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30. Dezember 2017

Varel

9

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Bitte kein Feuerwerk im Weltnaturerbe Wattenmeer

Dangast.

Viele lieben einen

ruhigen und besinnlichen Jah-

reswechsel, für andere gehören

Böller und Raketen dazu. Nach

Schätzungen des Verbands der

pyrotechnischen Industrie wer-

den die Bundesbürger zu Silve-

ster 2017 voraussichtlich rund

137 Millionen Euro für Feuer-

werksartikel ausgeben. Für un-

sere tierischen Nachbarn kann

diese Knallerei lebensbedrohlich

werden. „Bei Vögeln und ande-

ren wildlebenden Tieren erzeu-

gen die Knall- und Lichteffekte

keine Partystimmung, sondern

Panikreaktionen“, erklärt Nati-

onalpark-Leiter Peter Südbeck.

Freiwilliger Verzicht auf Böller und Raketen zum Schutz eines weltweit einzigartigen Ökosystems

Wenn Feuerwerk, dann sicher

Nach Auskunft der Polizeidi-

rektion Oldenburg kommt es lei-

der alle Jahre wieder an Silvester

zu schweren Unfällen, wie z.B.

zu Verbrennungen und Verlet-

zungen, weil Feuerwerkskörper

nicht nach Gebrauchsanleitung

verwendet oder illegales Feuer-

werk und selbstgebaute Silve-

sterböller abgebrannt werden.

Deswegen sollte Silvesterfeuer-

werk grundsätzlich nur im regu-

lären Handel erworben werden.

Feuerwerkskörper müssen von

der Bundesanstalt für Material-

forschung und -prüfung (BAM)

oder einer vergleichbar benann-

ten Stelle überprüft und zuge-

lassen sein. Die Polizeidirektion

Oldenburg warnt vor dem Kauf

von nicht gekennzeichnetem

Feuerwerk. Feuerwerkskörper

müssen mit einem CE-Zeichen

und einer Registriernummer

versehen sein. Außerdem muss

jeder pyrotechnische Gegen-

stand eine deutschsprachige

Gebrauchsanleitung

haben.

Weisen Feuerwerkskörper die-

se Merkmale nicht auf oder sind

die aufgedruckten Zeichen ge-

fälscht worden, handelt es sich

um illegales Feuerwerk. Hin-

weise hierauf können auffällige

Schreibfehler oder eine fehlende

Gebrauchsanleitung sein.

Die illegalen Feuerwerkskör-

per sind nicht kontrolliert worden

und hierdurch besonders ge-

fährlich. Lassen Sie von diesen

teils günstigen aber auch unbe-

rechenbaren Böllern unbedingt

die Finger!

Das Silvesterfeuerwerk darf

grundsätzlich nur zum Jahres-

wechsel am 31. Dezember und 1.

Januar gezündet werden. Inman-

chen Städten und Gemeinden ist

das Abbrennen nur zwischen 18

Uhr abends und 6 Uhr morgens

erlaubt. In der Nähe von Kirchen,

Krankenhäusern, Kinder- und

Altenheimen sind Feuerwerke

generell verboten. Es wird auch

um Rücksichtnahme in der Nähe

von

Flüchtlingsunterkünften

gebeten. Zugelassene Böller,

Feuerwerkskörper und Rake-

ten sind bei ordnungsgemäßem

Gebrauch handhabungssicher,

d.h.: vorab die Gebrauchsan-

leitung lesen, einen geeigneten

Ort suchen, auf Wetter, Wind

und Kleidung achten und einen

Schutzabstand zu Personen und

Gebäuden einhalten.

Keine Böller im Watt: Natur und Tierreich müssen geschützt werden.

Foto: Anke Kück

Nicht nur während der Brutzeit ist

Ruhe angesagt. So überwintern

unter anderem zehntausende

Nonnengänse und Große Brach-

vögel im Wattenmeer. Im Nati-

onalpark finden sie ungestörte

Rastplätze oder auch Nahrungs-

flächen, um den Winter zu über-

stehen. Sie müssen unentwegt

fressen, um im Frühjahr in guter

Kondition in ihre Brutgebiete zu-

rückzukehren. Umso größer ist

der Schock für die Vögel, wenn

im Winterquartier plötzlich in ei-

ner Nacht die Hölle losbricht.

Niederländische

Forscher

haben mithilfe von Radargerä-

ten nachgewiesen, wie sich rie-

sige Vogelschwärme ausgelöst

durch die Feuerwerksaktivitäten

weiträumig von ihren Rastplät-

zen entfernen. Doch auch ohne

wissenschaftliche Belege kann

eigentlich jeder nachvollziehen,

dass Tiere den geballten Lärm

nicht gut verkraften. Besitzer von

Hunden, Katzen und anderen

Haus- und auch Nutztieren kön-

nen nach jeder Silvesternacht ein

Lied davon singen.

Aus gutem Grund sind Feuer-

werke im Nationalpark Watten-

meer (und auch im Nationalpark

Harz und anderen Schutzgebie-

ten) ganzjährig streng verboten.

Licht- und Schallemissionen

machen jedoch an den Grenzen

des Nationalparks nicht Halt.

Und der Feuerwerksmüll, wie die

Reste der weit fliegenden Rake-

ten, findet sich nach der Silve-

sternacht auch im Nationalpark

und Weltnaturerbe wieder.

Ein freiwilliger Verzicht auf Böl-

ler und Raketen im Umfeld des

Nationalparks sei nicht gleich-

bedeutend mit einem Verlust an

Spaß.