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Freitag, 12 Januar 2018 11:52

Feuerwehr und Erlebnisbad bleiben Schwerpunkt

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Bockhorn. Die Kindertagesstätte Steinhausen, das Einzelhandelskonzept sowie das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nebst neuem Löschfahrzeug – etliche kleine und große Meilensteine galt es für die Gemeinde Bockhorn im vergangenen Jahr zu meistern.
In einem Neujahrsgespräch haben Bürgermeister Andreas Meinen und Katja Lorenz als allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters einen Blick auf die Planung für 2018 geworfen. Das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nimmt dabei einen großen Platz ein. „Das wird für die Gemeinde und die Wehr selbst ein großes Projekt mit viel Arbeit im Hintergrund“, ist Katja Lorenz überzeugt. Sobald die neue Fahrzeughalle steht, zieht die Feuerwehr vom alten Standort um. Dann steht die grundlegende und nach energetischen Gesichtspunkten erfolgende Sanierung des Altbaus an. Entsprechend gibt es zwei Bauabschnitte. Für Mitte 2019 ist die Fertigstellung geplant. „Das klingt zwar zunächst ambitioniert, haben allerdings auch Erfahrungen durch den Neubau des Feuerwehrhauses Bockhorn“, so Bürgermeister Andreas Meinen. Für 2019 wird auch das in Auftrag gegebene Löschfahrzeug avisiert: „Wir gehen von anderthalb Jahren Bauzeit aus.“ Das Thema Straßen steht auch dieses Jahr auf der Liste – im vergangenen Jahr betrafen baulichen Maßnahmen die Dorfstraße und Hohelieter Straße. Die Überprüfung des Zustands des Straßennetzes ist dabei schon fast ein Automatismus für die Gemeinde. Das liege vor allem am veränderten Verkehraufkommen, wie Bürgermeister Andreas Meinen erläutert.
Neuigkeiten gibt es für die Sanierung des Babybeckens im Bockhorner Erlebnisbad. „Die Zuschüsse für die Sanierung sind bewilligt, die Ausschreibung läuft“, teilt Andreas Meinen mit. Das Betriebsgebäude soll dabei ebenfalls mitsaniert werden: „Das betrifft die Gebäudehülle selbst, die aus den 1960er Jahren stammt, sowie Teile der Technik und die Umkleiden.“ Künftig soll die Beheizung des Babybeckens über die Beckentechnik miterfolgen.
Am 1. August 2018 soll schließlich die Krippe in Steinhausen eröffnen – pünktlich zum neuen Kindergartenjahr. Als Vormittagskrippe bildet sie damit den vierten Standort in der Gemeinde. „Der Bedarf wächst“, sagt Katja Lorenz. Gleichzeitig stelle ein weiteres Krippenangebot eine Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde dar: „Wir gehen davon aus, dass das Angebot komplett in Anspruch genommen wird.“
Freitag, 12 Januar 2018 11:49

Im Bauamt ist der Chefsessel nicht mehr leer

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Bockhorn. Mit dem Jahreswechsel hat sich innerhalb der Bockhorner Gemeindeverwaltung das Personalkarussell an gleich drei Stellen weitergedreht. Markanteste Änderung: Das Bauamt hat mit Kerstin Meyer-Staudt seit Jahresbeginn eine neue Leiterin.
Die 45-Jährige ist aus der Friedeburger Rathausverwaltung nach Bockhorn gewechselt. Dort war sie als Fachdienstleiterin für den Bereich Planung zuständig. Ihre ersten Schwerpunkte hat die gebürtige Westfälin bereits abgesteckt. „Oben auf der Liste stehen bei mir die Bauleitplanungen für die Gebiete Am Klinkerhof und Markt“, verweist Kerstin Meyer-Staudt auf die Areale der Supermärkte Aldi und Combi. „Und ich habe schon erfahren, dass der Straßenbau in Bockhorn zu den vordringlichen Themen gehört.“
Neben dem Beruf ist die Friedeburgerin an Sprachen und Kultur interessiert. „Mit dem Plattdeutschen tue ich mich etwas schwer“, sagt sie und setzt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Da ich Niederlandistik studiert habe, hat es mit der Verständigung in Friedeburg dennoch geklappt.“ Privat engagiert sich Kerstin Meyer-Staudt zudem im Freundeskreis der Mediothek Friedeburg.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Bauleitung wieder komplett sind“, sagt Bürgermeister Andreas Meinen. Die Vakanz im Bauamt bedingt durch den Wechsel von Jörg Lorenz in die Stadtverwaltung Jever sei zum Ende des vergangenen Jahres doch deutlich zu spüren gewesen: „Man hat am Schluss die enge Personalbesetzung gemerkt.“
Einen neuen Arbeitsplatz hat auch Petra Juilfs bekommen. Zuletzt hatte sie das Vorzimmer des Bürgermeisters betreut, nun ist sie im Amt für Jugend, Schule, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit tätig – und nimmt dort den Platz von Gisela Schweers-Steindor ein, die zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten ist. Auf den Platz im Vorzimmer rückt Lea Lohse nach. Der Gemeindeverwaltung bleibt Gisela Schweers-Steindor weiterhin erhalten. Als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte ist sie jeweils donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Rathaus erreichbar.
Freitag, 05 Januar 2018 13:04

Sanierung für Neuenburgs Ortskern

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Neuenburg. Für den Ortskern von Neuenburg besteht die Möglichkeit auf eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme. Wie der Rat der Gemeinde Zetel in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden hat, sollen im ersten Schritt Voruntersuchungen für ein 12,3 Hektar großes Gebiet, welches Mühlenstraße, Schlossgang, Westersteder Straße sowie Lade- und Lindenstraße umfasst, eingeleitet werden.
Im Vorfeld hatte es entsprechende Gespräche der Gemeindeverwaltung mit dem Ministerium für Soziales in Hannover, sowie dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg gegeben. „Für Neuenburg ist das ein wichtiger Schritt“, machte Bürgermeister Heiner Lauxtermann deutlich. Es handele sich um einen „wunderschönen Ort“, der jedoch an einige Gebäuden erhebliche Defizite aufweise. Die Antragsabgabe müsse allerdings bis Ende Mai 2018 erfolgen. Nur dann ist gewährleistet, dass die Mittel 2019 für die Maßnahme zur Verfügung stehen.
Wilhelm Wilken (Grüne) äußerte sich skeptisch. „Wir machen uns Sorgen, dass wir damit den erheblichen Leerstand in Neuenburg nicht reduzieren können“, gab der Fraktionsvorsitzende zu bedenken. Bürgermeister Heiner Lauxtermann erwiderte, dass sich erfahrungsgemäß aus der städtebaulichen Förderung Investitionsanreize ergeben würden.
„Das ist eine einmalige Chance, die wir uns nicht entgehen lassen sollten“, mahnte Hans-Werner Kammer (CDU). Um den Leerstand zu bekämpfen, sei eine städtebauliche Sanierung unumgänglich. „Wir müssen die Bevölkerung dabei miteinbeziehen“, ergänzte Uwe Koopmann (Linke). Heiner Lauxtermann erklärte, der Gewerbeverein Neuenburg habe angeboten, die Bürger anzusprechen.
Freitag, 05 Januar 2018 13:02

Zuschlag geht an Discounter Aldi und Combi

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Bockhorn. In der Debatte um das Einzelhandelskonzept in der Gemeinde Bockhorn hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugunsten der beiden Anbieter Aldi und Combi entschieden. Damit ist der von Investor Henning von Harten geplante Edeka-Markt an der Langen Straße vom Tisch. Dass die Entscheidung nicht leichtgefallen war, wurde in der Ratssitzung mehrfach in den Redebeiträgen deutlich. Mehr noch: Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich das Thema von den einzelnen Fraktionen bewertet wurde.
„Das ist eine der schwersten Entscheidungen, die wir hier treffen“, sagte Christel Bartelmei (CDU). Das liege nicht nur an den zwei konträren Gutachten, sondern auch an der spät erfolgten Vorstellung durch die Investoren: „Viele Dinge sind sehr widersprüchlich gelaufen.“ Auf ihre Anregung hin wurde die Beschlussvorlage ergänzt: Bis zum 30. Juni müssen Aldi und Combi ihre Bauanträge einreichen. Tun sie es nicht, behält sich die Gemeinde vor, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben. „So wird die Planung sichergestellt und es kommt zu keiner Investitionsverhinderung“, erläuterte Christel Bartelmei.
Christian Bergfeld (SPD) machte deutlich, dass es noch Klärungsbedarf gebe: „Die Verkaufsfläche ist nicht transparent abgeleitet und wir haben die Frage nach einem zweiten Vollsortimenter nicht ausreichend beantwortet. Wir würden eine ergebnisoffene Diskussion bevorzugen.“ Die SPD trage den Beschluss gegen Edeka nicht mit.
Rolf Scherer erklärte: „Wir haben versäumt, nach Alternativen zu suchen und nur über die 600 Quadratmeter gesprochen.“ Außerdem sei nicht einzusehen, auf andere Kommunen Rücksicht zu nehmen, Zetel habe seinen Aldi ebenfalls einfach erweitert. „Ich habe das Gefühl, dass Bockhorn immer weiter an den Rand gedrängt wird“, kritisierte Scherer, der sich ebenfalls beim Beschluss gegen Edeka der Stimme enthielt. Horst Hoffschnieder (SPD) bemängelte, dass die Verkaufsfläche anders sei als von der Bünting-Gruppe dargestellt: „Das Gutachten ist für mich hinfällig, die Zahlen sind anmaßend und nicht korrekt.“ Dass sich ferner der Bürgermeister der Gemeinde Zetel zu Angelegenheiten äußere, die Bockhorn betreffen, sei eine „Unverfrorenheit“: „Ich vermute, dass hier Fäden gezogen werden und würde mich nicht wundern, wenn irgendwann in Zetel ein neuer Edeka-Markt steht.“
„Wir müssen sehen, dass was passiert“, setzte Harald Duttke (FDP) gegen, „wenn wir das Thema vertagen, haben wir 2019 noch nichts stehen.“ Im Ergebnis fiel die Entscheidung des Rates sehr knapp aus: elf Ja-Stimmen gab es für die Lösung zugunsten beider Discounter, neun Stimmen sprachen sich für Edeka aus.
Freitag, 15 Dezember 2017 11:43

Gemeinde geht mit Anwohnern in Vorgespräche

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Im Umwelt- und Planungsausschuss gab es viele Fragen zum Gewerbegebiet Roßfelde-Nord.

Zetel.
Die jüngste Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses der Gemeinde Zetel fiel erwartungsgemäß emotional aus. Das lag vor allem an Tagesordnungspunkt 7, der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 122 für das Gewerbegebiet Roßfelde Nord. Zahlreiche Anwohner um das Gebiet herum nahmen an der Sitzung teil – und stellten zahlreiche Fragen an Bürgermeister Heiner Lauxtermann und die Verwaltung.
„Es gibt keinen Wertverlust, so lange wir uns an Recht und Gesetz halten“, lautete eine der Antworten, die Heiner Lauxtermann an dem Abend gab. Anderen Anwohnern ging es um die Gesamtbelastung, die das neue Gewerbegebiet mit sich bringe. Die Lärmpegel seien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, erläuterte der Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er auf den frühen Stand der Planungen: „Welche Betriebe sich dort ansiedeln, muss noch festgestellt werden.“ Der Aufstellung des Bebauungsplans folgte der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Bernd Janssen (Grüne).

Die direkt an das Gewerbegebiet angrenzenden Nachbarn seien zu Vorgesprächen eingeladen worden, berichtete der Erste Gemeinderat Bernd Hoinke. Eine große Zustimmung gebe es nicht, die Gemeinde habe jedoch einige Anregungen und Wünsche entgegengenommen. Um zwischen den Betrieben und Wohnhäusern eine Distanzzone zu schaffen, könnte eine rückwärtige Bebauung ermöglicht werden. Ein drei Meter hoher Lärmschutzwall könne als weitere Abgrenzung und Sichtschutz dienen. Die Belastung durch den Verkehr auf der Blauhander Straße könne durch eine neue Decke sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer abgemildert werden. Für etwaige Lichtemissionen sei eine Festlegung der Lichthöhen denkbar.
Bezüglich des geplanten zweigeschossigen Neubaus „Wohnpark Friesische Wehde“ an der Hauptstraße in Zetel gab Thomas Weinert vom Planungsbüro Weinert einen Zwischenstand ab. Er hatte im Vorfeld eingebrachte Bedenken der Anwohner geprüft. Bezüglich der Dichte des Gebäudes ging Weinert nicht von einer „aufdrängenden Wirkung“ aus. Solange die Firsthöhe von 9,50 Metern beibehalten und die Abstände zu den angrenzenden Nachbarn eingehalten würden, sei davon auszugehen, dass sich der Neubau harmonisch in das Ortsbild einfüge. Was die Einsehbarkeit bei einem zweigeschossigen Gebäude angehe, „obliegt es den Anwohnern, durch Hecken die Privatsphäre sicherzustellen“, so der Planer.
Bernd Janssen (Grüne) setzte den Erläuterungen eine Stellungnahme des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege entgegen. Gegen den Neubau sei grundsätzlich nichts einzuwenden, schreibt das Landesamt, bei der Hauptstraße handele es sich jedoch „um eine Achse, die in besonderer Weise Zetel präge“, wies Janssen hin. Entsprechend käme dort einer gestalterischen Leitidee eine wichtige Rolle zu. Thomas Weinert entgegnete, der Bereich sei stark überformt, die historische Bausubstanz teilweise verdeckt: „Es gibt einige Bausünden.“ Eine Bauvorschrift für eine Leitidee an der geplanten Stelle sei nicht vernünftig zu rechtfertigen. Janssen erneuerte den Vorwurf, es würde sich bei dem Neubau um eine Gefälligkeitsplanung handeln. Das ließ Thomas Weinert nicht gelten: „Nur weil es Interesse an einem Grundstück gibt, sind wir noch nicht bei einer Gefälligkeitsplanung.“ Mit der Änderung des Bebauungsplans gingen für mehrere Grundstückseigentümer die gleichen Rechte einher.Der Ausschuss befürwortete die Änderung des Bebauungsplans, Bernd Janssen stimmte als Einziger dagegen.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war das Runde Moor. Dort soll eine Tageseinrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) entstehen, Interesse zeigt auch das Diakonische Werk als mögliche Erweiterungsfläche für das St.-Martins-Heim. Sollten beide Träger die Grünflächen unter sich aufteilen, bedeutet dies unter Umständen, dass das Areal nicht mehr öffentlich zu nutzen ist. Die Grünen brachten zudem einen Antrag ein, die Flächen im Nordosten nicht zu bebauen. „Das gesamte Grün in private Hand zu legen finde ich nicht gut“, erklärte Bernd Pauluschke (SPD). „Das Runde Moor geht als Grünod verloren, wenn das Areal an die Diakonie abgegeben wird“, betonte Bernd Janssen (Grüne). Jan Szengel (CDU) hielt dagegen, dass die Diakonie das Areal offen halte. „Ich sehe kein Problem in dem Verkauf.“ In der Sache gebe es zuviele ungeklärte Fragen, warf Bernd Pauluschke ein und empfahl, mit der Thematik in die Fraktionen zur weiteren Beratung zu gehen. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an.
Diplom-Ingenieur Lutz Winter stellte zudem die wichtigsten Änderungen des Bebauungsplans vor: Die mittige Wasserfläche soll größer ausfallen und im Gemeindebesitz bleiben. Ein Grünstreifen um die Fläche soll die Gewässerpflege ermöglichen. Die Gebäudehöhe soll auf maximal 9,50 Meter festgelegt werden. Eine neue Verkehrsführung sowie zusätzliche Stellplätze sollen entzerren, zudem ist ein neuer Wendehammer an anderer Stelle erforderlich.
Freitag, 15 Dezember 2017 10:51

Drogenkontrolle: Vier Treffer in vier Stunden

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Ausbildung von Polizeikräften bei Kontrolle zwischen Bockhorn und Zetel: Auch Spürhund kam zum Einsatz.

Bockhorn/Wilhelmshaven.
Viele Autofahrer staunten nicht schlecht, als sie am Montag auf der Urwaldstraße zwischen Bockhorn und Zetel von Polizeibeamten gestoppt wurden. Bei dichtem Schneetreiben winkten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug nach nach dem anderen aus dem Verkehr, damit die Kolleginnen und Kollegen die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer kontrollieren konnten. Drogen standen dabei im Fokus, Hintergrund war die Ausbildung weiterer Beamter zum Schwerpunkt „Drogenerkennung im Straßenverkehr“.
Unter diesem Motto stand die Fortbildung des Polizeikommissariats Varel, um insbesondere auch jüngere Polizeibeamte entsprechend auszubilden. „Zur Feststellung einer drogenbedingten Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit bedarf es einer besonderen Beschulung“ erklärte Daniel Birkholz, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariats Varel. Wenn jemand über den Durst getrunken hat, ist das meist leicht zu erkennen - die Symptome beim Konsum von anderen Rauschmitteln sind oft schwieriger auszumachen.

Um die insgesamt 14 teilnehmenden Beamten bestens auf den Einsatz vorzubereiten, referierte Christopher Baier, Dienstschichtleiter im PK und vermittelte wichtige Informationen über Betäubungsmittel und deren Wirkung. Außerdem zeigte er den Teilnehmern Möglichkeiten auf, rauschbedingte Ausfallerscheinungen bei Autofahrern in einer Kontrolle zu erkennen. Um Auffälligkeiten bei der Pupillenreaktion festzustellen, wurden alle Teilnehmenden von der Polizeiinspektion mit sogenannten Diagnostikleuchten ausgestattet. Ein Schwerpunkt der Fortbildung war die Verknüpfung von Theorie und Praxis, damit die Teilnehmer die neu erworbenen Kenntnisse direkt anwenden konnten.
Unterstützt wurden die Beamten im Einsatz von Rauschgiftspürhündin Neela, die immer dann zum Einsatz kam, wenn der Verdacht bestand, dass sich Betäubungsmittel im Fahrzeug befinden könnten. „Wir haben schon früher gute Erfolge in der Feststellung rauschbedingter Leistungseinbußen verzeichnet. Jetzt haben wir aber noch mehr qualifiziertes Personal, das wir für diesen wichtigen Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit gewinnen konnten“, ergänzte Daniel Birkholz.

Spürhund "Neela" unterstütze die Beamten bei der Suche nach Betäbungsmitteln in den Autos.

Rund 150 Fahrzeuge wurden in der Zeit von etwa 12 Uhr bis 16 Uhr von den Beamten kontrolliert. Bei insgesamt vier Personen verliefen die durchgeführten Drogenvortests positiv. Betroffen waren hier ein 26-Jähriger aus Zetel, ein 23-Jähriger aus Wilhelmshaven, ein 23-Jähriger aus Varel und eine 36-Jährige aus Zetel. Einer der Pkw-Fahrer versuchte noch, die kontrollierenden Beamten zu täuschen, indem er seinen Test manipulierte. Allen positiv Getesteten wurden Blutproben entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Blutproben werden im Anschluss in einem Labor analysiert, um festzustellen, ob noch aktive Stoffe des Betäubungsmittels im Blut vorhanden sind und somit eine rauschbedingte Leistungseinbuße zu begründen ist. „Im Gegensatz zu Alkohol bauen sich Drogen ungleichmäßig ab. So kann es vorkommen, dass der Grenzwert auch zwei oder drei Tage nach dem Konsum noch überschritten ist. In 80 bis 90 Prozent der positiven Drogenteste, finden wir den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) im Blut der getesteten Person. Dieser Stoff kommt unter anderem in Drogen wie Cannabis, Marihuana und Haschisch vor. Aber auch Amphetamine und Me- thamphetamine werden immer wieder gefunden“, so der Einsatzleiter.

Werden die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte überschritten, wird das eingeleitete Verfahren an die zuständige Bußgeldstelle abgegeben. Positiv getestete Autofahrer müssen dann mit zwei Punkten im Flensburger Register, einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:25

Große Freude über Bewegungsbox

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Bockhorn. Künftig dürfte das Spiel- und Spaßangebot im neuen evangelischen Kindergarten Bockhorn etwas größer ausfallen. Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei Varel und Mitglied der Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde, überbrachte kürzlich eine sogenannte „Move It“-Box, die für ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot sorgt: zugeschnitten auf die Jüngsten finden sich in der Kiste neben Schwungtüchern und Seilen auch Softbälle und Frisbees, die sich für drinnen und draußen eignen. Faszination übte auch das Polizeiauto vor der Tür des Kindergartens aus. Im Anschluss durfte dementsprechend die Besichtigung des Fahrzeugs nicht fehlen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:22

Sich Zeit nehmen und dabei Positives vermitteln

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Zetel. Ohne sie wäre der Schulalltag um einiges ärmer, mit ihrer Hilfe unterstützen sie nicht nur die Lehrkräfte, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Bildungsbestandteil. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind an der Grundschule Zetel tätig, und das in ganz verschiedenen Rollen. Sie sind Lesepaten, Helfer bei Hausaufgaben oder unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund – und seit Jahren aus dem laufenden Schulbetrieb nicht mehr wegzudenken.
Aus diesem Grund hat das Lehrerkollegium um Schulleiterin Tanja Müller-Urban und Stellvertreterin Karin Geiger kürzlich eine kleine Adventsfeier für die Ehrenamtler ausgerichtet. Bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen sollte nicht nur die Möglichkeit bestehen, sich über die Hilfs- und Förderarbeit auszutauschen, sondern auch eine Rückmeldung über etwaige Wünsche an die Schulleitung erfolgen.
Drei Gruppen bilden den Stamm der Helfer. Neben den Lesepaten gibt es diejenigen, die sich um die Hausaufgabenbetreuung kümmern, sowie in Arbeitsgruppen der Schule mitwirken. Die letzte Gruppe ist 2015 dazugekommen und fördert den Sprachschatz von Flüchtlingskindern, die Leitung hat Kirsten Lindenthal inne. Mit dem Jugendzentrum „Steps“ gibt es an der Grundschule Zetel zusätzlich externe Unterstützung. Einmal die Woche kommen Mitarbeiter des Jugendzentrums in den Unterricht und bieten Gemeinschaftsspiele an. „Die Leseleistung wird gesteigert, für Flüchtlingskinder ist es wichtig, dass sie mit einzelnen Personen sprechen. Wir haben gemerkt, dass sich viele von ihnen nach zwei Jahren inzwischen gut im Alltag ausdrücken können“, berichtet Tanja Müller-Urban von den Vorteilen der Sprachförderung. 50 von den rund 350 am Zeteler Standort unterrichteten Kindern haben einen Migrationshintergrund, die Sprachangebote verlaufen parallel. Für deutsche Kinder gibt es an der Schule eine Leseförderung. „Wir sind dankbar über jeden ehrenamtlichen Helfer, nur so kann die Betreuung der Kinder gelingen“, betont die Schulleiterin. Die Helfer seien dabei deutlich mehr als nur eine Unterstützung für das Lehrerkollegium: „Sie sind Bezugspersonen für die Kinder.“
Ehrenamtlerin Adelheid Schönborn ist seit acht Jahren dabei, zweimal die Woche kümmert sie sich mit um die Sprachförderung: „Die ausländischen Kinder können hier nur Fuß fassen, wenn sie die Sprache richtig sprechen.“ Inge Urban, seit drei Jahren dabei, ist es wichtig, etwas Positives mitzugeben. „Die Kinder kommen gerne, sie wissen, dass da ein Mensch ist, der für sie Zeit hat“, schildert sie ihre Erfahrung. Lesen sei nachwievor beliebt, sagt Susanne Welm, eine der Lesepaten. Oftmals stünden die Kinder jedoch unter Leistungsdruck: „Eltern sollten für die Liebe da sein, nicht für die Leistung.“
Freitag, 17 November 2017 09:42

333. Zeteler Markt: Stimmungsvolle Eröffnung

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Zetel. Zur Eröffnung des Zeteler Marktes haben sich auch in diesem Jahr wieder viele Zeteler und Marktbesucher versammelt. Zunächst stimmten der Feuerwehrspielmannszug Zetel-Neuenburg, die Mill-Rose Jazzband und die Showband Grabstede die Gäste auf den Markt ein. Dann eröffnete Bürgermeister Heiner Lauxtermann den Markt und bedankte sich bei den vielen Helfern und Beteiligten für ihr Engagement, sodass der 333. Zeteler Markt ein voller Erfolg wurde. Es folgten der obligatorische Fassanstich und der Freibier-Ausschank. Danach machten sich die Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft zum Marktrundgang unter abwechselnd starken Schauern und strahlendem Sonnenschein auf. Zum Abschluss der Eröffnung versammelten sie sich im Hankenhof zum Grünkohlessen. Dort sorgte Matthias Huber mit seinen plattdeutschen Witzen für Schenkelklopfer-Momente. Der Bürgermeister der Gemeinde Apen zeigte so, dass er nicht nur ein Händchen für Politik, sondern auch den nötigen Humor hat. Für die Überraschung des Tages sorgte der Bürgermeister Lauxtermann selbst. Zusammen mit Franky Joseph, seinen Kollegen aus den anderen Gemeinden und Landrat Sven Ambrosy schmetterte er „Hallelujah“ und „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen.
Der Sonntag startete mit dem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt auf dem Ohrbült. Viele Geschäfte beteiligten sich am Tag der offenen Tür und um 14 Uhr war der offizielle Marktbeginn. Bei der zehnten Musikschau im Bayernzelt „Mit Pauken und Trompeten“ sorgte u.a. die Powerbrass Band Sudmerberg für ordentlich Stimmung. Von dem nasskaltem Wetter und leichtem Regen ließen sich die Marktbesucher nicht abschrecken. Bis spät in die Nacht waren die blinkenden Lichter der Fahrgeschäfte zu sehen.
Der Montag lockte zum Familientag und ermäßigten Preisen viele Kinder mit ihren Eltern an. Neben den zahlreichen süßen Köstlichkeiten, freuten sie sich über tolle Spielzeuge. Vor allem die vielen bunten Einhörner brachten in diesem Jahr die Kinderaugen zum Strahlen. Eine Woche vor Marktbeginn war zum Ärger des Marktausschusses das Fahrgeschäft „Crazy Maus“ abgesprungen. Doch die Lücke blieb dank Marktmeister Olaf Oetken nicht leer. Eingesprungen war die Familienachterbahn „Drachen“. Das traditionelle Feuerwerk am Abend rundete den Familientag ab.
Zum 333. Jubiläum gab es auch einige Besonderheiten zu entdecken. So zum Beispiel die Sonderausstellung in den neu eingerichteten Räumen am Ohrbült 8. Zu bestaunen gab es die Bilderausstellung „Gesichter“ von Fotodesigner Klaus Schreiber, Aufnahmen vom Zeteler Viehmarkt aus dem Jahre 1970, Modell des „Steiger Riesenrades“ mit 2,5 m Höhe gebaut aus ca. 20.000 Legosteinen und erste Modelle des „neuen“ Zeteler Markt Modells im Maßstab 1:87.
Highlight und Abschluss des Zeteler Marktes war erneut der Marktmittwoch mit dem Vieh- und Pferdemarkt. Vor allem die Kinder freuten sich über die zahlreichen niedlichen Tiere und hätten am liebsten eins mit nach Hause genommen. Zahlreiche Besucher von Nah und Fern ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Und auch auf dem restlichen Festgelände ging es schon in alter Tradition am Vormittag los. In allen Festzelten wurde gefeiert und getanzt.
Freitag, 17 November 2017 09:36

Investition: 52.000 Euro für Laufbahn

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Bockhorn. Die Gemeinde Bockhorn hat für die Sanierung der 100-Meter-Laufbahn auf dem Sportgelände Hilgenholter Straße rund 52.000 Euro in den Investitionshaushalt für 2018 eingestellt. Der Sanierungsbedarf war bereits im Verwaltungsausschuss am 5. September Thema gewesen. Daraufhin war der Entschluss gefasst worden, die Kosten für die Sanierung der Laufbahn, der Weitsprung- sowie Kugelstoßanlage zu ermitteln.
„Wir haben bisher keine exakten Analysen der Kosten bekommen“, teilte Bürgermeister Andreas Meinen in der jüngsten Sitzung des Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschusses mit. Aus diesem Grund sind die 52.000 Euro zunächst als geplanter Ansatz zu sehen.
Dass die Laufbahn einer dringenden Modernisierung bedarf, sei auch beim Ortstermin deutlich geworden. Eine kostengünstige Möglichkeit wäre, den alten Belag zu entfernen und eine neue Schicht aufzutragen – „vorausgesetzt, das Material ist nicht belastet, dann wird es wesentlich teurer“, betonte Meinen. Neben der Erneuerung der Kantsteine liegt der Fokus auch auf dem Erhalt der bisherigen Drainage und des Regenwasserablaufs. Als möglicher Platz für eine Weitsprunganlage wurde die Verlängerung der Laufbahn in Richtung Uhlhornstraße vorgeschlagen.
Um verlässliche Kosten zu ermitteln und gleichzeitig die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten abzuwägen, wird die Sanierung von einem Fachplanungsbüro begleitet.

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