Friebo_47_2017
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  17 / 48 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 17 / 48 Next Page
Page Background

25. November 2017

Varel

17

Zweiradfachgeschäft Hegeler

Wir verkaufen nicht nur –

wir reparieren auch!

Gaststr. 17 ∙ 26316 Varel ∙ 04451-4710

HU

Emil-Heeder-Str. 22

26316 Varel

Gewerbegebiet Winkelsheide - Tel. 04451/957110

Montag - Freitag

9-12 u. 15-17.30 Uhr

www.gerdes24.de

OHNE TERMIN!

Ing.-Büro

Gerdes

HU

HU

HU

HU

HU

Gullylöcher sind künftig etwas weniger tief

Ausbesserungen an der Bürgermeister-Osterloh-Straße: Anwohner klagen über Lärm und Erschütterungen

Büppel.

In der Ortsdurch-

fahrt in Büppel werden derzeit

Ausbesserungsarbeiten an der

Fahrbahnkante vorgenommen,

konkret geht es dabei um ver-

sackte Regenwassereinläufe,

die ein Stück weit angehoben

werden sollen.

Hintergrund für diese Arbeiten

ist nicht zuletzt ein Antrag eines

Anwohners der Bürgermeister-

Osterloh-Straße vomOktober, in

dem auf bauliche Unzulänglich-

keiten der Straße, insbesondere

eben auf die teils tief liegenden

Gullydeckel, hingewiesen wur-

de. Der Straßen- und Verkehrs-

ausschuss hatte sich unlängst

mit diesem Antrag befasst.

Der Anwohner hatte mit Hin-

weis auf die Schäden in der

Fahrbahn über erheblichen

Lärm, Verkehrsgefährdung und

spürbare Erschütterungen in

den an der Straße liegenden

Wohnhäusern geklagt und um

Behebung der Schäden ge-

beten, auch mit Hinweis auf

die vor einigen Jahren erfolgte

Fahrbahnsanierung im Büppeler

Weg, der praktisch den ersten

Teil der Ortsdruchfahrt bildet,

wenn man aus Varel kommt.

Fachbereichsleiter Jörg Krei-

kenbohm schilderte im Aus-

schuss das Problem: Die Straße

ist nur etwa 5,60 Meter breit,

bei Begegnungen insbesondere

größerer Fahrzeuge seien diese

gezwungen, die Breite voll aus-

zunutzen – dabei müssten sie

die alten, vergleichsweise weit

in die Fahrbahn hineinragenden

gusseisernen Einläufe überfah-

ren. Da die Fahrbahn vor Jahr-

zehnten schon einmal leidlich

überasphaltiert worden ist, wür-

den die Rinnen und Einläufe um

einige Zentimeter tiefer liegen

als die eigentliche Fahrbahn. Bis

zu sieben Zentimeter sind das,

der antragstellende Anwohner

hat nachgemessen. Eine heftige

Kante, insbesondere für Fahr-

radfahrer. Die fahren ja nun zu-

sammen mit dem Kraftverkehr

auf der Straße, was sie auch

sollen – machen dann aber im

Zweifel auch mal einen Schlen-

ker um die tiefen Gullys, was

durchaus zu brenzligen Situati-

onen führen kann, wenn sich in

dem Moment ein Fahrzeug von

hinten nähert.

Ohnehin weist die Bürgermei-

ster-Osterloh-Straße gerade im

Frühjahr nach der Frostperiode

zahlreiche Löcher und Risse auf,

die dann im Zuge der Instand-

haltung wieder versiegelt wer-

den müssen. „Das ist aufwendig

und kostet jedes Jahr Geld, die

Ortsdurchfahrt ist schon eine

Art Problemkind geworden“,

sagt Jörg Kreikenbohm dazu.

Er hatte schon anno 2009 eine

vollständige Sanierung der

Fahrbahn vorgeschlagen, mit-

samt neuen Wasserrinnen und

schmaleren Einläufen nach Vor-

bild des Büppeler Weges. Etwa

190.000 Euro waren dafür kal-

kuliert, für das gesamte Stück

von der Leke bis zur Kreuzung

Neudorfer Straße. Doch die

Gremien kassierten das Projekt,

Haushaltsmittel wurden bis heu-

te nicht bereit gestellt.

Auch jetzt konnte man sich im

Verkehrsausschuss nicht zu ei-

ner Empfehlung für eine umfas-

sende Sanierung durchringen,

wenngleich das Problem er-

kannt wurde, nachdem sich die

Ausschussmitglieder vor Ort ein

Bild der Lage gemacht hatten.

„Das ist schon eine Gefahr für

Fahrradfahrer, die rasch besei-

tigt werden muss“, urteilte etwa

Sabine Kundy (Zukunft Varel).

Vorgeschlagen ist nun, zu-

nächst Abhilfe zu schaffen

durch das Anheben der tief

liegenden Einläufe. Ganz auf

Fahrbahnniveau können sie

aber nicht gebracht werden, da

sonst das Wasser nicht mehr

einlaufen könnte. „Es bleibt

ein Kompromiss, bei dem statt

sieben Zentimetern künftig mit

vier zu leben wäre“, so Jörg

Kreikenbohm, der keinen Hehl

daraus machte, dass aus sei-

ner Sicht eine Fahrbahnsanie-

rung die nachhaltigere Lösung

wäre. Auch Carsten Kliegelhöfer

(Grüne) warnte davor, dauerhaft

„immer nur Flickschusterei“ zu

betreiben.

Der

Ausschussvorsitzende

Georg Ralle (SPD) wies darauf

hin, dass für eine Sanierung der-

zeit keine Mittel zur Verfügung

stünden und empfahl, die tiefs-

ten Einläufe zunächst auszu-

mitteln. Jörg Kreikenbohm wies

dazu darauf hin, dass die Pro-

bleme mit Lärm und Erschütte-

rungen damit aber nicht aus der

Welt geschafft seien.

Inzwischen sind die ersten

Einläufe erneuert, die Gullyde-

ckel wurden dabei auch gleich

durch solche von schmalerem

Format ersetzt. Kleine Pflaster-

steinecken geben deutlich sicht-

bar Zeugnis von den Ausbesse-

rungsarbeiten. Etwa tausend

Euro kostet die Maßnahme je

angehobenem Einlauf, zunächst

werden die 15 schlimmsten Fäl-

le bearbeitet. Rund 80 Einläufe

gibt es an der Bgm.-Osterloh-

Straße insgesamt. Zusammen

mit dem ohnehin laufenden Un-

terhaltungsaufwand kommt da

nun Jahr für Jahr eine mittlere

fünfstellige Summe zusammen –

eine Komplettsanierung in der

Größenordnung von 200.000

Euro würde sich somit womög-

lich schon nach wenigen Jahren

amortisieren.

(tz)

Flickwerk: An der Bgm.-

Osterloh-Straße werden die

teils tief liegenden Gullyde-

ckel am Fahrbahnrand ausge-

bessert, die aufgefräste Fahr-

bahn wird dann gepflastert.

Foto: M. Tietz

Varel.

Beim Wertstoffhof an

der Deponie in Hohenberge wird

ab Anfang kommenden Jahres

wieder kostenlos „Friesländer

Kompost“ erhältlich sein. Die

Abgabe erfolgt wie in den Vor-

jahren in „loser Form“ gegen

Vorlage des aktuellen Gebüh-

renbescheides für 2018, also

beginnend ab Januar/Februar.

Interessierte Bürger/innen müs-

sen allerdings für Aufladung und

den Abtransport selbst sorgen.

Neu ist auch der Erwerb und

die Abgabe der nach Satzung

zugelassenen Abfallsäcke mit

dem Aufdruck „Landkreis Fries-

land“ am Wertstoffhof Varel. Sie

kosten 3,20 Euro pro Stück, der

Verkauf erfolgt durch die Mitar-

beiter des Unternehmens Nehl-

sen.

Damit soll die Möglichkeit

geschaffen werden, auch klein­

formatigen Abfall (etwa Spiel-

zeug, Blumentöpfe, Haushalts-

gegenstände) mit anzuliefern,

dieser könnte vor Ort in die Sä-

cke gepackt und gleich in einen

Restabfallcontainer eingewor-

fen werden. Natürlich werden

auch bei der Stadt Varel erwor-

bene, zugelassene Abfallsäcke

angenommen, wenn sie bereits

gefüllt sind. Loser Abfall oder in

einfachen Säcken angelieferter

Restabfall wird dagegen nicht

angenommen. Weitere Ver-

kaufsstellen für die Abfallsäcke

können der Abfallfibel oder der

Abfall-App entnommen werden.

Darüber hinaus wird für die

privaten Haushalte das Service-

angebot zur Entsorgung von Alt-

medikamenten erweitert. Neben

der Erweiterung auf vierteljähr-

liche Sammeltermine für Pro-

blemstoffe am Schadstoffmobil,

haben Privatleute ab 2018 auch

die Möglichkeit, Arzneimittel zu

den normalen Öffnungszeiten

in den Entsorgungsanlagen in

Wiefels und Varel kostenfrei ab-

zugeben.

Durch die neuen Angebote

will der Landkreis die Abfall-

dienstleistungen für seine Bür-

ger verbessern. Eine Erhöhung

der Gebühren ist damit nicht

verbunden.

(fb)

Ab 2018 gibts wieder „Friesland-Kompost“ an der Deponie

Neue Angebote der Abfallwirtschaft – Möglichkeiten zur Abgabe von Altmedikamenten werden erweitert