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Freitag, 05 Juli 2019 11:09

Der Impuls, das Leben wieder aktiver zu gestalten

geschrieben von Thorsten Soltau
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„Prothesen in Bewegung“ richtet die 1. Aktivitätstage in Friedeburg vom 5. bis 7. Juli aus

Friedeburg/Friesische Wehde.
Treppensteigen, den Einkauf bis zum Auto tragen oder regelmäßiger Sport nach Feierabend: Vieles gehört zum Alltag dazu und in den meisten Fällen ein Automatismus. Anders sieht es aus, wenn man im Alltag auf orthopädische Hilfsmittel wie beispielsweise Prothesen angewiesen ist.
Einer, der dieses Gefühl nur zu gut kennt, ist der Friedeburger Sven-Phillip Glomme. Ohne Wadenbein geboren, ist er auf eine Prothese angewiesen. Doch die zahlreichen Hilfsmittel, die er im Laufe des Lebens zur Verfügung gestellt bekommt, reichen ihm irgendwann nicht mehr. Mit den Kindern Longboard fahren oder am Schullauf teilnehmen – das funktioniert inzwischen dank einem speziellen Laufbein. Und mit der Unabhängigkeit kam die Frage: Wie mag es wohl anderen Prothesenträgern in der Region gehen?
Der Friedeburger gründet im November vergangenen Jahres die Selbsthilfegruppe „Prothesen in Bewegung“. „Für uns war es am Anfang ein echtes Ausprobieren“, blickt Sven-Philipp Glomme auf die Anfangszeit zurück. Bereits zu Beginn beschließt der Friedeburger: Statt sich in einem rein privaten Kreis unter Anwendern zu treffen, geht die Gruppe auch an die Öffentlichkeit. Daraus sind die Aktivitätstage in Friedeburg geworden, die an diesem Wochenende von Freitag, 5., bis Sonntag, 7. Juli, stattfinden.

Die Aktivitätstage sind dabei mehr als eine reine Sportveranstaltung. Besonders stolz ist Sven-Philipp Glomme auf das Anwendertraining für Prothesenträger am Freitag, welches ein individuelles Gehschultraining beinhaltet. Denn Prothese ist nicht gleich Prothese – es kommt auf die Anwendung an, die forcierte Belastung im Alltag und vor allem auch auf den jeweiligen Träger: „Manchmal funktionieren gewisse Dinge im Alltag aufgrund von Nichtwissen oder Falschanwendung nicht. Wenn ich beispielsweise ein computergestütztes Kniegelenk habe, die dazugehörige App jedoch nicht richtig einstellen kann, kann ich beispielsweise nicht radfahren.“
Damit den Anwendern professionelle Fachkräfte zur Seite stehen, hat Sven-Philipp Glomme Prothesentechniker und Physiotherapeuten eingeladen, die während der dreitägigen Veranstaltung nicht nur Vorträge halten, sondern auch Anleitungen geben und Fragen beantworten. „In der Gruppe gibt es viele Fragen: ,Was ist mit der Versorgung, die ich bekomme, möglich?‘, ,welche Möglichkeit besteht für mich in Bezug auf Sport?‘ oder ,wie gehe ich mit Phantomschmerzen um?‘ – entsprechend großes Interesse gibt es an Vorträgen zu diesen Themen.“

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Austausches und der Begegnung. Vertreter von Orthopädieunternehmen und Sanitätshäusern beantworten nicht nur Fragen zur Versorgung, sondern stellen auch Prothesen vor. Und: Jeder kann ausprobieren, wie es ist, mit einer Prothese zu laufen. „Damit lässt sich nachempfinden, wieviel Energie für einen Schritt aufgewendet werden muss oder was Barrierefreiheit bedeutet“, sagt Sven-Philipp Glomme. Für Menschen ohne Prothese gibt es außerdem Informationen über Bandagen und orthopädische Einlagen.
Eine weitere Premiere ist die Prüfung zum Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung am Sonntag. Auch nichtbehinderte Sportler haben an diesem Tag die Gelegenheit, die Auszeichnung auf dem Sportplatz Friedeburg zu erwerben. „Wenn alles so läuft wie geplant, ist das der Auftakt für eine jährliche Veranstaltung“, schickt der Veranstalter voraus. In anderen Teilen Deutschlands würden diese Angebote sehr gut angenommen, so Sven-Philipp Glomme weiter: „Im Idealfall geben wir den Menschen einen positiven Impuls, das Leben wieder aktiver zu gestaltet.“

Programm im Kurzüberblick:
• Gehschulworkshop und öffentliche Vorträge am Freitag, 5. Juli;
• Workshop zur Überwindung den Schweinehundes und eigenen Motivation und Workshop zur Stärkung des Selbstbewusstseins am Samstag, 6. Juli;
• „Open house“ (Tag der Begegnung) am Samstag, 6. Juli, mit Orthopädietechnikunternehmen und regionalen Sanitätshäusern im Jugend- und Sozialtreff „JuSt bi’t Bad“ in Friedeburg;
• Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung am Sonntag, 7. Juli.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Programmpunkten unter: protheseninbewegung.wordpress.com

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