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Freitag, 15 Dezember 2017 10:51

Drogenkontrolle: Vier Treffer in vier Stunden

geschrieben von Pascal Fianke
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Rund 150 Fahrzeuge kontrollierte die Polizei im dichten Schneetreiben. Bei vier Fahrzeugführern waren die Drogenvortests positiv. Rund 150 Fahrzeuge kontrollierte die Polizei im dichten Schneetreiben. Bei vier Fahrzeugführern waren die Drogenvortests positiv. Foto: Pascal Fianke
Ausbildung von Polizeikräften bei Kontrolle zwischen Bockhorn und Zetel: Auch Spürhund kam zum Einsatz.

Bockhorn/Wilhelmshaven.
Viele Autofahrer staunten nicht schlecht, als sie am Montag auf der Urwaldstraße zwischen Bockhorn und Zetel von Polizeibeamten gestoppt wurden. Bei dichtem Schneetreiben winkten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug nach nach dem anderen aus dem Verkehr, damit die Kolleginnen und Kollegen die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer kontrollieren konnten. Drogen standen dabei im Fokus, Hintergrund war die Ausbildung weiterer Beamter zum Schwerpunkt „Drogenerkennung im Straßenverkehr“.
Unter diesem Motto stand die Fortbildung des Polizeikommissariats Varel, um insbesondere auch jüngere Polizeibeamte entsprechend auszubilden. „Zur Feststellung einer drogenbedingten Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit bedarf es einer besonderen Beschulung“ erklärte Daniel Birkholz, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariats Varel. Wenn jemand über den Durst getrunken hat, ist das meist leicht zu erkennen - die Symptome beim Konsum von anderen Rauschmitteln sind oft schwieriger auszumachen.

Um die insgesamt 14 teilnehmenden Beamten bestens auf den Einsatz vorzubereiten, referierte Christopher Baier, Dienstschichtleiter im PK und vermittelte wichtige Informationen über Betäubungsmittel und deren Wirkung. Außerdem zeigte er den Teilnehmern Möglichkeiten auf, rauschbedingte Ausfallerscheinungen bei Autofahrern in einer Kontrolle zu erkennen. Um Auffälligkeiten bei der Pupillenreaktion festzustellen, wurden alle Teilnehmenden von der Polizeiinspektion mit sogenannten Diagnostikleuchten ausgestattet. Ein Schwerpunkt der Fortbildung war die Verknüpfung von Theorie und Praxis, damit die Teilnehmer die neu erworbenen Kenntnisse direkt anwenden konnten.
Unterstützt wurden die Beamten im Einsatz von Rauschgiftspürhündin Neela, die immer dann zum Einsatz kam, wenn der Verdacht bestand, dass sich Betäubungsmittel im Fahrzeug befinden könnten. „Wir haben schon früher gute Erfolge in der Feststellung rauschbedingter Leistungseinbußen verzeichnet. Jetzt haben wir aber noch mehr qualifiziertes Personal, das wir für diesen wichtigen Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit gewinnen konnten“, ergänzte Daniel Birkholz.

Spürhund "Neela" unterstütze die Beamten bei der Suche nach Betäbungsmitteln in den Autos.

Rund 150 Fahrzeuge wurden in der Zeit von etwa 12 Uhr bis 16 Uhr von den Beamten kontrolliert. Bei insgesamt vier Personen verliefen die durchgeführten Drogenvortests positiv. Betroffen waren hier ein 26-Jähriger aus Zetel, ein 23-Jähriger aus Wilhelmshaven, ein 23-Jähriger aus Varel und eine 36-Jährige aus Zetel. Einer der Pkw-Fahrer versuchte noch, die kontrollierenden Beamten zu täuschen, indem er seinen Test manipulierte. Allen positiv Getesteten wurden Blutproben entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Blutproben werden im Anschluss in einem Labor analysiert, um festzustellen, ob noch aktive Stoffe des Betäubungsmittels im Blut vorhanden sind und somit eine rauschbedingte Leistungseinbuße zu begründen ist. „Im Gegensatz zu Alkohol bauen sich Drogen ungleichmäßig ab. So kann es vorkommen, dass der Grenzwert auch zwei oder drei Tage nach dem Konsum noch überschritten ist. In 80 bis 90 Prozent der positiven Drogenteste, finden wir den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) im Blut der getesteten Person. Dieser Stoff kommt unter anderem in Drogen wie Cannabis, Marihuana und Haschisch vor. Aber auch Amphetamine und Me- thamphetamine werden immer wieder gefunden“, so der Einsatzleiter.

Werden die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte überschritten, wird das eingeleitete Verfahren an die zuständige Bußgeldstelle abgegeben. Positiv getestete Autofahrer müssen dann mit zwei Punkten im Flensburger Register, einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Gelesen 2686 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 Dezember 2017 11:40

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