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Friebo als Startseite Sie sind hier: Aktuell > Varel & Dangast Freitag, 03. Sep. 2010

Varel & Dangast

Debatte um Grundschulstandorte:

Stadtelternrat ohne einheitliche Meinung

Mit einer teilweise auch sehr persönlichen Kritik haben Elternvertreter und Eltern der Hafenschule in einem offenen Brief den Stadtelternratsvorsitzenden Djure Meinen kritisiert. Er hatte in einem Interview gesagt, dass die Schließung der drei kleinen Grundschulstandorte notwendig sei, um die Zukunft der anderen Standorte zu sichern. Zugleich hatte er alle Schulen aufgefordert sich Gedanken zum Thema Ganztagsschule zu machen. Man müsse auf die gesamte Elternschaft in Varel schauen. Falls die Hafenschule Ganztagsschule, und damit offen für alle Vareler Kinder werde, bestünde die Gefahr, dass in der Osterstraße und an der Schloßplatzschule nur noch jeweils eine, dann sehr große Klasse, pro Jahrgang möglich sei.  

Die Kritik der Eltern der Hafenschule gegen ihn richtet sich insbesondere darauf, dass er diese Aussagen in seiner Funktion als Stadtelternratsvorsitzender gemacht habe. Thomas Busch: „Der Stadtelternrat hat keine einheitliche Meinung zur Grundschulstruktur in Varel. Herr Meinen hat seine Aussagen dazu mit seiner eigenen Meinung vermengt.“ Besonders bemängelt er weiter: „Er ist nicht auf die Argumente der kleinen Schulen eingegangen.“ Es gebe keinen Beleg dafür, dass eine einzügige Grundschule keine gute Grundschule sein könne.  Und Gero Demme der Elternratsvorsitzende ergänzt: „Unsere Ideen sind nicht eingeflossen, außerdem bestätigen sich für unsere Schule die sinkenden Schülerzahlen nicht.“

Für die Hafenschule geht es in nächster Zukunft darum, dass das gerade sehr gut begonnene Konzept der Nachmittagsangebote weitergehen kann. Gero Demme: „Der Schulausschuss und der Stadtrat sollten so rechtzeitig tagen, dass wir zum 1. Dezember unseren Antrag auf Ganztagsschule beim Land einreichen können. Die Ganztagsbetreuung ist für viele Familien notwendig, wir haben das Konzept und den Platz dafür. “ Derzeit wird ein Angebot an drei Nachmittagen pro Woche zum großen Teil durch die Gertrud-und-Hellmut-Barthel-Stiftung finanziert. Als Ganztagsschule könnten vom Land Niedersachsen Mittel in Höhe von 8.500 Euro jährlich beantragt werden.

Grundsätzlich zeigen auch die Eltern der Hafenschule Gesprächsbereitschaft. Gero Demme: „Wir könnten uns Schulkooperationen oder Verschiebungen der Einzugsgrenzen vorstellen. Aber wir wünschen uns eine Entscheidung zur Ganztagsschule, damit dieses tolle Konzept nicht stirbt.“

Einschulung:    2010    2011    2012    2013    2014

Schloßplatz        29        33        38            42        31
Osterstraße        26        29        35            31        27
Hafenstraße       10        10        19           15        12

Stadtschulen
insgesamt         65         72           92          88    70

Obenstrohe        50       36           34           38    29
Altjührden           12        16          5               9    11
Langendamm    44        33        15            17    22
Borgstede           12        18          5              9      8
Büppel                 45        34        38            34    24

Gesamt:             228        209        189        195    164

Autor: Anke KückDatum: 06.09.2009

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