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Freitag, 06 Oktober 2017 11:14

„Deharde spielt in der Championsleague“

geschrieben von Anke Kück
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Marc Brestrich, Minister Olaf Lies und Ministerpräsident Stephan Weil (von links) beim Rundgang durch die Deharde Hallen. Marc Brestrich, Minister Olaf Lies und Ministerpräsident Stephan Weil (von links) beim Rundgang durch die Deharde Hallen. Foto: Anke Kück
Varel. Er ist für seine Fußballleidenschaft bekannt und so ist dieses Lob wohl auch ganz besonders zu bewerten: „Sie spielen mit ihrem Unternehmen in der Championsleague“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil bei seinem Besuch des Unternehmens Deharde Maschinenbau.
Am Montag war er mit Minister Olaf Lies und der gerade gewählten Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller sowie SPD-Vertretern zum Vareler Hafen gekommen, um sich ein Bild von diesem Unternehmen zu machen, das seinen Fokus auf die Luftfahrt ausgerichtet hat. Etwa 70 Prozent des Umsatzes wird mit der Airbusgruppe gemacht und im laufenden Jahr wird ein Gesamtumsatz von 50 Millionen Euro erwartet: „...das ist der größte Anstieg in der Firmengeschichte“, freute sich Gesellschafter Marc Brestrich.
Er erläuterte weitere Zahlen: Von 2010 bis 2019 werden bei Deharde etwa 35 Millionen Euro investiert. „Hier geht mein Dank auch an die Familie Hoffmann, die noch nie Geld aus dem Unternehmen gezogen hat.“
Gesellschafter Holger Hoffmann betonte, dass sich das Unternehmen nach einer langen Zeit in Familienhand nun neu aufgestellt habe: „Wir sind froh, dass unsere Partner sehr konservativ agieren und wir die gleichen Werte teilen.“
Seit 2011 wurden bei Deharde 200 zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt. Insgesamt liegt die Zahl bei knapp 400 und davon sind über 30 Auszubildende. Ausgebildet werden zum Beispiel Zerspaner, Ingenieure oder Baugruppenmonteure. Ministerpräsident Weil fragte nach, ob ausreichend Fachkräfte zu finden seien und Marc Brestrich antwortete mit einem gedehnten „ja“: „...unsere Mitarbeiter kommen auch aus der erweiterten Region und glücklicherweise haben wir kaum Fluktuation.“

Ein Hafen für Flugzeugteile

Eine spannende Entwicklung bei Deharde ist auch die Nutzung des Vareler Hafens als Logistikzentrum: „Eigentlich haben wir einen Flughafen für die Verladung der acht mal acht Meter großen Bauteile der Beluga gesucht. Schließlich sind wir auf die Idee gekommen, dass wir das auch über den Vareler Hafen versuchen könnten. Das war ein echtes Pfund für uns und hier sehen wir strategisch eine sehr positive Zukunft.“
Für diese Zukunft hat das Unternehmen Deharde Visionen, wie der Leiter der Luftfahrtsparte, Bernd Beschorner, erklärte: „Man will auch oberste Bauteile für Rumpf, Flügel oder Höhen- und Seitenruder herstellen.“
Profitiert habe man beim Ausbau der Geschäftsbeziehungen davon, dass man bei Schwierigkeiten schnell und flexibel reagieren konnte: „So sind wir bei Airbus und anderen Unternehmen ins Geschäft gekommen. Wir wollen uns aus dem Nischenmarkt weiter in den Mainstreammarkt entwickeln.“ Weil dazu: „Das ist natürlich ein Ausdruck von Vertrauen.“ Aktuell gebe es bei der Weiterentwicklung leider formale Probleme mit dem Luftfahrtbundesamt in Berlin. Sowohl Olaf Lies als auch Siemtje Möller versprachen, sich hier einzusetzen: „Das nehmen wir nochmal mit.“

Ministerpräsident Weil fragte abschließend: „Wenn ich in fünf Jahren wieder zu Ihnen komme, was ist dann aus Deharde geworden?“ Marc Brestrich antwortete spontan: „Dann sind wir noch breiter aufgestellt und hoffen, dass wir erste Schritte zu einem großen Arbeitspaket für Luftfahrtindustrie geschafft haben.“ Ministerpräsident Weil bedankte sich nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Hallen herzlich und stellte fest: „Es macht wirklich Spaß, das hier zu sehen, das ist schon eine tolle Entwicklung, die Sie hier in Varel haben und eine Freude so ein Unternehmen im Aufwind zu erleben.“

Gelesen 123 mal Letzte Änderung am Freitag, 06 Oktober 2017 11:24

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