Friebo_52_2017
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Sport

Friebo 52/2017

kleine Jubiläum „10 Jahre Be-

zirksliga“ gefeiert werden. Doch

leider musste die Mannschaft

von Trainer Simon Theilmann

als Tabellenvorletzter runter in

die neu installierte Fusionsliga.

Riesenfreude herrschte An-

fang Juni bei der 1. Frauenmann-

schaft der

SG Neuenburg/Dan-

gastermoor

. Die Mannschaft

des Trainergespanns Henning

Röbke/Hans-Peter

Hilbers

setzte sich überlegen gegen

die Konkurrenz durch und star-

tete Mitte des Jahres in ihre 1.

Landesligaspielzeit. Von einer

längeren Fahrt im Leistungstal

zurück in den fußballerischen

Leistungsbereich

Kreisliga

kehrte der TuS Jaderberg. Die

Mannschaft von Trainer Lutz

Bruns beendete eine vierjährige

Aufbauzeit mit dem Gewinn der

Meisterschaft der Kreisklasse

Wesermarsch und qualifizierte

sich damit für die im August

gestartete Fusionsklasse. Fast

hätte die Mannschaft diesen

Erfolg noch versilbert. Sie ver-

passte diese Qualifikation nur

wegen der schlechteren Tordif-

ferenz hinter dem punktgleichen

ESV Wilhelmshaven. In der Fu-

sionsklasse hat die Mannschaft

mittlerweile jede Menge positive

Spuren hinterlassen und been-

dete die Rückrunde auf Platz 6.

Eine weitere ausgelassene

Aufstiegsfeier gab es Anfang

April auch auf dem kühlen Grund

der Sander Eishalle: In der 1.

Saison nach dem Neustart des

Eishockeys in Friesland schaffte

der

ECW Jadehaie Sande

die

Meisterschaft der Landesliga

Nord und setzte sich in der Re-

legationsrunde um den Aufstieg

in die Verbandsliga Nord durch.

Mit einem Double meldeten sich

die Handballabteilungen des

TuS Obenstrohe

und des

TuS

Dangastermoor

zu Wort, die

seit Sommer 2016 als Spielge-

meinschaft in der Regionsliga

am Start sind. Die Mannschaft

um Spielertrainer Fred Richter

beendete die Saison als Meister

und Aufsteiger in die Regionso-

berliga und sicherte sich zudem

den Regionspokal.

Last, but not least noch eine

doch etwas besondere Sport-

geschichte, die im Friesländer

Boten zu lesen war. Im Früh-

jahr dieses Jahres qualifizierten

sich Kim-Saskia Brüning und

Hanna Simon aus dem Studio

der Selbstverteidigung für eine

Budo-Meisterschaft in Florida/

USA. Die Freude über dieses

tolle Event wandelte sich jäh

in Entsetzen, als die beiden

erfuhren, dass ihre bereits ge-

buchten Flüge in der Insolvenz-

masse der Fluglinie Air Berlin

unwiederbringlich verschwun-

den waren. SDS-Leiter Frank

Kramer wollte diese Tatsache

nicht hinnehmen, wandte sich

an verschiedene ortansässige

Firmen, die dann das Geld für

eine neue Buchung zusam-

menlegten. So konnten die bei-

den Sportlerinnen doch bei der

Weltmeisterschaft in der Version

der World Karate & Kickboxing

Comission (WKC) antreten. Und

die beiden Free-Style-Karateka

kehrten nicht mit leeren Händen

aus dem Trump-Land zurück.

Die 21-jährige Kim-Saskia Brü-

ning trat in zwei Wettbewerben

an und hatte je eine Gold- und

eine Silbermedaille im Gepäck,

die 10-jährige Hanna Simon

erreichte im Wettbewerb ihrer

Altersklasse das drittbeste Er-

gebnis und freute sich über eine

Bronzemedaille.

(mp)

Ein Blick zurück auf das Sportjahr 2017

Gemeinsam gegen Menschenfeindlichkeit im Sport

Friesland.

Im Vereinsheim

des SV Ochtersum fand im No-

vember erstmalig auf Landese-

bene Niedersachsen eine Schu-

lung von ÜbungsleiterInnen zum

Thema der „Gruppenbezogenen

Menschenfeindlichkeit“ statt.

Der Begriff beschreibt die

gruppenbezogene Menschen-

feindlichkeit durch Vorurteile

und abwertende Einstellungen

gegenüber Menschen. Je nach

der kulturellen und gesellschaft-

lichen Entwicklung sind Gruppen

davon mehr oder minder betrof-

fen. In der derzeitigen Fachlite-

ratur werden beispielsweise die

Abwertung von Asylbewerbern,

Obdachlosen oder Menschen

mit Behinderung genannt. In

der derzeitigen gesellschaft-

lichen Entwicklung spielt auch

die Islamfeindlichkeit eine große

Rolle. Gerade der Sport gilt als

Instrument für gesellschaftliche

Integration und Teilhabe. „Da-

bei kann Sport das persönliche

Wachstum fördern, Zusammen-

arbeit und Solidarität stärken,

Toleranzerziehung

voranbrin-

gen, lokal wie auf nationaler und

internationaler Ebene“, so der

Sozialwissenschaftler Wilhelm

Heitmeyer. Damit dies gelingt,

ist es wichtig, dass die Übungs-

leiterInnen in den Vereinen in das

Themenfeld der Vorurteile und

möglichen Ausgrenzungen ein-

geführt werden. Für diese Aufga-

be haben fünf Demokratietraine-

rInnen für Konfliktmanagement

im Sport, ausgebildet durch die

Deutsche Sportjugend, für den

Landessportbund Niedersach-

sen ein Konzept für die Schu-

lung von ÜbungsleiterInnen und

Vereinsfunktionären entwickelt,

das in Ochtersum erstmalig er-

probt wurde. Ziel war, die Teil-

nehmerInnen zu befähigen, Dis-

kriminierungen in ihren Vereinen

aufzudecken und bearbeiten zu

können. Reichen die eigenen

Möglichkeiten dann nicht aus,

um die Konfliktfälle zu lösen, gibt

es mit Patrick Neumann beim

Landessportbund Niedersach-

sen einen Ansprechpartner, der

über die E-Mailadresse pneu-

mann@lsb-niedersachsen.de

zu erreichen ist. Zudem können

Vereine Informations-, Sensibi-

lisierungs- und Schulungsmaß-

nahmen beantragen.

Weitere Infos unter www.lsb-

niedersachsen.de

– Themen,

Trainingsziel: Demokratie

(mp)

„Vorurteile erkennen – ein positives Miteinander schaffen“ – mit diesem Thema beschäftigten

sich diese Übungsleiter bei der Fortbildung „Trainingsziel Demokratie“ des KSB Wittmund.

Marlene Webersinke vom

Vareler Turnerbund absol-

vierte ein erfolgreiches Lauf-

jahr 2017.