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Freitag, 02 Juni 2017 15:41

Aktionstag Milch: Kundgebung der Landwirte

geschrieben von Jörg Stutz
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„Das Wir macht uns stark!": Mit einem Riesen-Gruppenfoto machten die Teilnehmer auf dem Hof von Hartmut Seetzen in Neuenwege bei der Kundgebung zum internationalen Tag der Milch auf die Bedeutung der Landwirtschaft auch für andere Wirtschaftsbereiche aufmerksam.  Eingeladen hatte das Aktionsbündnis Milch Wesermarsch – Friesland/Wilhelmshave.n „Das Wir macht uns stark!": Mit einem Riesen-Gruppenfoto machten die Teilnehmer auf dem Hof von Hartmut Seetzen in Neuenwege bei der Kundgebung zum internationalen Tag der Milch auf die Bedeutung der Landwirtschaft auch für andere Wirtschaftsbereiche aufmerksam. Eingeladen hatte das Aktionsbündnis Milch Wesermarsch – Friesland/Wilhelmshave.n Foto: Jörg Stutz
Varel. Wenn die Landwirte aus Friesland, Wilhelmshaven und der Wesermarsch von „Wir“ sprechen, dann meinen sie damit nicht nur die Landwirtschaft selbst. Beim Massen-Gruppenfoto am Donnerstagabend auf dem Hof von Hartmut Seetzen in Varel-Neuenwege bei einer Kundgebung zum internationalen Tag der Milch machten die rund 500 Gäste mit 13 Transparenten deutlich, was den Agrarsektor ausmacht: von Banken, Handel und Futtermühlen bis hin zu Tierärzten, Ausbildung und Wissenschaft – deshalb auch das Motto der Veranstaltung, zu dem das „Aktionsbündnis Milch“ eingeladen hatte: „Landwirtschaft – Das Wir macht uns stark!

“ Dass es zumindest mit der wirtschaftlichen Stärke der Landwirte zurzeit nicht gut bestellt ist, betonten durchweg alle Redner. Kurz gingen die beiden Kreislandvolk-Vorsitzenden Hartmut Seetzen (Friesland) und Dr. Karsten Padeken (Wesermarsch) sowie die Ellen Kromminga-Jabben und Ute Cornelius von den Landfrauenverbänden der beiden Landkreise auf die Situation ihres Berufsstandes ein und forderten Verbesserungen nicht nur auf dem Preissektor. Tradition beim Tag der Milch ist mittlerweile, dass Junglandwirte bei der Kundgebung zu den Sorgen und Nöten nicht nur der Milchbauern Stellung nehmen. Das taten am Donnerstag Derk Jürgens (Förriesdorf), Florian Warnken (Heidmühle) und Marco Hekert (Jade) mit einem Sechs-Punkte-Forderungskatalog, in dem es auch um die „wirtschaftliche Zukunft“ für die Betriebe ging: „Unsere Familien sollen von der Landwirtschaft wieder leben können und das nicht zu einem Hungerlohn.“ Vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer wünschen sie sich „ein deutliches Bekenntnis zu all unseren Landwirten mit all unseren Betriebsformen“.

Vom Verbraucher und von der Politik gleichermaßen forderte das Trio mehr Wertschätzung. Die Junglandwirte beklagten „Diskriminierungen und Beleidigungen“ und „Mobbing schon im Kindergarten“. Damit einher geht die Forderung nach „objektiver Berichterstattung“. Hart ins Gericht gingen die Redner mit „Halbwahrheiten“, die in den sozialen Medien sowie von Medien „in Regionen mit wenig Landwirtschaft“ verbreitet werden. Auf dieses Thema ging auch Dr. Willi Kremer-Schillings (genannt „Bauer Willi“) ein, der von den Landwirten mehr Eigeninitiative in Sachen Öffentlichkeitsarbeit forderte.

Junglandwirte

Forderten mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft, v. links: die Jung-Landwirte Derk Jürgens, Florian Warnken und Marco Hekert.

Erwartungsgemäß gingen die Jung-Bauern auch auf die Düngeverordnung ein, die aus ihrer Sicht „nicht zu einem bürokratischen Monster verkommen“ darf. Ihrer Ansicht nach gibt es in der Grünlandregion „nicht die Probleme mit Nitratauswaschungen“, weshalb sie von einer „Gunstregion für die Milchproduktion“ sprachen. Deshalb forderten die drei Redner von der Politik, „endlich Aussagen und Entscheidungen zu treffen, die nicht gerade Meinung in irgendwelchen Großstädten sind“ und die die Landwirte nicht als Sündenböcke darstellen.
Dass von der Landwirtschaft nicht nur die Landwirte leben, bestätigte Olaf Lies. Niedersachsen sei vor allem ein „Agrar- und Ernährungsland“, der Agrarbereich der zweitgrößte Wirtschaftszweig im Bundesland, betonte der Wirtschaftsminister, nach dessen Erfahrungen Deutschland nicht nur wegen seiner Autos im Ausland bekannt ist, sondern auch wegen seiner landwirtschaftlichen Produkte.
Gelesen 1302 mal Letzte Änderung am Freitag, 02 Juni 2017 16:09

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