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Freitag, 23 Februar 2018 11:51

Vermieter vermarkten sich künftig selbst

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Neuenburg/Zetel. Einmal jährlich trifft sich der Kur- und Verkehrsverein Neuenburg zum Jahresgespräch. Ein Schwerpunkt: Die jeweilige Jahresplanung. Diese ist für 2018 abgeschlossen, Ende Mai sollen die Flyer mit den Veranstaltungshinweisen an die Neuenburger Haushalte verteilt werden, weitere Exemplare liegen zudem in den Geschäften aus.
Im vergangenen Jahr hat der Verein an der Überarbeitung des Webauftritts für das „Naturerlebnis Südliches Friesland“ mitgewirkt. Wichtigste Neuerung: Die Vermieter, die bisher über die Webseite ihre Zimmer angeboten haben, vermitteln diese nun in Eigenregie. „Die Gemeinden Bockhorn und Zetel führen keine Listen mehr über freie Unterkünfte“, erläutert Heiner Lauxtermann als Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins.
Viele Vermieter hätten inzwischen eigene Internetauftritte, für die Gemeinden bedeutet der Wegfall des Zimmernachweises vor allem eine Entlastung, da die Buchung damit künftig direkt zwischen Gast und Anbieter abgewickelt wird. Auch in diesem Jahr gibt es wieder naturnahe Angebote wie Moorwanderung, die Führungen der Freunde des Neuenburger Holzes sowie die öffentlichen Teeabende. „Die sind als Highlight stets ausgebucht. Ohne die beteiligten Gruppen wären die Abende aber auch nicht das, was sie sind“, so Heiner Lauxtermann. Derzeit sind rund 60 Mitglieder im Kur- und Verkehrsverein Neuenburg: „Alle haben signalisiert, dass sie weitermachen wollen.“ Für eine Gemeinde, die viele Reize, auch in Bezug auf sanften Tourismus, biete, sei die Vereinsarbeit überaus fruchtbar, betont der Vorsitzende.

Wer mag, kann sich den 24. Juli bereits vormerken. An dem Tag findet der Grillabend des Kur- und Verkehrsvereins Neuenburg, mit musikalischer Untermalung von Franky Joseph. Fix sind auch die Termine für die Teeabende auf dem Platz vor der Neuenburger Rauchkate: Jeweils am Donnerstag, 19. Juli, 9. August und 30. August. Der Beginn ist wie gewohnt um 19.30 Uhr.

Freitag, 23 Februar 2018 11:42

GELB-Vortrag: Vom Statussymbol zum Massenprodukt

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Bockhorn. „Fleischlos glücklich?“ lautete der Vortrag der Gesundheitsberaterin Susanne Balduff in der Altdeutschen Diele in Steinhausen. Auf Einladung des Gesprächskreises Gesunde Ernährung und Lebensführung in Bockhorn (GELB) kamen viele Interessierte, um den Vortrag der Gesundheitsberaterin zu hören.
„Jeder sollte sich kritisch mit dem Fleischkonsum auseinandersetzen. Denn die ökologischen und gesundheitlichen Probleme sind einfach zu groß“, stellte Susanne Balduff voraus. Mit dem Wohlstand sei der Fleischverbrauch gestiegen, während Anfang der 1960er Jahre Fleisch noch als Statussymbol galt. Nun werde es zur billigen Massenware degradiert: „Die meisten Menschen wissen nicht mehr um die Zusammenhänge in der Landwirtschaft oder der Tierproduktion.“
Die globale Fleischproduktion ist laut Weltagrarbericht in den letzten 50 Jahren von jährlich 78 auf 308 Millionen Tonnen angestiegen. „80 Prozent der Verbraucher würden mehr für Tierprodukte zahlen, wenn sich dafür die Tierhaltung verbessern würde“, so die Referentin. Allerdings kaufe die Mehrheit der Verbraucher das Fleisch im Supermarkt – und nur 1,4 Prozent griffen dabei zu Bio-Fleisch. In den größten Schlachtfabriken würden bis zu 46.000 Schweine täglich geschlachtet. „Es gibt neue Technologien, um möglichst viele Tiere in einem Stall zu halten, Futtermittelcomputer, Melkroboter. Und nicht zuletzt das Lohndumping in den Schlachthöfen macht Fleisch, Wurst und Milch zu billiger Massenware“, führte Susanne Balduff aus.
Aber welche Auswirkungen hat der immense Fleischkonsum? Die Referentin nannte hier zunächst die Umweltschäden: „Böden sind CO2-Speicher. Werden die Wiesen umgebrochen zum Anbau für Futtermittel (Mais oder Soja), wird klimaschädliches CO2 frei. Viele Tiere bedeutet viel Methan. Auch Methan ist schädlich für das Klima. Das Ausbringen von Gülle setzt Lachgas frei. Lachgas hat eine 300-fache Klimaschädlichkeit im Vergleich zu CO2.“
„Gülle haben wir viel zu viel. Gülle enthält Nitrat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein.“ Im Moment seien die Nitrat-Werte im Trinkwasser noch nicht über den Richtwerten. „Aber es weiß noch keiner, wie Trinkwasser von Nitrat gereinigt werden kann.“ Als weiteres Kriterium für den kritischen Umgang führte Susanne Balduff wirtschaftliche Bedenken an: „Flügel und Beinfleisch der Hühnchen werden subventioniert nach Afrika exportiert. Dort ist es dann um die Hälfte billiger als bei den heimischen Bauern.“
Ein großes Problem seien die multiresistenten Keime, die durch den vermehrten Einsatz von Antibiotika bei Tieren entstehen würden. „Es wird an Alternativen für Fleischproduktion gearbeitet,“ so die Referentin. „An Fleisch aus dem Reagenzglas“. Allerdings sei die Forschung hier noch in den Kinderschuhen. Der große Markt der Fleischersatzprodukte hätte laut der Gesundheitsberaterin nichts mit gesunder Ernährung zu tun: „Erstellt meist aus Soja und vielen Zusatzstoffen. Das kann nicht gesund sein.“
Mittwoch, 31 Januar 2018 14:24

Dynamit bringt Schornstein gezielt zu Fall

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Ein 37 Meter hoher Klinkerschlot der einstigen Ziegelei Tapken wurde am Dienstag gesprengt

Bockhorn.
Fast zehn Jahre ist es her, dass in der traditionsreichen Ziegelei an der Urwaldstraße die letzten Klinker gebrannt wurden. Ende 2008 hatte der letzte produzierende Eigentümer, das Unternehmen Wienerberger, den Betrieb der einstigen Ziegelei Tapken eingestellt. Seither standen die Hallen und Gebäude auf dem gut sechs Hektar großen Gelände leer, zwei hohe Schornsteine – aus Klinkern gemauert – erinnerten wie stille Riesen an die gut 100-jährige Geschichte der „Bockhorner Klinker“.

Seit Dienstag gibt es davon nur noch einen: Der von der Straße aus gesehen vordere, rund 37 Meter hohe Schornstein ist am Dienstagnachmittag mit einer gezielten Sprengung zu Fall gebracht worden. Das Gelände gehört seit Jahresbeginn einer Eigentümergemeinschaft, zu der das Unternehmen Manfred Ende Baustoffhandel und Transporte aus Westerstede zählt. Wie Geschäftsführerin Daniela Ende erklärt, habe man sich auch aus Sicherheitsgründen zum Abbruch des weithin sichtbaren Schornsteins entschlossen: „Er war schon baufällig und hätte saniert werden müssen, wenn man ihn hätte stehen lassen wollen.“ Eine Verwendung gab es für den Schornstein nicht mehr, das frei gewordene Areal soll zunächst als Lagerfläche dienen. Der zweite Schlot bleibt bis auf weiteres erhalten. Mit der Sprengung beauftragt war das Bauunternehmen Matthäi aus Westerstede. Am Montag war das Gelände vorbereitet worden, Füllsand wurde auf dem befestigten Platz aufgeschüttet, um die Landung der tonnenschweren Steinbrocken zu dämpfen.

Am Dienstag wurde schließlich die Sprengladung aus Dynamitstangen montiert, gegen 16 Uhr war es dann soweit: Das Gelände wurde abgesperrt, es gab schließlich einen kurzen Countdown, dann einen Knall – die Sprengung verlief wie am sprichwörtlichen Schnürchen, der Turm landete exakt im vorgesehenen „Sandbett“. Sprengmeister wie Auftraggeber waren gleichermaßen mit dem Ergebnis zufrieden.
Die Beseitigung hoher Türme ist ohnehin Routine für die Beteiligten: Mehrfach hatte das Unternehmen Matthäi in der Region in jüngerer Vergangenheit unter anderem Türme von nicht mehr rentablen Windenergieanlagen sprengen lassen.
Ein kurzes Video der Sprengung ist zu sehen unter www.facebook.com/frieslaenderbote.
Freitag, 19 Januar 2018 12:32

Erziehung und Bildung als große Chance

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Grabstede. In einem behüteten Zuhause aufwachsen, die ersten Lebensstationen absolvieren und schließlich in die Selbstständigkeit starten. Das ist gemeinhin der klassische Verlauf des Erwachsenwerdens. Doch nicht überall ist das Gefüge Familie stabil, oftmals ist aufgrund verschiedener Gründe professionelle Hilfe notwendig – sowohl auf Seiten der Eltern, als auch der der Kinder.
Eine lokale Einrichtung, die verschiedene Hilfsprogramme anbietet, ist die Heilpädagogische Jungenwohngruppe Grabstede der Jugendhilfe Collstede. Derzeit leben hier sieben Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren. In der stationären Einrichtung sind die pädagogischen Mitarbeiter rund um die Uhr für sie da. „Das Ziel ist die Rückführung in die Familie oder der Weg in die Selbstständigkeit“, zeichnet Jugendhilfeleiter Jan Praßel einen Teilauftrag der Jungenwohngruppe nach.
Die Gründe, weshalb Jugendliche für eine bestimmte Zeit ihr familiäres Umfeld gegen den stationären Aufenthalt der Jugendhilfe tauschen, sind vielfältig. „Bevor die Jugendlichen zu uns kommen, ist im Vorfeld bereits ganz viel passiert“, weiß Jan Praßel. Eltern, die keine Energie oder nicht das Wissen haben, um ihre Kinder zu erziehen, Probleme durch Scheidung, Alkoholismus oder psychische Erkrankungen – die Liste der Faktoren ist lang. Auffällig sei dabei auch der gesellschaftliche Wandel in Bezug auf das Familienbild: „Das funktioniert heute nicht mehr so wie vor Jahrzehnten. Und auch die äußeren Bedingungen haben sich verändert.“
In ihrer Arbeit setzt die Jugendhilfe auf alle Beteiligten, ausdrücklich wird von Familienhilfe gesprochen. Parallel läuft eine enge Abstimmung mit Jugendämtern und anderen Institutionen. „Erziehung und Bildung Hand in Hand sind die Chancen für die Kinder, sich selbstständig zu entwickeln“, ist Jan Praßel überzeugt. „Die Familie bleibt im Mittelpunkt, wir sind nur die Ersatzspieler“, betont Thomas Feld, theologischer Vorstand der Diakonie im Oldenburger Land. Das sieht auch der Jugendhilfeleiter so: „Die Eltern bleiben Eltern.“
Im Schnitt leben Jugendliche zwei bis drei Jahre in der Grabsteder Einrichtung – mit Eintritt in die Volljährigkeit bieten sich auch mobile Lösungen an, wie zum Beispiel eine eigene Wohnung mit weiterer Betreuung durch die Sozial- und Heilpädagogen. In Grabstede entsteht derzeit auf dem Grundstück ein Neubau, in dem zwei Appartements Platz für Jugendliche als auch Besucher bieten. „In einem kann das selbstständige Leben erprobt werden, in dem anderen können wir Eltern, die ihre Kinder besuchen wollen, unterbringen“, erklärt Jan Praßel.
Die vom Kleinen Kreis am Dienstagvormittag übergebene Spende in Höhe von 7.100 Euro soll für die Gartengestaltung und die Anschaffung von Spielgeräten genutzt werden. Den Spendenscheck überreichte Martin Steinbrecher als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der Kleine Kreis an Thomas Feld und Jan Praßel. Das Geld stammt aus dem Erlös des Schlossabends im vergangenen Jahr, zu dem als prominenter Vortragsredner Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn geladen war. Die insgesamt an dem Abend gesammelten 30.000 Euro kommen zudem drei weiteren karitativen Einrichtungen in Oldenburg, Cloppenburg und Wilhelmshaven zugute.
Freitag, 19 Januar 2018 12:29

Mehr Bauland und Flächen für Gewerbetreibende

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Zetel/Neuenburg. Was ist geplant, wohin soll die Reise gehen? Die Entwicklungsrichtung der Gemeinde ist Aufhänger des diesjährigen Zeteler Neujahrsempfangs gewesen. Bürgermeister Heiner Lauxtermann gab Einblicke in die Planung für die kommenden zwölf Monate und ergänzte um aktuelle Sachstände zu Themen, die bereits seit dem vergangenen Jahr auf der Agenda von Rat und Verwaltung stehen.
Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch den Auftritt der Sternsinger, die im Anschluss an die Gesangsdarbietung Spenden für Kinder in Not sammelten. Musikalische Akzente zwischen den Redebeiträgen setzten Eliane Menzel und Prof. Fabian Menzel mit einem klassischen Repertoire, welches, auf Violine und Oboe gespielt, von den Gästen des Empfangs mit großem Applaus bedacht wurde.

Investitionen

Heiner Lauxtermann: „Wir sind wirtschaftlich gesund und das ist das Ergebnis guten Wirtschaftens in all den Jahren.“ Die Infrastruktur sei nicht nur ausgelastet, sie muss auch erweitert werden. Eine neue Krippe soll künftig der Geburtenerwartung Rechnung tragen, ein Kindergartenangebot wird auf ganztags umgestellt werden. Die Grundschule Zetel soll mindestens vierzügig ausgebaut werden, außerdem besteht die Notwendigkeit, Ersatz für die Außenstelle Bohlenberge zu schaffen. „Wir brauchen Räumlichkeiten für die Inklusion“, betonte der Bürgermeister in seiner Rede. Die zusätzliche Krippe geht in die Haushaltsberatung für 2018 ein. Für die geplanten Projekte geht die Gemeinde von einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro aus.
Für Neuenburg steht in diesem Jahr die Städtebauförderung im Fokus. Diese soll in Abstimmung mit den Neuenburger Einwohnern erfolgen. Mittelpunkt wird zunächst der denkmalgeschützte Bereich rund um das Schloss sein.

Wohnen und Gewerbe

Zetel als Wohngemeinde erfreut sich großer Beliebtheit. Neuere Baugebiete in Bohlenberge und Lammers Kamp in Neuenburg sind bereits komplett umgesetzt. Durch einfache Bebauungspläne wurden Verdichtungen in den Ortskernen von Zetel und Neuenburg ermöglicht. In diesem Jahr soll Zetel-Süd zwischen Danziger Straße und dem Bahnweg erschlossen und angeboten werden. Rund 80 Bauplätze stehen zur Verfügung, 50 Vormerkungen sind eingegangen. Über die Ökostrom GmbH hat die Gemeinde Wohnungsbau in Süpkenhörn betrieben. Die Gewerbegebiete Roßfelde und Collstede sind praktisch belegt, in Collstede gibt es noch wenige Flächen. Über das neue Gewerbegebiet Roßfelde-Nord ist die Gemeindeverwaltung mit dem Eigentümer der niedersächsischen Landgesellschaft einig geworden. Die Überplanung der Flächen ist für dieses Jahr vorgesehen. Die Chancen für eine öffentliche Förderung der Erschließung stehen dabei laut Lauxtermann „nicht schlecht“.

Haushalt

„Ausgeglichene Haushalte sind kein Selbstgänger“, stellte Bürgermeister Heiner Lauxtermann heraus. Die Gemeinde hat im Haushaltsjahr 2017 einen Überschuss erwirtschaftet, der mit für den Ausgleich des diesjährigen Haushaltsjahres herangezogen wird. Aber: „Es wird enger. Leider wird immer vergessen, dass wir steuerschwach sind und die Einnahmen nicht beliebig gesteigert werden können.“ Der Zuschussbedarf für die Kindertagesstätten mit dem Kiga Regenbogenfisch zusammen belaufe sich auf rund 1,6 Millionen Euro. „Das ist über den Haushalt nicht mehr zu erwirtschaften“, so Lauxtermann.

Kulturelles

Zetel feiert in diesem Jahr zehn Jahre Partnerschaft mit der polnischen Stadt Szczyrk. Dies soll im Mai in Zetel und im August in Szczyrk jeweils mit einem Festakt gefeiert werden.Im Mai kommt mit „Magical Dreams“ zudem eine Ausstellung europäischen Ranges der Galerie Bator aus Szczyrk nach Zetel in das Atelier von Uwe Schmalstieg. Der Bürgermeister lobte besonders das aktive Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement innerhalb der Gemeinde, insbesondere am Beispiel der Feuerwehr. Im Anschluss verlieh Heiner Lauxtermann Wiebke Bruns und Prof. Dr. Uwe Meiners die Gemeindemedaille für ihr Engagement. Wiebke Bruns sammelt seit mehr als zehn Jahren Müll und hat gemeinsam mit Jonny Lüschen das EU-Projekt „Voneinander lernen“ begleitet. Ihr Engagement als Unterstützerin ist zudem vielen lokalen Vereinen zugutegekommen. Prof. Dr. Uwe Meiners erhielt die Medaille vor allem für seine Verdienste um das Restaurierungszentrum Neuenburg und seinen Einsatz für das Schulmuseum Bohlenberge. Der Leitende Direktor des Museumsdorfs Cloppenburg hatte zuvor in einem Vortrag die verschiedenen kulturellen Erbstücke der Region anhand Neuenburg beleuchtet.
Freitag, 12 Januar 2018 12:07

Dudelsack-Klänge erfüllen Bockhorner Kirche

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Jade/Bockhorn. Sie sind (nicht nur) in der Region längst weit bekannt und haben eine treue Fangemeinde: Die „Happy German Bagpipers“, eine im Jahr 1982 in Brake gegründete und vor rund zehn Jahren neu formiere Dudelsack-Band unter Leitung von Falk Paulat und Friedhelm Ricklefs. Die Bagpipers laden nunmehr wieder herzlich ein zum bereits traditionellen Konzert zu Jahresbeginn in der St.-Cosmas- und Damian-Kirche in Bockhorn. Das Konzert beginnt an diesem Sonntag, 14. Januar, um 17 Uhr.
Als Gast begrüßt die Band dabei den Dudelsackspieler Uwe Skowronek aus Verden. Die Happy German Bagpipers spielen eine bunte Unterhaltungsmusik auf dem Dudelsack. So hören die Zuschauer stets einen einmaligen Sound, der nach Auskunft von Falk Paulat selbst von traditionellen Dudelsackbands nicht kopiert werden kann: „Jedes Stück ist selbst arrangiert und auf das Können und die Instrumente der Bandmitglieder abgestimmt. Während unserer letzten Schottlandtour im Jahr 2013 belegte die junge Band beim Jugendmusikfestival in Aberdeen den zweiten Platz unter insgesamt 21 Musikgruppen.“

Bei den Happy German Bagpipers handelt es sich in erster Linie um Jugendliche: So ist es nicht verwunderlich, dass Falk Paulat und Friedhelm Ricklefs immer wieder mit neuen Bandmitgliedern arbeiten müssen. Derzeit sind sieben Jugendliche bei den Bagpipers aktiv, stets werden junge Talente mit Freude am Musizieren gesucht. Die Ausbildung beginnt stufenweise mit verschiedenen Instrumenten. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Für die Bandmitglieder ist die Teilnahme stets kostenlos, Instrumente werden von der Band bereitgestellt.
Vielfach war die Band schon international unterwegs, auch in Radio und Fernsehen waren die Bagpipers aus der Wesermarsch schon häufig zu sehen und zu hören. Kürzlich erst gestaltete eine Abordnung der Gruppe die „Plattenkiste“ bei Radio NDR 1. Tourpläne für 2018 gibt es auch bereits: In den großen Ferien geht es einmal mehr in den Schwarzwald. Im Ort Schenkenzell gibt es schon einen German-Bagpipers-Fanclub. Weitere Konzerte sind geplant, den Anfang macht an diesem Sonntag nun der Auftritt in Bockhorn.

Freitag, 12 Januar 2018 11:53

Sich einbringen und gemeinsam etwas bewegen

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Zetel/Neuenburg/Bockhorn. Sich einbringen, Impulse setzen, gemeinsam etwas verändern: die Gemeindekirchenratswahl am 11. März bietet Gelegenheit, innerhalb der eigenen Kirchengemeinde langfristig etwas anzustoßen. Denn: der Gemeindekirchenrat trifft Grund­entscheidungen für die Entwicklung der Gemeinde. Das ist dabei keineswegs nur auf theologische Themen begrenzt.
Bis zum 22. Januar können sich Kandidaten aufstellen lassen. Das geht schriftlich über den Gemeindekirchenrat. Ein offenes Ohr für neue Anwärter haben auch die Pastoren in ihren jeweiligen Gemeinden. „Wir suchen dafür verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten“, sagt Pastorin Sabine Indorf, die im selben Atemzug mit etwaigen Vorurteilen gegenüber dem Amt aufräumt: „Es müssen keine Akademiker sein, es dürfen sich genauso jüngere Menschen angesprochen fühlen.“
Wer sich bereits für Jugendarbeit, Kirchenmusik, Gottesdienst oder die Diakonie interessiere, habe zwar einen Vorteil – „aber es geht nicht nur um Kirche. Wer sich als Gärtner einbringen möchte, kann dies ebenfalls tun“, betont Elke Osterthun. In ihrer Kirchengemeinde engagiere sich ein Finanzbeamter im Gemeindekirchenrat: „Das ist natürlich, wenn es um Gelder geht, sehr praktisch, wenn jemand mit Fachkenntnis darüber schaut.“
„Diese Arbeit ist ein Multiplikator für die Gemeinde“, ist Ute Ermerling überzeugt. Für Elke Osterthun ist der Rat „ein Gremium, wo ich als normaler Bürger etwas bewegen kann. Ich sehe, dass etwas passiert.“ Gewünscht seien neue Impulse, aber auch Fragestellungen und kritische Anmerkungen, so Sabine Indorf. „Das ist Arbeit, die mit ein paar Sitzungen allerdings nicht getan ist. Zeit und Lust sollten vorhanden sein, aber es darf auch jeder in dieses Amt hineinwachsen.“
Wahlberechtigt ist jedes getaufte Mitglied einer Kirchengemeinde ab 14 Jahren, welches länger als drei Monate in der Kirchengemeinde gemeldet ist. Wer sich zur Wahl stellen lassen möchte, muss 18 Jahre alt sein. Bis zum 22. Januar können Kandidaten vorgeschlagen werden, es ist auch möglich, sich selbst aufzustellen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Ende Januar erfolgt eine erste Vorstellung der Kandidaten in einer Sonderausgabe der „Haltepunkte“ sowie persönlich am 11. Februar in einer Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst.
Freitag, 12 Januar 2018 11:52

Feuerwehr und Erlebnisbad bleiben Schwerpunkt

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Bockhorn. Die Kindertagesstätte Steinhausen, das Einzelhandelskonzept sowie das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nebst neuem Löschfahrzeug – etliche kleine und große Meilensteine galt es für die Gemeinde Bockhorn im vergangenen Jahr zu meistern.
In einem Neujahrsgespräch haben Bürgermeister Andreas Meinen und Katja Lorenz als allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters einen Blick auf die Planung für 2018 geworfen. Das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nimmt dabei einen großen Platz ein. „Das wird für die Gemeinde und die Wehr selbst ein großes Projekt mit viel Arbeit im Hintergrund“, ist Katja Lorenz überzeugt. Sobald die neue Fahrzeughalle steht, zieht die Feuerwehr vom alten Standort um. Dann steht die grundlegende und nach energetischen Gesichtspunkten erfolgende Sanierung des Altbaus an. Entsprechend gibt es zwei Bauabschnitte. Für Mitte 2019 ist die Fertigstellung geplant. „Das klingt zwar zunächst ambitioniert, haben allerdings auch Erfahrungen durch den Neubau des Feuerwehrhauses Bockhorn“, so Bürgermeister Andreas Meinen. Für 2019 wird auch das in Auftrag gegebene Löschfahrzeug avisiert: „Wir gehen von anderthalb Jahren Bauzeit aus.“ Das Thema Straßen steht auch dieses Jahr auf der Liste – im vergangenen Jahr betrafen baulichen Maßnahmen die Dorfstraße und Hohelieter Straße. Die Überprüfung des Zustands des Straßennetzes ist dabei schon fast ein Automatismus für die Gemeinde. Das liege vor allem am veränderten Verkehraufkommen, wie Bürgermeister Andreas Meinen erläutert.
Neuigkeiten gibt es für die Sanierung des Babybeckens im Bockhorner Erlebnisbad. „Die Zuschüsse für die Sanierung sind bewilligt, die Ausschreibung läuft“, teilt Andreas Meinen mit. Das Betriebsgebäude soll dabei ebenfalls mitsaniert werden: „Das betrifft die Gebäudehülle selbst, die aus den 1960er Jahren stammt, sowie Teile der Technik und die Umkleiden.“ Künftig soll die Beheizung des Babybeckens über die Beckentechnik miterfolgen.
Am 1. August 2018 soll schließlich die Krippe in Steinhausen eröffnen – pünktlich zum neuen Kindergartenjahr. Als Vormittagskrippe bildet sie damit den vierten Standort in der Gemeinde. „Der Bedarf wächst“, sagt Katja Lorenz. Gleichzeitig stelle ein weiteres Krippenangebot eine Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde dar: „Wir gehen davon aus, dass das Angebot komplett in Anspruch genommen wird.“
Freitag, 12 Januar 2018 11:49

Im Bauamt ist der Chefsessel nicht mehr leer

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Bockhorn. Mit dem Jahreswechsel hat sich innerhalb der Bockhorner Gemeindeverwaltung das Personalkarussell an gleich drei Stellen weitergedreht. Markanteste Änderung: Das Bauamt hat mit Kerstin Meyer-Staudt seit Jahresbeginn eine neue Leiterin.
Die 45-Jährige ist aus der Friedeburger Rathausverwaltung nach Bockhorn gewechselt. Dort war sie als Fachdienstleiterin für den Bereich Planung zuständig. Ihre ersten Schwerpunkte hat die gebürtige Westfälin bereits abgesteckt. „Oben auf der Liste stehen bei mir die Bauleitplanungen für die Gebiete Am Klinkerhof und Markt“, verweist Kerstin Meyer-Staudt auf die Areale der Supermärkte Aldi und Combi. „Und ich habe schon erfahren, dass der Straßenbau in Bockhorn zu den vordringlichen Themen gehört.“
Neben dem Beruf ist die Friedeburgerin an Sprachen und Kultur interessiert. „Mit dem Plattdeutschen tue ich mich etwas schwer“, sagt sie und setzt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Da ich Niederlandistik studiert habe, hat es mit der Verständigung in Friedeburg dennoch geklappt.“ Privat engagiert sich Kerstin Meyer-Staudt zudem im Freundeskreis der Mediothek Friedeburg.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Bauleitung wieder komplett sind“, sagt Bürgermeister Andreas Meinen. Die Vakanz im Bauamt bedingt durch den Wechsel von Jörg Lorenz in die Stadtverwaltung Jever sei zum Ende des vergangenen Jahres doch deutlich zu spüren gewesen: „Man hat am Schluss die enge Personalbesetzung gemerkt.“
Einen neuen Arbeitsplatz hat auch Petra Juilfs bekommen. Zuletzt hatte sie das Vorzimmer des Bürgermeisters betreut, nun ist sie im Amt für Jugend, Schule, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit tätig – und nimmt dort den Platz von Gisela Schweers-Steindor ein, die zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten ist. Auf den Platz im Vorzimmer rückt Lea Lohse nach. Der Gemeindeverwaltung bleibt Gisela Schweers-Steindor weiterhin erhalten. Als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte ist sie jeweils donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Rathaus erreichbar.
Freitag, 05 Januar 2018 13:04

Sanierung für Neuenburgs Ortskern

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Neuenburg. Für den Ortskern von Neuenburg besteht die Möglichkeit auf eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme. Wie der Rat der Gemeinde Zetel in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden hat, sollen im ersten Schritt Voruntersuchungen für ein 12,3 Hektar großes Gebiet, welches Mühlenstraße, Schlossgang, Westersteder Straße sowie Lade- und Lindenstraße umfasst, eingeleitet werden.
Im Vorfeld hatte es entsprechende Gespräche der Gemeindeverwaltung mit dem Ministerium für Soziales in Hannover, sowie dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg gegeben. „Für Neuenburg ist das ein wichtiger Schritt“, machte Bürgermeister Heiner Lauxtermann deutlich. Es handele sich um einen „wunderschönen Ort“, der jedoch an einige Gebäuden erhebliche Defizite aufweise. Die Antragsabgabe müsse allerdings bis Ende Mai 2018 erfolgen. Nur dann ist gewährleistet, dass die Mittel 2019 für die Maßnahme zur Verfügung stehen.
Wilhelm Wilken (Grüne) äußerte sich skeptisch. „Wir machen uns Sorgen, dass wir damit den erheblichen Leerstand in Neuenburg nicht reduzieren können“, gab der Fraktionsvorsitzende zu bedenken. Bürgermeister Heiner Lauxtermann erwiderte, dass sich erfahrungsgemäß aus der städtebaulichen Förderung Investitionsanreize ergeben würden.
„Das ist eine einmalige Chance, die wir uns nicht entgehen lassen sollten“, mahnte Hans-Werner Kammer (CDU). Um den Leerstand zu bekämpfen, sei eine städtebauliche Sanierung unumgänglich. „Wir müssen die Bevölkerung dabei miteinbeziehen“, ergänzte Uwe Koopmann (Linke). Heiner Lauxtermann erklärte, der Gewerbeverein Neuenburg habe angeboten, die Bürger anzusprechen.
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