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Freitag, 12 Januar 2018 11:53

Sich einbringen und gemeinsam etwas bewegen

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„Mitkandidieren“ und „Mitwählen“: Pastorin Sabine Indorf (v. l.), Pastor Michael Trippner, Pastorin Ute Ermerling und Elke Osterthun als stellvertretende Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Neuenburg werben für eine aktive Teilnahme am 11. März. „Mitkandidieren“ und „Mitwählen“: Pastorin Sabine Indorf (v. l.), Pastor Michael Trippner, Pastorin Ute Ermerling und Elke Osterthun als stellvertretende Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Neuenburg werben für eine aktive Teilnahme am 11. März. Foto: Thorsten Soltau
Zetel/Neuenburg/Bockhorn. Sich einbringen, Impulse setzen, gemeinsam etwas verändern: die Gemeindekirchenratswahl am 11. März bietet Gelegenheit, innerhalb der eigenen Kirchengemeinde langfristig etwas anzustoßen. Denn: der Gemeindekirchenrat trifft Grund­entscheidungen für die Entwicklung der Gemeinde. Das ist dabei keineswegs nur auf theologische Themen begrenzt.
Bis zum 22. Januar können sich Kandidaten aufstellen lassen. Das geht schriftlich über den Gemeindekirchenrat. Ein offenes Ohr für neue Anwärter haben auch die Pastoren in ihren jeweiligen Gemeinden. „Wir suchen dafür verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten“, sagt Pastorin Sabine Indorf, die im selben Atemzug mit etwaigen Vorurteilen gegenüber dem Amt aufräumt: „Es müssen keine Akademiker sein, es dürfen sich genauso jüngere Menschen angesprochen fühlen.“
Wer sich bereits für Jugendarbeit, Kirchenmusik, Gottesdienst oder die Diakonie interessiere, habe zwar einen Vorteil – „aber es geht nicht nur um Kirche. Wer sich als Gärtner einbringen möchte, kann dies ebenfalls tun“, betont Elke Osterthun. In ihrer Kirchengemeinde engagiere sich ein Finanzbeamter im Gemeindekirchenrat: „Das ist natürlich, wenn es um Gelder geht, sehr praktisch, wenn jemand mit Fachkenntnis darüber schaut.“
„Diese Arbeit ist ein Multiplikator für die Gemeinde“, ist Ute Ermerling überzeugt. Für Elke Osterthun ist der Rat „ein Gremium, wo ich als normaler Bürger etwas bewegen kann. Ich sehe, dass etwas passiert.“ Gewünscht seien neue Impulse, aber auch Fragestellungen und kritische Anmerkungen, so Sabine Indorf. „Das ist Arbeit, die mit ein paar Sitzungen allerdings nicht getan ist. Zeit und Lust sollten vorhanden sein, aber es darf auch jeder in dieses Amt hineinwachsen.“
Wahlberechtigt ist jedes getaufte Mitglied einer Kirchengemeinde ab 14 Jahren, welches länger als drei Monate in der Kirchengemeinde gemeldet ist. Wer sich zur Wahl stellen lassen möchte, muss 18 Jahre alt sein. Bis zum 22. Januar können Kandidaten vorgeschlagen werden, es ist auch möglich, sich selbst aufzustellen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Ende Januar erfolgt eine erste Vorstellung der Kandidaten in einer Sonderausgabe der „Haltepunkte“ sowie persönlich am 11. Februar in einer Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst.
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