Wer seine Zeit oft in Dangast am Alten Kurhaus verbringt, wird ihn sicher kennen: Werner Buss, gebürtiger Ammerländer, ist seit 1983 fast jeden Sonntag mit seinem Stand am Alten Kurhaus anzutreffen. Hier kann man seine Bilder in Ruhe betrachten und auf sich wirken lassen.

Den Schwerpunkt seiner Arbeiten bilden Phantasiebilder, die durchaus eine realistische Wirkung haben. So findet der Betrachter auf einem seiner Bilder das Alte Kurhaus unter Wasser gesetzt, während auf dem nächsten Bild ein riesiger Wasserstrudel alles in seiner Nähe in die Tiefe des Wattenmeeres zieht. In seinem jüngsten Werk mit Kurhaus-Motiv, das auch als Posterdruck erhältlich ist, setzt sich Buss mit der über 200-jährigen Geschichte des Badeortes auseinander – wie gewohnt in surrealistisch-übertriebener Darstellungsweise. Der Titel des Gemäldes, das unser heutiges Titelbild ziert lautet: „Das einzigartige Kurhaus Dangast im Dunstkreis seiner aristokratischen Herkunft”.

Die Begeisterung an der Malerei begleitet Werner Buss schon seit der Kindheit. Im Selbststudium hat er sich ausführlich mit Kunstgeschichte und den verschiedensten Kunstrichtungen befasst. Besonders begeisterten ihn die Surrealisten. Während er selbst auch andere Stilrichtungen ausprobierte, kehrte er doch immer wieder zur Phantasie- und Traummalerei zurück. Von 1985 bis 1990 studierte er Kunst an der Universität in Oldenburg.
Die Ideen für seine Bilder hat Werner Buss vor Beginn einer Arbeit fertig im Kopf. Es folgt die Erstellung von sehr ausgefeilten Skizzen und dann beginnt die Arbeit in Öl.
Bei manchen seiner Bilder stellt sich die Realisierung der Idee schwieriger dar, als vorher angenommen und so kann es vorkommen, dass ein Bild erst nach Jahren fertiggestellt wird. Wichtig ist ihm allein, dass das Resultat seinen Vorstellungen entspricht. Diese lange Arbeitszeit an den einzelnen Werken würde ein Original unerschwinglich teuer machen. So bewahrt Werner Buss seine Originale „für die Rente” auf. „Ich möchte die Last des Geldes von der Kunst nehmen. Jeder der die Idee des Bildes gut findet, soll es sich auch hinhängen können und das zu einem Taschengeldpreis.” Er verkauft von seinen Bildern also nicht die Originale, sondern Kunstdrucke. Diese bietet er allerdings in unterschiedlichen Formen an. So kann man das Poster aufgerollt sofort in der Tasche nach Hause tragen, man kann es hinter Glas gerahmt erstehen oder es wird speziell beschichtet und mit einem extra angefertigten Rahmen veredelt. In seinem Haus in Jaderberg besitzt Werner Buss eine große Werkstatt, in der er diese speziellen Rahmen auch selbst herstellt. In seinem Atelier bietet Werner Buss außerdem Kurse für die Volkshochschulen Wesermarsch und Ganderkesee an
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Ebenfalls zu Buss’ Repertoire zählt die Landschaftsmalerei; von diesen Bildern verkauft er durchaus auch die Originale.
Wer seine Bilder gern einmal betrachten möchte, „braucht sich nicht erst einen Schlips umbinden”, denn Berührungsängste lässt Werner Buss an seinem Stand am Alten Kurhaus gar nicht erst aufkommen.
Autor: RedaktionDatum: 29.06.2005
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