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Freitag, 18 August 2017 09:48

Debatte: „Wie geht es weiter in Jaderberg?“

geschrieben von Michael Tietz
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Jaderberg. Seit Monaten Dorfgespräch ist der Zustand der Grundstücke an der Ecke Vareler Straße/Jader Straße in Jader­berg, viele Einwohner klagen über einen „Schandfleck im Ort“: Die einstige, traditionsreiche Gaststätte „Zum Zollhaus“ bietet ein in der Tat trostloses Bild: Das Grundstück ist mit einem Bauzaun zum Gehweg abgegrenzt, dahinter sieht es aus wie in einem Krisengebiet: Schrottautos mit eingeschlagenen Scheiben stehen auf dem Hof, die Gärten sind verwüstet, das Kraut wuchert, die Gebäude sind dem Verfall anheim gegeben. Es gibt Löcher in den Dächern, Fenster sind eingeschlagen, Türen mit Brettern zugenagelt.

Nicht nur die Jaderberger sind vielfach entsetzt über den Anblick, der sich an der Kreuzung bietet. Auch in den politischen Gremien der Gemeinde war die Zukunft der betroffenen Grundstücke bereits Thema. Wem die Flächen gehören, ist allgemein bekannt – was dort künftig genau geschehen soll, hingegen nicht. Bei einer Gemeinderatssitzung im April hatte Grünen-Ratsfrau Tanja Schumacher berichtet, dass sie das Gespräch mit dem neuen Eigentümer der Grundstücke gesucht habe, um Infos aus erster Hand zu bekommen – aber ohne Erfolg. Auch Bürgermeister Henning Kaars hatte damals betont, dass ihm keine Informationen dazu vorliegen würden, was mit dem Gelände passieren soll.
Inzwischen ist das anders: Der Eigentümer habe ihm dargelegt, wie er das Grundstück zu nutzen gedenkt, erklärte Henning Kaars auf Nachfrage – diese Pläne sind aber nicht mit dem derzeit gültigen Bebauungsplan in Einklang zu bringen. Ein Teil der Fläche war im Zuge des Änderungsverfahrens im vergangenen Jahr von der Gemeinde überplant worden, damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Verkehrsraum auf das Grundstück zu erweitern, um so dereinst eine Rechtsabbiegerspur auf der Jader Straße schaffen zu können. Zudem sind in der Planbegründung textliche Festsetzungen getroffen, die eben genau die vom Investor vorgesehene Nutzung ausschließen. „Die Gespräche laufen, in Kürze sind die Gremien erneut gefragt, sich mit der Sache auseinanderzusetzen“, sagt Bürgermeister Henning Kaars.


Mit Blick auf die derzeitige Situation laden die Grünen in Jade nun zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 24. August, im Schützenhof Jaderberg ein. Unter dem Titel „Wie geht es weiter in Jaderberg?“ soll mit interessierten Bürgern darüber gesprochen werden, wie die künftige Entwicklung im Ort aussehen kann.
Im Vorgriff auf die geplante Veranstaltung erklärt Hans-Joachim Janßen von den Grünen: „Dass in Jaderberg derzeit einiges im Argen liegt, ist nicht zu übersehen. Statt geordneter städtebaulicher Entwicklung erleben wir gerade die Verunstaltung vom ehemaligen Zollhaus und dem Nachbargrundstück. Das muss angepackt werden“, fordert der Landtagsabgeordnete. Bereits vor sechs Jahren habe die Gruppe GRÜNE/Udo Eilers die Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes für Jader­berg gefordert, bis heute aber keine Mehrheit dafür gefunden. Es fehle auch an Konzepten etwa zur Verkehrslenkung, zur Einbindung des zukünftigen Bahnhaltepunktes an ÖPNV und Individualverkehr, zur Schulwegsicherung oder Gewerbeentwicklung.
Am Donnerstag möchten die Jader Grünen nun mit den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde über den Stand der Dinge sprechen, Ideen sammeln und Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Auch Bürgermeister Kaars wird an diesem Gespräch teilnehmen und für Sachfragen zur Verfügung stehen. Beginn ist um 20 Uhr.
Gelesen 779 mal Letzte Änderung am Freitag, 18 August 2017 09:50

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