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Freitag, 16 Juni 2017 12:31

Ab Herbst besseres Klima im Hallenbad

geschrieben von Michael Tietz
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Nahmen im Keller des Hallenbades jetzt noch einmal die alte Lüftungsanlage in Augenschein, die in Kürze vollständig demontiert wird, (von links): Antje Schönborn vom Fachbereich Bau und Planung, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Schwimmmeisterin Maya Martens und Johann Taddigs, als Kurdirektor zuständig für den Betrieb der drei Vareler Bäder. Nahmen im Keller des Hallenbades jetzt noch einmal die alte Lüftungsanlage in Augenschein, die in Kürze vollständig demontiert wird, (von links): Antje Schönborn vom Fachbereich Bau und Planung, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Schwimmmeisterin Maya Martens und Johann Taddigs, als Kurdirektor zuständig für den Betrieb der drei Vareler Bäder. Foto: Michael Tietz
Varel. Frische Luft fürs Vareler Hallenbad: Seit Eröffnung des Bades im Jahr 1972 ist dort bis heute dieselbe Lüftungsanlage in Betrieb, nach nunmehr 45 Jahren hat die Anlage an diesem Wochenende ausgedient: Für mehr als 630.000 Euro wird in den kommenden Wochen ein komplett neues Lüftungssystem im Hallenbad eingebaut.
Viel Geld für eine Maßnahme, deren Ergebnis später für die Besucher nicht einmal zu sehen sein wird – aber zu spüren, wie Kurdirektor Johann Taddigs als Betriebsleiter der Vareler Bäder betont: „Die Gäste werden nicht mehr verschwitzt aus der Umkleide kommen.“ Denn die jetzige Anlage kennt im Grunde nur zwei Möglichkeiten: An oder aus. So war es bislang zumeist warm und feucht – nicht nur im Bad selbst, wo ja ein tropisches Klima durchaus erwünscht ist, sondern auch in den übrigen Gebäudeteilen. Dort soll es künftig deutlich trockenere Luft geben.

Mit Blick auf die enormen Kosten und zuletzt auch wegen der in Aussicht stehenden Förderung war das Sanierungsprojekt in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben worden – nun aber soll es losgehen: Ab Montag, 19. Juni, bleibt das Hallenbad an der Haferkampstraße für drei Monate geschlossen. In dieser Zeit soll nicht nur die gesamte Lüftungsanlage komplett erneuert werden, auch die WCs im Eingangsbereich werden renoviert, ebenso wie alte Entwässerungsleitungen. „Durch den Abbau der Lüftungskanäle ergibt sich in den sonst schwer zugänglichen Bereichen die Möglichkeit, gleich zusätzliche Arbeiten zu erledigen“, erläutert Antje Schönborn vom städtischen Fachbereich Planung und Bau. Nicht zuletzt werden statische Verbesserungen am Baukörper vorgenommen, hinzu kommen die ohnehin üblichen Wartungsarbeiten. „Insgesamt sind für das Hallenbad in diesem Jahr Aufwendungen von rund 585.000 Euro vorgesehen“, fasst Schönborn zusammen.

Neben dem gesteigerten Komfort für Personal und Besucher wird die neue Anlage auch deutlich sparsamer mit Energie umgehen: „Die Wärmerückgewinnungsanlage im jetzigen System musste schon vor Jahren außer Betrieb genommen werden. Die neuen Lüftungsmotoren für die Zu- und Abluft und die Wärmerückgewinnung arbeiten mit einem Wirkungsgrad von ca. 70 Prozent und verringern so den Stromverbrauch um etwa 40 Prozent und den Wärmeverbrauch um ca. 30 Prozent“, berichtet Antje Schönborn, das entspreche einer Reduzierung des CO²-Ausstoßes um rund 117 Tonnen im Jahr. Insgesamt gilt es im Keller des Hallenbades etwa 1.900 Quadratmeter isolierte Lüftungskanäle und mehr als 280 Meter Lüftungsrohr neu zu verlegen.
Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium die energetische Sanierung mit einem Zuschuss von knapp 72.000 Euro. „Wir bekommen eine deutliche Verbesserung im Hallenbad, auch mit Blick auf ökologische und ökonomische Aspekte“, betont der Kurdirektor, damit investiere die Stadt auch in die Bestandssicherung des Hallenbades. Ohnehin werde stetig an Möglichkeiten gearbeitet, den Service zu verbessern und zugleich die Effizenz zu erhöhen. „Wir haben in den Vareler Bädern ein engagiertes Team, das vieles in Eigenleistung macht.“ Dass die Stadt mit dem Freibad Am Bäker, dem Hallenbad und dem Quellbad in Dangast gleich drei Bäder vorhalte, sei nicht selbstverständlich und finanziell seh aufwendig, „aber letztlich auch ein wichtiger Beitrag für die Qualität am Wohnstandort Varel“, so Taddigs. Mehr als 70.000 Besucher kommen nach Angaben von Schwimmmeisterin Maya Martens jährlich ins Hallenbad, Schulklassen und Vereinsgruppen inklusive.
Bürgermeister Gerd-Christian Wagner zeigte sich beim Ortstermin im Keller des Bades angesichts der sanierungsbedürftigen Anlagen erleichtert, dass es nun losgehen kann mit der Umsetzung einer entscheidenden Maßnahme. Nachdem bereits vor wenigen Jahren das Dach des Hallenbades saniert worden war und nun die Lüftung dran ist, steht als nächstes Großprojekt die Erneuerung der Wassertechnik auf der Liste.

Die Bauzeit nur für die Lüftungsanlage beträgt etwa acht Wochen. Weil aber zusätzliche Sanierungs- und Wartungsarbeiten hinzukommen, wird das Hallenbad vom 19. Juni bis zum 17. September geschlossen sein. Die Schulen sind im Vorfeld informiert worden, Schulschwimmen kann grundsätzlich bis Mitte September im Freibad Am Bäker stattfinden. Und auch Eigner von Dauerkarten fürs Hallenbad müssen auf nichts verzichten: „Für die Zeit der drei­monatigen Schließung werden die Dauerkarten im Dangaster Quellbad für den 90-Minuten-Tarif anerkannt“, so Johann Taddigs.

Gelesen 447 mal Letzte Änderung am Freitag, 16 Juni 2017 12:33

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