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Freitag, 12 Januar 2018 12:07

Dudelsack-Klänge erfüllen Bockhorner Kirche

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Jade/Bockhorn. Sie sind (nicht nur) in der Region längst weit bekannt und haben eine treue Fangemeinde: Die „Happy German Bagpipers“, eine im Jahr 1982 in Brake gegründete und vor rund zehn Jahren neu formiere Dudelsack-Band unter Leitung von Falk Paulat und Friedhelm Ricklefs. Die Bagpipers laden nunmehr wieder herzlich ein zum bereits traditionellen Konzert zu Jahresbeginn in der St.-Cosmas- und Damian-Kirche in Bockhorn. Das Konzert beginnt an diesem Sonntag, 14. Januar, um 17 Uhr.
Als Gast begrüßt die Band dabei den Dudelsackspieler Uwe Skowronek aus Verden. Die Happy German Bagpipers spielen eine bunte Unterhaltungsmusik auf dem Dudelsack. So hören die Zuschauer stets einen einmaligen Sound, der nach Auskunft von Falk Paulat selbst von traditionellen Dudelsackbands nicht kopiert werden kann: „Jedes Stück ist selbst arrangiert und auf das Können und die Instrumente der Bandmitglieder abgestimmt. Während unserer letzten Schottlandtour im Jahr 2013 belegte die junge Band beim Jugendmusikfestival in Aberdeen den zweiten Platz unter insgesamt 21 Musikgruppen.“

Bei den Happy German Bagpipers handelt es sich in erster Linie um Jugendliche: So ist es nicht verwunderlich, dass Falk Paulat und Friedhelm Ricklefs immer wieder mit neuen Bandmitgliedern arbeiten müssen. Derzeit sind sieben Jugendliche bei den Bagpipers aktiv, stets werden junge Talente mit Freude am Musizieren gesucht. Die Ausbildung beginnt stufenweise mit verschiedenen Instrumenten. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Für die Bandmitglieder ist die Teilnahme stets kostenlos, Instrumente werden von der Band bereitgestellt.
Vielfach war die Band schon international unterwegs, auch in Radio und Fernsehen waren die Bagpipers aus der Wesermarsch schon häufig zu sehen und zu hören. Kürzlich erst gestaltete eine Abordnung der Gruppe die „Plattenkiste“ bei Radio NDR 1. Tourpläne für 2018 gibt es auch bereits: In den großen Ferien geht es einmal mehr in den Schwarzwald. Im Ort Schenkenzell gibt es schon einen German-Bagpipers-Fanclub. Weitere Konzerte sind geplant, den Anfang macht an diesem Sonntag nun der Auftritt in Bockhorn.

Freitag, 12 Januar 2018 11:53

Sich einbringen und gemeinsam etwas bewegen

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Zetel/Neuenburg/Bockhorn. Sich einbringen, Impulse setzen, gemeinsam etwas verändern: die Gemeindekirchenratswahl am 11. März bietet Gelegenheit, innerhalb der eigenen Kirchengemeinde langfristig etwas anzustoßen. Denn: der Gemeindekirchenrat trifft Grund­entscheidungen für die Entwicklung der Gemeinde. Das ist dabei keineswegs nur auf theologische Themen begrenzt.
Bis zum 22. Januar können sich Kandidaten aufstellen lassen. Das geht schriftlich über den Gemeindekirchenrat. Ein offenes Ohr für neue Anwärter haben auch die Pastoren in ihren jeweiligen Gemeinden. „Wir suchen dafür verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten“, sagt Pastorin Sabine Indorf, die im selben Atemzug mit etwaigen Vorurteilen gegenüber dem Amt aufräumt: „Es müssen keine Akademiker sein, es dürfen sich genauso jüngere Menschen angesprochen fühlen.“
Wer sich bereits für Jugendarbeit, Kirchenmusik, Gottesdienst oder die Diakonie interessiere, habe zwar einen Vorteil – „aber es geht nicht nur um Kirche. Wer sich als Gärtner einbringen möchte, kann dies ebenfalls tun“, betont Elke Osterthun. In ihrer Kirchengemeinde engagiere sich ein Finanzbeamter im Gemeindekirchenrat: „Das ist natürlich, wenn es um Gelder geht, sehr praktisch, wenn jemand mit Fachkenntnis darüber schaut.“
„Diese Arbeit ist ein Multiplikator für die Gemeinde“, ist Ute Ermerling überzeugt. Für Elke Osterthun ist der Rat „ein Gremium, wo ich als normaler Bürger etwas bewegen kann. Ich sehe, dass etwas passiert.“ Gewünscht seien neue Impulse, aber auch Fragestellungen und kritische Anmerkungen, so Sabine Indorf. „Das ist Arbeit, die mit ein paar Sitzungen allerdings nicht getan ist. Zeit und Lust sollten vorhanden sein, aber es darf auch jeder in dieses Amt hineinwachsen.“
Wahlberechtigt ist jedes getaufte Mitglied einer Kirchengemeinde ab 14 Jahren, welches länger als drei Monate in der Kirchengemeinde gemeldet ist. Wer sich zur Wahl stellen lassen möchte, muss 18 Jahre alt sein. Bis zum 22. Januar können Kandidaten vorgeschlagen werden, es ist auch möglich, sich selbst aufzustellen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Ende Januar erfolgt eine erste Vorstellung der Kandidaten in einer Sonderausgabe der „Haltepunkte“ sowie persönlich am 11. Februar in einer Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst.
Freitag, 12 Januar 2018 11:52

Feuerwehr und Erlebnisbad bleiben Schwerpunkt

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Bockhorn. Die Kindertagesstätte Steinhausen, das Einzelhandelskonzept sowie das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nebst neuem Löschfahrzeug – etliche kleine und große Meilensteine galt es für die Gemeinde Bockhorn im vergangenen Jahr zu meistern.
In einem Neujahrsgespräch haben Bürgermeister Andreas Meinen und Katja Lorenz als allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters einen Blick auf die Planung für 2018 geworfen. Das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nimmt dabei einen großen Platz ein. „Das wird für die Gemeinde und die Wehr selbst ein großes Projekt mit viel Arbeit im Hintergrund“, ist Katja Lorenz überzeugt. Sobald die neue Fahrzeughalle steht, zieht die Feuerwehr vom alten Standort um. Dann steht die grundlegende und nach energetischen Gesichtspunkten erfolgende Sanierung des Altbaus an. Entsprechend gibt es zwei Bauabschnitte. Für Mitte 2019 ist die Fertigstellung geplant. „Das klingt zwar zunächst ambitioniert, haben allerdings auch Erfahrungen durch den Neubau des Feuerwehrhauses Bockhorn“, so Bürgermeister Andreas Meinen. Für 2019 wird auch das in Auftrag gegebene Löschfahrzeug avisiert: „Wir gehen von anderthalb Jahren Bauzeit aus.“ Das Thema Straßen steht auch dieses Jahr auf der Liste – im vergangenen Jahr betrafen baulichen Maßnahmen die Dorfstraße und Hohelieter Straße. Die Überprüfung des Zustands des Straßennetzes ist dabei schon fast ein Automatismus für die Gemeinde. Das liege vor allem am veränderten Verkehraufkommen, wie Bürgermeister Andreas Meinen erläutert.
Neuigkeiten gibt es für die Sanierung des Babybeckens im Bockhorner Erlebnisbad. „Die Zuschüsse für die Sanierung sind bewilligt, die Ausschreibung läuft“, teilt Andreas Meinen mit. Das Betriebsgebäude soll dabei ebenfalls mitsaniert werden: „Das betrifft die Gebäudehülle selbst, die aus den 1960er Jahren stammt, sowie Teile der Technik und die Umkleiden.“ Künftig soll die Beheizung des Babybeckens über die Beckentechnik miterfolgen.
Am 1. August 2018 soll schließlich die Krippe in Steinhausen eröffnen – pünktlich zum neuen Kindergartenjahr. Als Vormittagskrippe bildet sie damit den vierten Standort in der Gemeinde. „Der Bedarf wächst“, sagt Katja Lorenz. Gleichzeitig stelle ein weiteres Krippenangebot eine Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde dar: „Wir gehen davon aus, dass das Angebot komplett in Anspruch genommen wird.“
Freitag, 12 Januar 2018 11:49

Im Bauamt ist der Chefsessel nicht mehr leer

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Bockhorn. Mit dem Jahreswechsel hat sich innerhalb der Bockhorner Gemeindeverwaltung das Personalkarussell an gleich drei Stellen weitergedreht. Markanteste Änderung: Das Bauamt hat mit Kerstin Meyer-Staudt seit Jahresbeginn eine neue Leiterin.
Die 45-Jährige ist aus der Friedeburger Rathausverwaltung nach Bockhorn gewechselt. Dort war sie als Fachdienstleiterin für den Bereich Planung zuständig. Ihre ersten Schwerpunkte hat die gebürtige Westfälin bereits abgesteckt. „Oben auf der Liste stehen bei mir die Bauleitplanungen für die Gebiete Am Klinkerhof und Markt“, verweist Kerstin Meyer-Staudt auf die Areale der Supermärkte Aldi und Combi. „Und ich habe schon erfahren, dass der Straßenbau in Bockhorn zu den vordringlichen Themen gehört.“
Neben dem Beruf ist die Friedeburgerin an Sprachen und Kultur interessiert. „Mit dem Plattdeutschen tue ich mich etwas schwer“, sagt sie und setzt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Da ich Niederlandistik studiert habe, hat es mit der Verständigung in Friedeburg dennoch geklappt.“ Privat engagiert sich Kerstin Meyer-Staudt zudem im Freundeskreis der Mediothek Friedeburg.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Bauleitung wieder komplett sind“, sagt Bürgermeister Andreas Meinen. Die Vakanz im Bauamt bedingt durch den Wechsel von Jörg Lorenz in die Stadtverwaltung Jever sei zum Ende des vergangenen Jahres doch deutlich zu spüren gewesen: „Man hat am Schluss die enge Personalbesetzung gemerkt.“
Einen neuen Arbeitsplatz hat auch Petra Juilfs bekommen. Zuletzt hatte sie das Vorzimmer des Bürgermeisters betreut, nun ist sie im Amt für Jugend, Schule, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit tätig – und nimmt dort den Platz von Gisela Schweers-Steindor ein, die zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten ist. Auf den Platz im Vorzimmer rückt Lea Lohse nach. Der Gemeindeverwaltung bleibt Gisela Schweers-Steindor weiterhin erhalten. Als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte ist sie jeweils donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Rathaus erreichbar.
Freitag, 05 Januar 2018 13:04

Sanierung für Neuenburgs Ortskern

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Neuenburg. Für den Ortskern von Neuenburg besteht die Möglichkeit auf eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme. Wie der Rat der Gemeinde Zetel in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden hat, sollen im ersten Schritt Voruntersuchungen für ein 12,3 Hektar großes Gebiet, welches Mühlenstraße, Schlossgang, Westersteder Straße sowie Lade- und Lindenstraße umfasst, eingeleitet werden.
Im Vorfeld hatte es entsprechende Gespräche der Gemeindeverwaltung mit dem Ministerium für Soziales in Hannover, sowie dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg gegeben. „Für Neuenburg ist das ein wichtiger Schritt“, machte Bürgermeister Heiner Lauxtermann deutlich. Es handele sich um einen „wunderschönen Ort“, der jedoch an einige Gebäuden erhebliche Defizite aufweise. Die Antragsabgabe müsse allerdings bis Ende Mai 2018 erfolgen. Nur dann ist gewährleistet, dass die Mittel 2019 für die Maßnahme zur Verfügung stehen.
Wilhelm Wilken (Grüne) äußerte sich skeptisch. „Wir machen uns Sorgen, dass wir damit den erheblichen Leerstand in Neuenburg nicht reduzieren können“, gab der Fraktionsvorsitzende zu bedenken. Bürgermeister Heiner Lauxtermann erwiderte, dass sich erfahrungsgemäß aus der städtebaulichen Förderung Investitionsanreize ergeben würden.
„Das ist eine einmalige Chance, die wir uns nicht entgehen lassen sollten“, mahnte Hans-Werner Kammer (CDU). Um den Leerstand zu bekämpfen, sei eine städtebauliche Sanierung unumgänglich. „Wir müssen die Bevölkerung dabei miteinbeziehen“, ergänzte Uwe Koopmann (Linke). Heiner Lauxtermann erklärte, der Gewerbeverein Neuenburg habe angeboten, die Bürger anzusprechen.
Freitag, 05 Januar 2018 13:02

Zuschlag geht an Discounter Aldi und Combi

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Bockhorn. In der Debatte um das Einzelhandelskonzept in der Gemeinde Bockhorn hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugunsten der beiden Anbieter Aldi und Combi entschieden. Damit ist der von Investor Henning von Harten geplante Edeka-Markt an der Langen Straße vom Tisch. Dass die Entscheidung nicht leichtgefallen war, wurde in der Ratssitzung mehrfach in den Redebeiträgen deutlich. Mehr noch: Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich das Thema von den einzelnen Fraktionen bewertet wurde.
„Das ist eine der schwersten Entscheidungen, die wir hier treffen“, sagte Christel Bartelmei (CDU). Das liege nicht nur an den zwei konträren Gutachten, sondern auch an der spät erfolgten Vorstellung durch die Investoren: „Viele Dinge sind sehr widersprüchlich gelaufen.“ Auf ihre Anregung hin wurde die Beschlussvorlage ergänzt: Bis zum 30. Juni müssen Aldi und Combi ihre Bauanträge einreichen. Tun sie es nicht, behält sich die Gemeinde vor, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben. „So wird die Planung sichergestellt und es kommt zu keiner Investitionsverhinderung“, erläuterte Christel Bartelmei.
Christian Bergfeld (SPD) machte deutlich, dass es noch Klärungsbedarf gebe: „Die Verkaufsfläche ist nicht transparent abgeleitet und wir haben die Frage nach einem zweiten Vollsortimenter nicht ausreichend beantwortet. Wir würden eine ergebnisoffene Diskussion bevorzugen.“ Die SPD trage den Beschluss gegen Edeka nicht mit.
Rolf Scherer erklärte: „Wir haben versäumt, nach Alternativen zu suchen und nur über die 600 Quadratmeter gesprochen.“ Außerdem sei nicht einzusehen, auf andere Kommunen Rücksicht zu nehmen, Zetel habe seinen Aldi ebenfalls einfach erweitert. „Ich habe das Gefühl, dass Bockhorn immer weiter an den Rand gedrängt wird“, kritisierte Scherer, der sich ebenfalls beim Beschluss gegen Edeka der Stimme enthielt. Horst Hoffschnieder (SPD) bemängelte, dass die Verkaufsfläche anders sei als von der Bünting-Gruppe dargestellt: „Das Gutachten ist für mich hinfällig, die Zahlen sind anmaßend und nicht korrekt.“ Dass sich ferner der Bürgermeister der Gemeinde Zetel zu Angelegenheiten äußere, die Bockhorn betreffen, sei eine „Unverfrorenheit“: „Ich vermute, dass hier Fäden gezogen werden und würde mich nicht wundern, wenn irgendwann in Zetel ein neuer Edeka-Markt steht.“
„Wir müssen sehen, dass was passiert“, setzte Harald Duttke (FDP) gegen, „wenn wir das Thema vertagen, haben wir 2019 noch nichts stehen.“ Im Ergebnis fiel die Entscheidung des Rates sehr knapp aus: elf Ja-Stimmen gab es für die Lösung zugunsten beider Discounter, neun Stimmen sprachen sich für Edeka aus.
Freitag, 15 Dezember 2017 11:43

Gemeinde geht mit Anwohnern in Vorgespräche

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Im Umwelt- und Planungsausschuss gab es viele Fragen zum Gewerbegebiet Roßfelde-Nord.

Zetel.
Die jüngste Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses der Gemeinde Zetel fiel erwartungsgemäß emotional aus. Das lag vor allem an Tagesordnungspunkt 7, der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 122 für das Gewerbegebiet Roßfelde Nord. Zahlreiche Anwohner um das Gebiet herum nahmen an der Sitzung teil – und stellten zahlreiche Fragen an Bürgermeister Heiner Lauxtermann und die Verwaltung.
„Es gibt keinen Wertverlust, so lange wir uns an Recht und Gesetz halten“, lautete eine der Antworten, die Heiner Lauxtermann an dem Abend gab. Anderen Anwohnern ging es um die Gesamtbelastung, die das neue Gewerbegebiet mit sich bringe. Die Lärmpegel seien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, erläuterte der Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er auf den frühen Stand der Planungen: „Welche Betriebe sich dort ansiedeln, muss noch festgestellt werden.“ Der Aufstellung des Bebauungsplans folgte der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Bernd Janssen (Grüne).

Die direkt an das Gewerbegebiet angrenzenden Nachbarn seien zu Vorgesprächen eingeladen worden, berichtete der Erste Gemeinderat Bernd Hoinke. Eine große Zustimmung gebe es nicht, die Gemeinde habe jedoch einige Anregungen und Wünsche entgegengenommen. Um zwischen den Betrieben und Wohnhäusern eine Distanzzone zu schaffen, könnte eine rückwärtige Bebauung ermöglicht werden. Ein drei Meter hoher Lärmschutzwall könne als weitere Abgrenzung und Sichtschutz dienen. Die Belastung durch den Verkehr auf der Blauhander Straße könne durch eine neue Decke sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer abgemildert werden. Für etwaige Lichtemissionen sei eine Festlegung der Lichthöhen denkbar.
Bezüglich des geplanten zweigeschossigen Neubaus „Wohnpark Friesische Wehde“ an der Hauptstraße in Zetel gab Thomas Weinert vom Planungsbüro Weinert einen Zwischenstand ab. Er hatte im Vorfeld eingebrachte Bedenken der Anwohner geprüft. Bezüglich der Dichte des Gebäudes ging Weinert nicht von einer „aufdrängenden Wirkung“ aus. Solange die Firsthöhe von 9,50 Metern beibehalten und die Abstände zu den angrenzenden Nachbarn eingehalten würden, sei davon auszugehen, dass sich der Neubau harmonisch in das Ortsbild einfüge. Was die Einsehbarkeit bei einem zweigeschossigen Gebäude angehe, „obliegt es den Anwohnern, durch Hecken die Privatsphäre sicherzustellen“, so der Planer.
Bernd Janssen (Grüne) setzte den Erläuterungen eine Stellungnahme des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege entgegen. Gegen den Neubau sei grundsätzlich nichts einzuwenden, schreibt das Landesamt, bei der Hauptstraße handele es sich jedoch „um eine Achse, die in besonderer Weise Zetel präge“, wies Janssen hin. Entsprechend käme dort einer gestalterischen Leitidee eine wichtige Rolle zu. Thomas Weinert entgegnete, der Bereich sei stark überformt, die historische Bausubstanz teilweise verdeckt: „Es gibt einige Bausünden.“ Eine Bauvorschrift für eine Leitidee an der geplanten Stelle sei nicht vernünftig zu rechtfertigen. Janssen erneuerte den Vorwurf, es würde sich bei dem Neubau um eine Gefälligkeitsplanung handeln. Das ließ Thomas Weinert nicht gelten: „Nur weil es Interesse an einem Grundstück gibt, sind wir noch nicht bei einer Gefälligkeitsplanung.“ Mit der Änderung des Bebauungsplans gingen für mehrere Grundstückseigentümer die gleichen Rechte einher.Der Ausschuss befürwortete die Änderung des Bebauungsplans, Bernd Janssen stimmte als Einziger dagegen.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war das Runde Moor. Dort soll eine Tageseinrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) entstehen, Interesse zeigt auch das Diakonische Werk als mögliche Erweiterungsfläche für das St.-Martins-Heim. Sollten beide Träger die Grünflächen unter sich aufteilen, bedeutet dies unter Umständen, dass das Areal nicht mehr öffentlich zu nutzen ist. Die Grünen brachten zudem einen Antrag ein, die Flächen im Nordosten nicht zu bebauen. „Das gesamte Grün in private Hand zu legen finde ich nicht gut“, erklärte Bernd Pauluschke (SPD). „Das Runde Moor geht als Grünod verloren, wenn das Areal an die Diakonie abgegeben wird“, betonte Bernd Janssen (Grüne). Jan Szengel (CDU) hielt dagegen, dass die Diakonie das Areal offen halte. „Ich sehe kein Problem in dem Verkauf.“ In der Sache gebe es zuviele ungeklärte Fragen, warf Bernd Pauluschke ein und empfahl, mit der Thematik in die Fraktionen zur weiteren Beratung zu gehen. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an.
Diplom-Ingenieur Lutz Winter stellte zudem die wichtigsten Änderungen des Bebauungsplans vor: Die mittige Wasserfläche soll größer ausfallen und im Gemeindebesitz bleiben. Ein Grünstreifen um die Fläche soll die Gewässerpflege ermöglichen. Die Gebäudehöhe soll auf maximal 9,50 Meter festgelegt werden. Eine neue Verkehrsführung sowie zusätzliche Stellplätze sollen entzerren, zudem ist ein neuer Wendehammer an anderer Stelle erforderlich.
Freitag, 15 Dezember 2017 10:51

Drogenkontrolle: Vier Treffer in vier Stunden

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Ausbildung von Polizeikräften bei Kontrolle zwischen Bockhorn und Zetel: Auch Spürhund kam zum Einsatz.

Bockhorn/Wilhelmshaven.
Viele Autofahrer staunten nicht schlecht, als sie am Montag auf der Urwaldstraße zwischen Bockhorn und Zetel von Polizeibeamten gestoppt wurden. Bei dichtem Schneetreiben winkten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug nach nach dem anderen aus dem Verkehr, damit die Kolleginnen und Kollegen die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer kontrollieren konnten. Drogen standen dabei im Fokus, Hintergrund war die Ausbildung weiterer Beamter zum Schwerpunkt „Drogenerkennung im Straßenverkehr“.
Unter diesem Motto stand die Fortbildung des Polizeikommissariats Varel, um insbesondere auch jüngere Polizeibeamte entsprechend auszubilden. „Zur Feststellung einer drogenbedingten Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit bedarf es einer besonderen Beschulung“ erklärte Daniel Birkholz, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariats Varel. Wenn jemand über den Durst getrunken hat, ist das meist leicht zu erkennen - die Symptome beim Konsum von anderen Rauschmitteln sind oft schwieriger auszumachen.

Um die insgesamt 14 teilnehmenden Beamten bestens auf den Einsatz vorzubereiten, referierte Christopher Baier, Dienstschichtleiter im PK und vermittelte wichtige Informationen über Betäubungsmittel und deren Wirkung. Außerdem zeigte er den Teilnehmern Möglichkeiten auf, rauschbedingte Ausfallerscheinungen bei Autofahrern in einer Kontrolle zu erkennen. Um Auffälligkeiten bei der Pupillenreaktion festzustellen, wurden alle Teilnehmenden von der Polizeiinspektion mit sogenannten Diagnostikleuchten ausgestattet. Ein Schwerpunkt der Fortbildung war die Verknüpfung von Theorie und Praxis, damit die Teilnehmer die neu erworbenen Kenntnisse direkt anwenden konnten.
Unterstützt wurden die Beamten im Einsatz von Rauschgiftspürhündin Neela, die immer dann zum Einsatz kam, wenn der Verdacht bestand, dass sich Betäubungsmittel im Fahrzeug befinden könnten. „Wir haben schon früher gute Erfolge in der Feststellung rauschbedingter Leistungseinbußen verzeichnet. Jetzt haben wir aber noch mehr qualifiziertes Personal, das wir für diesen wichtigen Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit gewinnen konnten“, ergänzte Daniel Birkholz.

Spürhund "Neela" unterstütze die Beamten bei der Suche nach Betäbungsmitteln in den Autos.

Rund 150 Fahrzeuge wurden in der Zeit von etwa 12 Uhr bis 16 Uhr von den Beamten kontrolliert. Bei insgesamt vier Personen verliefen die durchgeführten Drogenvortests positiv. Betroffen waren hier ein 26-Jähriger aus Zetel, ein 23-Jähriger aus Wilhelmshaven, ein 23-Jähriger aus Varel und eine 36-Jährige aus Zetel. Einer der Pkw-Fahrer versuchte noch, die kontrollierenden Beamten zu täuschen, indem er seinen Test manipulierte. Allen positiv Getesteten wurden Blutproben entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Blutproben werden im Anschluss in einem Labor analysiert, um festzustellen, ob noch aktive Stoffe des Betäubungsmittels im Blut vorhanden sind und somit eine rauschbedingte Leistungseinbuße zu begründen ist. „Im Gegensatz zu Alkohol bauen sich Drogen ungleichmäßig ab. So kann es vorkommen, dass der Grenzwert auch zwei oder drei Tage nach dem Konsum noch überschritten ist. In 80 bis 90 Prozent der positiven Drogenteste, finden wir den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) im Blut der getesteten Person. Dieser Stoff kommt unter anderem in Drogen wie Cannabis, Marihuana und Haschisch vor. Aber auch Amphetamine und Me- thamphetamine werden immer wieder gefunden“, so der Einsatzleiter.

Werden die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte überschritten, wird das eingeleitete Verfahren an die zuständige Bußgeldstelle abgegeben. Positiv getestete Autofahrer müssen dann mit zwei Punkten im Flensburger Register, einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:25

Große Freude über Bewegungsbox

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Bockhorn. Künftig dürfte das Spiel- und Spaßangebot im neuen evangelischen Kindergarten Bockhorn etwas größer ausfallen. Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei Varel und Mitglied der Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde, überbrachte kürzlich eine sogenannte „Move It“-Box, die für ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot sorgt: zugeschnitten auf die Jüngsten finden sich in der Kiste neben Schwungtüchern und Seilen auch Softbälle und Frisbees, die sich für drinnen und draußen eignen. Faszination übte auch das Polizeiauto vor der Tür des Kindergartens aus. Im Anschluss durfte dementsprechend die Besichtigung des Fahrzeugs nicht fehlen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:22

Sich Zeit nehmen und dabei Positives vermitteln

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Zetel. Ohne sie wäre der Schulalltag um einiges ärmer, mit ihrer Hilfe unterstützen sie nicht nur die Lehrkräfte, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Bildungsbestandteil. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind an der Grundschule Zetel tätig, und das in ganz verschiedenen Rollen. Sie sind Lesepaten, Helfer bei Hausaufgaben oder unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund – und seit Jahren aus dem laufenden Schulbetrieb nicht mehr wegzudenken.
Aus diesem Grund hat das Lehrerkollegium um Schulleiterin Tanja Müller-Urban und Stellvertreterin Karin Geiger kürzlich eine kleine Adventsfeier für die Ehrenamtler ausgerichtet. Bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen sollte nicht nur die Möglichkeit bestehen, sich über die Hilfs- und Förderarbeit auszutauschen, sondern auch eine Rückmeldung über etwaige Wünsche an die Schulleitung erfolgen.
Drei Gruppen bilden den Stamm der Helfer. Neben den Lesepaten gibt es diejenigen, die sich um die Hausaufgabenbetreuung kümmern, sowie in Arbeitsgruppen der Schule mitwirken. Die letzte Gruppe ist 2015 dazugekommen und fördert den Sprachschatz von Flüchtlingskindern, die Leitung hat Kirsten Lindenthal inne. Mit dem Jugendzentrum „Steps“ gibt es an der Grundschule Zetel zusätzlich externe Unterstützung. Einmal die Woche kommen Mitarbeiter des Jugendzentrums in den Unterricht und bieten Gemeinschaftsspiele an. „Die Leseleistung wird gesteigert, für Flüchtlingskinder ist es wichtig, dass sie mit einzelnen Personen sprechen. Wir haben gemerkt, dass sich viele von ihnen nach zwei Jahren inzwischen gut im Alltag ausdrücken können“, berichtet Tanja Müller-Urban von den Vorteilen der Sprachförderung. 50 von den rund 350 am Zeteler Standort unterrichteten Kindern haben einen Migrationshintergrund, die Sprachangebote verlaufen parallel. Für deutsche Kinder gibt es an der Schule eine Leseförderung. „Wir sind dankbar über jeden ehrenamtlichen Helfer, nur so kann die Betreuung der Kinder gelingen“, betont die Schulleiterin. Die Helfer seien dabei deutlich mehr als nur eine Unterstützung für das Lehrerkollegium: „Sie sind Bezugspersonen für die Kinder.“
Ehrenamtlerin Adelheid Schönborn ist seit acht Jahren dabei, zweimal die Woche kümmert sie sich mit um die Sprachförderung: „Die ausländischen Kinder können hier nur Fuß fassen, wenn sie die Sprache richtig sprechen.“ Inge Urban, seit drei Jahren dabei, ist es wichtig, etwas Positives mitzugeben. „Die Kinder kommen gerne, sie wissen, dass da ein Mensch ist, der für sie Zeit hat“, schildert sie ihre Erfahrung. Lesen sei nachwievor beliebt, sagt Susanne Welm, eine der Lesepaten. Oftmals stünden die Kinder jedoch unter Leistungsdruck: „Eltern sollten für die Liebe da sein, nicht für die Leistung.“
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