luft nach oben“.

Der Weiße Ring hilft Opfern

von Straftaten durch menschli-

chen Beistand und persönliche

Betreuung nach Straftaten, im

Umgang mit Behörden sowie

bei der Gewährung von Bera-

tungsschecks, Begleitung zu

Terminen bei der Polizei, Staats-

anwaltschaft oder vor Gericht

oder leistet Hilfe bei materiellen

Notlagen.

Ein weiteres Vereinsziel ist die

Verhütung von Straftaten durch

Prävention. Oftmals werden Er-

scheinungsformen von Gewalt

in enger Zusammenarbeit mit

der Polizei erklärt und Verhal-

tenstipps in bestimmten Situa-

tionen gegeben. Dazu werden

bei Bedarf Vorträge an Schulen,

bei Vereinen oder Einrichtungen

angeboten.

In der Außenstelle Weser-

marsch besteht dringender Be-

darf an ehrenamtlichen Mitar-

beitern. Insbesondere werden

Frauen gesucht, die möglicher-

weise einen Bezug zu Tätig-

keiten im sozialen Bereich oder

dem Gesundheitswesen haben,

aber natürlich sind auch männ-

liche Opferhelfer willkommen.

Wer interessiert ist, er-

reicht den Weißen Ring We-

sermarsch telefonisch unter

0151/55164769, per E-Mail an

wr-wesermarsch@ewe.net

oder

über die Internetseite

www.

weisser-ring.de .

(jg)

Praxisinhaberin Ute Neumann überreicht den Spenden-

scheck in Höhe von 1.000 Euro an Knut Matthiesen vom Wei-

ßen Ring Wesermarsch.

Foto: Jaqueline Guthardt

Rat beschließt ausgeglichenen Haushalt

Zielvereinbarung mit dem Land für Bedarfszuweisung wird Beratungen Anfang 2018 prägen

Jade.

Geradezu ausgelas-

sene Stimmung herrschte kurz

vor Weihnachten während der

letzten Sitzung des Jader Ge-

meinderates in diesem Jahr.

Galt es doch, einen fast schon

historischen

Haushaltsbe-

schluss zu fassen: Zum ersten

Mal seit 18 Jahren kann die Ge-

meinde im Ergebnishaushalt für

das kommende Jahr Einnahmen

und Ausgaben in Einklang brin-

gen. Zwar hatte es in den Vor-

jahren auch schon Überschüsse

gegeben – die aber waren erst

im Verlauf des Jahres durch

unerwartet hohe Gewerbesteu-

erzahlungen entstanden. Bei

Haushaltsaufstellung war seit

2001 fortlaufend ein Defizit zu

beklagen.

Das ist für 2018 nun in erster

Linie einer Sonderzuwendung

vom Landkreis zu verdanken,

mit dem der Kreis die Gemein-

den am eigenen Millionenü-

berschuss beteiligt, nach Jade

fließen dabei 208.000 Euro. So

kann man in Jade frohen Mutes

ins Neue Jahr starten – wohl wis-

send, dass zudem eine Bedarfs-

zuweisung vom Land in Höhe

von gar 1,5 Millionen Euro in

Aussicht steht (wir berichteten).

Die allerdings hat einen Pferde-

fuß – mit Blick auf den Haushalt

für 2019 wird der Rat einige Maß-

nahmen ergreifen müssen, um

den Anforderungen der mit der

Zuwendung verbundenen Ziel-

vereinbarung gerecht zu wer-

den, heißt konkret: Es muss an

den Einnahmen gedreht werden.

Steuern und Abgaben werden

für das übernächste Jahr erhöht

werden müssen, soviel scheint

sicher. „Unsere Probleme sind

mit einem ausgeglichenen Jahr

nicht gelöst“, fasste der Rats-

vorsitzende Johan Scholtalbers

zusammen. Die Verhandlungen

zur Zielvereinbarung sollen be-

ginnen, sobald ein Bescheid

zum Antrag auf kapitalisierte

Bedarfszuweisung im Rathaus

eingeht.

Für das kommende Jahr

reicht zunächst die Erklärung,

für 2019 und folgende dieser

Zielvereinbarung zuzustimmen,

damit ist der Haushaltskonsoli-

dierung zunächst genüge getan.

So ergingen beide Beschlüsse

– zum Haushaltsplan und zum

Sicherungskonzept – zwar ohne

Gegenstimme, aber mit Enthal-

tungen: Klaus Decker (UWG)

erklärte sich nicht damit ein-

verstanden, dass man auf den

Bau eines neuen Parkplatzes

am evangelischen Kindergarten

verzichten will, er halte diesen

zusätzlichen Parkplatz für not-

wendig. Helmut Höpken (UWG)

bemängelte, dass der Ansatz für

Straßenunterhaltung von Jahr

zu Jahr weiter zusammengestri-

chen werde, die Straßen seien

teils in erbärmlichem Zustand,

während an anderen Stellen

„unnötig“ Geld ausgegeben

werde. Gemeint war damit wohl

unter anderem der geplante

Jugendtreff, der schon zuletzt

im Planungsausschuss Gegen-

stand einer kontroversen De-

batte war. Knut Brammer erneu-

erte im Rat seine Position, dass

ein Jugendtreff in Jaderberg zu

kostenintensiv und kaum mehr

zeitgemäß sei. Nadja Varen-

kamp (SPD) hielt dem entgegen,

dass mit einem offenen Ju-

gendtreff wichtige Basisarbeit

geleistet werde, die sich lang-

fristig auszahle. Ulrich van Triel

bemängelte, dass nun erneut

ein Jahr ins Land gehe, bis eine

belastbare Bauplanung für die

Einrichtung des grundsätzlich

beschlossenen

Jugendtreffs

vorliege.

Bürgermeister Henning Kaars

wies darauf hin, dass im Jahr

2017 einiges auf den Weg ge-

bracht worden sei, etwa der

Krippenneubau in Schweiburg

– wenngleich man dafür noch

immer auf die Baugenehmigung

warte. Die Sanierung des Bus-

wendeplatzes am Sportzentrum

sei nunmehr zum Jahresende

endgültig abgeschlossen wor-

den, das Baugebiet „Stindt-

Flächen“ quasi ausverkauft. Im

kommenden Jahr wird an die

Ortswehr Jaderberg ein neues

Feuerwehrfahrzeug ausgeliefert,

zudem steht der Umbau und die

Sanierung der Gerätehäuser auf

der Agenda. Das sei ferner ein

mehrjähriger Prozess, so Kaars,

dabei stehe der Erhalt aller vier

Ortsfeuerwehren im Fokus.

(tz)