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Freitag, 31 August 2018 11:47

Miniabsätze und defekter Fahrstuhl als Alltagshürde

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Miniabsätze und defekter Fahrstuhl als Alltagshürde Foto: Ingrid Huger
Neuenburg. Wie ist es um die Barrierefreiheit im Neuenburger Ortskern bestellt? Eine Frage, die der SOVD im Kreis Friesland kürzlich im Rahmen einer Ortsbegehung nachgegangen ist. Der Vorsitzende des SOVD-Ortsvereins Neuenburg, Hans Meine, Frauen der umliegenden Ortsvereine des Kreisverbandes Friesland und zeitweise Bürger und Anwohner nebst Mitgliedern des Zeteler Gemeinderates waren ebenfalls beteiligt und schauten sich mit der Kreisfrauensprecherin Ingeborg Brunken die örtlichen Problemfälle an.
Ausgestattet mit Rollstuhl und Rollator, ging es in erster Linie um die Wege und Überquerungen und deren Tauglichkeit für Menschen mit Gehbehinderung oder mit Rollator. Im Laufe der Begehung kam die optimale Breite der Gehwege zur Sprache, die Länge einer Ampelschaltung wurde überprüft und der problematische Miniabsatz bei abgesenktem Bordstein wurde als bleibendes Hindernis für Rollstuhlfahrer erkannt.
Der defekte Fahrstuhl am Schloss wurde moniert, insbesondere das Zuparken von Gehwegen am Schloss und am Senfpott fielen mit Rollstuhl sehr negativ auf. So fehlen Parkplätze mit ausreichender Breite, die es auch Rollatorfahrern ermöglichen, aus ihrem Auto auszusteigen. „Diese Missstände können jetzt bei der Planung des Ortskerns Neuenburg verhindert werden“, so die Mitglieder des SOVD.
Nach der Veranstaltung trafen sich die Frauensprecherinnen der Ortsvereine: Ingrid Huger (Neuenburg), Maria Bolenski (Bockhorn), Waltraud von Waaden (Varel) sowie die Kreisfrauensprecherin Ingeborg Brunken und der Vorsitzende des Planungs- und Umwelt-Ausschusses, Klaus-Dieter Huger, in kleinerem Kreis. Hierbei wurde das Ergebnis zusammengefasst und das weitere Vorgehen abgesprochen. Von Seiten der Gemeinde ist zwischenzeitlich zugesagt worden, die Ampelschaltung überprüfen zu lassen, den Fahrstuhl am Schloss zu ersetzen und die Erkenntnisse des Rundganges in die Planungen einfließen zu lassen. Ingrid Huger: „Dabei sind wir auch auf die Anregungen und Vorschläge der Menschen angewiesen, um die es geht. Bei unserem Rundgang haben wir in erster Linie die Schwierigkeiten von Rollstuhl- und Rollatornutzern betrachtet. Es gibt aber wesentlich mehr und unterschiedliche Handicaps, bei denen es auch oft Einzelfallentscheidungen sind, die mehr oder weniger leicht zu klären sind.
So hilft eine längere Ampelphase auf dem Schulweg beim Übergang der Landesstraße den Schulkindern, Müttern mit Kinderwagen und den Nutzern von Rollstühlen und Rollatoren ebenso wie Menschen mit Gehbehinderungen.“
Das Ziel der Barrierefreiheit sei ein laufender Prozess und könne nur im laufenden Gespräch und im Miteinander aller Einwohner stetig verbessert werden. „Wir haben bei dem Rundgang gemerkt, dass der SOVD, der sich für die sozialen Belange der Menschen einsetzt, sich mehr zu Wort melden muss, wenn es um die Probleme vor Ort geht.“

☛ Wer Anregungen geben möchte, kann sich an den Ortsvorsitzenden des SOVD, Hans Meine, unter ☎ 04452/8724 oder die beiden Frauensprecherinnen Ingrid Huger (☎ 04452/918442) oder Barbara Elsner (☎ 04453/3956) wenden.
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