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Freitag, 03 August 2018 10:22

Verkauf von Grundstücken beginnt im August

Zetel. Der Verkauf der Grundstücke innerhalb des Neubaugebietes „Zetel Süd“ beginnt ab dem 28. August. Dies teilt die Gemeinde Zetel in einer E-Mail mit, die an alle Interessenten, die sich für ein Grundstück haben vormerken lassen, verschickt worden ist.
Wie Detlef Kant von der Bauleitplanung der Gemeinde erläutert, waren die Planungen zur Ausweisung des Baugebietes sehr viel aufwendiger, als es sich zu Beginn der Planungen abzeichnete. „Zunächst musste der ursprüngliche Plan insgesamt wegen der notwendigen Verlegung des Regenrückhaltebeckens überarbeitet werden. Aber auch die Lösung zur Entwässerung des Gebietes hat Zeit in Anspruch genommen. Daher kann die Vermarktung leider erst jetzt beginnen“, erklärt Detlef Kant. Die Vermessung des Baugebietes ist inzwischen in Auftrag gegeben worden, die Erschließungsarbeiten sind ausgeschrieben. Nach der vorläufigen Zeitplanung kann mit den Tiefbaumaßnahmen im September 2018 begonnen werden. Bei normaler Witterung werden die Arbeiten dieses Jahr abgeschlossen sein.
Wie in der Mitteilung weiter ausgeführt, wird die Verlegung der Versorgungsleitungen (Strom, Gas, Wasser, Telefon) nicht von der Gemeinde Zetel beauftragt. Auf die zeitliche Abfolge zur Verlegung der Versorgungsleitungen hat die Gemeinde Zetel keinen Einfluss, sei jedoch bestrebt, die Leitungen im Zuge der Erschließungsarbeiten mit verlegen zu lassen.
Die genaue Bezifferung der Preise steht noch aus, vorbehaltlich des Beschlusses des Zeteler Rates werden die Kaufpreise in der Kategorie I (oberer Kategorie) 75, in der Kategorie II 70 und in der Kategorie III (untere Kategorie) 65 Euro pro Quadratmeter kosten. Darin sind bereits die Kosten der Erst­erschließung, also des Straßenbaus, der Lampen und der Straßenentwässerung sowie die Kosten für den Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation, enthalten. Für Familien mit Kindern ist eine Förderung geplant, worüber der Rat noch zu beschließen hat.
Vorbehaltlich des Ratsbeschlusses beginnen die Verkäufe der Grundstücke am Dienstag, 28. August. Dazu sind Interessenten für 18 Uhr in den „Wehdehof“ (Gaststätte Tepe), eingeladen. Dort wird das Baugebiet nochmals vorgestellt und auf Fragen zum Baugebiet oder zum weiteren Ablauf eingegangen.
„Soweit Sie ein Grundstück erwerben möchten, können Sie an dem Abend verbindlich ein Grundstück aussuchen. Dabei ist den Interessenten, die ein eigengenutztes Wohnheim errichten möchten, zunächst der Vorzug gegeben. Die Auswahl erfolgt entsprechend der Reihenfolge der Reservierungsliste“, so Detlef Kant. Sollte nicht selbst oder per Vertreter der Termin wahrgenommen werden, werde davon ausgegangen, dass kein Interesse mehr besteht. Dann rücken die anderen Interessenten auf. Nach Vormerkung des gewünschten Grundstückes ist außerdem kurzfristig ein Kaufvertrag zu schließen oder, um das Grundstück weiterhin reservieren zu lassen, der Finanzierungsnachweis der Bank innerhalb von drei Monaten vorzulegen.
Für Rückfragen steht Detlef Kant unter ☎ 04453/935215 während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zur Verfügung.
Freitag, 03 August 2018 10:18

Viel anzupacken in den kommenden Jahren

Zetel. Herbert Oltmanns ist ein echter Tausendsassa, jemand, der es sich nicht nehmen lässt, sich unermüdlich für verschiedene Dinge einzusetzen. Die Vita des 79-Jährigen, der seit 1999 dem Heimatverein Zetel als Vorsitzender vorsteht, umfasst Tätigkeit im Gemeindekirchenrat, der Synode des ehemaligen Kirchenkreises Varel, außerdem ist der Zeteler nach wie vor Vorstand im Diakonischen Werk Zetel.
Sein Engagement hat sich ausgezahlt – im April ist er mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft für seine Verdienste um das Oldenburger Land ausgezeichnet worden. Heimatkunde und die plattdeutsche Sprache sind die beiden Hauptthemen, denen sich Herbert Oltmanns seit 1999 und dem damit verbundenen Eintritt ins Rentenalter mehr und mehr gewidmet hat. Als Vorsitzender des Heimatvereins lag die Verantwortung für den Betrieb des Schulmuseums in Bohlenbergerfeld in seinen Händen – welches sich unter der Trägerschaft positiv entwickelte.
Das Wissen um die Heimat gibt der Zeteler auch öffentlich weiter – der Heimatverein bietet einmal im Monat eine Aktivität an, sei es ein Vortrag eines Referenten oder eine heimatkundliche Fahrt. „Wir haben inzwischen zahlreiche Gäste von außerhalb, die an dem Programm teilnehmen“, erläutert Herbert Oltmanns die Entwicklung der letzten Jahre. Bis zu 100 Gäste kämen inzwischen an den Vortragsabenden in das Zeteler Lichtspielhaus, so der 79-Jährige.
225 Mitgliedern zählt der Heimatverein aktuell – „allerdings haben wir einen sehr hohen Altersschnitt“, gibt Herbert Oltmanns zu bedenken. Neue Mitglieder kämen oft erst hinzu, wenn sie das Rentenalter erreicht haben. Sorge bereitet dem Vorsitzenden zudem die Nachfolge im Amt: „Da mache ich mir persönlich große Gedanken. Wenn wir nach Neuenburg oder Varel blicken, sind die Heimatvereine dort sehr gut aufgestellt und haben eine Regelung gefunden. Es ist wichtig, dass wir das, was wir aufgebaut haben, erhalten.“
Derzeit sind einige Großprojekte in Planung – dazu gehört auch eine Chronik des Heimatvereins. Ein zeitaufwendiges Unterfangen – aber der Zeteler ist optimistisch: „Das müssen wir hinbekommen.“ Der Heimatverein verfügt über ein großes Bilderarchiv mit vielen unveröffentlichten Aufnahmen. Die Sortierung und Lagerung der teils seltenen Originalnegative und Aufnahmen ist ein weiteres Thema, mit dem sich der Heimatverein die kommenden Jahre auseinandersetzen wird. Darin eingeschlossen sind die noch zu sortierenden Schriften, Bilder sowie Nachlässe mit Zeitungsartikeln, die im Schulmuseum Bohlenbergerfeld lagern.
Auf den Zeteler warten noch zahlreiche Aufgaben, aufgeben oder die Hände in den Schoß legen kommt Herbert Oltmanns nicht in den Sinn – er setzt sich weiterhin für die Dinge ein, die ihm seit Jahrzehnten am Herzen liegen.
Wer den Heimatverein unterstützen möchte, bekommt Informationen direkt bei Herbert Oltmanns unter ☎ 04453/939678.
Freitag, 03 August 2018 10:15

Auszeichnung für langjähriges Engagement

Bockhorn. „Was getan werden muss, muss getan werden, dann aber ordentlich“ – das ist die Maxime, die der Bockhorner Paul Weber seit nunmehr 20 Jahren im sozialen und kommunalpolitischen Bereich verfolgt.
Der 75-Jährige ist ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen tätig. Allem voran seit 1987 in der Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK), mittlerweile als Vorsitzender des VDK-Ortsverbands Bockhorn. Zu seinem Engagement gehört auch die Arbeit mit der Oberschule Bockhorn, wo Paul Weber regelmäßig die Schüler über die Arbeit des Volksbundes aufklärt. Für die Organisation und Gestaltung der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag zeichnet der Bockhorner ebenfalls verantwortlich.
Auch im Ortsbild Bockhorn findet sich die Arbeit Paul Webers wieder. 2004 initierte er mit dem Heimatring Bockhorn die Pflege und Neugestaltung der sowjetischen Kriegsgefangengräber auf dem Bockhorner Friedhof. Die Entwicklung der Gemeinde selbst hat der 75-Jährige als langjähriges CDU-Ratsmitglied von 2001 bis 2011 mit vorangetrieben. Auch in der Flüchtlingshilfe ist Paul Weber ehrenamtlich seit 2015 aktiv, des Weiteren ist er Gründungsmitglied und Mitorganisator der Jahrestreffen der Deutsch-Ungarischen Freundschaft zwischen Bockhorn und der Partnergemeinde Vertéssomló.
Für seine Verdienste ist Paul Weber vor kurzem mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Sven Ambrosy überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Neuenburg – „eine hochverdiente Auszeichnung“, wie Landrat Sven Ambrosy anmerkte, „die sich auch stets stellvertretend an Partner und Freunde richtet, denn ohne deren Verständnis und Unterstützung ist Ehrenamt nicht möglich.“
Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen lobte den Einsatz des Geehrten in den Schulen in Bezug auf die Sammlungen der Kriegsgräberfürsorge: „Es sind viele Jugendliche, die mitmachen und mit großem Eifer dabei sind. Damit trägst Du eine wichtige Aufgabe in die nächste Generation hinein.“ Die durch die Flüchtlingskrise 2015 entstandenen Aufgaben habe man dadurch meistern können, dass jemand die Planung und Koordinierung übernommen habe: „Du warst dabei ein ganz wichtiges Glied. Für Deine Arbeit sage ich von Herzen vielen Dank.“
Ans Aufhören denkt Paul Weber nicht – „auch wenn ich inzwischen gelernt habe, in dem ein oder anderen Fall Nein zu sagen“, wie der 75-Jährige mit einem Augenzwinkern anmerkte.
Zetel/Varel. Derzeit werden an der Außenstelle des Lothar-Meyer-Gymnasiums (LMG) in Zetel noch jeweils zwei 7. und 8. Klassen unterrichtet. Die Betonung liegt auf „noch“ – denn der Standort Westerende 2 schließt am 28. Juni und damit mit Beginn der Sommerferien für immer seine Türen.
Künftig besuchen die Gymnasiasten ausschließlich den LMG-Hauptstandort in Varel. Der Unterricht in Zetel läuft langsam aus, das vom Förderverein finanzierte Inventar der Zeteler Außenstelle zieht mit den Schülern zum Sommer um. Bevor die Außenstelle abgeschlossen wird, sichten Fachleute, was von der Einrichtung noch benötigt wird.

Im Rückblick habe man das Gymnasium in Zetel sehr gerne betrieben, sagt Astrid Geisler – trotz der aufwändigen Unterrichtsplanung zwischen den beiden 15 Kilometer entfernten Standorten, verbunden mit eigenem Vertretungsplan und der internen Postzustellung zwischen den beiden Häusern: „Zetel lässt sich nicht in 10 Minuten erreichen, entsprechend brauchen Lehrkräfte eine Springerstunde, um dort hinzukommen.“
Der Standort in der Friesischen Wehde sei von Seiten der Schüler und Lehrer gut angenommen worden, gelobt worden sei unter anderem die familiäre Atmosphäre: „Das hat uns über lange Zeit bestärkt, die Außenstelle weiter zu betreiben.“ Viel Unterstützung sei von den Eltern gekommen, als die Schließung des Zeteler Gymnasialzweigs nun aber feststand. „Wir haben sehr viel versucht, auf lokaler und politischer Ebene umzustimmen, aber die Entscheidung ist anders getroffen worden“, bedauert die Schulleiterin.
Das Umgliedern der Schüler in den Vareler Hauptstandort bedeute für den laufenden Betrieb jedoch keinerlei Probleme, betont Astrid Geisler. Das liege mit daran, das die Jahrgänge in der Vergangenheit ab Klasse 9 automatisch von Zetel nach Varel gewechselt sind. „Schüler aus Neuenburg und Zetel werden sich künftig von Beginn an auf einen weiten Fahrweg einstellen müssen“, so Astrid Geisler.

Derzeit wird das Lothar-Meyer-Gymnasium um zehn Klassenräume erweitert. Wenn alles nach Zeitplan verläuft, kann die Einweihung nach den Herbstferien erfolgen. Astrid Geisler: „Die Arbeiten am Anbau hätten wir gerne vor dem Umzug von Zetel abgeschlossen.“ Der Schulbetrieb werde dennoch reibungslos weiterlaufen. „Wir sind sehr gut aufgestellt“, betont Astrid Geisler. Der Anbau bringt eine notwendige Entlastung, denn in den vergangenen zwei Jahren ist das LMG knapp siebenzügig gefahren: „Das war schon extrem, wir sind hier fast aus allen Nähten geplatzt.“
Die Erweiterung ist nur eine von zahlreichen baulichen Veränderungen, die am Vareler Lothar-Meyer-Gymnasium in den nächsten Jahren anstehen. Unter anderem soll das Lehrerzimmer umgebaut werden, um den 80 bis 90 Lehrkräften mehr Platz zu bieten. Der Altbau soll um einen Oberstufentrakt ergänzt werden, der T-Trakt wird gänzlich runderneuert. Modernisierungen wie Fahrstühle für Inklusionsschüler gehören ebenfalls zum Maßnahmenkatalog dazu. „Aber es sind auch die kleineren Sachen, die uns beschäftigen, wie neue EDV und die Raumausstattung“, erklärt die Schulleiterin.
Neuenburg. Übereinandergestapelt türmt sich Basalt- auf Granitstein, das fragile Gebilde scheinbar nur gehalten von acht Stahlstangen, die den Steinturm jeweils an den Seiten schützend umgeben. Die Säule an der Mühlenstraße ist als Mahnung und Erinnungsplatz gedacht. Das sie ihren Platz an der Bundesstraße Richtung Friedeburg hat, ist kein Zufall.
Die heutige Bundesstraße 437 zwischen Varel und Friedeburg ist während der Zeit des Nationalsozialismus aufwändig ausgebaut worden – unzählige Basalt- und Granitsteine wurden dabei von Strafgefangenen aus den Emsland-Lagern und Kriegsgefangenen der Wehrmacht unter Zwang verlegt. An den Folgen der harten Arbeit, durch Willkür der Wachmannschaften und Unterernährung starben viele bei dem als kriegswichtig erachteten Unterfangen, eine bessere Anbindung der Luftwaffen-Fliegerhorste Marx-Barge und Varel-Friedrichsfeld zu erreichen.
Der Neubau der Bundesstraße 2012 brachte die Geschichte sprichwörtlich wieder an das Tageslicht. Die Blaubasalt- und Granitsteine, die unter dem Asphalt zum Vorschein kamen, waren 2013 Initiativpunkt für die Neuenburger Kunstwoche „Pflasterkunst“. Woher kommen die Steine und welchen Hintergrund haben sie? Den Antworten ist der Kunstverein „Bahner“ jahrelang nachgegangen. Hinweise aus der Bevölkerung und die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Antje Sander und Holger Frerichs vom Schlossmuseum Jever haben schließlich das Bild vervollständigt.
Am Mittwochabend ist mit dem Mahnmal für die Zwangsarbeiter beim Straßenbau in Neuenburg ein weiterer Erinnerungsort eingeweiht worden. Zahlreiche Vertreter aus Gemeinderat und Verwaltung, „Bahner“-Mitglieder sowie Vertreter der Politik wie Landrat Sven Ambrosy, Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch und Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen waren der Einladung gefolgt.
„Der Dreiklang aus Erinnerung, Verantwortung und Zukunft verpflichtet uns geradezu, das Andenken an die während der Naziherrschaft geschundenen und ermordeten Menschen zu bewahren“, erklärte Wolfgang Andrée im Rahmen seiner Rede. Prof. Dr. Antje Sander hob hervor, das den Erinnerungsorten eine immer stärkere Bedeutung zukomme, insbesondere da die Generation der Zeitzeugen und deren Kinder bald nicht mehr leben werde und damit den Orten selbst die Aufgabe zukomme, Zeugnis erlittenen Unrechts abzulegen. Fred Gburreck als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Zetel erläuterte, das mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Erinnerung an die Zwangsarbeit nahezu verdrängt worden: „Die ,Bahner‘ waren diejenigen, die das Thema 2012 wieder aufgegriffen haben.“ Die Erinnerung an die Gräuel schwänden langsam, betonte Bürgermeister Andreas Meinen. Es sei notwendig, sich der Geschichte zu stellen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.
Zum Hintergrund: Die Gestaltung des 2,50 Meter hohen Mahnmals an der Bundesstraße stammt von Inge Streithorst. Es stellt eine Straße dar, die hochkant verläuft und in Stahlstangen gefangen ist. Die dazu gehörende Infotafel hat der Wangerlander Grafiker Andreas Reiberg geschaffen.
Freitag, 27 April 2018 09:40

Ein Ort zum Arbeiten, Lesen und Spielen

Zetel. Auf der Lesecouch kann man es sich so richtig gemütlich machen: Die hohen Rücken- und Seitenwände dämpfen den Schall und sorgen für eine angenehm ruhige Atmosphäre – perfekt, um ein wenig zu lesen oder sich ungestört mit anderen auszutauschen. Seit Montagmorgen hat die IGS Friesland-Süd in Zetel eine Leseecke. Der offene Bereich im Flur bietet allerdings noch weitere Möglichkeiten, darunter Gruppen- und Stillarbeit.
Vorher standen hier lediglich Tische und Stühle zum Arbeiten. „Die Schränke sind neu gestrichen worden und wir haben Lesecouchen angeschafft. Sogar Blumenspenden für die Fensterbank haben wir bekommen. Insgesamt ist der Bereich nun optisch deutlich aufgewertet“, erläutert Schulleiterin Heike Neumann die Neuerungen. Unter Aufsicht darf hier nun gespielt, gelesen und geübt werden.
Rund 6000 Euro sind in die Einrichtung der Leseecke geflossen, finanzielle Unterstützung kam dabei von der LzO, der Bürgerstiftung, dem Förderverein der IGS, dem Sozialen Kaufhaus, Stoffwechsel und der WIR-Stiftung. Bei der Gestaltung der Minibücherei waren die Schüler gefragt. „Wir haben uns erkundigt, welche Bücher sich die Schüler wünschen. Die Antworten reichten vom klassischen Märchenbuch bis hin zum Wissensbuch über Natur und Technik“, sagt Schulleiterin Heike Neumann. Harry Potter-Bände stehen ebenfalls im Regal: „Die sind nach wie vor beliebt, genauso wie die Was-ist-Was-Bücher.“
Um den Wandanstrich haben sich die Eltern an einem Wochenende gekümmert, schulintern gibt es zur Zeit einen Wettbewerb für die schönste Wandgestaltung – „mit Jury und Trostpreisen“, so die Schulleiterin, die sich freut, dass die Leseecke von den Schülern bereits gut angenommen worden ist. Ohne Hilfe seien solche Projekte allerdings nicht zu meistern: „Unsere eigenen Mittel sind begrenzt, sodass wir nicht jeden Wunsch erfüllen können. Umso mehr freuen wir uns, dass soviele zur Leseecke beigetragen haben.“

→ Die IGS Friesland-Süd freut sich über Sachspenden für die Leseecke. Gesucht werden Bücher, Stifte, pflegeleichte Blumen und Spiele (auch gut erhalten gebraucht). Wer etwas abgeben möchte, meldet sich telefonisch im Sekretariat der Schule unter ☎ 04453/3112.
Neuenburg. Die begabte Musikerin Eliane Menzel nutzt die Semesterferien ihrer Violinenausbildung in New York, um zusammen mit ihrem Vater Fabian Menzel (Oboe) Liebhabern der klassischen Musik ein weiteres musikalisches Highlight zu präsentieren.
Im Mittelpunkt der „Schlosskonzerte Neuenburg“ stehen diesmal die deutsche und französische Romantik mit Werken von Schumann, Franck, Saen und Brahms. Am Mittwoch, 23., und Donnerstag, 24. Mai, jeweils um 19.30 Uhr, werden die beiden gemeinsam mit Maria Conti Gallenti im historischen Trausaal zu hören sein.
Aufgrund der räumlichen Situation des historischen Trausaales ist die Zahl der Karten limitiert. Die Vorbestellung der Konzertkarten ist unter ☎ 04453/935299 möglich.
Freitag, 20 April 2018 11:55

Gemeinden unterzeichnen Pachtvertrag

Bockhorn/Zetel. Die Bahntrasse von Bockhorn nach Zetel wird von vielen Radfahrern in der Wehde genutzt. Damit die Strecke insgesamt sicherer zu befahren und zudem für Menschen mit Behinderungen barrierefrei genutzt werden kann, haben die Gemeinden Zetel und Bockhorn noch für dieses Jahr den Ausbau nebst Verbreiterung der Wege beschlossen (wir berichteten).
Die Bahntrasse ist Eigentum des Landkreises Friesland. Die nötigen Pachtverträge haben nun kürzlich im Kreishaus in Jever die Bürgermeister Andreas Meinen (Bockhorn, links) sowie Heiner Lauxtermann (Zetel, rechts) nebst Frieslands Landrat Sven Ambrosy unterzeichnet. Die Verträge sind 25 Jahre gültig.
Die Radwegeabschnitte zwischen Bockhorn und Zetel sind 2009/2010 erstellt worden und betragen 2,5 Kilometer (Abschnitt Zetel-Neuenburg) und 3,3 Kilometer (Abschnitt Zetel-Bockhorn). Die Gesamtkosten für beiden Strecken liegen bei rund 270.000 Euro. Im Vorfeld ist vom Leader-Programm „Südliches Friesland“ eine Förderung in Höhe von 70 Prozent bewilligt worden, beide Gemeinden haben beim Landkreis Friesland zusätzlich einen Förderantrag in Höhe von 30 Prozent für die nicht gedeckten Kosten gestellt.
Zetel. Die vormals im Gebäude befindliche Traditionsgaststätte Janssen an der Hauptstraße 7 ist längst Geschichte – aber das Haus selbst erfüllt noch heute einen gastlichen Zweck. Für viele Zeteler und auch auswärtige Besucher ist das Mehrgenerationenhaus (MGH) ein fester Anlaufpunkt im Alltag. Im Zeteler Kaffeehaus, dem offenen Café des Mehrgenerationenhauses, kommen Alt und Jung zusammen, wird geklönt oder in Gruppen gearbeitet. Es finden Flohmärkte statt, es gibt Angebote für Kinder und einen Bürgermeisterstammtisch. Frühaufsteher und Schüler können hier sogar Frühstück und Mittagessen bekommen. Kurzum: Das MGH ist eine Begegnungsstätte für Jedermann.
„Ganz am Anfang wussten viele nicht, dass es hier so ein Angebot gibt“, erzählt Kerstin von Zabiensky. Das war vor rund sechs Jahren, heute ist das Angebot auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Kerstin von Zabiensky ist Leiterin im MGH und koordiniert nicht nur die anfallende Arbeit, sondern ist als ständiges Bindeglied zwischen den Gruppen im MGH und Besuchern immer in Bewegung. „Die Nachfrage nach den Angeboten im Haus steigt stetig, viele suchen ein freies Plätzchen für sich“, erklärt die Leiterin den Erfolg der Einrichtung. Ein weiterer Grund: Im Zeteler Kaffeehaus geht alles etwas gemütlicher zu: „Das Café ist ein offener Treff, es gibt keinen Verzehrzwang.“ Wohnen tue hier allerdings keiner – „auch wenn die Frage oft aufkommt“, sagt Kerstin von Zabiensky mit einem Lachen. Für sie ist das Mehrgenerationenhaus fast wie ein zweites Zuhause. Das Miteinander möchte sie nicht missen. „Alle, die zu uns kommen, egal ob Besucher oder Mitarbeiter, sind auf ihre Art sehr liebenswert“, sagt Kerstin von Zabiensky.
Um die Gäste des Kaffeehauses kümmern sich ehrenamtliche Mitarbeiter. Als Leiterin packe sie auch mal selbst mit in der Küche an, wenn Not am Mann ist. „Wir sind immer auf der Suche, Ehrenamtliche sind bei uns etwas knapp“, gibt Kerstin von Zabiensky zu bedenken. Was die Mitarbeiter im Alltag bewerkstelligen, sei eine große Leistung: „Das kann man nicht genug honorieren.“ Der Grundgedanke der Freiwilligkeit spiegelt sich auch in der im MGH untergebrachten Ehrenamtsbörse wieder: „Wer sich als Freiwilliger einbringen möchte, kann sich bei mir melden, direkt vor Ort oder telefonisch.“ Die Börse funktioniert dabei in beide Richtungen: Vereine oder Gruppen, die Hilfe brauchen, können ein Gesuch ebenso aufgeben wie Bürger, die sich in bestimmten Bereichen einbringen möchten.
In Zetel ist das MGH nicht mehr wegzudenken. Im vergangenen Jahr hat die Einrichtung ihr fünfjähriges Bestehen gefeiert. Das Grundkonzept der Einrichtung ist von Tag Eins an übrigens unverändert geblieben. „Unsere Tür ist für Jedermann offen“, fasst Kerstin von Zabiensky zusammen.

Übrigens: Zum 1. August sucht das Mehrgenerationenhaus noch einen Bundesfreiwilligendienstler. Das Aufgabengebiet umfasst dabei Service, Kontaktpflege zu den Gästen, die Betreuung der sozialen Netzwerkseite, Einkaufsplanung und Unterstützung der Ehrenamtlichen sowie der Leitung.
Freitag, 20 April 2018 11:46

Eine Grabanlage mit Gartencharakter

Zetel. Bisher ist die rechte Seite neben dem Lutherbaum auf dem Friedhof an der Bohlenberger Straße noch leer, lediglich ein kleiner Fußpfad verläuft auf der Grünfläche. Dort sollen noch in diesem Jahr 25 neue Grabplätze entstehen. Pro Platz wird dann sowohl eine Sarg-, als auch eine Urnenbestattung möglich sein.
Mit der neuen Anlage reagiert die Kirchengemeinde auf Veränderungen in der Bestattungskultur. „Es gibt Paare, bei denen nur einer erdbestattet werden möchte, während der andere sich eine Feuerbestattung wünscht“, sagt Pastorin Sabine Indorf. Das habe mitunter ethische oder weltanschauliche Gründe. Ein weiterer Vorteil der Gemeinschaftsanlage ist, dass der alte und neue Teil des Friedhofs an dieser Stelle künftig optisch stärker verbunden wird. „Wir bekommen immer mal wieder die Frage gestellt, warum die Gräber hier so allein stehen“, erzählt Sabine Indorf. Dieses Problem wird mit den neuen Grabplätzen gelöst.
Ähnlich wie bei der Urnengemeinschaftsanlage wird es eine Stele für Gedenkplaketten geben, sowie Sitzgelegenheiten und einen barrierefreien Zugang für Rollatoren und Rollstuhlfahrer (siehe Grafik). „Die Fläche bekommt einen Gartencharakter“, erläutert Nina Brokmann von der Friedhofsverwaltung. Die Planung und Gestaltung der Fläche geht auf ihre Entwürfe zurück: „Wenn letztlich alle Plätze belegt sind, wird nicht mehr das einzelne Grab zu erkennen sein.“ Das Areal wird eingefasst von einem handgeschmiedeten Zaun.
Die Pflege der Anlage wird durch den Friedhofsgärtner ganzjährig sichergestellt und ist jeweils in die Liegegebühr einkalkuliert. „Es wird immer etwas blühen, niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er einen Besuch des Friedhofs mal nicht einplanen kann“, sagt Sabine Indorf. Die Anlage soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden, so Detlef Kant, Vorsitzender im Ausschuss für Friedhof und Ländereien. Die Kosten für die Gemeinschaftsanlage liegen bei rund 40.000 Euro. „Das Geld kommt aus dem Friedhofsetat. Die Kirchengemeinde geht damit in Vorleistung“, berichtet Pastorin Sabine Indorf. Weil es sich bei dem Friedhof an der Bohlenberger Straße nicht um einen Defizitfriedhof handele, seien solche Projekte in dieser Größenordnung überhaupt möglich.

Weitere Informationen zu den Grabplätzen erteilt Nina Brokmann von der Friedhofsverwaltung montags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 11 Uhr unter ☎ 04453/2033.
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