Varel. Das erste Etappenziel ist erreicht: Das „Volksbegehren für gute Schulen Niedersachsen“ hat knapp 30.000 Unterschiften gesammelt. 25.000 Unterschriften sind erforderlich, um die Zulassung des Volksbegehrens offiziell zu beantragen – diesem Antrag steht also nichts mehr im Wege. Insgesamt müssen bis zum 2. Dezember dieses Jahres 608.731 gültige Unterschriften gesammelt werden um das landesweite „Volksbegehren für gute Schulen” zum Erfolg zu führen.
Um noch mehr Schwung in die Sammlung zu bringen, gab es in der letzten Woche ein Treffen für alle Interessierten aus Varel und der Umgebung. Initiator Djure Meinen hätte gemeinsam mit Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sicher gerne mehr Engagierte im Vareler Rathaus begrüßt, aber trotzdem waren die Aktiven frohen Mutes und voller Ideen.

Einige der Aktiven beim Info-Treffen im Vareler Rathaus. Sie hoffen auf noch mehr Unterstützung für das „Volksbegehren für gute Schulen“. Djure Meinen (2.v.li.) ist einer der neun juristischen Vertreter des Volksbegehrens.
Weitere Aktionen wie Stände in der Innenstadt, das Thema „Gute Schulen“ im Unterricht zu behandeln, Informationen in den Kindergärten, Großplakate oder weitere Werbung im Internet wurden genannt. Am 8. Mai gibt es einen Landeswahlaktionstag und am 9. Juni eine große „Bildungsdemo“ in Hannover.
Vorstellbar sei auch ein Stammtisch zur Thematik, klar war aber allen Beteiligten: Wir brauchen mehr Multiplikatoren. Menschen, die Unterschriften in den vorhandenen Listen sammeln und das nicht nur in Varel sondern auch in den umliegenden Gemeinden: „Wir müssen weiter erfolgreich sammeln und mehr Menschen finden, die dies tun“, sagte Djure Meinen. Ausreichend Infomaterial, Listen und Plakate sind – auch Dank der Unterstützung des SPD-Landtagsabgeordneten Olaf Lies – vorhanden und können bei ihm angefordert werden. (Tel. 04451/9695988).
Anne Rehfeldt ist bisher eine der aktivsten Sammlerinnen in Varel und hat ihr ganz eigenes Rezept: „Ich habe eigentlich immer eine Liste dabei, ob beim Fußballturnier, beim Einkaufen und natürlich auch Zuhause.“ Der Erfolg gibt ihr Recht, sie allein hat schon über 150 Unterschriften gesammelt: „So schwer war das gar nicht.“
Mit dem „Volksbegehren für gute Schulen“ soll eine Schulgesetzänderung in Niedersachsen anstrebt werden. Dabei geht es vor allem um drei Ziele: Gymnasien und Gesamtschulen sollen zur Regelschulzeit von 13 Jahren bis zum Abitur zurückkehren. Die Gründung von Gesamtschulen soll erleichtert werden und die „Vollen Halbtagsschulen“ bestehen bleiben. Dies betrifft im Friebo-Land insbesondere die Grundschule in Büppel, die derzeit noch „Volle Halbtagsschule“ ist, aber nach der Gesetzesänderung wohl auch zum Sommer zur „Verlässlichen Grundschule“ wird und damit weitere Lehrerstunden verliert.
Autor: Anke KückDatum: 04.03.2010
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