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Dienstag, 30 Mai 2017 08:36

Zu Wasser, zu Lande – und dann in der Luft

geschrieben von Michael Tietz
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Exaktes Manövrieren war gefragt bei der Verladung der zwei eigens für diesen Zweck angefertigten Supercontainer.  Die „Krake“ brachte die Ladung am Dienstag zunächst nach Nordenham, von dort aus geht es weiter nach Hamburg und schließlich nach Frankreich. Exaktes Manövrieren war gefragt bei der Verladung der zwei eigens für diesen Zweck angefertigten Supercontainer. Die „Krake“ brachte die Ladung am Dienstag zunächst nach Nordenham, von dort aus geht es weiter nach Hamburg und schließlich nach Frankreich. Fotos: Michael Tietz
Deharde Maschinenbau hat über den Vareler Hafen erste Rumpfschalen für die Airbus Beluga XL nach Toulouse verschifft. Insgesamt drei solcher Lieferungen sollen pro Jahr an Airbus gehen.

Verladung

Varel. Der Vareler Hafen dient seit dieser Woche wieder regelmäßig als Umschlagplatz für Frachtgut, in diesem Fall sogar Containerfracht: Das Unternehmen Deharde Maschinenbau hat am Montag erstmals Rumpfschalensegmente für das Frachtflugzeug Airbus Beluga XL vom betriebseigenen Anlegeplatz per Schiff auf die Reise geschickt.
In zwei eigens für diesen Zweck konstruierten Containern, jeweils zehn Meter lang und knapp acht Meter breit, wurden insgesamt drei Bauteile per Autokran auf das Arbeitsschiff „Krake“ des Unternehmens Bohlen und Doyen aus Wiesmooor verladen. Nachdem es bereits Ende April einen Testlauf mit leeren Containern gegeben hatte, klappte auch diesmal alles wie am sprichwörtlichen Schnürchen: Das Übersetzen der sperrigen Fracht auf das 38 Meter lange Schiff dauerte bei optimalen Bedingungen nur wenige Minuten. Auf Tiefladern waren die Stahlboxen zuvor aus der Werkshalle gefahren worden, der überbreite Transport brauchte bis zur Kaimauer nur einmal die Straße zu überqueren. Die „Krake“, im Grunde ein Ponton mit Antrieb, ist speziell für Transporte und Arbeiten im flachen Wasser des Wattenmeeres konstruiert und wie gemacht für diesen Transport über den Jadebusen bis zur Unterweser.
Ziel ist zunächst Nordenham, dort werden die Rumpfschalen dann auf ein anderes Schiff umgeladen zur Weiterfahrt nach Hamburg. Von dort aus geht dann nach Pauillac, ein Hafen bei Bordeaux, schließlich mit dem Flussboot über die Garonne nach Langon und dann noch etwa 230 Kilometer auf der Straße bis ins Airbus-Werk Toulouse. Etwa zehn Tage wird die Reise insgesamt dauern, die Container treten dann, auf Standardmaß zusammengeklappt, via Lkw die Heimreise an.

Zwar wäre der Transport auf dem Tieflader zumindest nach Nordenham deutlich schneller gegangen und weniger kostenintensiv gewesen, doch aufgrund der Überbreite von fast acht Metern habe man sich für den „schonenden“ Seeweg entschieden, erklärte Marco Henk, Versandleiter bei Deharde, am Montag. Die strategisch günstige Lage direkt am Hafen lasse sich so optimal nutzen. Auch Deharde-Geschäftsführer Marc Brestrich beobachtete die Verladung der Supercontainer, er sprach von einem „bedeutsamen Tag“, auf den die Belegschaft lange hingearbeitet habe.

Die „Beluga XL“ bildet die nächste Generation des Großraumfrachtflugzeuges, das Airbus in erster Linie für eigene Zwecke baut: Mit der "Beluga" transportiert der Jethersteller größte Flugzeugbauteile, etwa Tragflächen der A 350, zwischen den einzelnen Montagestandorten in ganz Europa. Die neue "Beluga XL" basiert auf der A 330, der Erstflug des 63 Meter langen und knapp 19 Meter hohen Fliegers ist für Mitte 2018 vorgesehen, ab 2019 soll dann die „XL“ die seit 1995 in Dienst stehende Beluga ablösen.

Rumpfschale Beluga XL, Foto: Deharde

Deharde Maschinenbau liefert für jede der Maschinen eine Rumpfsektion, die jeweils aus drei Schalen, zwei Seitenschalen und einer sogenannten „Top Shell“, besteht. Diese Schalen aus Aluminium sind vollständig bei Deharde entwickelt und konstruiert worden, auch die Vorrichtungen für die Bauteilmontage wurden in Eigenarbeit hergestellt. Im Juni 2016 war der erste Aluminium-Spant für das Transportflugzeug gefräst worden. Die Beteiligung am Beluga-XL-Projekt ist für das Vareler Unternehmen ein bedeutsamer Auftrag, für den eigens eine neue Montagehalle am Hafen errichtet worden war. Die nächste Lieferung für das Programm „Beluga XL“ aus Varel soll im Juli auf den Weg gehen, künftig werden jährlich drei Sektionen, also neun Rumpfschalen, gefertigt. Von der „Beluga XL“ sollen in den kommenden acht Jahren insgesamt fünf Exemplare gebaut werden.
Gelesen 1751 mal Letzte Änderung am Dienstag, 30 Mai 2017 09:29

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