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Friesische Wehde

Freitag, 08 Dezember 2017 11:25

Große Freude über Bewegungsbox

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Bockhorn. Künftig dürfte das Spiel- und Spaßangebot im neuen evangelischen Kindergarten Bockhorn etwas größer ausfallen. Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei Varel und Mitglied der Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde, überbrachte kürzlich eine sogenannte „Move It“-Box, die für ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot sorgt: zugeschnitten auf die Jüngsten finden sich in der Kiste neben Schwungtüchern und Seilen auch Softbälle und Frisbees, die sich für drinnen und draußen eignen. Faszination übte auch das Polizeiauto vor der Tür des Kindergartens aus. Im Anschluss durfte dementsprechend die Besichtigung des Fahrzeugs nicht fehlen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:22

Sich Zeit nehmen und dabei Positives vermitteln

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Zetel. Ohne sie wäre der Schulalltag um einiges ärmer, mit ihrer Hilfe unterstützen sie nicht nur die Lehrkräfte, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Bildungsbestandteil. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind an der Grundschule Zetel tätig, und das in ganz verschiedenen Rollen. Sie sind Lesepaten, Helfer bei Hausaufgaben oder unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund – und seit Jahren aus dem laufenden Schulbetrieb nicht mehr wegzudenken.
Aus diesem Grund hat das Lehrerkollegium um Schulleiterin Tanja Müller-Urban und Stellvertreterin Karin Geiger kürzlich eine kleine Adventsfeier für die Ehrenamtler ausgerichtet. Bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen sollte nicht nur die Möglichkeit bestehen, sich über die Hilfs- und Förderarbeit auszutauschen, sondern auch eine Rückmeldung über etwaige Wünsche an die Schulleitung erfolgen.
Drei Gruppen bilden den Stamm der Helfer. Neben den Lesepaten gibt es diejenigen, die sich um die Hausaufgabenbetreuung kümmern, sowie in Arbeitsgruppen der Schule mitwirken. Die letzte Gruppe ist 2015 dazugekommen und fördert den Sprachschatz von Flüchtlingskindern, die Leitung hat Kirsten Lindenthal inne. Mit dem Jugendzentrum „Steps“ gibt es an der Grundschule Zetel zusätzlich externe Unterstützung. Einmal die Woche kommen Mitarbeiter des Jugendzentrums in den Unterricht und bieten Gemeinschaftsspiele an. „Die Leseleistung wird gesteigert, für Flüchtlingskinder ist es wichtig, dass sie mit einzelnen Personen sprechen. Wir haben gemerkt, dass sich viele von ihnen nach zwei Jahren inzwischen gut im Alltag ausdrücken können“, berichtet Tanja Müller-Urban von den Vorteilen der Sprachförderung. 50 von den rund 350 am Zeteler Standort unterrichteten Kindern haben einen Migrationshintergrund, die Sprachangebote verlaufen parallel. Für deutsche Kinder gibt es an der Schule eine Leseförderung. „Wir sind dankbar über jeden ehrenamtlichen Helfer, nur so kann die Betreuung der Kinder gelingen“, betont die Schulleiterin. Die Helfer seien dabei deutlich mehr als nur eine Unterstützung für das Lehrerkollegium: „Sie sind Bezugspersonen für die Kinder.“
Ehrenamtlerin Adelheid Schönborn ist seit acht Jahren dabei, zweimal die Woche kümmert sie sich mit um die Sprachförderung: „Die ausländischen Kinder können hier nur Fuß fassen, wenn sie die Sprache richtig sprechen.“ Inge Urban, seit drei Jahren dabei, ist es wichtig, etwas Positives mitzugeben. „Die Kinder kommen gerne, sie wissen, dass da ein Mensch ist, der für sie Zeit hat“, schildert sie ihre Erfahrung. Lesen sei nachwievor beliebt, sagt Susanne Welm, eine der Lesepaten. Oftmals stünden die Kinder jedoch unter Leistungsdruck: „Eltern sollten für die Liebe da sein, nicht für die Leistung.“
Freitag, 17 November 2017 09:42

333. Zeteler Markt: Stimmungsvolle Eröffnung

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Zetel. Zur Eröffnung des Zeteler Marktes haben sich auch in diesem Jahr wieder viele Zeteler und Marktbesucher versammelt. Zunächst stimmten der Feuerwehrspielmannszug Zetel-Neuenburg, die Mill-Rose Jazzband und die Showband Grabstede die Gäste auf den Markt ein. Dann eröffnete Bürgermeister Heiner Lauxtermann den Markt und bedankte sich bei den vielen Helfern und Beteiligten für ihr Engagement, sodass der 333. Zeteler Markt ein voller Erfolg wurde. Es folgten der obligatorische Fassanstich und der Freibier-Ausschank. Danach machten sich die Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft zum Marktrundgang unter abwechselnd starken Schauern und strahlendem Sonnenschein auf. Zum Abschluss der Eröffnung versammelten sie sich im Hankenhof zum Grünkohlessen. Dort sorgte Matthias Huber mit seinen plattdeutschen Witzen für Schenkelklopfer-Momente. Der Bürgermeister der Gemeinde Apen zeigte so, dass er nicht nur ein Händchen für Politik, sondern auch den nötigen Humor hat. Für die Überraschung des Tages sorgte der Bürgermeister Lauxtermann selbst. Zusammen mit Franky Joseph, seinen Kollegen aus den anderen Gemeinden und Landrat Sven Ambrosy schmetterte er „Hallelujah“ und „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen.
Der Sonntag startete mit dem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt auf dem Ohrbült. Viele Geschäfte beteiligten sich am Tag der offenen Tür und um 14 Uhr war der offizielle Marktbeginn. Bei der zehnten Musikschau im Bayernzelt „Mit Pauken und Trompeten“ sorgte u.a. die Powerbrass Band Sudmerberg für ordentlich Stimmung. Von dem nasskaltem Wetter und leichtem Regen ließen sich die Marktbesucher nicht abschrecken. Bis spät in die Nacht waren die blinkenden Lichter der Fahrgeschäfte zu sehen.
Der Montag lockte zum Familientag und ermäßigten Preisen viele Kinder mit ihren Eltern an. Neben den zahlreichen süßen Köstlichkeiten, freuten sie sich über tolle Spielzeuge. Vor allem die vielen bunten Einhörner brachten in diesem Jahr die Kinderaugen zum Strahlen. Eine Woche vor Marktbeginn war zum Ärger des Marktausschusses das Fahrgeschäft „Crazy Maus“ abgesprungen. Doch die Lücke blieb dank Marktmeister Olaf Oetken nicht leer. Eingesprungen war die Familienachterbahn „Drachen“. Das traditionelle Feuerwerk am Abend rundete den Familientag ab.
Zum 333. Jubiläum gab es auch einige Besonderheiten zu entdecken. So zum Beispiel die Sonderausstellung in den neu eingerichteten Räumen am Ohrbült 8. Zu bestaunen gab es die Bilderausstellung „Gesichter“ von Fotodesigner Klaus Schreiber, Aufnahmen vom Zeteler Viehmarkt aus dem Jahre 1970, Modell des „Steiger Riesenrades“ mit 2,5 m Höhe gebaut aus ca. 20.000 Legosteinen und erste Modelle des „neuen“ Zeteler Markt Modells im Maßstab 1:87.
Highlight und Abschluss des Zeteler Marktes war erneut der Marktmittwoch mit dem Vieh- und Pferdemarkt. Vor allem die Kinder freuten sich über die zahlreichen niedlichen Tiere und hätten am liebsten eins mit nach Hause genommen. Zahlreiche Besucher von Nah und Fern ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Und auch auf dem restlichen Festgelände ging es schon in alter Tradition am Vormittag los. In allen Festzelten wurde gefeiert und getanzt.
Freitag, 17 November 2017 09:36

Investition: 52.000 Euro für Laufbahn

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Bockhorn. Die Gemeinde Bockhorn hat für die Sanierung der 100-Meter-Laufbahn auf dem Sportgelände Hilgenholter Straße rund 52.000 Euro in den Investitionshaushalt für 2018 eingestellt. Der Sanierungsbedarf war bereits im Verwaltungsausschuss am 5. September Thema gewesen. Daraufhin war der Entschluss gefasst worden, die Kosten für die Sanierung der Laufbahn, der Weitsprung- sowie Kugelstoßanlage zu ermitteln.
„Wir haben bisher keine exakten Analysen der Kosten bekommen“, teilte Bürgermeister Andreas Meinen in der jüngsten Sitzung des Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschusses mit. Aus diesem Grund sind die 52.000 Euro zunächst als geplanter Ansatz zu sehen.
Dass die Laufbahn einer dringenden Modernisierung bedarf, sei auch beim Ortstermin deutlich geworden. Eine kostengünstige Möglichkeit wäre, den alten Belag zu entfernen und eine neue Schicht aufzutragen – „vorausgesetzt, das Material ist nicht belastet, dann wird es wesentlich teurer“, betonte Meinen. Neben der Erneuerung der Kantsteine liegt der Fokus auch auf dem Erhalt der bisherigen Drainage und des Regenwasserablaufs. Als möglicher Platz für eine Weitsprunganlage wurde die Verlängerung der Laufbahn in Richtung Uhlhornstraße vorgeschlagen.
Um verlässliche Kosten zu ermitteln und gleichzeitig die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten abzuwägen, wird die Sanierung von einem Fachplanungsbüro begleitet.
Freitag, 03 November 2017 10:12

Flinke Vierbeiner mit klarer Botschaft

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Neuenburg. Angefangen hat alles mit dem Wunsch nach einem Hund. „Wir haben uns gesagt, wenn wir einen nehmen, dann aus dem Tierschutz“, berichtet Thomas Coldewey aus Neuenburgerfeld. Die Suche in lokalen Tierheimen bleibt ohne Erfolg. Im Internet stößt der Tischler auf Onlinegruppen, die sich mit dem Leid der Galgos in Spanien auseinandersetzen. Ab da steht für Thomas Coldewey und seine Frau Martina fest: dieser Hund soll es sein.
Heute bereichern Asali (suaheli für „Süßer Honig“) und Nisha (indisch für „Die Schöne“) ihren Alltag. Die beiden quirligen Tiere sitzen mit auf dem Sofa, bekommen Streicheleinheiten und schlafen in großen, weich ausstaffierten Hundekörben. Ein glückliches Hundeleben – was sehr vielen ihrer Artgenossen verwehrt bleibt. Die vom Wesenszug eher sanft-gutmütigen Tiere verfügen nämlich über einen gut ausgeprägten Jagdtrieb – ein Umstand, den sich die Galgueros, die spanischen Jäger, für ihre Zwecke und ohne Rücksicht auf die Hunde zu eigen machen.
Thomas Coldewey legt einen Ordner auf den Tisch. Darin: Bilder von Hunden, die angeleint einem fahrenden Auto hinterherlaufen müssen, ausgemergelte Galgos, geschundene Pfoten. Die Bilder stammen von Tierschutzorganisationen, die sich vor Ort für die Hunde einsetzen. „50.000 Galgos werden pro Jahr getötet“, sagt Thomas Coldewey. Bei den Jägern zählt nur die Schnelligkeit der Tiere, die sie mit brutalen Methoden steigern. Wer zu alt oder zu langsam ist, wird ausgemustert, in der Einöde angepflockt und sich selbst überlassen oder an einem Baum soweit aufgehängt, dass die hinteren Pfotenspitzen gerade noch den Boden berühren. „Klavierspielen“ nennt sich diese Methode, die im Todeskampf der Tiere die Handanschläge eines Pianisten imitiert. „In Spanien hält sich der Aberglaube, dass der nächste Hund umso schneller ist, je mehr sein Vorgänger gelitten hat“, sagt Thomas Coldewey.
Auf diese Lebensumstände macht seit einem Jahr der von Marie Tenbusch und Thomas Coldewey gegründete Verein „Galgo Info“ aufmerksam: „Wir leisten Aufklärung, vermitteln jedoch keine Tiere.“ Mittels Spenden unterstützen sie die spanischen Tierschutzorganisationen, die sich für die Windhunde einsetzen, bezahlen Medikamente, Heimkosten oder notwendige Apparaturen, um die Tiere wieder aufzupäppeln. Ein gesunder Galgo im Tierheim kostet rund 120 Euro im Monat, oftmals sind 500 Tiere in einem Heim untergebracht. Die Geschichte ihrer Hunde haben Thomas und Martina Coldewey teilweise in Erfahrung bringen können. „Asali hat bei Zigeunern gelebt und war trächtig, allerdings nicht von einem Galgo. Das wäre ihr Todesurteil gewesen“, berichtet Thomas Coldewey. „Nisha haben wir vor acht Jahren auf einem Foto zum ersten Mal gesehen. Sie hatte ein Gesicht, damit hätte sie keiner genommen.“
Ihr Temperament haben die beiden Galgos der Familie Coldewey bewahrt. „Die Tiere brauchen Beschäftigung“, sagt Thomas Coldewey. Den Hund eben draußen laufen lassen – das geht nicht. Ein Vogel, oder eine Katze reicht schon, um den Hund über alle Berge laufen zu lassen: „Wenn man Glück hat, kommt der Hund irgendwann wieder.“ Allerdings lauern draußen zahlreiche Gefahren für die flinken Vierbeiner, die nicht selten von Autos angefahren werden. Die Leine ist stets dabei – nebst Sicherung am Menschen. „Galgos sind keine Tiere für Jedermann, man muss sich schon sehr mit den Rassemerkmalen auseinandersetzen“, betont Thomas Coldewey.
Im Verein kommt den Galgos eine wichtige Rolle zu. Sie sind „Botschafter mit langen Nasen“, die auch aufgrund ihrer grazilen Erscheinung für Aufmerksamkeit sorgen. „Die Tiere sind Hingucker, die Menschen kommen auf uns zu und sprechen uns an und fragen nach“, freut sich der Neuenburgerfelder. Im vergangenen Jahr haben die Coldeweys am Galgomarsch in Berlin teilgenommen. Mit 600 Galgos ging es durch das Brandenburger Tor und das Regierungsviertel. „Das war eine tolle Tour, wo ich heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich daran denke“, sagt Thomas Coldewey. Im Juni 2017 folgte schließlich ein „Great Global Greyhound Walk“ für britische und spanische Windhunde in Dangast, initiiert vom Verein „Galgo Info“. Ebenfalls macht der Verein mit besonderen Aktionen auf seine Arbeit aufmerksam. In der Vorweihnachtszeit läuft unter anderem eine „Galgo im Sack“-Adventskalenderaktion, wo es möglich ist, Taschen, Bilder und Kunsthandwerk, für den guten Zweck zu ersteigern. Hergestellt werden die Sachen in Handarbeit vom Ehepaar Coldewey sowie von Marie Tenbusch. Der Erlös fließt in den Tierschutz.
Für „Galgo Info“ gibt es auch künftig einiges zu tun, denn die Bedingungen, in denen die Galgos in Spanien leben, verändern sich nur langsam. „Es gibt inzwischen ein Umdenken, dass einige Jäger ihre Tiere nicht mehr töten, aber die Tradition ist nachwievor noch vielerorts vorhanden“, berichtet Thomas Coldewey.

Wer die Arbeit von „Galgo-Info“ unterstützen möchte, findet auf der Internetseite www.galgo-info.de weitere Informationen.
Freitag, 03 November 2017 10:08

Schüler pflegen das Ökosystem Moor

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Bockhorn. Statt Schulheft und Lehrbuch gibt es Gummistiefel und Sägen: Vier Klassen der IGS Friesland-Süd aus Zetel haben kürzlich die Schule für jeweils einen Vormittag gegen das Bockhorner Moor getauscht.
Unterstützt vom Landkreis Friesland sowie der mobilen Umweltbildung Mobilum gab es im Rahmen des „Moorherbst Niedersachsen“ für die jeweils 30 Schüler an einem Vormittag etliche theoretische und praktische Aufgaben zu bewältigen. Bereits im Unterricht hatten sich die Schüler der 7. Klassen über das Ökosystem Moor informiert. Dabei ging es auch um geeignete Schutzmaßnahmen, um den empfindlichen Lebensraum auch für künftige Generationen zu erhalten.
Auch das Entkusseln auf einem Teilbereich des knapp 322 Hektar umfassenden Bockhorner Moores spielte eine Rolle. Damit dem Moorboden nicht zuviel Wasser entzogen und damit die Wiedervernässung erschwert wird, mussten die Birken und Kiefern weichen – unter Anleitung durften die Schüler selbst mit Sägen die Baumreihen auf einem knapp drei Hektar großen Areal lichten. Theoretische Inhalte vermittelten Susanne Ekhoff und Petra Walentowitz von der mobilen Umweltstiftung „Mobilum“, die mit Kleingruppen Bodenproben entnahmen, das saure Waldbodenmilieu bestimmen ließen oder die Pflanzen des Moores vorstellten – allen voran das Torfmoos, das für den Wachstum des Moores sorgt.
Für Sven-Philipp Glomme, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften an der IGS Friesland-Süd und Alexander Pelzel von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland ist die Aktion ein großer Erfolg. „Die Schüler sind sehr motiviert, einige würden gerne auch außerhalb der Aktion das Moor weiter pflegen“, berichtet Sven-Philipp Glomme. Für die Schüler bedeute die Arbeit an der frischen Luft im Bockhorner Moorgebiet ein „echtes Naturerlebnis“. Möglich sei eine solche praxisbezogene Exkursion jedoch oftmals nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung, erklärte Alexander Pelzel.
Montag, 09 Oktober 2017 09:59

Großer Star auf „kleiner“ Bühne

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Neuenburg. Er ist bekannt aus Theater und Film, ob es große Charakterrollen oder Figuren aus Kinderbüchern sind. Am Montag, 16. Oktober, kommt Ulrich Noethen ins Vereenshuus Neuenburg (Urwaldstraße 37) und wird dort eine Lesung abhalten. Es ist nicht das erste Mal, dass Susanne Köster-Schoon von Susannes Buchhandlung und Iko Chmielewski vom Kulturbüro der Stadt Zetel es geschafft haben, große Stars für die Neuenburger Bühne zu gewinnen.
Im Frühjahr auf der Hörbuchgala in Köln hat Susanne Köster-Schoon den Film- und Theaterschauspieler einfach mal angesprochen. Die Freude war groß, als im Nachgang dann seine Zusage kam. Neben Film und Theater ist Ulrich Noethen auch als Hörbuchsprecher aktiv. So hat er gerade die Neuübersetzung von Gabriel García Márquez’ großem Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ eingelesen – die Familiensaga um das kolumbianische Dorf Macondo gehört inzwischen zu den modernen Klassikern der Weltliteratur. Auch der neue Roman von Daniel Kehlmann „Tyll“, der im Oktober erscheint, hat es Noethen angetan. So wird es den Roman im Herbst auch als Hörbuch geben. Diese literarischen Vorlagen bilden die Grundlage für den Abend mit Ulrich Noethen im Vereenshuus in Neuenburg. Er selbst hat die Textpassagen ausgewählt. Da er es liebt mit Sprache zu spielen, dürfen die Zuschauer sich auf einen anspruchsvollen Abend freuen.

Im Anschluss an die Lesung kann Ulrich Noethen noch näher erlebt werden, wenn er für das ein oder andere Foto oder Autogramm bereitsteht. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eine Karte kostet 17,50 Euro und beinhaltet einen festen Sitzplatz. Getränke können im Neuenburger Vereenshuus erworben werden. An den Vorverkaufsstellen Susannes Buchhandlung in Wiesmoor (Tel. 04944/2194) und Buchhandlung Lübben in Zetel (Tel. 04453/938170) können die Karten ohne Vorverkaufsgebühr erworben werden.

Neben der Veranstaltung im Neuenburger Vereenshuus wird Ulrich Noethen am 17. Oktober auch im Forum der KGS Wiesmoor auftreten.

Montag, 09 Oktober 2017 09:54

Hausärztemangel stellt vor Probleme

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Bockhorn. Politische Arbeit auf der einen, die Versorgung von Kranken auf der anderen Seite: für Dr. Egbert Völkel (FDP) überwiegt inzwischen die Krankenversorgung. Dies ist auch der Grund, warum der Bockhorner Mediziner auf sein im September 2016 erneut erworbenes Ratsmandat verzichtet.
In der jüngsten Ratssitzung erklärte Dr. Egbert Völkel den Hintergrund für diese Entscheidung. Er arbeite seit 31 Jahren als Arzt in Bockhorn, inzwischen habe sich die Situation dahingehend gewandelt, dass es kaum noch Ärzte in der Gemeinde gebe und die übrigen niedergelassenen Mediziner mit Arbeit nahezu überschüttet würden. „Wir schaffen es nicht, abends um 19 Uhr fertig zu sein“, erklärte Dr. Egbert Völkel. Er sehe die eigene Priorität künftig in der Krankenversorgung vor Ort.
Einen Nachfolger zu finden sei äußerst schwierig. Dies sei für die inzwischen geschlossene Praxis von Dr. Helmut Eismann in der Kranenkamper Straße ebenfalls nicht möglich gewesen. Hinzu komme, dass ein weiterer Arzt in der Praxis Am Markt demnächst aufhöre und sich das hausärztliche Versorgungsproblem damit verschärfe. Es fehle vor allem an Ärzten, die sich im ländlichen Raum ansiedelten, so Dr. Egbert Völkel.

Die für den FDP-Mann nachrückende Stephanie Krebs wurde in der Sitzung als neues Gemeinderatsmitglied aufgenommen.

Dienstag, 26 September 2017 16:18

Hund verletzt Kind und Frau in Zetel

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Zetel. Ein freilaufender Hund hat nach Angaben der Polizei am Sonntag, 24. September, gegen 15 Uhr in Zetel, Straße Pickerei, in Höhe Hausnummer 35, ein Kind und eine Frau verletzt. Wie am Montag angezeigt worden sei, war eine 54-Jährige mit einem vierjährigen Pflegsohn und einer Freundin direkt am Waldesrand spazieren gegangen. Kurz nach Betreten des Waldes ist demnach ein großer dunkelbrauner Hund auf den Jungen zugekommen und hat diesen im Schulterbereich gebissen. Die Pflegemutter versuchte den Hund vom Kind zu lösen, dieser verbiss sich daraufhin in die Hand der Frau. Schließlich aber hat der Hund von der Frau abgelassen und ist zurück in den Wald verschwunden. Die Hunderasse ist laut Polizei unbekannt, das dunkelbraune Tier soll eine Rückenhöhe etwa wie ein Schäferhund und Schlappohren gehabt haben.
Sowohl die Frau als auch der vierjährige Junge wurden durch den Hundebiss verletzt, sie wurden zur ärztlichen Behandlung stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt eingeleitet. Zeugen, die ergänzende Hinweise, insbesondere Angaben zum Halter des Hundes machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Varel unter Tel. 04451/923-0 in Verbindung zu setzen.
Freitag, 08 September 2017 10:06

69. Bockhorner Markt steht in den Startlöchern

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Bockhorn. Für drei Tage wird am Wochenende die Gemeinde Bockhorn zur Marktmeile. Denn mit dem 69. Bockhorner Markt gibt es für Feinschmecker, passionierte Karussellfahrer und Schaulustige bei zahlreichen Attraktionen Gelegenheit zum ausprobieren, einsteigen und besichtigen. Von Samstag, 9., bis Montag, 11. September, bietet der Bockhorner Ortskern als großes Festgelände viele Möglichkeiten zu feiern, zu tanzen und eine schöne Zeit zu verbringen.
Auch in diesem Jahr haben die Organisatoren um Marktmeister Stephan Haaken, Siegmund Wernicke und Hartmut Hinrichs, Vorsitzender des Heimatringes, ein buntes Paket für die Besucher geschnürt. Rund 54 Schausteller sind an den drei Tagen vor Ort, darunter beliebte Klassiker wie „Breakdancer“, „Musikexpress“, Autoscooter, „Beatjumper“, für die kleinsten Besucher gibt es zudem wieder Kinderfahrgeschäfte und Spielmöglichkeiten wie Dosenwerfen und Entenangeln.
Einen ersten Höhepunkt bietet der Bockhorner Markt bereits vor der Eröffnung am Samstag. Dann zieht der Festumzug mit prächtig geschmückten Wagen durch die Straßen. „Dieses Jahr haben wir 30 Fahrzeuge und Fußgruppen“, berichtet Hartmut Hinrichs. Drei Musikzüge, darunter der Spielmannszug Schweiburg, der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen und die Musik- und Showband Grabstede, begleiten den Zug auf seiner Route. „Leider sind die Bockhorner Dörpsmus‘kanten das letzte Mal beim Umzug dabei“, bedauert Hartmut Hinrichs, „an den Seniorennachmittagen nehmen sie aber weiterhin teil.“ Eine Besonderheit wird ein Gespann der evangelischen Kirchengemeinde Bockhorn sein. „Anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft mit Jaworze besucht uns eine zehnköpfige Delegation aus Polen“, berichtet Bürgermeister Andreas Meinen. Anmeldungen für den Umzug sind bis Montag, 4. September noch über den Heimat­ring oder die Gemeinde Bockhorn möglich. Wünschenswert sind kleine Zugmaschinen. Der Umzug am Samstag beginnt um 14 Uhr in der Hilgenholter Straße und führt auch in diesem Jahr durch die Lange Straße über die Rosenstraße bis zum Klinkerhof. Begleitet wird der Zug von der Freiwilligen Feuerwehr Bockhorn. Die Moderation übernimmt in der Langen Straße Peter Wegener, der die einzelnen Wagen und Teilnehmer vorstellen wird.
Der Markt wird um 16 Uhr vom Bürgermeister mit Freibier für Erwachsene und Freikarten für Kinder offiziell eröffnet. Abends laden DJ Westi und „Promise“ ab 20 Uhr alle Tanzliebhaber zur Party in das Festzelt ein. Am Sonntagmorgen findet um 10 Uhr ein Ökumenischer Marktgottesdienst in der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche statt und auch der Flohmarkt Marktplatz/Urwaldstraße/Klinkerhof ist geplant. „Es gibt freie Standwahl und private Anbieter zahlen keine Standgebühr. Das betrifft lediglich gewerbliche Stände“, erläutert Marktmeister Stephan Haaken.
Am Montag findet der Seniorennachmittag mit den Dörpsmus‘kanten und dem Shantychor im Festzelt statt und der Familientag lockt mit „Happy Hour“-Angeboten. Weitere Höhepunkte sind der verkaufsoffene Sonntag von 11 bis 16 Uhr und der Auftritt von United Four und DJ Westi am Montagabend. Zusätzlich öffnet der Verein für Heimatgeschichte der Gemeinde Bockhorn am Sonntag von 13 bis 17 Uhr sein Archiv Kirchstraße/Ecke Gartenstraße mit Bildern aus der Vergangenheit der Gemeinde Bockhorn. Das traditionelle große Höhenfeuerwerk am Montagabend rundet den 69. Bockhorner Markt um 21 Uhr schließlich ab.
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