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Donnerstag, 13 Juli 2017 16:21

Schulpartnerschaften mit Nepal oder Sierra Leone

geschrieben von Anke Kück
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Slumkinder in Tassoh Island/Freetown/Sierra Leone. Das erste Schul- und Microfinanzierungsprojekt mit dem neuen Projektleiter Usman Conteh. Damit startet Ketaaketi seine Pionnierarbeit in einem der fünf ärmsten Länder der Welt . Slumkinder in Tassoh Island/Freetown/Sierra Leone. Das erste Schul- und Microfinanzierungsprojekt mit dem neuen Projektleiter Usman Conteh. Damit startet Ketaaketi seine Pionnierarbeit in einem der fünf ärmsten Länder der Welt . Foto: Ketaaketi
Varel. „Wir möchten Schulen die Möglichkeiten bieten, Partnerschaften einzugehen und so einen direkten Austausch mit Menschen in Nepal oder auch Sierra Leone zu pflegen“, sagt Anneli Räcker.
Schon seit über zehn Jahren engagiert sie sich im Verein Ketaaketi. Ziel ist es die Grund-Schul-Bildung bedürftiger Kinder und den Aufbau eigener Familien-Existenzen möglich zu machen. „Das ist eine wichtige Präventionsarbeit, damit die Landflucht gestoppt wird und Menschen nicht gezwungen sind ihr Land zu verlassen. Wir wollen eine Zukunft in der Heimat schaffen.“
Lernen dürfen
Lernen dürfen, das größte Glück – so steht es in der Infobroschüre zum 10-jährigen Bestehen von Ketaaketi. Was für Kinder hier vielleicht etwas befremdlich klingt, ist in Ländern wie Nepal oder Sierra Leone tatsächlich ein sehnlicher Wunsch. Für hiesige Schulen kann diese Partnerschaft eine große Chance sein, im direkten Austausch viel über andere Länder, Religionen und Kulturen zu erfahren. Möglich ist auch ein finanzielles Engagement zum Beispiel durch Sponsorenläufe oder andere Aktionen, zumal schon mit geringen Beträgen eine Menge erreicht werden kann: Etwa 10.000 Jahresschulplätze wurden bereits in Nepal geschaffen. Ein Euro pro Kind finanziert im dortigen Ketaaketi Modell einen Monat lag den Schulbesuch. Schon 100 Euro Einmalspende ermöglichen die Existenzgründung einer Schülerfamilie durch Mikrofinanzierung (Finanzierung von Existenzgründungen mit kleinsten Beträgen, die nach einem Jahr an die nächste Familie weitergegeben werden). Unterstützung als Kontaktvermittler hat auch bereits Bürgermeister Gerd-Christian Wagner zugesagt und die Bildungsregion Friesland signalisiert ebenfalls Interesse an der Aktion.
Lag das Engagement bisher ausschließlich in Nepal, und hier wird der Schwerpunkt für die Vareler Gruppe auch bleiben, weitet der Verein dieses nun aus. „Im November werden wir nach Sierra Leone reisen und dort weitere Projekte initiieren“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Was in Nepal schon seit zehn Jahren auf fruchtbaren Boden fällt, soll nun auch auf das afrikanische Land übertragen werden. Es geht um Partnerschaft, um das Teilen, um Selbstbestimmung und die Förderung von Eigenständigkeit: „Unsere Idee ist, dieses Modell auch auf anderen Kulturen und Religionen zu übertragen“, erläutert Anneli Räcker. Wichtig sei, dass Korruption und auch das Gießkannenprinzip bisheriger Entwicklungshilfe ausgeschlossen werden. Sierra Leone ist das fünft ärmste Land der Welt. Es ist so groß wie Bayern, hat acht Millionen Einwohner und 75 Prozent der Menschen sind Muslime. Nur 32 Prozent der ländlichen Bevölkerung haben Zugang zur Trinkwasserversorgung und 43 Prozent sind Analphabeten. „Das Land ist wirklich humanitär durchgeschüttelt worden, ich denke da nur an die Ebola Katastrophe und den schrecklichen Bürgerkrieg“, sagt Anneli Räcker.
We don‘t pay – we help
Durch die Vermittlung über eine Kinderarzt aus Sierra Leone, der derzeit in der Lüneburger Heide arbeitet, entstand der Kontakt nach Afrika. „Die Verbindung zu Menschen vor Ort ist der Schlüssel und dann geht es darum von der derzeitigen Mentalität des Spendenempfanges wegzukommen. Unsere Kernaussage dazu lautet: We don‘t pay, we help. Die Menschen vor Ort sollen keine Bettler sein, sondern Wertschätzung und Förderung erfahren.“
Ein erstes konkretes Projekt ist eine Slum-Schule in Tassoh Island, in der Nähe der Hauptstadt Freetown. 30 Kindern sollen dabei die Chance bekommen, regelmäßig zur Schule zu gehen. „Zudem soll 15 Müttern eine Existenzgründung mittels Mikrofinanzierung ermöglicht werden“, sagt Räcker. Der Aufwand dafür: 100 Euro pro Familie und fünf Euro pro Kind im Monat. Finanziert wird alles aus Spenden, die zu hundert Prozent vor Ort ankommen, wie Anneli Räcker betont.
Wer die Arbeit von Ketaaketi unterstützen möchte erhält weitere Informationen bei Friederike Menke, die ebenfalls schon seit Längerem im Verein engagiert ist, per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Stichwort Ketaaketi). Hier können sich auch interessierte Schulen für einen ersten Kontakt melden. (ak)
Gelesen 351 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 13 Juli 2017 16:35

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