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Freitag, 15 März 2019 09:30

Thema Biosphärenbeitritt ist vom Tisch

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Bockhorn. Nachdem der Vareler Stadtrat am 13. März einem möglichen Biosphärenbeitritt eine deutliche Absage erteilt hat, hat sich der Bockhorner Gemeinderat einen Tag darauf in seiner Sitzung mit knapper Mehrheit gegen Gespräche mit der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ausgesprochen. Damit ist der Beitritt der Gemeinde in die Entwicklungszone des Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer endgültig vom Tisch. Erst 2030 kann der Bockhorner Rat sich politisch wieder mit einem Beitritt auseinandersetzen. Die ersten Gespräche mit den Städten und Gemeinden, die Teil der Entwicklungszone werden wollen, fanden bereits im Februar statt.
Im Mai 2018 war in der Sitzung des Finanz-, Wirtschafts- und Tourismusausschuss das Konzept von Jürgen Rahmel und Peter Südbeck von der Nationalparkverwaltung erläutert worden. In der Sitzung hatten die Befürworter nach langer Diskussion unterlegen: drei Ja-Stimmen gegen fünf Gegenstimmen. In der nun erfolgten Ratssitzung fiel das Ergebnis mit acht Ja-Stimmen, neun Ablehnungen sowie vier Enthaltungen knapper aus. Den Austausch zwischen Kritikern des Vorhabens, darunter CDU und UWG, sowie den Befürwortern in SPD, Grüne und FDP, verfolgten zahlreiche Zuschauer. Vertreter der Landwirtschaft sowie der Kreislandvolkverbände waren ebenfalls in die Sitzung gekommen.
Es sei scheinheilig, in Gespräche einzutreten, wenn im Hinterkopf bereits feststehe, dass man das Ergebnis nicht wolle, so Thorsten Krettek (CDU). Die Gemeinde leiste in punkto Natur- und Klimaschutz sehr viel, mit einem Beitritt zum Biosphärenreservat lege sich Bockhorn eher weitere Fesseln auf. Rolf Scherer (Scherer/FDP) wies auf die zahlreichen Diskussionen um einen möglichen Beitritt hin sowie die derzeitigen gesellschaftspolitischen Entwicklungen: "Wir müssen reden. Wir sind zwar nur ein kleines Rädchen, aber hier an dieser Stelle einfach zu sagen, das machen wir nicht, ist nicht fair gegenüber den Jugendlichen, die gerade auf die Straße gehen."
Heiko Haschen (CDU) kritisierte, dass die Zusage seitens der Nationalparkverwaltung, es gebe durch den Beitritt keine Einschränkungen, sondern ausschließlich freiwillige Entwicklungen, angesichts der zahlreichen Bestimmungen, die in Bezug auf das Biosphärenreservat gelten würden, nicht haltbar sei. Die Lage des Hofes im Biosphärenreservat gerate schlussendlich zum Nachteil, da starke Wertverluste für die landwirtschaftlichen Flächen zu erwarten seien.

Der Friebo berichtet ausführlich in der Ausgabe 12/2018 über die Ratssitzung.
Gelesen 720 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 März 2019 10:12

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