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Freitag, 01 September 2017 11:50

Ab Januar wird am Schloßplatz getanzt

geschrieben von Michael Tietz
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Am Dienstag wurden die Verträge unterzeichnet: Die Brüder Helge (li.) und Gunnar von Oehsen (re.) mit Hauseigentümer Sefedin Selimi und Makler Frank Kramer (2.v.li.) vor dem Haus Schloßplatz 12. Auch das frühere Modehaus (Schloßplatz 10, links im Bild) wird in den kommenden Monaten grundlegend saniert. Am Dienstag wurden die Verträge unterzeichnet: Die Brüder Helge (li.) und Gunnar von Oehsen (re.) mit Hauseigentümer Sefedin Selimi und Makler Frank Kramer (2.v.li.) vor dem Haus Schloßplatz 12. Auch das frühere Modehaus (Schloßplatz 10, links im Bild) wird in den kommenden Monaten grundlegend saniert. Foto: Michael Tietz
Varel. Buchstäblich neuer Schwung wird Anfang kommenden Jahres in die stattlichen Häuser am Rande des Vareler Schloßplatzes Einzug halten: Ab Januar laden Helge und Gunnar von Oehsen zum „Tanzen am Schloßplatz“ in das traditionsreiche Haus Schloßplatz Nr. 12 ein. Die Mietverträge sind unterzeichnet, Vorbereitungen für umfassende Sanierungs- und Umbauarbeiten angelaufen.

Unternehmer Sefedin Selimi hat die Immobilie vor geraumer Zeit zusammen mit dem als „Mantel Reuter“ bekannten Gebäude mit Hausnummer 10 gleich nebenan gekauft, nun wird eine grundlegende Sanierung der Häuser in Angriff genommen. Dabei gilt es behutsam vorzugehen, denn beide Bauwerke stehen unter Denkmalschutz. Die Häuser rund um den Schloßplatz sind um das Jahr 1872 errichtet worden. Im Buch „Bauten in Varel aus acht Jahrhunderten“ von Prof. Wilhelm Janßen (erschienen 1980) heißt es: „Die Schloßplatzrandbebauung ist einziges Beispiel für eine einheitlich durchgeführte Platzgestaltung in der Gründerzeit in Varel. (...) Die Einzelbauten entsprechen in ihrer Anlage und in den Detailformen ganz der Formensprache gründerzeitlicher Bauten. Jeder Bau für sich ist von hoher Qualität.“
Etwa vier Monate sind nun für Sanierung und Umbau des Erdgeschosses im Haus Nr. 12 ge­plant. Das giebelständige Haus wird geprägt von den vier Rundbögen und der eingezogenen Fassade im Erdgeschoss, im Prinzip ein kleiner Arkadengang. Die Optik wird vollständig erhalten, nach einem neuen Anstrich wird das Haus freilich in neuem Glanz erstrahlen.
„Wir freuen uns sehr, mit der Tanzschule von Oehsen einen bedeutenden Mieter für das Erdgeschoss des Hauses gefunden zu haben“, sagt Sefedin Selimi von Böske-Bau: „Das neue Tanzstudio wird nicht nur für viel Betrieb am Schloßplatz sorgen, sondern eine Bereicherung für die gesamte Innenstadt“, ist der Unternehmer sicher.
Helge und Gunnar von Oehsen betreiben die gleichnamige Tanzschule mit Hauptsitz in Wilhelmshaven bereits seit vielen Jahren. In Varel werden bislang Kurse und Veranstaltungen im „Tivoli“ an der Windallee sowie im „Büppeler Krug“ angeboten. Mit den eigenen Räumen kann das Angebot künftig deutlich ausgeweitet werden. „Das passt prima“, sagt Gunnar von Oehsen beim Ortstermin am Schloßplatz, „wir sind sehr froh, dass der Eigentümer die Räume nun eigens auf unsere Wünsche und Bedürfnisse zugeschnitten umbauen wird.“

Angebot und Nachfrage seien in diesem Fall zum genau richtigen Zeitpunkt aufeinander getroffen, bestätigt Immobilienmakler Frank Kramer, der Mieter und Eigentümer zusammengeführt hat. Schon länger habe man sich für die Tanzschule nach geeigneten Räumen umgeschaut, die Lage direkt am Schloßplatz sei geradezu perfekt, wie Gunnar von Oehsen betont – schließlich werde nicht selten auch auf dem Platz selbst getanzt, etwa anlässlich der Konzerte vom „Vareler Mittwoch Live“ oder zum Stadtfest. Die Atmosphäre des gerade erst umfassend sanierten Platzes, die geschichtsträchtigen Gebäude – „die Atmosphäre hier ist wunderbar“, schwärmen die Brüder von Oehsen über das neue Domizil für ihren Betrieb. Neben dem Stammsitz in Wilhelmshaven wird Varel damit zur größten Niederlassung der Tanzschule. Etwa 120 Quadratmeter groß wird der eigentliche Tanzsaal im hinteren Bereich des Hauses, vorn werden Technik- und Sanitärräume sowie ein kleiner Aufentshaltsbereich entstehen. „Wir haben uns im Tivoli bei Familie Lienemann und im Büppeler Krug bei Familie Segger immer wohl gefühlt und bedanken uns für tolle Jahrzehnte“, betonen Helge und Gunnar von Oehsen, „aber die Nachfrage nach den Kursen hat zugenommen, in einigen Abteilungen führten wir bereits Wartelisten. In den eigenen Räumen können wir künftig über die gesamte Woche ein deutlich breiteres Programm anbieten.“ Auch neue Arbeitsplätze werden im Studio „Tanzen am Schloßplatz“ geschaffen.

Neue Wohnungen am Schloßplatz 10
Im Obergeschoss des Hauses werden Wohnungen entstehen, ebenso wie im Nachbarhaus, Schloßplatz 10. Für das dortige Erdgeschoss, das bei Bedarf auch einen größeren Verkaufsraum bietet, steht Sefedin Selimi derzeit ebenfalls in Verhandlungen mit möglichen Mietern. „In Varel tut sich wieder etwas“, verspricht Selimi und verweist auch auf das Neubauvorhaben direkt gegenüber vom Vareler Bahnhof.

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